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	<title>ZG Blog &#187; Kinder</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Kinder in Deutschland; Teil 18: Leistungsdenken</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 08:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsträger]]></category>

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		<description><![CDATA[Je mehr Kinder chinesisch lernen, desto besser. - Bundespräsident Christian Wulff, Interview in Cicero vom 1. Oktober 2007 Hallo. Ich bin Leon und ich bin 5 Jahre alt. In der Kita bin ich jetzt schon in der Vorschulgruppe. Der Claas geht auch in meine Kita und ist mein bester Freund. Ich bin meistens sehr lange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Je mehr Kinder chinesisch lernen, desto besser.</p>
<p style="text-align: justify;">- Bundespräsident Christian Wulff, Interview in Cicero vom 1. Oktober 2007</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Hallo. Ich bin Leon und ich bin 5 Jahre alt. In der Kita bin ich jetzt schon in der Vorschulgruppe. Der Claas geht auch in meine Kita und ist mein bester Freund. Ich bin meistens sehr lange in der Kita. Mama und Papa arbeiten immer ganz viel. Sie müssen Geld verdienen, sagen sie.<span id="more-11352"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Montags holt mich oft die Lara, Mamas Freundin, von der Kita ab und bringt mich dann zum Kinder-Fussball. Das macht mir immer sehr viel Spass.</p>
<p style="text-align: justify;">Dienstags geh ich dann zum Klavier-Unterricht mit meiner Oma. Das finde ich doof. Die Klavier-Lehrerin mag ich auch nicht. Die guckt mich immer so böse an, wenn ich was nicht kann. Aber Mama sagt, dass andere Kinder das auch machen und deshalb muss ich Klavier spielen lernen.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Mittwoch bringt mich Mama nach der Kita zum Englisch-Unterricht. Da soll ich eine neue Sprache lernen. Dort ist auch die Maria, die mich immer ärgert, weil ich das noch nicht so gut sprechen kann wie sie. Da muss ich immer lange still sitzen bleiben. Aber ich will lieber mit Claas spielen oder auf den Spielplatz gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und am Donnerstag holt mich die Tina, die Babysitterin von der Kita ab. Die liest immer ganz viel und ich spiele dann alleine in meinem Zimmer. Und wenn ich dann schlafen gehe, kommt Mama von der Arbeit und gibt mir meistens noch einen Gute-Nacht-Kuss.</p>
<p style="text-align: justify;">Papa sehe ich meistens nur, wenn ich kitafrei habe. Wir toben zwar manchmal, aber oft ist er sehr müde und schläft dann ganz viel. Ich finde es ganz toll, dass wir dann alle zusammen essen. Manchmal gehen wir dann zusammen in den Garten und ich darf Laub fegen. »So lerne ich Verantwortung übernehmen«, sagt Papa.</p>
<blockquote><p>»Das Kind ist also nicht ein Gefäß, das Eltern und Erzieher mit beliebigem Inhalt bzw. irgendwelchen Erfahrungen auffüllen können. Das Kind sucht sich vielmehr aktiv diejenigen Erfahrungen, die es braucht, um sich zu entwickeln«</p>
<p>- Remo H. Largo, »Kinderjahre«, Piper Verlag, München 1999, Seite 79</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Eine Zusammenfassung der ersten zehn Teile der Kinderserie ist auf <a href="http://www.zeitgeistlos.de/kinder/kinder_in_deutschland.html">www.zeitgeistlos.de</a> zu finden. Alle bisherigen Folgen können im ZG-Blog in der Rubrik <a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/category/kinder-und-jugend/">Kindheit</a> gefunden werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielen Dank an meine Freundin Anja G. für die Idee, aus der Perspektive eines Kindes zu schreiben!</p>
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		<title>Kinder in Deutschland; Teil 15: Väter</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/kinder-in-deutschland-teil-15-vater/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 05:17:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>

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		<description><![CDATA[Väter sind für eine positive Kindesentwicklung ebenso wichtig wie Mütter. Das harmonische Miteinander in einer intakten Familie ist für Kinder von großer Bedeutung. Väter prägen ihre Kinder in vielerlei Hinsicht, geben ihnen Sicherheit und bieten eine Fülle zusätzlicher Anregungen. Väter sind weit mehr als nur Beschützer, Versorger, Vorbild und Spielgefährte – sie fördern die Sprachentwicklung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_wissen/65994.html" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-10089" title="GeoWissen" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/GeoWissen-309x400.jpg" alt="" width="185" height="240" /></a>Väter sind für eine positive Kindesentwicklung ebenso wichtig wie Mütter. Das harmonische Miteinander in einer intakten Familie ist für Kinder von großer Bedeutung. Väter prägen ihre Kinder in vielerlei Hinsicht, geben ihnen Sicherheit und bieten eine Fülle zusätzlicher Anregungen. Väter sind weit mehr als nur Beschützer, Versorger, Vorbild und Spielgefährte – sie fördern die Sprachentwicklung, geben Selbstbewusstsein und machen den Kindern Mut, neue Dinge aus zu probieren. Eine typische Vaterdomäne ist wildes, körperorientiertes Spiel: Toben, Jagen, Kitzeln und in die Luft werfen. Vorrausgesetzt, sie sind engagiert, nehmen sich Zeit und haben ein ehrliches Interesse an ihren Kindern.<span id="more-9354"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Wenig präsente Väter, wie Wochenendpapas z.B., haben wenig Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder. Denn sie sind nicht immer ansprechbar, können schwer Gedanken mit ihnen teilen oder darauf achten, dass Regeln eingehalten werden. Für Kinder ist die quantitative Umsorgung ohnehin gleichbedeutend mit der qualitativen Fürsorge: je mehr man sich mit seinen Kindern beschäftigt, desto mehr fühlen sie sich geliebt, respektiert, beachtet und wertgeschätzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Töchter ist der Vater der erste Mann im Leben. Demzufolge prägt und beeinflusst der Vater in positiver, aber auch in negativer Hinsicht, das Männerbild der Töchter. Auch wenn in aller Regel Väter mit ihren Söhnen mehr Zeit verbringen als mit ihren Töchtern, so sind Frauen, die ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hatten, meist selbstbewusster und sozial kompetenter, als vaterlos aufgewachsene Frauen. Ein gutes Vater-Tochter Verhältnis überbrückt die Distanz zwischen den Geschlechtern. Väter lehren Söhnen den Umgang mit ihren Aggressionen und bringen ihnen Fairness in Konflikten bei.</p>
<blockquote><p>»Vaterlos aufgewachsene Männer sind emotional oft wie zugeschnürt«</p>
<p>- Prof. Dr. Horst Petri, Arzt für Kinder– und Jugendpsychiatrie</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wissenschaftlich gilt es als gesichert, dass es ein großes Bedürfnis von Kindern gibt, in der Dreier-Konstellation (Vater, Mutter, Kind) aufzuwachsen und sich zu entwickeln. Vaterentbehrung hat fast immer Folgen für die seelische Entwicklung von Kindern. Frauen, die ohne einen Vater aufwachsen, fixieren sich meist stark auf die Mutter und entwickeln ein erschwertes Verhältnis zu Männern. Jungen fehlen bei Vaterlosigkeit die männlichen Vorbilder, da sie auch in Kindergarten und Schule fast ausschließlich von Frauen sozialisiert werden. Jungen, die bei alleinerziehenden Müttern aufwachsen, haben meist eine starke Mutterbindung und nicht selten ist dann der Sohn der männliche emotionale Bezugspunkt der Mutter: eine Art Partnerersatz. Gerade in den ersten fünf Lebensjahren und in der Pubertät ist es für Jungen und Mädchen gleichermaßen wichtig, einen engagierten Vater zu haben, der sie bei der Identitäts– und Orientierungssuche aktiv unterstützt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie auch schon bei <a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil4-pragung/">Teil 4: Prägung</a> erwähnt, gibt es keine kausalen Erklärungen zwischen Kindheit und spezifischen Verhaltensmustern im Erwachsenenalter. Kindheit, Familie und Eltern prägen und beeinflussen den eigenen Charakter, das Selbstvertrauen und auch die Weltanschauung, sind aber kein unabänderliches Schicksal. Wir werden durch die Kindheit zwar geformt und geprägt, haben aber auch selbst jederzeit die Möglichkeit, uns wieder zu verändern oder davon zu lösen, sofern Wille,  Kraft und Möglichkeiten dafür vorhanden sind.</p>
<p style="text-align: justify;">–Inspiriert von GeoWissen, Ausgabe Nr. 46: Väter</p>
<p>Eine Zusammenfassung der ersten zehn Teile der Kinderserie ist auf <a href="http://www.zeitgeistlos.de/kinder/kinder_in_deutschland.html">www.zeitgeistlos.de</a> zu finden. Alle bisherigen Folgen können im ZG-Blog in der Rubrik <a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/category/kinder-und-jugend/">Kindheit</a> gefunden werden.</p>
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		<title>Kinder in Deutschland; Teil 14: Respekt</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 04:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Respekt]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Kinder werden in vielfacher Hinsicht nicht ernst genommen und respektiert. Sie werden häufig als halbfertige Menschen betrachtet, für die gesonderte Regeln gelten. Auffällig ist z.B., dass viele Erwachsene vor allem Kleinkinder ständig angrabbeln müssen. Sie wollen sie berühren, sie abknutschen, mit ihnen knuddeln. Ob Oma, Opa, Tante, Onkel, Freunde oder sogar Fremde, vielle wollen Kleinkindern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Kind<img class="size-full wp-image-9486 alignleft" title="Straßenschild" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Straßenschild.gif" alt="" width="163" height="143" />er werden in vielfacher Hinsicht nicht ernst genommen und respektiert. Sie werden häufig als halbfertige Menschen betrachtet, für die gesonderte Regeln gelten. Auffällig ist z.B., dass viele Erwachsene vor allem Kleinkinder ständig angrabbeln müssen. Sie wollen sie berühren, sie abknutschen, mit ihnen knuddeln. Ob Oma, Opa, Tante, Onkel, Freunde oder sogar Fremde, vielle wollen Kleinkindern nah sein, ihnen Liebe geben und Liebe empfangen. Ob die Kinder das auch wollen, wird selten gefragt und berücksichtigt. Kleinkinder in der Familie werden oft als öffentlich zugängliche »Teddy-Knuddelbären« gesehen, die man knuddeln und knutschen kann, wie es einem gerade beliebt. Kinder werden für das eigene Empfinden instrumentalisiert. Kindern gegenüber ist das rücksichts– und respektlos. Erwachsene wollen schließlich auch nicht von jedem begrabbelt werden, oder?<span id="more-9438"></span></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;">Respekt bezeichnet eine Form der Wertschätzung, der Aufmerksamkeit und der Rücksichtnahme gegenüber Anderen. Erwachsene wissen, dass jeder Mensch seine ganz persönliche Grenze hat. Diese unsichtbaren Grenzen werden im Alltag gelebt und respektiert. Gezielte Grenzüberschreitungen von anderen, ohne vorheriges Fragen, werden als provokativ und als Eingriff in die persönliche Freiheit gewertet. Auf die Idee, dass Kleinkinder das ständige Grabbeln und Tatschen, auch als Grenzüberschreitung und Einschränkung ihrer Freiheitsrechte empfinden könnten, kommen viele Erwachsene nicht. Der weit verbreitete Drang vieler Verwandter und Familienangehöriger,  das Kind unbedingt knuddeln, knutschen und antatschen zu müssen,  projiziert das eigene Bedürfnis nach Liebe, Zuneigung und Nähe auf das  Kind.</p>
<p style="text-align: justify;">Sicher, Kinder brauchen Liebe, sollten aber nicht überliebt werden. Psychoanalytiker sprechen hierbei im Zuge des <a title="ZG - Demographischer Wandel" href="http://www.zeitgeistlos.de/demografie/demografie.html" target="_blank">vermeintlichen Geburtenschwunds</a> und der damit zunehmenden Überliebung von Kindern vom Phänomen des »too good mothering«. Wenn Kinder sofort jeden Wunsch erfüllt bekommen, überall im Mittelpunkt stehen, nie mit Frustration, Grenzen und Konsequenzen leben müssen, dann ist das  auch eine Form von Vernachlässigung und mangelndem Respekt vor Kindern, da man nur seine eigene Harmoniesucht und nicht die Erziehung der Kinder im Blick hat. Viele werden dies leider nur als Kavaliersdelikt betrachten und wundern sich dann über die zunehmende Überheblich– und Grenzenlosigkeit der eigenen Kinder.</p>
<p style="text-align: justify;">Kinder ernst zu nehmen und zu respektieren, bedeutet eben auch, über den eigenen Schatten und die eigenen vermeintlichen Fehler stehen zu können. Wer seine Unzulänglichkeiten, seine Launen und vor allem seine Bedürfnisse auf das Kind projiziert, übersieht schnell die Bedürfnisse der eigenen Kinder. Ferner: nur wer mit sich selbst im Reinen ist und sich seiner Stärken, Schwächen und Unzulänglichkeiten bewusst ist, wer in der Lage ist, sich selbst zu reflektieren, wird auch seine Kinder respektieren können. Viele instrumentalisieren ihre Kinder, projizieren sich selbst in ihnen, haben Erwartungen, Wünsche, Bedürfnisse usw., die sie auf ihre Kinder übertragen. Meist sind Kinder damit jedoch überfordert oder schlimmer: bekommen ernsthafte seelische Störungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Freilich kann man Respekt, in Form von Wertschätzung, Aufmerksamkeit, Toleranz, Rücksicht und Verständnis auch in anderen Richtungen erwarten. Kinder sollten auch lernen, andere Kinder und Erwachsene zu achten. Auch Mütter und Väter sollten sich gegenseitig respektieren und wertschätzen, denn wenn nicht, wird das Kind das wahrnehmen und eine Form von mangelnder Wertschätzung anderen Menschen gegenüber vorgelebt bekommen. Auch Mütter sollten Nicht-Mütter und die Bedürfnisse anderer Menschen achten und respektieren lernen und nicht davon ausgehen, dass ihr Kind der Nabel der Welt ist, dem sich alles unterzuordnen hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Kinder sind Individuen, die zwar das Leben erst noch kennenlernen, aber schon Grundzüge der eigenen Persönlichkeit aufweisen. Kinder sind Menschen, das vergessen vor allem viele Kinderfeinde, von denen es leider viel zu viele gibt. Kinderfeindlichkeit ist Menschenfeindlichkeit und damit menschenverachtend.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Zusammenfassung der ersten zehn Teile der Kinderserie ist auf <a href="http://www.zeitgeistlos.de/kinder/kinder_in_deutschland.html" target="_blank">www.zeitgeistlos.de</a> zu finden. Alle bisherigen Folgen können im ZG-Blog in der Rubrik <a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/category/kinder-und-jugend/" target="_blank">Kindheit</a> gefunden werden.</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kinder in Deutschland; Teil 13: Kinderfernsehen</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/kinder-in-deutschland-teil-13-kinderfernsehen/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 04:35:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Sandmännchen]]></category>

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		<description><![CDATA[»Fernsehen bietet den Kindern Unterhaltung, Abwechslung, Spannung und Abenteuer. Kinder können sich mit einem Tastendruck die Welt, ob Wirklichkeit oder Phantasie, in ihr Zimmer holen und von einem Ereignis zum nächsten springen. Außerdem suchen Kinder häufig Vorbilder, wollen informiert werden oder schauen fern, wenn sie nichts Besseres zu tun wissen.« - kika.de »Kinder sollten nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-8791" title="Sandmännchen" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Sandmännchen1.jpg" alt="" width="190" height="270" /><span style="color: #993300;"><em>»Fernsehen bietet den Kindern Unterhaltung, Abwechslung, Spannung und  Abenteuer. Kinder können sich mit einem Tastendruck die Welt, ob  Wirklichkeit oder Phantasie, in ihr Zimmer holen und von einem Ereignis  zum nächsten springen. Außerdem suchen Kinder häufig Vorbilder, wollen  informiert werden oder schauen fern, wenn sie nichts Besseres zu tun  wissen.«</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">- <a href="http://www.kika.de/kika/eltern/medienkompetenz/kinderundfernsehen/index.shtml" target="_blank">kika.de</a></p>
<p style="text-align: justify;">»Kinder sollten nicht fernsehen«, sagen so manche Pädagogen, Wissenschaftler und Eltern. Dinge, die verboten sind, entwickeln aber ihren ganz besonderen Reiz. Und spätestens wenn Kinder zu ihren Freunden gehen, werden sie TV schauen oder mit der Konsole spielen. Damit Kinder später nicht regelrecht fernsehgeil werden, ist ein gezielter und geregelter Umgang mit dem Medium Fernsehen, angebracht. <span id="more-8773"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Je nach Alter und Entwicklung des Kindes sollte sich der Fernsehkonsum in Grenzen halten. Nach einer Auswertung der Quoten 2010 durch media control, schauen  Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahren durchschnittlich 91 Minuten täglich  fernsehen. Laut einer <a href="http://www.bzga.de/botpresse_436.html" target="_blank">Pressemitteilung</a> der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollten Kinder unter drei Jahren weder Fernsehen, noch Computer schauen. Vorschulkinder zwischen drei und fünf Jahren sollten nicht länger als eine halbe Stunde täglich in die Röhre gucken. Außerdem wird empfohlen, vor der Schule bzw. vor dem Kindergarten und während der Mahlzeiten, die Glotze aus zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Indessen belegen viele Studien und Untersuchungen, dass übermäßiger TV-Konsum Kinder verdummen lässt, sie aggressiver und hyperaktiver werden sowie vermehrt Konzentrationsstörungen aufweisen. Eltern sollten mit ihren Kindern zusammen die Sendung schauen, den  Fernseher nicht als Ersatz-Babysitter verwenden und sich über das  Gesehene mit ihren Kindern austauschen. Im folgenden eine subjektive Einschätzung zu ausgewählten Kindersendungen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nils Holgersson</strong> ist eine japanische Anime-Serie (basierend auf  der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf) aus dem Jahre 1980,  die ich nicht nur für pädagogisch wertvoll halte, sondern auch als sehr  unterhaltsam empfinde.  Der kleine Nils ist ein frecher Junge und hatte  keine Achtung vor Tieren. Daraufhin hat ihn ein Wichtelmännchen zur  Strafe in ein ca. 10 cm großen Zwerg verwandelt. Gemeinsam mit seinen  neuen Freunden, der Hausgans Martin und dem Hamster Krümel, reist Nils  nun durch Skandinavien, erlebt Abenteuer und bekommt eine neue  Perspektive auf Tiere und Menschen. Denn wie Menschen mit Tieren  umgehen, sie jagen, ärgern und töten, ist in fast jeder Folge ein Thema.  2012 soll es einen Kinofilm von Nils Holgersson geben. Hier ein sehr  schön gemachter Cover-Song zur Titelmelodie der Serie:</p>
<p><iframe width="450" height="300" src="http://www.youtube.com/embed/57eciDJtlMM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Yakari </strong>und <strong>Pippi Langstrumpf</strong> sind zwei Zeichentricksendungen, die mir eher weniger gefallen. Beide Helden haben und zeigen keine Schwächen. Sie weinen nicht, machen keine Fehler und haben für alle Probleme immer eine Lösung parat. Ich kann ja verstehen, dass solche Figuren sich gut als Identifikation und Vorbild für Kinder eignen, ich persönlich finde solche Protagonisten unrealistisch, langweilig und unspannend. Kinder sollten auch gezeigt bekommen, dass es völlig in Ordnung ist, Fehler und Schwächen zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Lauras Stern</strong> ist eine ca. zehnminütige Zeichentricksendung, basierend auf der Buchvorlage von Klaus Baumgart. Die siebenjährige Laura findet einen verletzten Stern, den sie umsorgt und ihm ihre Erlebnisse erzählt. Der Stern fungiert als eine Art Tagebuch, als Motivator und als Lösungsgeber. Abends wenn Laura ins Bett geht, reflektiert sie ihren Tag. Die Serie wurde in 25 Sprachen übersetzt und ist in 30 Ländern bekannt. Außerdem wurde 2004 auch ein Kinofilm herausgebracht, der 2005 den  Deutschen Filmpreis für den besten Kinder– und Jugendfilm erhielt.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">1.) Welche Kindersendungen kennt Ihr noch und könnt ihr empfehlen? Welche findet Ihr pädagogisch wenig sinnvoll?</p>
<p style="text-align: justify;">2.) Schauen eure Kinder überhaupt TV? Oder seid Ihr der Meinung, dass Kinder gar kein Fernsehen schauen sollten?</p>
<p style="text-align: justify;">3.) Sollten Kinder einen eigenen Fernseher im Zimmer stehen haben? Und wenn ja, ab welchem Alter?</p>
<p style="text-align: justify;">4.) Welche Alternativen zum TV-Konsum kann man Kinder anbieten?</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Zusammenfassung der ersten zehn Teile der Kinderserie ist auf <a title="Kinder in Deutschland" href="http://www.zeitgeistlos.de/kinder/kinder_in_deutschland.html" target="_blank">www.zeitgeistlos.de</a> zu finden. Alle bisherigen Folgen können im ZG-Blog in der Rubrik <a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/category/kinder-und-jugend/" target="_blank">Kindheit</a> gefunden werden.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kinderserie — Zusammenfassung</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/kinderserie-zusammenfassung/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 23:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[ZG-Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheitserfahrungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab sofort gibt es auf zeitgeistlos.de eine kurze ausgewählte Zusammenfassung aller bisherigen Teile der Kinderserie im ZG-Blog. Wer also ein paar Folgen verpasst hat oder einfach das Wichtigste auf einer Seite lesen möchte, wird hier fündig. Weiterlesen auf www.zeitgeistlos.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/kinder/kinder_in_deutschland.html" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-8779" title="ZG-Artikel" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Kindheit1.jpg" alt="" width="539" height="241" /></a>Ab sofort gibt es auf zeitgeistlos.de eine kurze ausgewählte Zusammenfassung aller bisherigen Teile der Kinderserie im ZG-Blog. Wer also ein paar Folgen verpasst hat oder einfach das Wichtigste auf einer Seite lesen möchte, wird hier fündig.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.zeitgeistlos.de/kinder/kinder_in_deutschland.html" target="_blank">Weiterlesen auf www.zeitgeistlos.de</a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Kinder in Deutschland; Teil 10: Montessori-Pädagogik</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/kinder-in-deutschland-teil-10-montessori-padagogik/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 23:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Gastartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Montessori]]></category>

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		<description><![CDATA[- Gastartikel von Anja G. Kinder lernen schöpferisch. - Maria Montessori Dieses Zitat besagt, dass Kinder aus ihrer Mitte schöpfen. Wenn Kinder etwas allein tun möchten, drücken sie damit aus, dass sie die Schöpfer des eigenen Ichs sind. Sie besitzen einen sog. »inneren Bauplan ihrer Seele und Entwicklung«. Erziehung aus Sicht der Montessori-Pädagogik ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>- Gastartikel von Anja G.</strong><strong><br />
</strong></p>
<blockquote><p><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Maria_Montessori_1933.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8445" title="Maria_Montessori" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Maria_Montessori_1933.jpg" alt="" width="144" height="194" /></a>Kinder lernen schöpferisch.</p>
<p>- Maria Montessori</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Dieses Zitat besagt, dass Kinder aus ihrer Mitte schöpfen. Wenn Kinder etwas allein tun möchten, drücken sie damit aus, dass sie die Schöpfer des eigenen Ichs sind. Sie besitzen einen sog. »inneren Bauplan ihrer Seele und Entwicklung«. <span id="more-8007"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Erziehung aus Sicht der Montessori-Pädagogik ist der Aufbau eines zwischenmenschlichen Prozesses, Erwachsene und Kinder beeinflussen sich gegenseitig. Die eigentliche Entwicklungsarbeit liegt beim Kind, Eltern können unterstützen und helfen. Diese Unterstützung sollte von passiver Natur sein, damit  Kinder aktiv werden können. Erwachsene sollten lernen, sich zurückzunehmen, Kindern die Chance geben, Dinge selbst herauszufinden, nach Antworten zu suchen und vermeintliche Fehler selbst zu erkennen sowie deren Lösungen eigenständig zu finden. Dafür müssen Erwachsene die Kinder intensiv beobachten und Hilfe anbieten, sofern die Kinder es fordern:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Hilf mir, es selbst zu tun.</p>
<p style="text-align: justify;">- Leitsatz der Montessori-Pädagogik</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Entfaltung des Kindes, liegt nach Montessori, in frei gewählter Beschäftigung. Die Erwachsenen stellen dem Kind eine sog. »vorbereitete Umgebung« mit »Lernmaterialien« zur Verfügung. Das Kind, dass sich in der jeweiligen »sensiblen Phase« befindet, kann gezielt darauf zugreifen. »Sensible Phasen« sind bestimmte Zeitfenster, in denen Kinder für bestimmte Fähigkeiten und Erkenntnisse empfänglich sind. Diese Phasen sind von vorübergehender Dauer, in denen das Kind eine hohe Sensibilität für bestimmte Lernprozesse zeigt. Spezifische Montessori-Lernmaterialien sind zum Beispiel:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Rosa-Turm.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8530" title="Rosa-Turm" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Rosa-Turm.jpg" alt="" width="51" height="115" /></a>Der Rosa-Turm</strong><br />
Einer der beliebtesten Montessori-Materialien ist der Rosa-Turm. Die Kinder sollen die 10 Kuben in der richtigen Reihenfolge übereinander stellen. Dabei werden Verhältnisse zwischen Größe und Gewicht vermittelt sowie Motorik  und Koordination geschult. Das korrekte Übereinanderstellen erfordert Geschick und stellt für die Kinder eine große Herausforderung dar.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Zylinderblock.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8531" title="Zylinderblock" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Zylinderblock.jpg" alt="" width="121" height="121" /></a>Der Zylinderblock</strong><br />
Die Einsatzzylinder werden aus dem Block entnommen und gemischt, dann ist es die Aufgabe des Kindes diese in die jeweils richtige Öffnung einzusetzen. Die Einsatzzylinder passen nur in die dafür vorgesehenen Öffnungen. Dieses Montessori-Lernmaterial schult die Feinmotrik und es werden Begriffe wie dick — dünn, hoch — tief, groß — klein, und flach — hoch geübt.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Der »Lernort« sollte eine ruhige, geordnete und, wie oben erwähnte, auf die Kinder abgestimmte Umgebung sein, in der alles seinen festen Platz hat. Dies ist für die freie Entwicklung und das Lernen der Kinder unabdingbar. Denn die äußere Ordnung führt unmittelbar zur inneren Ordnung des Kindes.</p>
<p style="text-align: justify;">1.) Inwieweit bereiten Reform-Pädagogiken, wie Montessori oder Waldorf, Kinder auf das wirkliche Leben vor?</p>
<p style="text-align: justify;">2.) Wird die Autorität von Eltern untergraben, wenn sie die Kinder beim älter werden lediglich »begleiten« sollen?</p>
<p style="text-align: justify;">Teile bisher:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil1-kinderfeindlichkeit/" target="_blank">-&gt; Teil1: Kinderfeindlichkeit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil2-sachzwang-kind/" target="_blank">-&gt; Teil2: Sachzwang Kind?</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil3-erziehung/" target="_blank">-&gt; Teil3: Erziehung</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil4-pragung/" target="_blank">-&gt; Teil4: Prägung</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil5-das-verschwinden-der-kindheit/" target="_blank">-&gt; Teil5: Das Verschwinden der Kindheit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil6-interview/" target="_blank">-&gt; Teil6: Interview</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil7-kinderfreundlichkeit/" target="_blank">-&gt; Teil7: Kinderfreundlichkeit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil8-weihnachtsmaterialismus/" target="_blank">-&gt; Teil8: Weihnachtsmaterialismus</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/kinder-in-deutschland-teil-9-bedurfnisse/" target="_blank">-&gt; Teil9: Bedürfnisse</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kinder in Deutschland; Teil 9: Bedürfnisse</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 23:36:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[»Alle Kinder auf der Welt haben das Bedürfnis zu spielen und zu lernen. Und nicht nur das: Sie wollen selbst bestimmen, was sie tun, und sie wollen mit Liebe und Respekt behandelt werden. Sie haben also etliche Grundbedürfnisse, und erst wenn diese erfüllt sind, sind sie wirklich glücklich«. - Justine Mol, Aufwachsen in Vertrauen: Erziehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><span style="color: #993300;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Schild.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7888" title="Bild von wai.ti auf flickr" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Schild.jpg" alt="" width="174" height="230" /></a>»Alle Kinder auf der Welt haben das Bedürfnis zu spielen und zu lernen. Und nicht nur das: Sie wollen selbst bestimmen, was sie tun, und sie wollen mit Liebe und Respekt behandelt werden. Sie haben also etliche Grundbedürfnisse, und erst wenn diese erfüllt sind, sind sie wirklich glücklich«.</span></em></p>
<p>- Justine Mol, Aufwachsen in Vertrauen: Erziehen ohne Strafen und Belohnungen, 2008, Seite 32</p>
<p style="text-align: justify;">Kinder sind Menschen und jeder Mensch hat Bedürfnisse. Das mag für einige banal klingen, leider gehen aber viele Erwachsene auf die Bedürfnisse von Kindern nicht entsprechend ein. Viele Erwachsene kümmern sich häufig in erster Linie um ihre eigenen Bedürfnisse und vernachlässigen die ihrer Kinder. Neben Nahrung, Schlaf und Wickeln bei Kleinkindern, gibt es noch weitere wichtige Grundbedürfnisse von Kindern. Oft sollen Kinder nur gehorchen, sich den Erwachsenen anpassen und funktionieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-7845"></span>Die Bedürfnisse von Kindern zu erkennen ist nicht immer einfach. Gerade bei Kleinkindern, die gerade erst noch in der Sprachentwicklung sind, ist es oft eine Herausforderung. Sich in das Kind hineinversetzen, genau zuhören und fragen stellen, kann dabei helfen, herauszufinden, was das Kind gerade will. Kinder sind individuell sehr verschieden, dennoch können, unabhängig vom Alter, einige Grundbedürfnisse ausgemacht werden:</p>
<ol>
<li>
<div style="text-align: justify;">Das Bedürfnis nach <strong>bedingungsloser Liebe und emotionaler Sicherheit</strong> ist für Kinder sehr wichtig. Eine sichere Bindung gibt Sicherheit und den Raum, sich frei entfalten zu können. Wichtig ist für Kinder vor allem, dass sie bedingungslos geliebt werden, d.h. mit all ihren Launen und Unzulänglichkeiten, und eben nicht nur dann, wenn sie etwas vermeintlich tolles »geleistet« haben oder »artig« waren.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;">Kinder sind zwar abhängig von ihren Eltern, möchten aber auch in einem vorgegebenen Rahmen <strong>selbstständig und unabhängig</strong> agieren dürfen. Diesen Rahmen nicht zu eng, aber auch nicht zu weit zu ziehen, ist die große Herausforderung für Eltern. Ständige Bevormundung, Erpressung, Drohung, Gängelung, aber auch Belohnungen sollten nicht als Werkzeuge verwendet werden, um Kinder zu lenken. Vielmehr sollten Kinder aus sich heraus die Welt erfahren wollen. Nur wer etwas lernen will, lernt auch wirklich. Mit Zwang, Drohung und Gewalt wird das Lernen und die Selbstständigkeit für Kinder zur Qual  (Und für Erwachsene wohl auch, oder?).</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;">Kinder möchten <strong>ernst genommen und respektiert</strong> werden. Sie sind eben keine halbfertigen, sondern ganze Menschen mit eigenen Interessen, Stärken und Launen. Eltern sollten sich nicht ständig als die besseren, reiferen, klügeren und moralisch stabileren Menschen sehen, sondern sich auf die Ebene des Kindes begeben und es zu verstehen versuchen. Kinder als gleichwertige Gesprächspartner anzuerkennen, fällt vielen Erwachsenen sehr schwer. Schnell fallen Sätze wie <em>»Komm Du erst mal in mein Alter!</em>«<em>,</em> <em>»</em><em>Ich bin hier der Erwachsene und nicht Du!</em>«, <em>»</em><em>Solange Du Deine Füße unter meinem Tisch hast, wird gemacht was ich sage!</em>« oder <em>»</em><em>Es wird so gemacht, wie ich das sage und Punkt!</em>«</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;">Das kindliche Bedürfnis nach <strong>Spiel, Spass, Freude und Beschäftigung</strong> wird oft vernachlässigt. Nicht selten erwarten Eltern, dass ihre Kinder sich einfach mal beschäftigen mögen, weil sie gerade ihre Ruhe wollen. Dass Eltern ihre Ruhephasen brauchen ist völlig legitim. Wenn man aber nicht möchte, dass Kinder nur vor dem Fernseher oder der Playstation sitzen und vor Langeweile anfangen zu quengeln, sollten sie ihnen konkrete Freizeitgestaltungsmöglichkeiten anbieten und vorschlagen. Abgesehen davon sollte man auf die Selbstständigkeit des Kindes, aber auch auf das Alter Rücksicht nehmen. Von einem Zweijährigen kann man nicht erwarten, dass er sich mal eben eine Stunde lang selbst beschäftigt, von einem Zehnjährigen schon.</div>
</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Eltern können nicht erwarten, dass ihre Kinder sie respektieren, wenn sie wiederum die Bedürfnisse ihrer Kinder nicht respektieren. Die Autorität und die Führung der Eltern akzeptieren Kinder, umso mehr sie verstanden, geachtet, ernst genommen und bedingungslos geliebt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">(Vielen Dank an meine Freundin Anja für die Inspiration!)</p>
<p style="text-align: justify;">Folgen bisher:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil1-kinderfeindlichkeit/" target="_blank">-»&gt; Teil1: Kinderfeindlichkeit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil2-sachzwang-kind/" target="_blank">-»&gt; Teil2: Sachzwang Kind?</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil3-erziehung/" target="_blank">-»&gt; Teil3: Erziehung</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil4-pragung/" target="_blank">-»&gt; Teil4: Prägung</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil5-das-verschwinden-der-kindheit/" target="_blank">-»&gt; Teil5: Das Verschwinden der Kindheit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil6-interview/" target="_blank">-»&gt; Teil6: Interview</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil7-kinderfreundlichkeit/" target="_blank">-»&gt; Teil7: Kinderfreundlichkeit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil8-weihnachtsmaterialismus/" target="_blank">-»&gt; Teil8: Weihnachtsmaterialismus</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kinder in Deutschland, Teil8: Weihnachtsmaterialismus</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 23:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Materialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Weihnachten für Kinder wird maßlos überschätzt. Sicher ist es für viele Kinder eine sehr harmonische Familienzeit. Mit Weihnachtsbaum, Leckereien und harmonisches Beisammensein der Familie. Dennoch folgt gerade auch das christliche Weihnachtsfest dem kapitalistischen Markt– und Konsumprinzip. Es wird viele Weihnachtsgeschenke für Kinder geben, die Unternehmen und Konzerne natürlich nicht an Kinder verschenken, sondern kräftig daran verdienen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/0039-weihnachten.gif"><img class="aligncenter size-full wp-image-7616" title="Bildquelle: babys.de" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/0039-weihnachten.gif" alt="" width="315" height="210" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Weihnachten für Kinder wird maßlos überschätzt. Sicher ist es für viele Kinder eine sehr harmonische Familienzeit. Mit Weihnachtsbaum, Leckereien und harmonisches Beisammensein der Familie. Dennoch folgt gerade auch das christliche Weihnachtsfest dem kapitalistischen Markt– und Konsumprinzip. Es wird viele Weihnachtsgeschenke für Kinder geben, die Unternehmen und Konzerne natürlich nicht an Kinder verschenken, sondern kräftig daran verdienen. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) nennt das: Konsumklima zum Weihnachtsgeschäft. Kinder werden durch Weihnachten eben nicht nur durch Familienharmonie geprägt, sondern schon früh mit einer Gesellschaft, die auf Konsum und Materialismus aufbaut, vertraut gemacht.<span id="more-7603"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Viele Erwachsene geben als Motiv zum schuften an, sie würden es für ihre Kinder machen. <em>»Kinder kosten eben Geld und irgendwo muss es ja herkommen, nicht wahr?«</em>, ist eine typische Redewendung von Eltern. Sicherlich ist unser Gesellschaftssystem so aufgebaut, dass Geld als universelles Tauschmittel zum Überleben notwendig ist. Die übermäßige Konzentration auf Geld, Konsum und Materialismus, wie sie weit verbreitet ist, macht jedoch Kinder zu Kostenfaktoren, statt zu eigenständigen kleinen Menschen. Und gerade Weihnachten scheint für viele Eltern die ideale Bühne zu sein, allen Verwandten, Bekannten und Freunden zu zeigen, wie man seine Kinder materiell verwöhnen kann. Wie man das ganze Jahr für die eigenen Kinder hart gearbeitet hat, um ihnen dieses oder jenes schenken zu können. Weihnachten ist eine perfekte Zeit, um sich als Elternteil über die eigenen Kinder zu produzieren, sie als Instrument zu benutzen, um zu zeigen, was für ein gutherziger und kinderfeundlicher Mensch man ist. Und dafür muss man ihnen nur etwas teures schenken.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei dem ganzen Spiel geht es einzig und allein um die Eltern. Fragt man Kinder, was sie sich wohl am meisten zu Weihnachten wünschen, würden die meisten sicherlich antworten, dass sie mehr Zeit mit Mama und/oder Papa verbringen möchten, dass sie sich mehr Liebe und mehr Aufmerksamkeit ihrer Eltern wünschen. Oder dass man ihnen richtig zuhört und sie ernst nimmt. Und auch, dass man ihre persönlichen Grenzen respektiert, denn viele Eltern stülpen ihre eigenen Bedürfnisse (und ihre Schwächen!) den eigenen Kindern über. Kinder würden sich wünschen, dass man ihnen mehr Geduld und mehr Verständnis entgegenbringt und dass sich die Eltern, sofern sie noch zusammen sind, weniger streiten mögen. Viele würden sich auch wünschen, mal gelobt zu werden, statt nur gemaßregelt. All die nicht-materiellen Wünsche und Bedürfnisse, die Kinder erst zu reifen, selbstbewussten und einfühlsamen Erwachsenen werden lässt. Nur das haben der Weihnachtsmann und viele Eltern natürlich nicht im Geschenkepaket. Da gibt es nur Schokolade, Kekse und vielleicht eine Kinder-DVD.</p>
<p style="text-align: justify;">Folgen bisher:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil1-kinderfeindlichkeit/" target="_blank">-»&gt; Teil1: Kinderfeindlichkeit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil2-sachzwang-kind/" target="_blank">-»&gt; Teil2: Sachzwang Kind?</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil3-erziehung/" target="_blank">-»&gt; Teil3: Erziehung</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil4-pragung/" target="_blank">-»&gt; Teil4: Prägung</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil5-das-verschwinden-der-kindheit/" target="_blank">-»&gt; Teil5: Das Verschwinden der Kindheit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil6-interview/" target="_blank">-»&gt; Teil6: Interview</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil7-kinderfreundlichkeit/" target="_blank">-»&gt; Teil7: Kinderfreundlichkeit</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kinder in Deutschland; Teil7: Kinderfreundlichkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Nov 2010 23:45:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich nun in Teil 1 die deutsche Kinderfeindlichkeit thematisiert habe, widme ich mich nun fairerweise der vermeintlichen Kinderfreundlichkeit. Denn nicht jeder, der augenscheinlich Kinder mag, ist zwingend uneigennützig oder altruistisch. Einige Gedanken hierzu. Frauen, die Kinder in die Welt setzen, haben –ähnlich wie Lottogewinner– auf einmal jedemenge Freunde. Die Verwandt– und Bekanntschaft meldet sich, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Gesichter-der-Welt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6909" title="Bildquelle: Cocoabiscuit von flickr" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Gesichter-der-Welt.jpg" alt="" width="180" height="180" /></a>Nachdem ich nun in <a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil1-kinderfeindlichkeit/" target="_blank">Teil 1</a> die deutsche Kinderfeindlichkeit thematisiert habe, widme ich mich nun fairerweise der vermeintlichen Kinderfreundlichkeit. Denn nicht jeder, der augenscheinlich Kinder mag, ist zwingend uneigennützig oder altruistisch. Einige Gedanken hierzu.<span id="more-6516"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Frauen, die Kinder in die Welt setzen, haben –ähnlich wie Lottogewinner– auf einmal jedemenge Freunde. Die Verwandt– und Bekanntschaft meldet sich, die sich vorher kaum hat sehen lassen. Entfernte Tanten, Onkels und andere möchten auf einmal alle an dem neuen Leben teilhaben und outen sich plötzlich als die großen Kinder-, also Menschenfreunde.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein weiterer Punkt ist dann das bigotte Verhalten und die Doppelmoral von Kinderfreunden: auf Babys und Kinder wird Rücksicht genommen (z.B. Raucher), auf Erwachsene nicht. Kleinkindern und Babys werden jedemenge Geschenke gemacht, ihnen wird jedemenge Liebe und Aufmerksamkeit entgegengebracht — Erwachsenen weniger.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich denke, es gibt vielerlei Gründe, warum manche auf Kinder geradezu versessen sind:</p>
<p style="text-align: justify;">1.) Kinder sind formbarer als Erwachsene. Man kann sie erziehen, Ge– und Verbote festlegen. Mit Erwachsenen werden Dinge eher ausgehandelt, diskutiert und Kompromisse geschlossen. Letzteres empfinden viele als anstrengend.</p>
<p style="text-align: justify;">2.) Kleinkinder haben eine natürliche Lebensfreude und Neugier auf die Welt, die viele Erwachsene nicht mehr haben. Konsum, Materialismus, Geldgeilheit, Egoismus und Resignation haben nach und nach Wünsche, Träume und Hoffnungen bei Erwachsenen vergiftet. Kinder sind noch nicht desillusioniert und das bewundern viele Erwachsene.</p>
<p style="text-align: justify;">3.) Es ist einfacher von Kleinkindern Liebe, Anerkennung und Bestätigung zu bekommen, als von Erwachsenen. Während man sich bei Erwachsenen die Zuneigung mühselig erarbeiten muss, erreicht man sie bei Kindern mit Spielzeug, einem Ausflug oder einer Süßigkeit schneller.</p>
<p style="text-align: justify;">4.) So banal und komisch es klingen mag: wer Kinder hat, hat immer Beschäftigung. Manche haben es vielleicht schwer,  ihr Leben aktiv zu gestalten — sobald Kinder da sind, hat man jedemenge Aufgaben zu erledigen.</p>
<p style="text-align: justify;">5.) Kleinkinder und Babys werden von vielen als »süß«, »knautschig« und »niedlich« empfunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht, dass ich missverstanden werde, Kinderfreunde sind mir weitaus sympathischer als Kinderfeinde. Dennoch ist für mich Kinderfreundlichkeit weitaus differenzierter zu betrachten, als es das Adjektiv »kinderlieb« beschreiben würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Folgen bisher:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil1-kinderfeindlichkeit/" target="_blank">-»&gt; Teil1: Kinderfeindlichkeit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil2-sachzwang-kind/" target="_blank">-»&gt; Teil2: Sachzwang Kind?</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil3-erziehung/" target="_blank">-»&gt; Teil3: Erziehung</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil4-pragung/" target="_blank">-»&gt; Teil4: Prägung</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil5-das-verschwinden-der-kindheit/" target="_blank">-»&gt; Teil5: Das Verschwinden der Kindheit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil6-interview/" target="_blank">-»&gt; Teil6: Interview</a></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kinder in Deutschland; Teil6: Interview</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 22:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/?p=6967</guid>
		<description><![CDATA[Am 20.Oktober 2010 führte ich ein Gespräch mit Helena (Name geändert), einer Erzieherin, die an einer Grundschule in Berlin seit 3 Jahren arbeitet. Dort betreut sie mit anderen Erziehern insgesamt 250 Kinder im Alter von 6–12 Jahren. Ich stellte ihr Fragen zum Thema Mobbing, Handykultur, Pubertät, Elternarbeit und Erziehung. Epikur: Was kennzeichnet, Deiner Meinung nach, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Am 20.Oktober 2010 führte ich ein Gespräch mit Helena (Name geändert), einer Erzieherin, die an einer Grundschule in Berlin seit 3 Jahren arbeitet. Dort betreut sie mit anderen Erziehern insgesamt 250 Kinder im Alter von 6–12 Jahren. Ich stellte ihr Fragen zum Thema Mobbing, Handykultur, Pubertät, Elternarbeit und Erziehung.<span id="more-6967"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Epikur</strong>: Was kennzeichnet, Deiner Meinung nach, die heutige Pubertät von Jugendlichen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Helena</strong>: Jugendliche beginnen Normen und Werte in Frage zu stellen d.h. sie beginnen zu rebellieren. Sie testen ihre Grenzen aus und wollen eigene Normen aufbauen. Viele Jugendliche finden sich dann in sog. »Peergroups« (Gruppe von Gleichaltrigen) zusammen, die sich vor allem gegen elterliche Normen und Regeln behaupten wollen. Außerdem verändert sich der Körper von Jugendlichen und damit einher geht die Geschlechteridentifikation. Das Erstaunliche ist aber, dass Kinder und Jugendliche nach ihrer Rebellionsphase, die Normen und Werte ihrer Eltern übernehmen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Epikur</strong>: Inwiefern beeinflusst die Handykultur die heutige Jugend?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Helena</strong>: Das Handy ist schon bei den Kleinsten ein Statussymbol, jedes zweite Kind bei uns hat ein Touchscreen-Handy. Wir haben es beobachtet und mittlerweile festgestellt, dass sie nicht sachgemäß verwendet werden. Als wir Handys eingezogen haben, fanden sich auf ihnen pornographisches und gewaltverherrlichendes Material. Wir haben mit den Eltern gesprochen und ihnen gesagt, dass Kinder bis zur 3. Klasse einfach kein Handy brauchen, denn es gibt genug Telefonnummern innerhalb der Schule, wo wir erreichbar sind.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Kinderhandy.jpg"><img class="size-full wp-image-6971 aligncenter" title="Kinderhandy. Im Test durchgefallen: zu hohe Strahlung!" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Kinderhandy.jpg" alt="" width="358" height="268" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Epikur</strong>: Wie zeigt sich Mobbing bei Kindern bzw. welche Arten des Mobbings gibt es bei Kindern und Jugendlichen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Helena</strong>: Wegen Fettleibigkeit und der Nationalität werden Kinder am meisten diskriminiert und gehänselt. Die Ausgrenzung durch Markenklamotten geht vermutlich erst mit 16 Jahren los. Da fallen wegen der Hautfarbe, z.B. Sprüche wie »deine Mutter schmeckt nach Schokolade«. In den letzten Jahren hat sich diese Tendenz noch verstärkt. Ich bin auch der Meinung, dass die Kinder das von den Eltern und dem Fernseher lernen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Epikur</strong>: Welche Auswirkungen bzw. Folgen kann es haben, wenn Kinder ständig im Mittelpunkt stehen, d.h. emotional und materiell verwöhnt werden?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Helena</strong>: Es kann große Folgen haben, da sie gewisse Dinge nicht mehr wertschätzen können, weil sie vieles als Selbstverständlichkeit ansehen. Kinder, die überliebt werden, lernen keine Grenzen kennen und haben es später schwer, die Bedürfnisse anderer zu respektieren. Wobei grundsätzlich gesagt werden muss, dass es »too good mothering« (Kinder überlieben) deutlich weniger gibt, als die Vernachlässigung von Kindern. Kinder werden zu dem gemacht, was sie sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Epikur</strong>: Wie sollten Eltern mit Spielekonsolen umgehen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Helena</strong>: Sie sollten den Umgang regeln und genau darauf achten, was und wie viel ihre Kinder spielen. Wichtig ist ein kontrolliertes Spielen, d.h. begleitet durch den Erwachsenen. Sie sollten sich mit den Kindern auf Zeiten einigen und die Kinder selbst die Konsolen ausmachen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Epikur</strong>: Was sind für Dich Indikatoren und Hinweise dafür, dass Eltern mit ihren Kindern überfordert sind?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Helena</strong>: Zunächst einmal ist jede Familie individuell verschieden. Eine Überforderung der Eltern kann man aber z.B. daran festmachen, dass Eltern sich für ihr Kind nicht interessieren. Manche Eltern wissen nicht, mit wem ihre eigenen Kinder gerne spielen oder was ihre Kinder gerne mögen. Die berufliche Karriere kommt bei vielen Eltern an erster Stelle. Manche Eltern suchen aber auch das gezielte Gespräch mit uns Erziehern und bitten um Hilfe. Die Vernachlässigung von Kindern ist auch ein typisches Beispiel für die Überforderung der Eltern. Gerade wenn Kinder in der Pubertät sind, denken viele Eltern, das eigene Kind ist ja jetzt groß und bräuchte weniger Hilfe und Aufmerksamkeit. Das ist aber ein Irrtum, denn die Pubertät ist für Kinder und Jugendliche eine schwierige Phase und sie brauchen elterliche Unterstützung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Epikur</strong>: Im sozialen Bereich arbeiten überwiegend Frauen. Welchen Stellenwert, für die Persönlichkeitsbildung von Kindern und Jugendlichen, haben für Dich männliche Erzieher?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Helena</strong>: Gerade für die Jungen sind männliche Erzieher wichtig. Bei alleinerziehenden Müttern fehlt den Jungen die Identifikationsfigur des Vaters. In der Pubertät, also so ab ca. 9 Jahren, wenden sich Jungen ganz gezielt an männliche Erzieher, während sich die Mädchen an weibliche Erzieher orientieren. In dem Alter entwickeln die Kinder und Jugendlichen beim Thema Sexualität ein Schamgefühl und richten sich entsprechend ans gleiche Geschlecht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Epikur</strong>: Was war für Dich ein prägendes Erlebnis im Erzieher-Alltag?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Helena</strong>: Zwei Eltern, die sich in der Erziehung ihres Kindes nicht einig waren, hatten viel Streit. Das Kind war hin und hergerissen. Wir Erzieher versuchten mit den Eltern zusammen eine Lösung zu finden. Das ging schief, da sich die Eltern bekriegten. Der Vater beschimpfte und bedrohte mich. Er meinte wortwörtlich, ich solle, wenn ich nachhause gehe, mich nach links und rechts um schauen, damit ich auch sicher nachhause kommen könne.<strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Epikur</strong>: Helena, vielen Dank für das Gespräch</p>
<p style="text-align: justify;">Folgen bisher:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil1-kinderfeindlichkeit/" target="_blank">-»&gt; Teil1: Kinderfeindlichkeit</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil2-sachzwang-kind/" target="_blank">-»&gt; Teil2: Sachzwang Kind?</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil3-erziehung/" target="_blank">-»&gt; Teil3: Erziehung</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil4-pragung/" target="_blank">-»&gt; Teil4: Prägung</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/kinder-in-deutschland-teil5-das-verschwinden-der-kindheit/" target="_blank">-»&gt; Teil5: Das Verschwinden der Kindheit</a></p>
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