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	<title>ZG Blog &#187; Kampagne</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Es gibt kein Miteinander im Gegeneinander</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 07:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[BVG]]></category>
		<category><![CDATA[Egoismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fahren seit einiger Zeit eine Kampagne für mehr Zivilcourage. Grund dürften die brutalen U– und S-Bahn-Schläger sein, die bundesweit für Aufsehen gesorgt haben. Die BVG möchte ihren Fahrgästen bei »unsicheren Situationen« Verhaltenstipps geben, um für mehr Sicherheit zu sorgen: - Sprechen Sie unsere Mitarbeiter an – Nutzen Sie die Notrufsäulen – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-10563" title="BVG_Kampagne" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/BVG_Kampagne.jpg" alt="" width="512" height="362" />Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fahren seit einiger Zeit eine <a title="BVG" href="http://www.bvg.de/index.php/de/940556/name/Zivilcourage+zeigen.html">Kampagne für mehr Zivilcourage</a>. Grund dürften die brutalen U– und S-Bahn-Schläger sein, die bundesweit für Aufsehen gesorgt haben. Die BVG möchte ihren Fahrgästen bei »unsicheren Situationen« Verhaltenstipps geben, um für mehr Sicherheit zu sorgen:</p>
<blockquote><p>- Sprechen Sie unsere Mitarbeiter an<br />
– Nutzen Sie die Notrufsäulen<br />
– Nutzen Sie die Sprechanlagen<br />
– Ziehen Sie die Notbremse<br />
– Wählen Sie 110<br />
– Stellen Sie sich bitte als Zeuge zur Verfügung</p>
<p><span id="more-10559"></span></p></blockquote>
<p>Mehr Zivilcourage klingt immer toll. Zwei Sachverhalte empfinde ich jedoch als bedenklich:</p>
<p style="text-align: justify;">1. ) Es findet eine Privatisierung der Verantwortung statt. Denn während der Ruf nach mehr Zivilcourage an Berliner U-Bahnhöfen lauter wird, baut man gleichzeitig BVG-Personal ab, welches in Notfällen erste Hilfe leisten, dazwischen gehen oder die Polizei rufen könnte. Besonders die Zugabfertiger wurden mittlerweile auf fast allen Berliner U– und S– Bahnhöfen abgeschafft. Außer einer »Notrufsäule« und Überwachungskameras gibt es auf vielen Berliner Bahnhöfen kein BVG-Personal mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">2.) Das gesellschaftliche, aber auch das unternehmerische Klima der BVG baut auf Egoismus, Profit, Kostensenkung und Ellenbogenindividualismus auf. Seit Jahren steigen die Fahrpreise, die S-Bahnen fallen im Winter regelmäßig aus, ein Großteil der Busfahrer zeichnet sich durch Unfreundlichkeit und einen aggressiven Fahrstil aus und Pünktlichkeit ist oft ein Fremdwort. Auch fallen die Fahrstühle regelmäßig aus, was gerade für Mütter mit Kinderwagen ein oft schwerwiegendes Problem darstellt, genauso wie völlig überfüllte Busse, die es nur gibt, weil die Unternehmensleitung weniger Busse und Personal einsetzt, um damit Kosten zu sparen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und in diesem vorgelebten Gegeneinander wird nun nach mehr Solidarität der Fahrgäste gerufen?</p>
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		<title>WWF Campaigns</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 05:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jtheripper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[kreativ]]></category>
		<category><![CDATA[WWF]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf The Design Inspiration gibt es einen Beitrag, der 50 kreative WWF Kampagnen zeigt. Hier ein paar meiner Favoriten: via Mediengestalter-Blog.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <a title="thedesigninspiration.com/..." href="http://thedesigninspiration.com/articles/50-creative-wwf-campaigns-that-make-you-think-twice" target="_blank">The Design Inspiration</a> gibt es einen Beitrag, der 50 kreative WWF Kampagnen zeigt. Hier ein paar meiner Favoriten:</p>
<p><a href="http://thedesigninspiration.com/articles/50-creative-wwf-campaigns-that-make-you-think-twice"><img class="aligncenter size-full wp-image-4717" title="WWF-15" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/WWF-15.jpg" alt="" width="450" height="326" /></a></p>
<p><a href="http://thedesigninspiration.com/articles/50-creative-wwf-campaigns-that-make-you-think-twice"><span id="more-4715"></span></a><a href="http://thedesigninspiration.com/articles/50-creative-wwf-campaigns-that-make-you-think-twice"><img class="aligncenter size-full wp-image-4719" title="WWF-22" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/WWF-22.jpg" alt="" width="450" height="285" /></a></p>
<p><a href="http://thedesigninspiration.com/articles/50-creative-wwf-campaigns-that-make-you-think-twice"></a><a href="http://thedesigninspiration.com/articles/50-creative-wwf-campaigns-that-make-you-think-twice"></a><a href="http://thedesigninspiration.com/articles/50-creative-wwf-campaigns-that-make-you-think-twice"><img class="aligncenter size-full wp-image-4720" title="WWF-37" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/WWF-37.jpg" alt="" width="270" height="405" /></a></p>
<p><a href="http://thedesigninspiration.com/articles/50-creative-wwf-campaigns-that-make-you-think-twice"><img class="aligncenter size-full wp-image-4721" title="WWF-49" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/WWF-49.jpg" alt="" width="270" height="405" /></a></p>
<p>via <a title="mediengestalter-blog.de/..." href="http://www.mediengestalter-blog.de/2010/04/15/linktipp-50-creative-wwf-campaigns-that-make-you-think-twice/" target="_blank">Mediengestalter-Blog.de</a></p>
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		<title>Zwang zur Entscheidung</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/zwang-zur-entscheidung/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 23:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Militarismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wehrpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilidienst]]></category>
		<category><![CDATA[Zwang]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in Deutschland aus Gewissensgründen den Militärdienst verweigert, muss Zivildienst machen. Die vermeintliche Wahl für jeden Wehrpflichtigen in Deutschland ist in Wahrheit eine zum Zwang geformte Entscheidung: Entweder — Oder! Ein Wahlrecht existiert hierbei nicht, denn diese würde die Enthaltung miteinschließen. Der Wehrpflicht wird quasi nur widersprochen indem man sich auf Artikel 4 unseres Grundgesetzes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wer in Deutschland aus Gewissensgründen den Militärdienst verweigert, muss Zivildienst machen. Die vermeintliche Wahl für jeden Wehrpflichtigen in Deutschland ist in Wahrheit eine zum Zwang geformte Entscheidung: Entweder — Oder! Ein Wahlrecht existiert hierbei nicht, denn diese würde die Enthaltung miteinschließen. Der Wehrpflicht wird quasi nur widersprochen indem man sich auf <a title="Grundgesetz" href="http://bundesrecht.juris.de/gg/art_4.html" target="_blank">Artikel 4</a> unseres Grundgesetzes beruft: <em>»Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden«.</em> Wer sich in Deutschland jedoch dem militaristischen Apparat total verweigert, weil z.B. auch der Zivildienstleistende im Ernstfall für sanitäre Zwecke eingezogen werden kann, der wird mit Bußgeld und Gefängnis bestraft.<span id="more-1002"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Jan-Patrick Ehlert wurde am 19. November 2008 nach 42 Tagen aus dem Militärgefängnis entlassen, da er den Kriegsdienst vollständig verweigert hatte. Als überzeugter Totalverweigerer sagte Ehlert in einer Pressemitteilung der <a title="Kampagne gegen Wehrpflicht" href="http://www.kampagne.de/Kampagne.php" target="_blank">Kampagne gegen Zwangsdienste und Militär</a>: <em>»Aus meiner Sicht ist die Ablehnung des Wehr– und Ersatzdienstes die einzige friedliche Möglichkeit gegen die Wehrplicht  direkt vorzugehen und der erste Schritt hin zu einer Welt ohne  Zwangsdienste. Jeder Zivildienstleistende legitimiert durch seinen  Dienst auch die Wehrplicht, da diese die Grundlage auch für den  Zivildienst darstellt«.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Immer wieder werden in Deutschland Totalverweigerer mit Gefängnisstrafen belegt. Auch wenn es politische Kräfte gibt, welche die <a title="wie z.B. die Jusos der SPD" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,500502,00.html" target="_blank">Wehrpflicht abschaffen wollen</a>, so wird dies vor allem deshalb nicht getan, da die Zivildienstleistenden im sozialen Bereich mittlerweile eine Masse an Arbeitskräften de faktisch ersetzen. Da bei der Abschaffung der Wehrpflicht und der Einführung einer Berufsarmee, auch der Zivlidienst wegfallen müsste, würden die wegfallenden Zivildienstleistenden ein großes Loch im sozialen Bereich hinterlassen, welches durch reguläre Kräfte gefüllt werden müsste. Und da (wie immer) dies niemand bezahlen möchte, wird wohl an der Wehrpflicht noch eine Weile festgehalten werden. Zumindest solange, bis unsere Bundeswehr für internationale Einsätze im Namen von Rohstoffinteressen <a title="deutsche Soldaten sind zu dick" href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E4E66B103F52F47BAB96F391FB49B7FB7~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">nicht mehr fit genug</a> sei und eine Berufsarmee übergreifend gefordert wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Wehrpflichtinfos zur Musterung, dem Zivildienst, der Totalverweigerung usw. bei der <a title="Kampagne gegen Wehrpflicht" href="http://www.kampagne.de/Kampagne.php" target="_blank">kampagne.de</a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Das Rotdorn-Projekt</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 23:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Rotdorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem hat der Kollege von Feynsinn die berechtigte Frage gestellt, inwieweit wir Blogger eine wirkliche Gegenöffentlichkeit darstellen können?  Dies hat mich auf die Idee gebracht euch eine Form der Gegenöffentlichkeit vorzustellen, bei dem ich selbst schon seit 3 Jahren aktiv bin: Das Rotdorn-Projekt. Der Rotdorn ist eine linkspolitische Zeitung, die 3x im Jahr erscheint. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.rotdorn.org/" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-816" title="Rotdorn-Logo" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/rotdorn-logo.gif" alt="" width="300" height="75" /></a>Vor kurzem hat der Kollege von <a title="Gegenöffentlichkeit?" href="http://feynsinn.org/?p=1007" target="_blank">Feynsinn</a> die berechtigte Frage gestellt, inwieweit wir Blogger eine wirkliche Gegenöffentlichkeit darstellen können?  Dies hat mich auf die Idee gebracht euch eine Form der Gegenöffentlichkeit vorzustellen, bei dem ich selbst schon seit 3 Jahren aktiv bin: <a title="Rotdorn-Homepage" href="http://www.rotdorn.org/" target="_blank">Das Rotdorn-Projekt</a>. Der Rotdorn ist eine linkspolitische Zeitung, die 3x im Jahr erscheint. Zusätzlich gibt es jeden zweiten Montag auf dem <a title="Offener Kanal Berlin" href="http://www.okb.de/" target="_blank">Berliner Offenen Kanal</a> eine Rotdorn-Radio Sendung. Beides kann man sich auf der Rotdorn-Homepage runterladen.<span id="more-814"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Was ist der Rotdorn genau und welche Idee steckt dahinter? Seit 1991, also seit guten 17 Jahren wird der  24 seitige Rotdorn 3x Jährlich mit einer Auflage von ca. 10.000 Stück veröffentlicht. Er ist kostenlos und wird vor allem auf Demonstrationen und politischen Veranstaltungen verteilt, besitzt jedoch auch eine feste Stammleserschaft. Wer den Rotdorn kostenlos abonniert haben will, schreibt einfach eine Mail an rotdorn@gmx.de. Die aktuelle Ausgabe und auch ältere Ausgaben sind auf der Homepage zu finden. Dem Rotdorn geht es vor allem um den »Kampf um die Köpfe« und bietet eine alternative Informationsquelle an. Er wird zwar von der <a title="Homepage" href="http://www.linksjugend-solid.de/" target="_blank">Linksjugend Solid</a> finanziert, behält sich jedoch einen eigenen Standpunkt vor. Nicht selten wird z.B. auch die Linkspartei in Berlin kritisiert. Die Redaktion entscheidet frei und demokratisch.</p>
<p style="text-align: justify;">Inhaltlich unterstützt der Rotdorn eine konsequente Friedens– und Sozialpolitik sowie die Auffassung das parlamentarisch keine großen Veränderungen in Deutschland möglich sind. Denn Pöstchengeschacher, Fraktionszwang, Parteisoldatentum und Karrieregeilheit der einzelnen Parteimitglieder verhindern wirkliche strukturelle Veränderungen. Außerdem ist der Rotdorn davon überzeugt, dass Geduld und Ausdauer immens wichtig sind, um eine Gegenöffentlichkeit aufzubauen. Hau-Ruck-Aktionen, Eintagsfliegen oder blinder Aktionismus bringen sehr wenig. Nötig ist ein langer Atem. Der Rotdorn tritt auch für eine solidarische Linke ein. Insofern bietet er verschiedenen linken Gruppen die Möglichkeit zur Veröffentlichung. Wer einen Artikelvorschlag oder eine Idee hat: immer her damit!</p>
<p style="text-align: justify;">Seit 2006 gibt es auch das Rotdorn-Radio.  Auf der <a title="Rotdorn-Homepage" href="http://www.rotdorn.org/" target="_blank">Homepage</a> könnt ihr ausgewählte Sendungen im mp3-Format downloaden. Besonders empfehlenswert ist z.B. die Sendung vom 13. Oktober 2008, indem es um die Aufklärung des Mythos geht, der Buddhismus sei eine durchweg friedliche Religion. Dieses »Image« hat er in Deutschland durchweg vor allem wegen eines ständig lächelnden Dalai Lamas und diversen Hollywood-Filmen. Friedlich ist der Buddhismus nicht zwangsläufig, wie z.B. in Sri Lanka zu sehen ist. Auch die Sendung vom 10. März 2008 über das »Schwarzbuch Kapitalismus« von Robert Kurz ist empfehlenswert.  Hier wird vor allem die Geschichte und Gegenwartsdiagnose des Kapitalismus und die Systemfrage thematisiert.</p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Und wohin mit der Spreu?</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2008/und-wohin-mit-der-spreu/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 22:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>

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		<description><![CDATA[Der RBB, die IHK Berlin und die Berliner Morgenpost veranstalten im Herbst 2008 zum fünften Mal einen Wettbewerb um den besten Ausbildungsbetrieb in Berlin. Freilich geht es hier nur um die Creme de la Creme der Ausbildungsbetriebe und deren vorzeigbaren 1A Azubi-Nachwuchs. Schließlich ist der Weizen das Verwertbare und Nutzbringende. Die Spreu interessiert nicht. Nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/ner-wer-sat.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-83" title="Ausbildungs-Kampagne" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/ner-wer-sat.jpg" alt="" width="250" height="181" /></a><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Der RBB, </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">die IHK Berlin</span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;"> und </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">die Berliner Morgenpost </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">veranstalten im Herbst 2008 zum fünften Mal einen Wettbewerb um den besten Ausbildungsbetrieb in Berlin. Freilich geht es hier nur um die Creme de la Creme der Ausbildungsbetriebe und deren vorzeigbaren 1A Azubi-Nachwuchs. Schließlich ist der Weizen das Verwertbare und Nutzbringende. Die Spreu interessiert nicht.</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span id="more-82"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial; color: #000000;">Nach eigener Aussage der <a href="http://www.stroeer.de/Aktuelles-aus-der-Region.in-10115-Berlin.2146.0.html?news_id=534" target="_blank">Kampagne</a> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial; color: #000000;">gehe es bei dem Wettbewerb darum, der <em>»Wirtschaft genügend Fachkräfte zu sichern</em>«. Schließlich drohe ein zukünftiger Fachkräftemangel aufgrund des <a title="ZG-Artikel" href="http://www.zeitgeistlos.de/demografie/demografie.html " target="_blank">demographischen Wandels</a> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial; color: #000000;">in Deutschland. Es ist wie Orwell prophezeite, man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, irgendwann glauben die Menschen daran. Der vermeintliche demographische Wandel in Deutschland wird hierbei immer wieder als Generallegitimation beschworen, um bestimmte Interessen zu rechtfertigen und durchzusetzen. Es ist und bleibt eine Prognose, welche von spezifischen Annahmen ausgeht oder vielmehr eine moderne <a title="Nachdenkseiten" href="http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&amp;lang=1&amp;idcat=7&amp;idart=572" target="_blank">Kaffesatzleserei</a> über die nächsten 50 Jahre! Ein weiterer Hintergrund der Kampagne und vieler nicht vorhandener Ausbildungsplätze in Deutschland, seien </span><em><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">»die mangelnden schulischen Grundkenntnisse vieler Bewerber«</span></em><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">. Der nächste Schritt in der Argumentationskette wäre dann die <a title="ZG-Artikel" href="http://www.zeitgeistlos.de/eigenverantwortung/eigenverantwortung.html " target="_blank">»mangelnde Eigenverantwortung«</a> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">der Schüler und die Befürwortung des „lebenslangen Lernen“. Schuld sind immer die Individuen und nie die Strukturen. Ich frage mich, wie lange dieses diskursive Versteckspiel noch weitergeht?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Bei einer Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland von derzeit <a title="DGB-Jugend" href="http://www.dgb-jugend.de/themen/jugendarbeitslosigkeit/die_lage_in_deutschland" target="_blank">fast 15 Prozent</a>, d.h. einer Arbeitslosigkeit die fast doppelt so hoch ist, wie die in der Gesamtbevölkerung (7,7%), von einem individuellen Versagen der Jugendlichen zu sprechen ist diskriminierend und menschenverachtend. </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Jeder Sechste Jugendliche in Deutschland hat keinen Job oder Ausbildungsplatz – das hat System und ist mittlerweile strukturell fest verankert. Nur so kann aus Unternehmersicht auch eine dauerhafte Druck-Situation gegenüber den Jugendlichen aufgebaut werden: strengt euch an! Lernt bis zum umfallen! Schließlich sind eure Mitschüler eure Konkurrenten auf dem späteren Arbeitsmarkt!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Anstößig an der ganzen Kampagne ist für mich nicht nur die typische Verwurstungs-Argumentation des Menschen in den Wirtschaftsprozess, sondern auch die Verbreitung des neoliberalen Menschenbildes: hier ausnahmsweise nicht als Humankapital in Urform, sondern als die Pflanze Mensch. Züchtet euch euren 1A-Nachwuchs heran! Säht rechtzeitig um zu ernten! Trennt die Spreu vom Weizen! Diese biologistische Sprache über Menschen erinnert stark an Zeiten in Deutschland, in welcher Menschen als <a title="Clement bezeichnet Arbeitslose als Parasiten " href="http://www.freitag.de/2005/43/05430702.php " target="_blank">Parasiten</a> </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">bezeichnet wurden. So als wäre es ein Naturgesetz. Wer fragt eigentlich mal die Jugendlichen was sie möchten?<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
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