Der böse Russe

Claire Danes als CIA Agentin Carrie Anne Mathison

Claire Danes als CIA Agentin Carrie Anne Mathison

In den 80er Jahren sorgte der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion auch dafür, dass Hollywood‐Produktionen für ideologisch motivierte Filmmotive genutzt wurden. Dutzende Filme und Serien zeigten den Russen als Untermenschen und die Sowjetunion als barbarisches Feindesland. Heute hat dieses Klischee längst wieder die Popkultur und den Film erreicht. In der aktuellen fünften Staffel von Homeland und in der vierten Staffel von House of Cards beispielsweise, sind es vor allem (wieder einmal) die vermeintlich hinterhältigen Russen, die für Ärger sorgen. Also selbst innovative TV‐Serien, die Golden Globe und Emmy Awards einheimsen, werden nicht von politischer Propaganda verschont. Man sollte den politischen Subtext solcher Produktionen nicht ignorieren oder gar unterschätzen.

Homeland – Staffel 1

Die erste Staffel der US‐Serie »Homeland« ist sehr empfehlenswert. Die grobe Handlung ist schnell erzählt: der US‐Soldat Nicholas Brody (Damian Lewis) wird nach über acht Jahren Gefangenschaft aus dem Irak befreit und als Held gefeiert. Die CIA‐Agentin Carrie Matthison (Claire Daines) hat durch einen Informanten den Hinweis bekommen, dass ein US‐Soldat zum Terroristen gemacht wurde und ist davon überzeugt, dass dies Brody sei. Ich erspare euch an dieser Stelle den Spoiler, ob das nun zutrifft oder nicht. Weiterlesen

Frauenrollen

Clarice van Houten spielt Melisandre in »Game of Thrones« (Bild: Thom Hoffman/wikimedia)

Seit längerem nervt mich eine Rolle bei vielen TV‐Serien ganz besonders: die der Haus‐ und Ehefrau bzw. der Mutter. Ob bei »Homeland«, »24«, »Heroes«, »V – die Außerirdischen«, »Breaking Bad«, »the shield«, »the wire« oder vielen anderen Serien: die Ehefrau und Mutter hält stets moralische Predigten, macht Vorwürfe, jammert, heult und nörgelt was das Zeug hält. Weiterlesen