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	<title>ZG Blog &#187; Geld</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Warum ich blogge...</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 07:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich gebe zu, leichte bis mittelstarke egozentrische, narzistische oder selbstverliebte Neigungen zu haben. Vielleicht sogar alles zusammen. Mein Mitteilungsbedürfnis ist wohl auch überdurchschnittlich stark entwickelt. Ob das daran liegen mag, dass ich als Kind zu wenig in den Arm genommen wurde oder einfach eine Labertasche bin, sollen andere beurteilen. Ich begegne in meiner realen Lebenswelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich gebe z<img class="alignleft size-medium wp-image-11117" title="epikur" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/epikur1-417x400.jpg" alt="" width="150" height="144" />u, leichte bis mittelstarke egozentrische, narzistische oder selbstverliebte Neigungen zu haben. Vielleicht sogar alles zusammen. Mein Mitteilungsbedürfnis ist wohl auch überdurchschnittlich stark entwickelt. Ob das daran liegen mag, dass ich als Kind zu wenig in den Arm genommen wurde oder einfach eine Labertasche bin, sollen andere beurteilen. Ich begegne in meiner realen Lebenswelt kaum interessierten Zuhörern. Konsum, Lohnarbeit, Materialismus, Fernsehen und vor allem die eigene Lebensumwelt sind bei vielen die einzigen Themenbereiche. Politik, Gesellschaft und Medien kritisieren oder auch vermeintlich anerkannte Zustände und Strukturen hinterfragen bzw. in Frage stellen, empfinden viele als unbequem und anstrengend. <span id="more-11115"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin auch nicht so naiv oder hochmütig, zu glauben, ein Blog könnte auch nur irgendetwas verändern. Weder Einstellungen, Verhaltensweisen, noch die Gesellschaft als Ganzes. Man sollte als Blogschreiber bescheidene Ansprüche und Erwartungen haben. Denn ansonsten verbraucht man sich schnell, wird in seinen Ansichten radikaler (weil ja doch nichts passiert) oder zynischer (weil mans nicht mehr anders erträgt) und gibt irgendwann kraftlos und frustriert auf. Einige gute Blogs, die ich lange gelesen habe, sind so verendet. Nein, man sollte seine Energie einteilen, seine Ansprüche und Erwartungen niedrig halten und sich über jede Art von feedback freuen. Wenn der Kampf um die Köpfe und ein Bewusstseinswandel vieler Zombies gelingen soll, braucht man einen langen Atem und viel Geduld. Auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass eh nur wenig Unaufgeklärte sich auf diesen Blog verirren werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders wichtig ist mir die Glaubwürdigkeit. Werbung, Anzeigen, flattr und Geld in jeglicher Form haben in einem gesellschafts-, konsum– und politikkritischen Blog nichts zu suchen. Es genügt, wenn wir alle im Alltag dazu gezwungen werden, Geld ranzuschaffen und zu lohnarbeiten. Wir sollten nicht den Weg beschreiten, wie ihn große Firmen und Unternehmen gehen, seit es das Internet gibt. In dem sie das Web nur als einen großen Marktplatz sehen, als Werkzeug, um Profit, um Geld zu machen. Wer das Internet, als demokratische Plattform, ja als kritisch-diskursive Ebene mit etablieren und mit gestalten möchte, der sollte das Thema Geld im Blog komplett außen vor lassen. Man kann nicht Wasser predigen und Wein saufen. Ein häufiges Gegenargument ist, dass es ja nur um Mikrobeträge gehen würde und es deshalb »ja nicht so wild« sei. Hätte denn jemand, der im Blog vermeintlich wenig verdient (durch Spenden, flattr, Werbung usw.), etwas dagegen, wenn daraus auf einmal sehr viel Geld werden würde?</p>
<p style="text-align: justify;">Insofern werdet ihr auf dem ZG-Blog weder flattr, noch Anzeigen, noch Werbung erleben. Es sei denn, jtheripper und todesglupsch werden gekauft und legen ihr Veto ein   <img src='http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':MRGREEN:' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Rabatt ist geil</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 08:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
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		<description><![CDATA[Geiz ist geil hat ausgedient. Rabatt ist geil. Kaufen, kaufen, kaufen. Billig, billig — das will ich! Ohne Rabatt macht das Leben keinen Spass mehr! Vorbei sind die Zeiten des Personal-, Treue-, Jahres-, Positions-, Erstbesteller-, Jubiläums-, Aktions-, Web-, Frühbucher-, Lagerräumungs– oder Punkterabatts! Ab sofort gibt es auch den Scheiss-, Spritz-, Kotz-, Kack– und Leck-mich-am-ich-mach-Dir-den-Eimer-voll-Rabatt! Nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-10939" title="Baustellen-Rabatt" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Baustellen-Rabatt-450x304.jpg" alt="" width="450" height="304" />Geiz ist geil hat ausgedient. <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=rabatt&amp;gs_sm=e&amp;gs_upl=11633573l11634332l3l11634678l6l6l0l0l0l0l261l1214l0.2.4l6l0&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&amp;biw=1280&amp;bih=871&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;tbm=isch&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=wi">Rabatt ist geil</a>. Kaufen, kaufen, kaufen. Billig, billig — das will ich! Ohne Rabatt macht das Leben keinen Spass mehr! Vorbei sind die Zeiten des Personal-, Treue-, Jahres-, Positions-, Erstbesteller-, Jubiläums-, Aktions-, Web-, Frühbucher-, Lagerräumungs– oder Punkterabatts! Ab sofort gibt es auch den Scheiss-, Spritz-, Kotz-, Kack– und Leck-mich-am-ich-mach-Dir-den-Eimer-voll-Rabatt! Nur beim Händler Ihres Vertrauens! Greifen Sie zu!</p>
<p style="text-align: justify;"><em>(Für die Qualität des Bildes muss ich mich entschuldigen. Wurde in einem Einkaufszentrum in Berlin mit meinem Handy aufgenommen, weil ich noch keine neuen Batterien für meine Digi-Cam rabattet habe)</em></p>
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		<title>Neusprech: Rettungsschirm</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 08:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[»Die Mehrheit ist deutlich: 503 Bundestagsabgeordnete haben für die Stärkung des Euro-Rettungsschirms votiert« - SpiegelOnline vom 26. Oktober 2011 Der Begriff »Rettungsschirm« besteht aus zwei Wörtern: Rettung und Schirm. Einen Schirm trägt man meist über seinen Kopf und er soll den Betreffenden vor einer Naturgewalt schützen: vor Wind, Regen oder Sonne. Nicht zu verwechseln mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #993300;"><em>»Die Mehrheit ist deutlich: 503 Bundestagsabgeordnete haben für die Stärkung des Euro-Rettungsschirms votiert«</em></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #993300;"><span style="color: #000000;">- <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,794176,00.html">SpiegelOnline</a> vom 26. Oktober 2011</span><em><br />
</em></span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/neusprech/orwell.html" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-525" title="ZG-Artikel: Neusprech Heute" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/orwell_neusprech.jpg" alt="" width="70" height="90" /></a>Der Begriff »Rettungsschirm« besteht aus zwei Wörtern: Rettung und Schirm. Einen Schirm trägt man meist über seinen Kopf und er soll den Betreffenden vor einer Naturgewalt schützen: vor Wind, Regen oder Sonne. Nicht zu verwechseln mit Bild– oder Lampenschirm. Das Wort »Rettung« impliziert, dass jemand oder etwas vor einer Gefahr gerettet werden müsse und der vermeintliche Retter eine menschenfreundliche Tat vollbringt. Insofern ist der Terminus »Rettungsschirm« doppelt positiv aufgeladen.<span id="more-10830"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Im Zuge der Weltwirtschaftskrise, die auch selten so genannt, sondern in Einzelkrisen (Finanz-, Banken-, Wirtschafts– und Eurokrise) aufgesplittet wird, ist der Begriff »Rettungsschirm« fast täglich in den Medien zu hören und zu lesen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Bundesregierung erwägt nach einem »Spiegel«-Bericht eine Erweiterung des Rettungsschirms für die Banken.</p>
<p style="text-align: justify;">- <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article2837355/Regierung-will-Banken-Rettungsschirm-verbessern.html">welt.de</a> vom 6. Dezember 2008</p>
<p style="text-align: justify;">In der NDR 1 Welle Nord Sendung »Zur Sache« forderte  Hans-Dieter  Petersen, Vorsitzender des Bundeswehrverbandes Nord, einen  Rettungsschirm für betroffene Soldaten und Zivilbeschäftigte.</p>
<p style="text-align: justify;">- <a href="http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/bundeswehr315.html">ndr.de</a> vom 24. Oktober 2011</p>
<p style="text-align: justify;">Die Schlagkraft des Euro-Rettungsschirms EFSF wollen die Regierungen auf rund eine Billionen Euro erhöhen.</p>
<p style="text-align: justify;">-<a href="http://www.taz.de/EU-Krisengipfel/!80721/">taz.de</a> vom 27. Oktober 2011</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Bei der Verwendung des Wortes werden Verantwortlichkeiten, Interessen und Verursacher verschleiert und verborgen. Die Wirtschaftskrise ist keine Naturgewalt, wie Wind, Regen oder Sonne, die einfach so über uns hereinbricht. Sondern in der Weltwirtschaftskrise sind diejenigen, die gerettet werden sollen (vornehmlich die Banken), auch diejenigen, welche die Krise erst verursacht haben. Die Politik schützt also die Verursacher der Krise (Banken, Spekulanten) und bestraft die Opfer der Krise (Volk).</p>
<p style="text-align: justify;">Insofern ist der »Rettungsschirm« auch ein Euphemismus, denn die zu Rettenden sind weder Opfer einer fremden Macht, noch sind die Retter altruistisch und selbstlos, denn sie sind abhängig von der Finanzindustrie. Indem die Politik die Krisenverursacher mit Milliarden Euro unterstützt und gleichzeitig das Volk die Milliarden durch Einsparungen, Steuererhöhungen, Inflation, Sozialabbau usw. abzahlen lässt, zeigt die Begrifflichkeit seine ganze Absurdität. Die Medien sollten fortan »Täterschirm« statt »Rettungsschirm« schreiben.</p>
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		<title>Der Vermarktung entsagen</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/ausverkauf-des-charakters/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 05:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 17. August 2011 lief  in der Sendung Panorama ein Beitrag mit dem Titel »Rot-Grün macht Kasse«. Auch wenn die Doku mit dem Reporter Christoph Lüdgert ein wenig sensationsheischend daherkommt, so ist sie doch zu empfehlen. Denn was sie zwischen den Zeilen sagt, ist erwähnenswert. Schröder, Fischer und Konsorten haben sich verkauft, ihre Prinzipien und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Am 17. August 2011 lief  in der Sendung Panorama ein Beitrag mit dem Titel <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/ardexclusiv105.html">»Rot-Grün macht Kasse«</a>. Auch wenn die Doku mit dem Reporter Christoph Lüdgert ein wenig sensationsheischend daherkommt, so ist sie doch zu empfehlen. Denn was sie zwischen den Zeilen sagt, ist erwähnenswert. Schröder, Fischer und Konsorten haben sich verkauft, ihre Prinzipien und Ideale verraten. 20 Prozent aller Minister und Staatssekretäre der zweiten rot-grünen Regierung betreiben heute Lobbyarbeit für Unternehmen und Konzerne. Warum? Und wie konnte das geschehen?</p>
<p style="text-align: justify;">Wie funktioniert der Ausverkauf des Charakters, der eigenen Prinzipien und Wertvorstellungen? Verdirbt Politik den Charakter? Ist letztlich jeder käuflich und es ist nur eine Frage des Preises? Inwiefern kann man Prinzipien und Überzeugungen überhaupt noch trauen?<span id="more-10365"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe mich schon oft gefragt, wie standfest und glaubhaft, die Überzeugungen von manchen Linken, Gesellschaftskritikern und Revoluzzern wirklich sind? Ist links und »dagegen sein« die Ideologie der Armen? Und sobald man  selbst Kohle hat, legt man sich die konservative Leistungsideologie  zurecht, weil sie gerade zu den eigenen Lebensumständen besser passt?  Ja, um seinen Lebenswandel ideologisch und vor sich selbst besser  erklären zu können?</p>
<p style="text-align: justify;">Gebe ich dem Gesellschaftskritiker, dem Alternativen, der sich für Umwelt– und Tierschutz einsetzt, der den Kapitalismus mit seinen Auswüchsen scharf kommentiert, der Spaltungs– und Verarmungsdynamiken des Neoliberalismus verurteilt usw. — ja, gebe ich ihm eine Million Euro und er bleibt wer und wie er ist? Spendet er einen Großteil des Geldes, setzt er es ein, für all die noblen Dinge, für die er selbst als verarmter Rebell, jahrelang gekämpft hat? Oder kauft er sich Aktien, ein Auto, ein Haus mit Garten, fliegt 2x jährlich in den Urlaub und ist fortan in der bürgerlichen Mitte angekommen?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ich bin mit mir vollkommen im Reinen.</p>
<p style="text-align: justify;">- Otto Shily auf die Frage, warum gerade er für das Unternehmen Safe-ID arbeiten muss, nachdem er als Innenminister dem Unternehmen lukrative Aufträge verschafft hatte. Stichwort: biometrischer Pass.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Frage ist, ob das Geld den Charakter verdirbt oder ob die Lebensumstände, das Älter-Werden, den Menschen verändern? Wird man mit dem Alter bequemer, kampfesmüder und will es nur noch warm und gemütlich haben? Mit möglichst viel Geld, Vermögen und Besitz? Sind Prinzipien und Ideale nicht Teil des Charakters und der eigenen Lebenswelt?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann es nicht oft genug betonen: es ist wichtig <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/entmarktet-die-gedanken/">sich selbst zu entmarkten</a>, den Anfängen zu trotzen. Sicher, wir alle müssen irgendwie Geld nachhause bringen, dennoch ist und bleibt es wichtig, in seiner ganz privaten Lebenswelt sich Freiräume zu schaffen, die frei sind vom Kosten-Nutzen-Denken, frei von marktwirtschaftlicher Verwertungslogik, Eigennutz und Geld-Denken. Denn wenn die Jagd nach Geld, Vermögen, Besitz und Status-Denken unser ganzes Handeln bestimmen, ja, sich wie ein roter Faden durch all unser Denken und Entscheiden zieht, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis jeder von uns ein Fischer oder Schröder wird. Und mit denen ist keine bessere Welt zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Labergeld</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/labergeld/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 04:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Polit-Talkshows im Fernsehen sind ein Hort von INSM-Mietmäulern, von Dampfplauderern und Selbstdarstellern. Inhalte mit Erkenntnisgewinn jenseits von propagandistischen Einseitig– und Oberflächlichkeiten, sucht man in der Regel vergebens. Ob Maybrit Illner, Maischberger, Anne Will, Kerner, Beckmann oder Hart aber Fair — Diskurstheater und Inszenierung geben sich die Hand. Umso interessanter ist, wieviel die Sender eigentlich für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Polit-Talkshows im Fernsehen sind ein Hort von INSM-Mietmäulern, von Dampfplauderern und Selbstdarstellern. Inhalte mit Erkenntnisgewinn jenseits von propagandistischen Einseitig– und Oberflächlichkeiten, sucht man in der Regel vergebens. Ob Maybrit Illner, Maischberger, Anne Will, Kerner, Beckmann oder Hart aber Fair — Diskurstheater und Inszenierung geben sich die Hand.</p>
<p style="text-align: justify;">Umso interessanter ist, wieviel die Sender eigentlich für ihre Talkgäste ausgeben, d.h. wie hoch das Honorar für die Labertaschen ausfällt. Die <a href="http://www.fr-online.de/kultur/medien/beredtes-schweigen/-/1473342/3217438/-/index.html" target="_blank">Frankfurter Rundschau</a> hat im März 2008 eine Honoraranfrage an die Sender verschickt und traf auf ein Meer des Schweigens. Gerüchte, Halbwahrheiten und Lügen wurden verbreitet. Die Sender reden über die Gäste-Honorare ganz und gar nicht gerne, auch die Öffentlich-Rechtlichen nicht. Angeblich bemessen sich die Honorare nach den tatsächlich anfallenden Kosten (Anfahrt, Übernachtung etc.). Das Standard-Honorar bei »Hart aber Fair« beläuft sich auf angebliche 250 Euro und bei »Anne Will« auf 500 Euro. Für Exclusivgäste, wird aber auch mal tief ins Portemonaie gegriffen. So habe, im Zuge der Doping-Affäre, Radprofi Jan Ulrich für seinen Auftritt bei Beckmann eine Aufwandsentschädigung von ca. 15.000 Euro erhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Übrigen lagern die Sender die Produktionen der Polit-Talk Formate häufig an externe Firmen aus, an denen meist die Moderatoren beteiligt sind (z.B. Anne Will bei Willmedia). Das <a title="taz" href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&amp;dig=2011%2F04%2F16%2Fa0042&amp;cHash=8ef3d9e6ff">Outsourcen der Formate</a> bringt eine schleichende Selbstkommerzialisierung mit sich, womit der Wille der Sender, die Formate selbst zu gestalten auf der Strecke bleibt. Die Privatisierung bringt es mit sich, dass horrende Summen an die Moderatoren gezahlt werden. Das Moderatorenhonorar betrage teilweise 20.000 Euro pro Sendung.</p>
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		<title>Wertlose Schöpfungen</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 04:55:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Materialismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Sibylle Berg greift in ihrer SPON-Kolumne einen Gedanken auf, der mir auch schon seit langem durch den Kopf geht. Intellektuelle, Künstler, Philosophen und Musiker — kurz: schöpferische und kreative Menschen, die nicht marktkonform sind und handeln, werden heute weitestgehend ignoriert oder sogar verachtet. Nur wer seine Kunst, seine Gedanken und seine Weltliebe verwerten und verkaufen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Sibylle Berg greift in ihrer SPON-Kolumne einen Gedanken auf, der mir auch schon seit langem durch den Kopf geht. Intellektuelle, Künstler, Philosophen und Musiker — kurz: schöpferische und kreative Menschen, die nicht marktkonform sind und handeln, werden heute weitestgehend ignoriert oder sogar verachtet. Nur wer seine Kunst, seine Gedanken und seine Weltliebe verwerten und verkaufen kann, wird respektiert. Alle anderen kulturschaffenden Denker, Künstler und Philosophen werden als überflüssiger Ballast gesehen: Spinner, Träumer und Idealisten, die es zu nichts gebracht haben. Intelligenz wird nur geachtet, wenn sie eine <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/marktintelligenz/" target="_blank">Marktintelligenz</a> ist.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Warum ist intellektuell heute ein Schimpfwort? Weil keinen Wert mehr hat, was nicht verkauft. [...] Gesellschaftlich respektiert werden unterdes nur noch Menschen, die es zu was, sprich: zu Geld gebracht haben. [...] Intellektuelle sind heute Verlierer, weil sie kein Geld verdienen. Sie  haben keine Label an ihrer Kleidung, sie feiern nicht in St. Moritz, sie  sind ohne jede Bedeutung für unsere Gesellschaft, also lächerlich. [..] Was nicht verkauft, hat keinen Wert.</p>
<p style="text-align: justify;">- Sibylle Berg in ihrer <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,765863,00.html" target="_blank">SPON-Kolumne</a> vom 31. Mai 2011</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Der freiwillige Flattr-Profit</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 04:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geld]]></category>

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		<description><![CDATA[»Erst wenn alles Geld der Erde über Flattr geht, dann sind wir glücklich« - Peter Sunde, Mitgründer des flattr-Bezahlsystems aus der TAZ vom 1. Mai 2011 Anmerkung: Alle euphorischen Flattr-Unterstützer sollten sich diesen Satz, und das Denken dahinter, mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Flattr-Aktiengesellschaft ist ein profitgeiles Unternehmen, das sich einen Dreck um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #993300;"><em>»Erst wenn alles Geld der Erde über Flattr geht, dann sind wir glücklich«</em></span></p>
<p>- Peter Sunde, Mitgründer des flattr-Bezahlsystems aus der <a href="http://www.taz.de/1/netz/schwerpunkt-freiwilliges-bezahlen/artikel/1/bezahlen-ohne-verdienst/" target="_blank">TAZ</a> vom 1. Mai 2011</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anmerkung:</strong> Alle euphorischen Flattr-Unterstützer sollten sich diesen Satz, und das Denken dahinter, mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Flattr-Aktiengesellschaft ist ein profitgeiles Unternehmen, das sich einen Dreck um gesellschaftskritische Artikel schert. Besonders linke politik-, wirtschafts– und sozialkritische Blogs sollten sich vergegenwärtigen: wer flattr bei sich einbaut, unterstützt ein Aktienunternehmen. Besonders bei Beiträgen und Autoren, die rücksichtslose geldgeile Unternehmen kritisieren und im gleichen Atemzug geflattert werden möchten, ergibt sich für mich ein arges Glaubwürdigkeitsproblem. Bei jedem Geld herumschieben kassiert vor allem das Unternehmen in Schweden. Und mit einer Gebühr von 10% ist flattr sogar gieriger als Paypal mit ca. 2–4% Nutzungsgebühr. Der ZG-Blog sieht sich bei seiner <a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/bezahlsystem-flattr-eine-kritik/" target="_blank">Flattr-Kritik</a> bestätigt und wird nach wie vor einen großen Bogen um das Bezahlsystem machen. Geld adelt nicht.</p>
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		<title>Von Idealisten und Pragmatikern</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 23:29:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Charakter]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit längerem beschäftigt mich das Thema der eigenen Prinzipien und Ideale. Insofern kann es heute etwas esoterisch werden. Ich denke, jeder Mensch hat sich im Laufe seines Lebens Gedanken über Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden, Liebe und über den Sinn des Lebens gemacht. Mich interessiert hierbei, wie und warum soviele Menschen diese Gedanken aufgegeben haben? Ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-8435" title="Mahatma Gandhi" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/gandhi.jpg" alt="" width="174" height="205" />Seit längerem beschäftigt mich das Thema der eigenen Prinzipien und Ideale. Insofern kann es heute etwas esoterisch werden. Ich denke, jeder Mensch hat sich im Laufe seines Lebens Gedanken über Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden, Liebe und über den Sinn des Lebens gemacht. Mich interessiert hierbei, wie und warum soviele Menschen diese Gedanken aufgegeben haben? Ist der Glaube und der Kampf für eine bessere Welt weniger sinnerfüllend und wertvoll als Konsum, Habendenken und Lohnarbeit? <span id="more-8421"></span></p>
<p style="text-align: justify;">In einem <a href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2039915451854843809&amp;postID=7022617254159593338" target="_blank">anonymen Kommentar</a> bei ad sinistram schrieb jemand:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Karrieren im Kapitalismus verlaufen regelmäßig von unten links nach oben rechts.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wenn dem so ist, so stellt sich für mich die Frage nach dem Warum? Ist man als vermeintlich junger und i.d.r. wenig wohlhabender Mensch noch idealistisch, träumerisch und normorientiert? Während man mit zunehmendem Alter nur daran denkt, die Miete bezahlen zu können und Kohle, Auto, Häuschen und anderen Kram zu besitzen? Ist die Korrumpierung des Charakters durch Geld, Konsum und Vermögen vorprogrammiert? Ist man als vermeintlich armer und junger Mensch nur neidisch und will ein größeres Stück vom Kuchen? Während man als Reicher den Kuchen für sich behalten will und Besitzstandswahrung betreibt?</p>
<p style="text-align: justify;">Während meiner Unizeit habe ich viele Studenten kennengelernt, die sich als links betrachteten. Abgesehen davon, ob sie es wirklich waren oder nicht (und was nun wirklich »links« ist), betrachteten sie sich als Gegenpol zur herrschenden Meinung. Es wurde viel hinterfragt, analysiert, kritisiert, aufgeklärt und recherchiert. Es wurden Demonstrationen, Workshops und Leserunden organisiert. Der allgemeine Studierendenaussschuss (ASTA) als Interessensvertretung der Studenten, war belebt und dynamisch. Im Sinne der »Weltverbesserung« erlebte ich die Unizeit als eine Art »zweite Pubertät«. Dennoch stellte ich mir die Frage, wie ehrlich, authentisch und glaubwürdig das alles war? Wieviele dieser  kämpferischen Idealisten würden im späteren Berufsleben, die Cordhose durch einen Anzug, die »Junge Welt« durch die »Welt«, das Fahrrad durch einen Mercedes Benz und die Studenten-WG mit einer teuren Mietwohnung ersetzen? Ist die Uni ein Werkzeug für späteren individuellen Wohlstand oder Hort der Wahrheit und Wissenschaft? Sind Studenten wirklich an einer besseren Welt oder vielmehr nur an einen guten Abschluss interessiert?</p>
<p style="text-align: justify;">Auch heute erlebe ich oft, wie Menschen ihre Prinzipien für Eigennutz, Geld und persönliche Vorteile verbiegen.  Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit, Gerechtigkeit und Vertrauen weichen dem Lebensprinzip Geld. Die eigene Meinung, sofern überhaupt eine vorhanden ist, wird an den Zeitgeist und an den Trend angepasst. Nach und nach verändert man sich: das Gift »Geld« dringt in jede Pore und in jeden Gedanken ein, langsam und schleichend, bis alle Ideale und Prinzipien nur noch »jugendliche Träumereien« sind. Man tröstet sich damit, dass man endlich ordentlich konsumieren kann und dass...</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Geld adelt</strong></p>
</blockquote>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Geld adelt Konformität, Anpassung und Unterwerfung.<br />
Geld adelt den Zwang zur Lohnarbeit.<br />
Geld adelt den Verlust von Träumen.<br />
Geld adelt die Schere im Kopf.<br />
Geld adelt Unglücklichsein.<br />
Geld adelt den Konsum.<br />
Geld adelt sich selbst.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Man findet sich mit den herrschenden Zuständen ab, akzeptiert sich selbst und alle Dinge als eine »Ware«. Die sozioökonomische Struktur verwandelt  viele Träume, Prinzipien und Ideale in Pragmatismus und vermeintliche <a title="ZG-Neusprech: Sachzwang" href="http://ad-sinistram.blogspot.com/2008/07/nomen-non-est-omen.html" target="_blank">Sachzwang-Logik</a>. Insofern ist es völlig unerheblich als wie links, alternativ oder oppositionell man sich selbst hält, solange die eigenen <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/entmarktet-die-gedanken/" target="_blank">Gedanken nicht entmarktet</a> werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man zu denen gehört, die man immer kritisiert hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Text versteht sich als Warnung an mich selbst: der Verführung durch das Geld zu widerstehen.</p>
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		<title>Neusprech: Gehaltsvorstellung</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 23:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gehalt]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Lohn]]></category>

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		<description><![CDATA[»Unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung« - eine häufige Formulierung in Stellenanzeigen Die Formulierung im Zitat stellt die Frage nach der eigenen finanziellen Wertigkeit. Die Phrase unterstützt die Vorstellung, nach einer vermeintlich leistungsgerechten Bezahlung. Dazu müsste man aber Leistung seriös messen können. Leistet ein Manager mehr, als eine Putzfrau? Eine Krankenschwester weniger, als ein Banker? Wie misst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #993300;"><em>»Unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung«</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">- eine häufige Formulierung in Stellenanzeigen</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/neusprech/orwell.html" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-525" title="ZG-Artikel: Neusprech Heute" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/orwell_neusprech.jpg" alt="" width="70" height="90" /></a>Die Formulierung im Zitat stellt die Frage nach der eigenen finanziellen Wertigkeit. Die Phrase unterstützt die Vorstellung, nach einer vermeintlich leistungsgerechten Bezahlung. Dazu müsste man aber Leistung seriös messen können. Leistet ein Manager mehr, als eine Putzfrau? Eine Krankenschwester weniger, als ein Banker? Wie misst man Leistung? An der Bezahlung? Dann dreht man sich im Kreis: Leistung ist gleich Bezahlung und Bezahlung ist gleich Leistung.<span id="more-8343"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Gibt man eine zu hohe Summe als Gehaltsvorstellung an, wird man im Bewerbungsverfahren vermutlich gleich ausgesiebt. Will sich die Mensch-Ware vermeintlich günstig »anbieten«, um an den Job zu kommen, sieht das beim Unternehmen und beim Personaler nach einem verzweifelten, sprich eher ungeeigneten Bewerber aus. Dennoch ist es offensichtlich, dass Unternehmen, die Verantwortung für die Lohndrückerei, von Anfang an gleich auf den Lohnarbeiter abwälzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Transparenz und Offenlegung von Gehältern hat in Deutschland keine Tradition. Viele Branchen, Unternehmen und Organisationen wehren sich erbittert dagegen. Als im Jahre 2006 die Offenlegungspflicht Politiker zwang, ihre Gehälter und Nebeneinkünfte der Öffentlichkeit mitzuteilen, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,441894,00.html" target="_blank">klagten</a> erstmal neun Abgeordnete beim Bundesverfassungsgericht dagegen. Heute werden Politiker-Einkünfte in drei Einkommensstufen öffentlich gemacht. Stufe eins erfasst monatliche Einkünfte von 1.000 bis 3.500 Euro, Stufe zwei Einkünfte bis 7.000 Euro und Stufe drei Einkünfte über 7.000 Euro.  Hinzu kommt, dass viele Abgeordnete ihre Nebenjobs verschweigen. Von wirklicher Transparenz kann hier also keine Rede sein.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">In Deutschland wird um das Gehalt ein großes Geheimnis gemacht. Bei sehr wenigen Stellenanzeigen wird der  zukünftige Lohn erwähnt. Ja, man wird auch oft im Arbeitsvertrag dazu verpflichtet, mit den Kollegen und Mitarbeitern nicht über das eigene Gehalt zu sprechen:</p>
<blockquote><p><em>»Über alle Geschäfts– und Betriebsgeheimnisse einschließlich des Inhalts der Gehaltsregelung ist Stillschweigen zu bewahren«</em></p>
<p>- eine häufige Formulierung in Arbeitsverträgen</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Viele Menschen reden auch nicht privat über ihr Gehalt: »über Geld spricht man nicht«, sagt der Volksmund.  So als würde es der breiten Masse gar nicht um die blanken Scheinchen gehen. Die Geheimnistuerei um das liebe Geld offenbart den materialistisch verlogenen Zeitgeist in Deutschland. Aus Angst vor einem sozialen Unfrieden, vor Neid und Missgunst werden Gehälter weitestgehend geheim gehalten. Die »Gehaltsvorstellung« wird somit zum Synonym für den <a title="Neusprech" href="../2010/neusprech-sozialstatus/" target="_blank">Sozialstatus</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Es würde offen gelegt werden, wie ungerecht und unfair die Menschen eigentlich bezahlt werden.  Und dass  es Verteilungs– und Lohngerechtigkeit in Deutschland nicht gibt. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Mindestlohn?  Bezahlung, von der man leben und seine Familie ernähren kann? In vielen Branchen und Berufen Fehlanzeige. Stattdessen wird das Gehalt »ausgehandelt« oder folgt gänzlich anderen Kriterien. Vertragskultur, nennt man das. Nur wie so oft, sind die Vertragspartner selten auf Augenhöhe. Der Lohngeber kann sich bei der derzeitigen Massenarbeitslosigkeit mehr erlauben und rausnehmen, als der Lohnarbeiter, der nur seine Arbeitskraft, also sich selbst verkaufen kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		<title>Der Fall Carsten Maschmeyer</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 23:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Geld]]></category>
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		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Klaus Baum hat schon einiges zum Multi-Millionär Carsten Maschmeyer geschrieben. Sein Vermögen wird auf über 650 Millionen Euro geschätzt. Der Finanzdienstleister ist tief in Kumpanei, Filz und Korruption verstrickt. Gerhard Schröder, Christian Wulff, Thomas Gottschalk, Guido Westerwelle und viele andere Prominente nennen ihn einen »Freund«. Seine Frau Veronica Ferres findet sicher seinen Charakter ganz toll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a title="Notiten aus der Unterwelt" href="http://www.klaus-baum.info/2011/01/16/maschmeyer-herr-dr-hc-carsten-maschmeyer/" target="_blank">Klaus Baum</a> hat schon einiges zum Multi-Millionär Carsten Maschmeyer geschrieben. Sein Vermögen wird auf über 650 Millionen Euro geschätzt. Der Finanzdienstleister ist tief in Kumpanei, Filz und Korruption verstrickt. Gerhard Schröder, Christian Wulff, Thomas Gottschalk, Guido Westerwelle und viele andere Prominente nennen ihn einen »Freund«. Seine Frau Veronica Ferres findet sicher seinen Charakter ganz toll und nicht sein Geld.  Wer wirklich reich werden will in Deutschland, muss skrupellos, kriminell und rücksichtslos sein. Der folgende Film klärt über den Fall Maschmeyer auf. Unter anderem gibt es ein sehr aufschlußreiches Interview mit Albrecht Müller von den <a href="http://www.nachdenkseiten.de/" target="_blank">Nachdenkseiten</a> (ab Minute 20:24).</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/IbmlheetQ9Q?fs=1&amp;hl=en_US" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="350" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/IbmlheetQ9Q?fs=1&amp;hl=en_US" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Maschmeyer wehrte sich juristisch bis aufs Äußerste gegen diesen Beitrag! Ein <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/awd169.html" target="_blank">Fortsetzungsvideo gibt es hier</a>!</p>
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