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	<title>ZG Blog &#187; Emanzipation</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Selbstbestimmt ist, wer lohnarbeitet</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 04:43:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blätter]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Innerhalb der Linken ist die Kritik am Feminismus nicht selten ein Stich ins Wespennest. Es gibt einige, die bei Kritik an feministischer Ideologie, mit Pöbelei und Unsachlichkeit reagieren. Wohl auch ein Grund dafür, warum Feminismuskritik innerhalb der Linken, verpönt ist und tabuisiert wird. Ich bin das Thema, ehrlich gesagt, so langsam auch leid. Mit Verbitterung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Innerhalb der Linken ist die Kritik am Feminismus nicht selten ein Stich ins Wespennest. Es gibt einige, die bei Kritik an feministischer Ideologie, mit Pöbelei und Unsachlichkeit reagieren. Wohl auch ein Grund dafür, warum Feminismuskritik innerhalb der Linken, verpönt ist und tabuisiert wird. Ich bin das Thema, ehrlich gesagt, so langsam auch leid. Mit  Verbitterung, Zorn, Opferhaltung, ständigen Forderungen, Borniertheit und Schaum vor dem Mund, werden die Menschen (also Frauen <em>und</em> Männer) weder  glücklicher, noch zufriedener.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich vor einiger Zeit einen Beitrag von Bascha Mika, der ehemaligen Chefredakteurin der TAZ, in der Blätter-Ausgabe vom März 2011 gelesen habe, komme ich leider nicht umhin, mal wieder im feministischen Sumpf zu wühlen. Ihr könnt gerne mit Dreck nach mir werfen.<span id="more-8705"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Frau Mika wirft in ihrem Beitrag Frauen, die sich für Haushalt und Kinder entschieden haben, pauschal vor, sie seien feige. Sie geht sogar noch weiter und behauptet, sie würden sich freiwillig dem Manne unterwerfen, ihre Selbstbestimmung verlieren:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Währenddessen versickert ihre Selbstbestimmung zwischen Ehepflichten und Sandkasten.</p>
<p style="text-align: justify;">- Bascha Mika, Die Feigheit der Frauen, Blätter-Ausgabe März 2011, Seite 76</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Weshalb handeln Frauen nur dann selbstbestimmt, wenn sie einer Lohnarbeit nachgehen?  Nach der gleichen Argumentation werden seit Jahren ALG2-Empfänger als wertlose Sozialschmarotzer diffamiert. Selbstbestimmung, jenseits von ökonomischer Selbstverwertung zu definieren, kommt Frau Mika nicht in den Sinn? Selbstbestimmung schließt Faktoren wie Familie, Kinder, Beziehungen, Freunde, Hobbys, Leidenschaften, ehrenamtliches Engagement und Interessen mit ein, oder etwa nicht Frau Mika?</p>
<p style="text-align: justify;">Sie schreibt, viele dieser Frauen, seien gut gebildet, waren in der Jugend hochmotiviert, emanzipiert und könnten demzufolge einer Erwerbstätigkeit nachgehen, würden es aus lauter Feigheit und Bequemlichkeit aber nicht machen.  Sie suchen sich einen Gutverdiener und bleiben freiwillig zuhause, während er arbeiten gehe. Selbst wenn es so wäre, sieht Selbstbestimmung doch gerade so aus, dass Frau sich ihren Lebensweg selbst aussuchen kann, oder etwa nicht? Entscheidungsfreiheit ist der zentrale Kern der Selbstbestimmung. Mich nervt es ehrlich gesagt, dass Feministinnen, Frauen und auch Männer, ständig vorschreiben wollen, wie sie sich zu verhalten und wie sie zu leben haben. Echte Selbstbestimmung von Frauen und Männern bedeutet, dass Männer und Frauen <em>selbst</em> entscheiden, wer lohnarbeiten geht und wer zuhause bleibt. Alle Optionen müssen erlaubt sein und akzeptiert werden. Ob nun beide arbeiten, beide zuhause bleiben oder nur einer lohnarbeitet, sollte jeder/jedem selbst überlassen sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Sätze wie...</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Er zahlt bar, sie mit Lebenszeit und Eigenständigkeit.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">...zeigen auf, dass Frau Mika die Lohnarbeit als Segen Gottes preist. Mir will nicht in den Sinn, warum der Mann, wenn er lohnarbeiten geht, nicht mit Lebenszeit »zahlt«? Aber nein, für Frau Mika ist wertvolle Lebenszeit, nur Lohnarbeitszeit. Jede Nicht-Lohnarbeitszeit ist somit verlorene Zeit für die Frauen dieser Welt. Keine Lebenszeit, sondern tote, wertlose, verschwendete Zeit. Noch neoliberaler und frauenverachtender geht es kaum noch. Nur weibliche Lohnarbeiter sind wertvolle und eigenständige  Menschen — was Frau Mika wohl über erwerbslose Frauen (und über erwerbslose Männer) denkt?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nun sind Alphafrauen aber kaum dazu bereit, ihren Mann finanziell zu  unterstützen, das erscheint ihnen unattraktiv. Und das fängt nicht erst  da an, wo die Luft angeblich so dünn ist, das sieht man auch in der  Mittelschicht. Wie viele Frauen leben langfristig mit einem finanziell  schlechtergestellten Mann zusammen?</p>
<p style="text-align: justify;">- Sarah Schmidt, <a href="http://jungle-world.com/artikel/2011/09/42740.html" target="_blank">Jungle World</a> vom 3. März 2011</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wenn sich eine Frau heute bewusst und freiwillig für ein Kopftuch entscheidet, Hausfrau, Model oder Krankenschwester werden möchte, muss sie sich gegenüber den Feministinnen verteidigen und rechtfertigen, warum sie denn im  »patriarchalen Spiel« mitmache? Möchte sie sich selbstständig  machen oder ist im Management, dann ist sie emanzipiert und modern. Feministische Fremdbestimmung als Deckmantel für weibliche Selbstbestimmung. Es gibt nicht umsonst eine ganze Reihe von Frauen, die den Feminismus rundweg ablehnen, weil sie sich von ihm bevormundet und gegängelt fühlen. Sie möchten  ihren Lebensweg individuell entscheiden. Ob mit oder ohne Lohnarbeit, mit oder ohne Kinder und Familie, mit oder ohne Mann usw. Letztlich sollte es immer um ein Miteinander gehen (in  welcher Form auch immer) — genau dieses Motiv kann ich bei vielen Feministinnen aber nicht erkennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Übrigens ist ihr neues Buch im Bertelsmann-Verlag erschienen. Ideologisch scheint Frau Mika ein warmes Nest gefunden zu haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nachtrag:</strong> In der TAZ ist am 11. März <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/lieber-klassenfahrt-als-pille/" target="_blank">ein Artikel</a> erschienen, der sich dafür aussprach, erwerbslosen oder prekär Beschäftigten Frauen die Verhütungsmittel zu subventionieren. Ein Schelm, der denkt, es gehe eigentlich nur darum, dass sich diese Schicht von Menschen nicht vermehren solle. Interessant ist, wie der Artikel endet:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Seit März  hat sie für ihre dreijährige Tochter endlich einen Kitaplatz, der  sechsjährige Sohn geht in die Schule. »Jetzt such ich mir Arbeit, egal  was. Ich war lange genug nur Mama.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Selbstbestimmt ist, wer lohnarbeitet.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Zur Gleichberechtigung</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 06:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Debatte um die Benachteiligung von Männern in Deutschland, ist für viele unbequem, erregt die Gemüter und ist  ein Tabuthema, da es eben ein Allgemeinplatz ist, dass nur Frauen benachteiligt werden. Frauen und Männer werden jedoch gleichermaßen, nur in und auf verschiedenen Ebenen benachteiligt. Um also hiermit nochmal für ein bisschen Gesprächsstoff zu sorgen, komme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Debatte um die Benachteiligung von Männern in Deutschland, ist für viele unbequem, erregt die Gemüter und ist  <a title="ZG-Mythos vom Patriarchat" href="http://www.zeitgeistlos.de/moralfinger/maennerklischees02.html" target="_blank">ein Tabuthema</a>, da es eben ein Allgemeinplatz ist, dass nur Frauen benachteiligt werden. Frauen und Männer werden jedoch gleichermaßen, nur in und auf verschiedenen Ebenen benachteiligt. Um also hiermit nochmal für ein bisschen Gesprächsstoff zu sorgen, komme ich heute nicht umhin, euch ein paar Häppchen zum Thema zu liefern:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">»Merkwürdigerweise wird die Tatsache, dass Väter unehelicher Kinder im Gegensatz zu verheirateten Vätern das Sorgerecht vorenthalten werden kann, von Gerichten; Politikern und Familienrechtlern weder als verfassungswidrig noch als eine Ungleichbehandlung angesehen.«</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">- Der Spiegel Nr.42/11.10.04 Seite 52 Familienpolitik: Diskriminiert der Gesetzgeber nichteheliche Kinder?<span id="more-4382"></span></p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">»Über zahlungsunwillige Mütter, die es in nicht geringer Anzahl gibt, wird tunlichst geschwiegen. Geschweige denn ist je bekannt geworden, dass eine Mutter je wegen Verletzung der Unterhaltspflicht verurteilt wurde. Dies ist um so verwunderlicher, als die Zahlungsmoral von unterhaltspflichtigen Müttern bedeutend schlechter ist, als die von Vätern.«</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">- Meldung auf <a href="http://www.vaeternotruf.de/unterhaltspflichtverletzung.htm" target="_blank">Vaeternotruf.de </a></p>
<p style="text-align: justify;">In Berlin gibt es mittlerweile nicht wenige Clubs in denen Frauen umsonst reinkommen und die Männer Eintritt bezahlen müssen. Damit wird eine Ungleichbehandlung geradezu forciert. Dem Berliner Knaack-Club habe ich hierzu folgende Mail geschrieben:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Liebes Knaack-Team,</p>
<p>Ich verstehe eure Preispolitik nicht. Mir will sich nicht erschließen, weshalb ihr zwischen den Geschlechtern eine neue Konflikt-Ungleich-Behandlungslinie aufbaut? Weshalb kommen Frauen umsonst rein und die Männer müssen bezahlen? Pflegt ihr ein konservatives, rückwärtsgewandtes Weltbild indem die Frau nur schön sein darf und die Männer bezahlen?</p>
<p>Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.</p>
<p>Viele Grüße, Markus</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Eine Antwort habe ich bis heute nicht erhalten.</p>
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