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	<title>ZG Blog &#187; Arbeitslosigkeit</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Massenarbeitslosigkeit ist systemrelevant</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 07:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ALG 2]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Lüge]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>

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		<description><![CDATA[So langsam frage ich mich, weshalb die bürgerlichen Medien die Lüge um die Arbeitslosenzahlen immer wieder reproduzieren? »Die Arbeitslosenzahlen sind gesunken«, »Jobmarkt so stabil wie nie« bzw. »gute Jobchancen im Jahr 2012« schreibt SpiegelOnline am 31. Januar 2012. Dabei kann sich jeder, der einen Internetzugang sein Eigen nennt, bei arbeitsagentur.de ein Bild über die Zahlen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">So langsam frage ich mich, weshalb die bürgerlichen Medien die Lüge um die Arbeitslosenzahlen immer wieder reproduzieren? <em>»Die Arbeitslosenzahlen sind gesunken«</em>, <em>»Jobmarkt so stabil wie nie«</em> bzw. <em>»gute Jobchancen im Jahr 2012« </em>schreibt <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,812370,00.html">SpiegelOnline</a> am 31. Januar 2012. Dabei kann sich jeder, der einen Internetzugang sein Eigen nennt, bei <a href="http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland/Monatsberichte/Generische-Publikationen/Monatsbericht-201112.pdf">arbeitsagentur.de</a> ein Bild über die Zahlen machen. Was die Medien über die Erwerbslosigkeit in Deutschland schreiben, berichten und behaupten kann man nur noch als Propaganda bezeichnen.<span id="more-11531"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Bundesregierung, das statistische Bundesamt und die bürgerlichen Medien gehen derzeit von offiziell ca. 3 Millionen Erwerbslosen in Deutschland aus (Quelle: arbeitsagentur.de  / Stand: Januar 2012). 4,5 Millionen Deutsche beziehen ALG 2, d.h. knapp 1,5 Millionen Menschen werden in ihrer Lohnarbeit so schlecht bezahlt, dass sie zusätzlich Hilfe vom Amt benötigen, sog. »Aufstocker«.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Erwerbslose tauchen in der Arbeitslosenstatistik einfach nicht auf. Nicht mit eingerechnet werden ca. 1,5 Millionen Menschen die ständig in sog. »Maßnahmen« (Fortbildungen, Umschulungen, Bewerbungstrainingskurse, Ein-Euro-Jobs etc.) von Arbeitsagentur und Jobcenter stecken. Zudem werden Menschen, die mindestens 58 Jahre alt sind und mindestens zwölf Monate Hartz IV bezogen haben, nicht als arbeitslos gezählt. Dies betrifft ca. 100.000 <a title="stern.de" href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/aeltere-erwerbslose-nicht-eingerechnet-bundesregierung-schoent-arbeitslosenstatistik-1768019.html">Menschen in Deutschland</a>. Des weiteren werden alle Bezieher von Sozialgeld, die als nicht mehr erwerbsfähig gelten, aus der Statistik herausgerechnet, ca. 1,8 Millionen. Auch alle, die sich bei der Arbeitsagentur bzw. dem Jobcenter nicht gemeldet haben, tauchen nicht auf, ca. 600.000 Menschen sind das. Somit ergibt sich eine geschätzte Zahl von ca. 5–7 Millionen Erwerbslosen in Deutschland. Nicht zu vergessen sind natürlich auch all diejenigen, die sich mit prekären Niedriglohnjobs über Wasser halten. Dem Ganzen gegenüber steht die Zahl der offenen Stellen, die im Dezember 2011 ca. 500.000 betraf (Quelle: arbeitsagentur.de).</p>
<p style="text-align: justify;">Also nochmal für alle bürgerlichen Medien zum mitschreiben:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Mehr als 5 Millionen Erwerbslose treffen auf ca. 500.000 offene Stellen. Klingelts?</p>
</blockquote>
<div id="attachment_11558" class="wp-caption aligncenter" style="width: 363px"><a href="http://www.flickr.com/photos/elias-schwerdtfeger/3813714636/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-11558 " title="http://www.flickr.com/photos/elias-schwerdtfeger/3813714636/" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Arbeit.jpg" alt="" width="353" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Elias Schwerdtfeger von flickr</p></div>
<p style="text-align: justify;">Selbst wenn alle Erwerbslosen allen geforderten Kriterien der Unternehmen  entsprechen würden, blieben immer noch 90 Prozent außen vor, d.h.  erwerbslos. Wenn dann noch von <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/eigenverantwortung/eigenverantwortung.html">Eigenverantwortung</a>, faulen und schmarotzenden ALG 2 — Empfängern geschrieben und die Massenarbeitslosigkeit zu einem individuellen Problem verklärt wird (schlechte Qualifikation, mangelhafte Bewerbung, ungehorsames Benehmen, ungepflegtes Äußeres — <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,454389,00.html">Kurt Beck:</a> <em>»waschen und rasieren, dann finden Sie einen Job!«</em>, <a title="ZG-Neusprech" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/neusprech-ausbildungsunfahigkeit/">Ausbildungsunfähigkeit</a> usw.), brauchen manche Journalisten entweder ärztliche Behandlung oder schreiben, wider besseren Wissens, ihren Anzeigenkunden, der Politik und den Unternehmen nach dem Mund.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Massenerwerbslosigkeit in Deutschland ist strukturell fest verankert und systemrelevant. Denn ohne das Herr der Erwerbslosen, gäbe es keine Jobcenter, keine Weiter– und Fortbildungsindustrie, keine privaten Arbeitsvermittler, keine Bewerbungsratgeber sowie weniger Zeitarbeitsfirmen. Mit den Millionen Erwerbslosen in Deutschland wird viel Geld verdient. Auch dienen die Erwerbslosen den Unternehmen als ständige Reservearmee und als Druckmittel gegen ihre Beschäftigten.</p>
<p style="text-align: justify;">Das alles ist kein großes Geheimnis mehr, sondern im ganzen Land bekannt. Das die Bundesregierung die Zahlen schönt ist eine Sache, aber warum nimmt die sog. »vierte Gewalt«, die Mittlerin zwischen Politik und Bevölkerung, ihre Verantwortung nicht ernst und berichtet die Wahrheit? Weshalb lügen die Medien immer und immer wieder, obwohl eh jeder darum weiß? Wird das nicht langsam peinlich?</p>
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		<title>Verschenken Sie zu Weihnachten ein NeuHartzTier!</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/verschenken-sie-zu-weihnachten-ein-neuhartztier/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 23:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz 4]]></category>
		<category><![CDATA[Tier]]></category>

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		<description><![CDATA[Statt Schwerter zu Pflugscharen, heisst es jetzt: Arbeitslose zu Haustiere! Langzeitarbeitslose können sich fortan auf Hunde, Katzen, Hamster und Aquariumsfische umschulen lassen. Absurde Idee, meinen Sie? Mitnichten! Das Konzept hat viele Vorteile für Erwerbslose und den Staat! Hartzis bekommen Nahrung, Obdach, Liebe und Aufmerksamkeit und der Staat spart Millionen. Die Umschulung sieht vor, dass Langzeitarbeitslose, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/bild1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7569" title="NeuHartzTier" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/bild1.jpg" alt="" width="360" height="240" /></a>Statt Schwerter zu Pflugscharen, heisst es jetzt: Arbeitslose zu Haustiere! Langzeitarbeitslose können sich fortan auf Hunde, Katzen, Hamster und Aquariumsfische umschulen lassen. Absurde Idee, meinen Sie? Mitnichten! Das Konzept hat viele Vorteile für Erwerbslose und den Staat! Hartzis bekommen Nahrung, Obdach, Liebe und Aufmerksamkeit und der Staat spart Millionen. <span id="more-7533"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Umschulung sieht vor, dass Langzeitarbeitslose, die nicht mehr zu vermitteln sind, ritualisiertes Fressen lernen. Außerdem wird ihnen beigebracht, ihrem Herrchen bzw. ihrem Frauchen bedingungslos zu gehorchen. Dies dürfte das geringste Problem sein, da viele Erwerbslose dies ja schon von ihren Behörden gewohnt sind. Manchen NeuHartzTieren könnte es schwer fallen, sich in regelmäßigen Zeitabständen streicheln und kraulen zu lassen, aber auch darauf bereiten wir sie vor. Was als Erwerbsloser sozial geächtet wurde, wird als NeuHartzTier zur Tugend: rumlungern, faulenzen und gammeln.</p>
<p style="text-align: justify;">NeuHartzKatzen werden lernen, in angemessenen Situationen zu schnurren, NeuHartzHunde dürfen fortan fast überall ihr Urinat ablassen und NeuHartzHasen werden sich an den Geschmack von Gemüse gewöhnen. Sofern sie artig sind, dürfen Sie auch ohne Leine laufen. Für Erwerbslose gibt es als Haustier viele Vorteile.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf einer Internetplattform werden die NeuHartzTiere an den Höchstbietenden versteigert. Der Käufer kann mit seinem Besitz alles machen, was er möchte. Er geht lediglich die Verpflichtung ein, dem NeuHartzTier Nahrung, Liebe und Obdach zur Verfügung zu stellen. Dies ist schließlich mehr als so mancher Hartzer heute hat, oder? Tun Sie etwas gutes für die Welt und geben sie herrenlosen Hartzis ein neues Zuhause!</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Umschulung kann von »Aktion Tiermensch« gefördert werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post’s poll.</p>
<p>Frohe Weihnachten!</p>
<p>(Danke an jtheripper für die Bildbearbeitung!)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Status-Denken</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 23:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Materialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstatus]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Gott, wie mich das nervt! Die Frage nach Beruf und Abschluss sind fast immer die ersten Fragen, wenn man einen Menschen neu kennenlernt. Auf dem Arbeitsplatz, in der Kneipe, auf Partys, bei Freunden, in der Öffentlichkeit. Egal wo. Menschen werden abgecheckt, eingeordnet und dann kategorisiert. Abschließend folgt, in Kombination mit Aussehen und Kleidung, eine Erstbewertung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mein Gott, wie mich das nervt! Die Frage nach Beruf und Abschluss sind fast immer die ersten Fragen, wenn man einen Menschen neu kennenlernt. Auf dem Arbeitsplatz, in der Kneipe, auf Partys, bei Freunden, in der Öffentlichkeit. Egal wo. Menschen werden abgecheckt, eingeordnet und dann kategorisiert. Abschließend folgt, in Kombination mit Aussehen und Kleidung, eine Erstbewertung. Hat man studiert, sein Diplom gemacht und verdient ganz gut, gibt es aufschauende Blicke und <em>»Ohh-Floskeln«.</em> Ist man erwerbslos, darf  man sich schämen und gleich rechtfertigen, warum man denn keine Lohnarbeit habe. Mit viel Glück wird die Rechtfertigung angenommen werden. Meistens wird aber heimlich abschätzig über die Person gedacht werden: <em>»hmmm...ein Arbeitsloser, ein fauler Sack, jemand ohne Geld und Ansehen«. </em></p>
<p style="text-align: justify;">Wieso fällt es Menschen so schwer, den Menschen an sich zu sehen? Stattdessen wird immer und immer wieder der <a title="ZG - Neusprech" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/neusprech-sozialstatus/" target="_blank">Sozialstatus</a> abgefragt. Wenn Lohnarbeit den Menschen von sich selbst entfremdet, ist es absurd, nach genau der Lohnarbeit zu fragen, um einen Menschen einschätzen zu können. Menschen sind <strong>nicht</strong> ihre zum Zwang erhobene Lohnarbeit, sondern ihre Bedürfnisse, ihre Leidenschaften, ihre Neigungen,  ihre Stärken und Schwächen, ihre Ängste und ihre Wünsche. Das machen Charakter und Persönlichkeit aus.</p>
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		<title>Traurige Realität</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 23:04:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz 4]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ausgrenzung von Erwerbslosen ist in vollem Gange. Erwerbslose werden als Menschen zweiter Klasse behandelt. Sozialtranfers werden gekürzt, eine ständige Medienhetze gegen Arbeitslose findet statt, Kinder von Hartz4-Empfängern können sich keine Klassenfahrten und warme Mahlzeiten leisten, Arbeitslose werden gezwungen in günstigere Wohnungen umzuziehen und prekäre Arbeit anzunehmen, Langzeitarbeitslose haben kaum eine Chance auf eine sozialversicherungspflichtige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/draußen1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7436" title="Ausgrenzung von Arbeitslosen" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/draußen1.jpg" alt="" width="360" height="251" /></a>Die Ausgrenzung von Erwerbslosen ist in vollem Gange. Erwerbslose werden als Menschen zweiter Klasse behandelt. Sozialtranfers werden gekürzt, eine ständige Medienhetze gegen Arbeitslose findet statt, Kinder von Hartz4-Empfängern können sich keine Klassenfahrten und warme Mahlzeiten leisten, Arbeitslose werden gezwungen in günstigere Wohnungen umzuziehen und prekäre Arbeit anzunehmen, Langzeitarbeitslose haben kaum eine Chance auf eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitarbeit, Sozialgerichtsgebühren hindern Arbeitslose daran ihr Recht wahrzunehmen, BA-Mitarbeiter schikanieren und drangsalieren Erwerbslose mit offener Willkür usw. Vor ca.70 Jahren hat es schon mal so angefangen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>»Bürger, bettelt um Lohnarbeit!«</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/burger-bettelt-um-lohnarbeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 23:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Im April 2010 schrieb ich einen Artikel mit dem Titel »Arbeitslose dürfen nicht glücklich sein!«. Darin schrieb ich, dass es für viele Menschen eine Kausalität zwischen Lohnarbeit und Glück gebe. Ferner, dass wer erwerbslos ist, auch gar nicht glücklich sein könne bzw. nicht glücklich sein dürfe! Wer erwerbslos ist und auch noch behaupte, er sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: center;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/KZ.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7414" title="Bildquelle: morak faxe von flickr" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/KZ.jpg" alt="" width="394" height="295" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Im April 2010 schrieb ich einen Artikel mit dem Titel <a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/arbeitslose-durfen-nicht-glucklich-sein/" target="_blank">»Arbeitslose dürfen nicht glücklich sein!«</a>. Darin schrieb ich, dass es für viele Menschen eine Kausalität zwischen Lohnarbeit und Glück gebe. Ferner, dass wer erwerbslos ist, auch gar nicht glücklich sein könne bzw. nicht glücklich sein dürfe! Wer erwerbslos ist und auch noch behaupte, er sei gar nicht so unglücklich darüber, wird als Parasit, Schmarotzer, ja als Unmensch gesehen. Wer erwerbslos ist, hat sich zu schämen, zu ducken und sich ständig bei der Familie und bei Freunden zu rechtfertigen, warum er denn keine Lohnarbeit habe?<span id="more-7395"></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Nach der Frage, was Glück sei, werden wenige antworten: eine Lohnarbeit haben. Stattdessen werden die Familie, Beziehungen, Freunde, Hobbys, Leidenschaften usw. genannt. Immaterielle Dinge. Wenn nun jemand erwerbslos ist und für sich in Anspruch nimmt, dass ihn diese immateriellen Dinge glücklich machen, wird mit den Augen gerollt: <em>»Aber wie kannst Du ohne Arbeit glücklich sein? Das geht doch nicht!«</em>. Der individuelle Verwertungshabitus ist derart tief in den Köpfen der Menschen verankert, dass für viele Selbstverwirklichung ohne Lohnarbeit ein Ding der Unmöglichkeit ist. Ohne den Sachzwang Lohnarbeit würden viele wohl das Leben fürchten: die Furcht vor der Freiheit. Insofern betteln wir darum, <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/nennen-wir-es-sklave/" target="_blank">Sklaven sein zu dürfen</a>. Schaut man sich Menschen an, wie sie täglich zu ihrer Lohnarbeit schleifen, wie sie ächzen, stöhnen, klagen, jammern – sehen so glückliche Menschen aus?</p>
<p style="text-align: justify;">Jeder Erwerbslose steht unter Generalverdacht ein fauler Sack zu sein. Bei der Familie, bei Freunden, Bekannten und natürlich der Arbeitsagentur. Jeder Nicht-Lohnarbeiter muss sich erstmal ausführlich rechtfertigen, warum er denn erwerbslos sei. Das Argument, dass es mehr Arbeitslose als Stellen gibt — offiziell 3 Millionen Erwerbslose (In Wahrheit um die 6 Millionen) treffen auf ca. 500.000 freie Stellen — wird einfach ignoriert oder übergangen. Da können der Lebenslauf, die Qualifikationen und die Bewerbung noch so gut sein — es gibt nicht genug Lohnarbeit für jeden! Und das ist sogar gewollt! <em>»Ja, ich weiß, es ist schwer heutzutage!«</em>, heißt es dann beschwichtigend. Verständnis wird vorgeheuchelt, ohne die eigene Perspektive in Frage zu stellen. Eine Woche später heißt es dann wieder: <em>»Und haste endlich Arbeit?«</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich denke manchmal, viele Lohnarbeiter sind unglücklich mit sich und ihrem Leben. Eingebunden in Zwänge, Handlungen und einer Selbstentfremdung durch Lohnarbeit, dass keine Sinnstiftung gibt. Der einzige Trost ist dann das Geld und die Möglichkeit zum Konsum sowie die Gewissheit, dass es anderen genauso ergeht wie einem selbst.  Frei nach dem Motto: wenns mir dreckig geht, soll es den anderen nicht besser gehen! Deswegen unter anderem auch die große Verachtung gegenüber Erwerbslosen und der große soziale und gesellschaftliche Druck alle in –die nicht vorhandene– Lohnarbeit zu pressen.</p>
<blockquote><p>Der  Hang zur Freude nennt sich bereits Bedürfnis der Erholung und fängt an,  sich vor sich selber zu schämen. »Man ist es seiner Gesundheit schuldig«  — so redet man, wenn man auf einer Landpartie ertappt wird. Ja, es  könnte bald so weit kommen, dass man einem Hange zur vita contemplativa  (das heisst zum Spazierengehen mit Gedanken und Freunden) nicht ohne  Selbstverachtung und schlechtes Gewissen nachgäbe.</p>
<p>-  Friedrich Nietzsche</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Faulheit hieß früher mal Müßiggang und war ein wichtiger Bestandteil des Lebens, um das innere Gleichgewicht zu halten. Heute ist Jeder, der nicht beschäftigt ist, konsumiert oder lohnarbeitet, überflüssiger gesellschaftlicher Ballast. Schmarotzer, die alle anderen durchfüttern müssen. Der <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/moralfinger/fetischarbeit.html" target="_blank">Arbeitsfetischismus</a> ist in Deutschland derart weit verbreitet, dass die Wiedereinführung der Zwangsarbeit ohne große Probleme möglich wäre. Sie würde dann natürlich anders heißen. Zum Beispiel Ein-Euro-Job. Wäre der Slogan »Arbeit macht frei« nicht von den Nationalsozialisten besetzt, würde er heute eine neue Inflation erfahren.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gepflegte Dauerpropaganda</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/gepflegte-dauerpropaganda/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 23:33:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Demographischer Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Leistung]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, werden uns bestimmte Lügenmärchen und Mythen immer und immer wieder erzählt. Die herrschende Kaste will damit vor allem den Status Quo der Profitsicherung und den gesellschaftlichen Frieden aufrecht erhalten. Drei besonders penetrante Lügenmärchen, die uns durch jeglichen Kommunikationskanal fast täglich erreichen sind: Arbeitslose sind selbst schuld an ihrer Situation. Leistung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, werden uns bestimmte Lügenmärchen und Mythen immer und immer wieder erzählt. Die herrschende Kaste will damit vor allem den Status Quo der Profitsicherung und den gesellschaftlichen Frieden aufrecht erhalten. Drei besonders penetrante Lügenmärchen, die uns durch jeglichen Kommunikationskanal fast täglich erreichen sind:</p>
<ol>
<li>
<div style="text-align: justify;">Arbeitslose sind selbst schuld an ihrer Situation.</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;">Leistung lohnt sich.</div>
</li>
<li>Wir werden immer älter und Deutschland stirbt aus.</li>
</ol>
<p><span id="more-7261"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Lüge über die <strong>Arbeitslosenzahlen</strong> hat mittlerweile auch den letzten BILD-Leser erreicht. Trotzdem geben die bürgerlichen Medien immer noch die offizielle Arbeitslosenstatistik in ihrer Berichterstattung an. Die geht von ca. 3 Millionen Arbeitslosen aus. In Wahrheit haben wir –ohne Schönfärberei der Statistik– ca. 6,5 Millionen Arbeitslose, wie <a href="http://feynsinn.org/?p=5415" target="_blank">Feynsinn</a> errechnet hat. Minijobber und andere prekär Beschäftigte nicht eingerechnet. <a href="http://www.theonussbaum.de/seiten/arbeitslos/arbeitslosenzahlen.htm" target="_blank">Theonussbaum</a> hat eine gute Übersicht der wirklichen Zahlen. Offiziell treffen diese Millionen Jobsuchenden auf ca. 500.000–1 Million offene Stellen (je nachdem welcher Statistik man glauben mag). Selbst bei 1 Million offener Stellen würden 5,5 Millionen Menschen leer ausgehen und de faktisch erwerbslos oder vom Amt abhängig bleiben. Nun zu behaupten, Arbeitslose seien selbst schuld an ihrer Situation ist zynisch und realitätsfremd. Massenarbeitslosigkeit ist gewollt, um einen ständigen Druck auf die Beschäftigten ausüben zu können und um eine riesige Reservearmee aufrecht zu erhalten.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/FDP_Plakat.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-7279" title="FDP_Plakat" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/FDP_Plakat.jpeg" alt="" width="199" height="282" /></a>Die zweite Dauerlüge, dass <strong>Leistung sich lohnen</strong> würde, wenn man nur anständig schuftet, wird, seit es Parteien, Unternehmer und Medien gibt verbreitet. Vom Tellerwäscher zum Millionär und wer hart und viel arbeitet, wird reich, so wird häufig gesagt. Dieser Gesellschaftsmythos ist gerade in Deutschland schon durch etliche Untersuchungen und Studien widerlegt worden. Wer reich werden will, muss nicht fleißig sein, sondern skrupellos, egoistisch, korrupt und asozial. Wer reich werden will, lässt andere für sich arbeiten und leistet dabei vermeintlich wenig (Aktionäre, Spekulanten usw.).Wer reich werden will in Deutschland, muss die richtigen Leute kennen. Denn <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/reichtum-ist-keine-frage-der-leistung/" target="_blank">Reichtum ist keine Frage der Leistung</a>, sondern der Beziehungen.</p>
<p style="text-align: justify;">In Deutschland hängt der eigene Bildungsgrad und die Höhe des eigenen Vermögens vom Stand der Eltern ab.  Minijobber, Frisöre, Putzfrauen und viele andere »leisten« ihr Leben lang harte Arbeit. Finanziell gelohnt hat es sich für sie nicht. Promis, die für eine 30 Sekunden Werbung im Fernsehen mehrere Millionen Euro bekommen, haben wenig geleistet. Gelohnt hat es sich für sie aber richtig. Dieser Mythos soll die arbeitende Bevölkerung zum schuften motivieren und verspricht ein besseres Leben. Ist aber eine dreiste Lüge. Denn was häufig übrig bleibt ist schuften, Mobbing, Depressionen und eine angeschlagene Gesundheit.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Globalisierung und der <strong>demografische Wandel</strong> sind die zwei großen Legitimationsmuster für Sozialabbau, neoliberale Politik und die Privatisierung der Lebensrisiken. Unter der Prämisse, dass wir im Jahre 2050 in Deutschland nur noch knapp 70 Millionen Einwohner und doppelt soviele Ältere wie heute haben, werden wirtschaftspolitische Maßnahmen, wie die Privatisierung der Rente, die Rente mit 67 (Rentenkürzung) und Sozialabbau gerechtfertigt. Dabei betont jede Bevölkerungsvorausberechnung, dass ein vermeintlicher Bevölkerungsrückgang in Deutschland keine Prognose, sondern eine These ist, die aufgrund von Annahmen getroffen wird. Diese können sich jederzeit ändern. Letztlich ist eine Bevölkerungsvorausberechnung eine moderne Form von Kaffeesatzleserei, denn niemand weiß was in den nächsten 50 Jahren noch alles passieren wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Der vermeintliche <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/demografie/demografie.html" target="_blank">demografische Wandel</a> in Deutschland, wird in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft instrumentalisiert, um eigene Interessen und Forderungen durchzusetzen. Immer mehr Menschen halten sich für aufgeklärt, wenn sie das Dogma des demografischen Wandels in Deutschland übernehmen. Ob Dozenten, Lehrer, Studenten oder Wissenschaftler — viele halten den demografischen Wandel für ein unabänderliches Schicksal. Ein Krieg, eine technologische Erfindung (wie vor ca. 50 Jahren die Antibabypille), eine familienpolitische oder einwanderungspolitische Weichenstellung usw. könnte die Bevölkerungsvorausberechnung schnell als  Humbug entlarven. Dennoch wird diese Lüge immer und immer wieder rezipiert.</p>
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		<title>Die Jugend von heute</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 23:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Jugend von heute sei größtenteils nicht ausbildungsfähig und nicht ausbildungswillig, wird oft behauptet. Sie seien undiszipliniert, vorlaut, wollen nur rumhängen, vor dem PC oder dem Fernseher sitzen, saufen, sms schreiben, mp3´s hören und chatten. Viele Ausbildungsbetriebe beklagen sich, dass Jugendliche große Bildungslücken aufweisen würden. Kurz: die Jugend ist dumm und schuld! Für viele Jugendliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/DGB_Statistik.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7166" title="Statistik der DGB_Jugend" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/DGB_Statistik.jpg" alt="" width="434" height="246" /></a>Die Jugend von heute sei größtenteils nicht ausbildungsfähig und nicht ausbildungswillig, wird oft behauptet. Sie seien undiszipliniert, vorlaut, wollen nur rumhängen, vor dem PC oder dem Fernseher sitzen, saufen, sms schreiben, mp3´s hören und chatten. Viele Ausbildungsbetriebe beklagen sich, dass Jugendliche große Bildungslücken aufweisen würden. Kurz: die Jugend ist dumm und schuld! Für viele Jugendliche gibt es heute nur zwei Perspektiven: Superstar werden oder Hartz 4 beziehen. Nach den Ursachen fragt wie immer keiner.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-7159"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Der 16 jährige Uwe wollte sein Leben lang Feuerwehrmann werden. Schon als kleines Kind wollte er immer mit dem Gartenschlauch spielen und wurde auch mal beim kokeln mit anschließendem löschen erwischt. Die rote Feuerwehrkleidung fand er immer toll. Feuerwehrleute waren für ihn immer die Guten, die Helden. Mit 16 machte er seinen Realschulabschluss und fing an sich bei der Feuerwehr zu bewerben. Nachdem er in seiner Heimatstadt Düsseldorf nur Absagen erhielt, bewarb er sich bundesweit. Leider erhielt er auch hier keine positive Antwort. Seine Familie riet ihm zu einer Alternative. Er wollte nicht, denn er wollte Feuerwehrmann werden. <em>»Aber Du brauchst doch eine Ausbildung!«</em>, warf ihm seine Mutter vor. Nach einigen Monaten fing Uwe schweren Herzens an, nach freien Ausbildungsplätzen zu schauen und bewarb sich als Bürokaufmann. Nach einigen Bewerbungen wurde er endlich genommen. Seine Mutter und seine Familie freuten sich für ihn: <em>»Endlich eine Ausbildung. Ich bin stolz auf Dich, mein Sohn!«</em>. Uwe aber war nicht wirklich glücklich. <em>»Besser als gar nichts«,</em> sagte er sich aufmunternd und versuchte sich die Sache schön zu reden.</p>
<p style="text-align: justify;">So oder so ähnlich geschieht es in Deutschland tausendfach. Wer genau hinschaut, Pädagogen, Therapeuten oder Jugendhelfer befragt, wird häufig die Antwort bekommen, dass die Jugend von heute resigniert hat. Ihre Kindheitsträume wurden ihnen regelrecht abtrainiert. Sie sollen sich mit einer Ausbildung, die ihnen keinen Spass macht, wo sie wenig Leistung, kaum Motivation und Interesse zeigen, zufrieden geben.  Sofern sie  überhaupt einen Ausbildungsplatz bekommen und nicht in eine Warteschleife  oder ein sinnloses Praktikum gesteckt werden. Denn bei Jugendlichen wird das gleiche Motiv der <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/eigenverantwortung/eigenverantwortung.html" target="_blank">Eigenverantwortung</a> wie bei den Erwachsenen beschworen. Der Einzelne ist schuld, hat zu geringe Qualifikationen, die Bewerbung war zu schlecht, das Aufteten zu frech usw.  Die Strukturen der Ausbildungs– und Arbeitswelt werden selten thematisiert: es gibt einfach nicht genug Ausbildungs– und Arbeitsplätze, da können Bewerbungen und Qualifikationen noch so gut sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer sagt, dass er eigentlich etwas anderes machen möchte, bekommt von der Familie und der Verwandtschaft zu hören: <em>»Sei froh, dass Du überhaupt eine Ausbildung hast! Das Leben ist eben kein Ponyhof!« </em>Viele erwerbslose Jugendliche fühlen sich nicht gebraucht und in einer Gesellschaft des gelebten Arbeitsfetischismus als minderwertig. Kiffen, Koma-Saufen und rumhängen sind die Folge. Individuelle Träume, Wünsche und Ziele sei was für Kinder, Erwachsen-sein heisst eben Sachzwänge zu akzeptieren und sich den Bedürfnissen des Marktes anzupassen. Letztlich soll sich alles dem Geld-anschaffen unterordnen. Wer andere Ziele, Wünsche oder Träume hat, wird als Spinner oder Träumer diffamiert. Letzteres gilt fortan ein Leben lang.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.dgb-jugend.de/themen/lehrstellensituation/aktuelle_statistik" target="_blank">Bildquelle</a></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
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		<title>Alles wird gut</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 03:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>

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		<description><![CDATA[Forscher bestätigen es: in ca. 50 Jahren wird die Armut abgeschafft sein, Arbeitslose wird es keine mehr geben, auf Gewalt und Kriminalität wird freiwillig verzichtet werden, Politiker sagen nur noch die Wahrheit und niemand geht mehr fremd! In akribischer jahrelanger Forschungsarbeit haben dies nun Forscher herausgefunden. Ihre repräsentative Studie lässt keine Fehlkalkulationen zu. Wir können [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Forscher bestätigen es: in ca. 50 Jahren wird die Armut abgeschafft sein, Arbeitslose wird es keine mehr geben, auf Gewalt und Kriminalität wird freiwillig verzichtet werden, Politiker sagen nur noch die Wahrheit und niemand geht mehr fremd! In akribischer jahrelanger Forschungsarbeit haben dies nun Forscher herausgefunden. Ihre repräsentative Studie lässt keine Fehlkalkulationen zu. Wir können uns nun alle zurücklehnen und die Zukunft genüßlich erwarten. Alles wird gut!</p>
<p style="text-align: justify;">- inspiriert von der <a title="Frankfurter Rundschau" href="http://www.fr-online.de/top_news/2783575_Arbeitsmarkt-Forscher-Im-Jahr-2025-kaum-noch-Joblose.html" target="_blank">Hellseherei-Studie des IAB</a>, nach der es im Jahre 2025 nur noch knapp 1,5 Millionen Erwerbslose in Deutschland geben wird</p>
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		<title>Arbeitslose dürfen nicht glücklich sein!</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 07:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz4]]></category>

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		<description><![CDATA[Arbeitslosigkeit und Glück dürfen nicht zusammengehören. Wer arbeitslos ist, hat sich zu schämen, zu ducken, muss unglücklich und unzufrieden mit sich und seinem Leben sein. Da sich jedes Individuum in Deutschland über Lohnarbeit zu definieren hat, müssen folglich alle Erwerbslosen unglücklich und unzufrieden sein. Freunde, Liebesbeziehung, Familie,  ehrenamtliche Arbeit, Sport, Reisen, Bücher, Musik sowie sonstige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Arbeitslosigkeit und Glück dürfen nicht zusammengehören. Wer arbeitslos ist, hat sich zu schämen, zu ducken, muss unglücklich und unzufrieden mit sich und seinem Leben sein. Da sich jedes Individuum in Deutschland über Lohnarbeit zu definieren hat, müssen folglich alle Erwerbslosen unglücklich und unzufrieden sein. Freunde, Liebesbeziehung, Familie,  ehrenamtliche Arbeit, Sport, Reisen, Bücher, Musik sowie sonstige Hobbys und Leidenschaften dürfen nicht zufrieden und glücklich machen. Das darf nur die Lohnarbeit. Schließlich stellt sie einen Wert an sich dar, völlig unabhängig von Art und Inhalt der Tätigkeit.<span id="more-4608"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Folglich sind arbeitslose Menschen, die für sich reklamieren zufrieden und glücklich zu sein, Schmarotzer und Parasiten. Ballastexistenzen, die allen Menschen die Lohnarbeit haben, metaphorisch ins Gesicht spucken. Schließlich zeigen <a href="http://www.diegluecklichenarbeitslosen.de/dieseite/seite/rahmen.htm" target="_blank">Erwerbslose, die für sich reklamieren glücklich zu sein</a>, den Lohnarbeitern in aller Dreistigkeit auf, dass sie sich nicht der Sklavenmoral unterwerfen. Und genau das muss doch jeder aufrechte Deutsche tun: sich dem Zwang der Lohnarbeit unterwerfen, Mobbing und Ausbeutung ertragen sowie sich eine Sklavenmoral des »Hauptsache Arbeit — welche ist egal!« zu eigen machen, oder nicht?</p>
<p style="text-align: justify;">P:S: Nach meinem Studium war ich einige Monate arbeitslos und trotzdem nicht groß unzufrieden. Ab Mitte April absolviere ich eine sechsmonatige Fundraising-Fortbildung. Nach herrschender Ideologie darf ich dann wieder allen zeigen, dass ich glücklich bin.</p>
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		<title>ZG-Rückblick: Massenarbeitslosigkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 21:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Zurzeit erleben wir ein großes Getöse unseres Außenministers Guido Westerwelle, wie er auf die Schwächsten der Gesellschaft spuckt: Arbeitslose. Dabei wird davon abgelenkt, dass es in Deutschland nicht genug freie Stellen gibt. Selbst wenn im Idealfall alle Arbeitslosen einen Arbeitsplatz vermittelt bekommen, wären immer noch mehrere Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos. Knapp 500.000 offene Stellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zurzeit erleben wir ein großes Getöse unseres Außenministers Guido Westerwelle, wie er auf die Schwächsten der Gesellschaft spuckt: Arbeitslose. Dabei wird davon abgelenkt, dass es in Deutschland nicht genug freie Stellen gibt. Selbst wenn im Idealfall alle Arbeitslosen einen Arbeitsplatz vermittelt bekommen, wären immer noch mehrere Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos. Knapp 500.000 offene Stellen treffen auf offiziell registrierte 3,5 Millionen Arbeitslose. <a title="Wirtschaftsdaten" href="http://www.dumkesoft.de/wirtschaftsdaten.html" target="_blank">In Wahrheit</a> haben wir ca. 10 Millionen Arbeitslose. Was tun gegen Arbeitslosigkeit? Wird sie jemals wieder abgebaut werden können? Besteht überhaupt ein ernstes Interesse daran?<span id="more-4372"></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>todesglupsch sagt:</strong><br />
Ich denke die Beantwortung der Frage ob die Arbeitslosigkeit tatsächlich nachhaltig und auf sinnvolle Weise abzubauen ist übersteigt meine Kompetenz. Und da ich kein Politiker bin kann ich es mir auch leisten, dass so zu sagen. Ich kann bestenfalls vermuten das in einer auf Wachstum getrimmten Gesellschaft in der die Produktivität, auch und vor allem der Arbeitnehmer, immer weiter maximiert wird (wahrscheinlich aus der Sicht der Wirtschaftsverbände ist das gleichzusetzen mit »optimiert«) der Bedarf an Arbeitskräften sinkt. Entsprechende Spezialisierung und Qualifikation können durchaus helfen, aber nicht in dem Maße indem es propagiert wird befürchte ich, da der Druck auch auch bei höher qualifizierter Arbeit mit steigender Produktivität wächst. Einzig und allein die Arbeit der Entscheidungsträger »leidet« vermutlich nicht an steigender Produktivität, da aber diese Arbeitspläze quantitativ aus volkswirtschaftlicher Betrachtung irrelevant sind und vermutlich auch bei noch so hoher Qualifikation nicht ohne weiteres zugänglich sind werden sie nicht die Lösung für arbeitsmarktpolitische Probleme bieten.</p>
<p style="text-align: justify;">Inwieweit ein Interesse besteht Arbeitlosigkeit abzubauen ist eine interessante Frage, da im Mediendiskurs quasi eine nicht geführte.  Ich bin nicht überzeugt, dass Arbeitgeber ein gewisses Maß an Arbeitslosen nicht bevorzugen. Einerseits sorgt sie einfach für eine Reserve an Arbeitskräften die oft recht flexibel und kurzfristig eingesetzt werden können. Da diese aber logischerweise in der Regel nicht die Qualifikationen abdecken an denen es mangelt, ist vermutlich der wichtigere Faktor der Druck den entsprechende Mengen Arbeitslose auf die auswirken die noch in Lohn und Brot stehen. Hier geht es um eine Produktivitätssteigerung durch Angst, was gleichzeitig dazu führt die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung drücken zu können. Selbst aus rein (betriebs-)wirtschaflticher Sicht stellt sich aber immernoch die Frage, ob ein weniger unter Existenzängsten leidender Arbeitnehmer nicht produktiver ist und aus (volks-)wirtschaftlicher ist ein besser verdienender und weniger belasteter es sicher sowieso. Deshalb hoffe ich das eine solch menschenverachtende Ideologie eher die Ausnahme denn die Regel ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>epikur sagt:</strong><br />
Als erstes fällt mir da immer wieder die Arbeitszeitverkürzung ein. Kein wirklich ernstzunehmender Ökonom behauptet heute noch, dass wir jemals wieder ein so großes Wirtschaftswachstum in Deutschland haben werden, dass die Arbeitslosigkeit drastisch senken kann. Auch die Produktivitätssteigerungen durch immer neue Maschinen legen die Theorie nahe, dass eigentlich nur die Struktur der Arbeitswelt verändert werden kann, um Arbeitslosigkeit erfolgreich abbauen zu können. Die vorhandene Arbeit auf mehr Schultern verteilen, die allesamt weniger arbeiten gehen, könnte eine Lösung sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir können natürlich auch weiterhin Statistikschönungen betreiben und Millionen Menschen von der gesellschaftlichen Teilhabe ausschließen. Wobei gerade letzteres immer mehr ins Wanken gerät: bei der Art und Weise wie Lohnarbeiter behandelt (Niedrig-Lohnsektor, Leiharbeit, Kündigung wegen 1,30€ Pfandbon usw.) und Arbeitslose diskriminiert werden, wird vielen so langsam klar, dass man sich nicht länger über Lohnarbeit definieren kann und sollte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>jtheripper sagt:</strong><br />
Ich hoffe auch, dass es mehr Leuten klar wird, aber ich sehe das noch pessimistischer. Für viele Leute ist die Lohnarbeit immer noch das wichtigste im Leben und schämen sich, wenn sie in die Arbeitslosigkeit gelangen. Ein einfacher Weg, die Arbeitslosenzahl zu verringern, wäre Arbeit neu zu definieren. Nagut, es ist so ziemlich der schwierigste Weg, aber es wäre der logischste.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
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