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	<title>ZG Blog &#187; Arbeitsfetischismus</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Die perfekte Absage</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 05:18:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Markt ist voll mit Bewerbungstrainern, Job-Coachern und Vorstellungsgespräch-Konditionierern, die dem Jobhungrigen erklären wollen, wie man sich am besten verkauft und präsentiert. Weshalb mit den Losern Geld verdienen? Wir, von der HastaLaVista GmbH widmen uns den Gewinnern: den Arbeitgebern, den Unternehmern, den Personalern. Wollten Sie schon immer wissen, wie man am besten eine Absage schreibt? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Logo.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10236" title="Logo" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Logo-418x400.jpg" alt="" width="201" height="192" /></a>Der Markt ist voll mit Bewerbungstrainern, Job-Coachern und Vorstellungsgespräch-Konditionierern, die dem Jobhungrigen erklären wollen, wie man sich am besten verkauft und präsentiert. Weshalb mit den Losern Geld verdienen? Wir, von der <em>HastaLaVista GmbH</em> widmen uns den Gewinnern: den Arbeitgebern, den Unternehmern, den Personalern. Wollten Sie schon immer wissen, wie man am besten eine Absage schreibt? Wie man sie vermeintlich individuell, direkt und doch massenkompatibel formuliert? Wir geben Ihnen Satzbausteine und Phrasen zur Hand. Außerdem geben wir Ihnen Tips und Tricks, wie man aus den überflüssigen Bewerbern Profit schlagen kann. <span id="more-9401"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Jede gute Absage ist in drei große Abschnitte gegliedert: Begrüßung, Begründung und Mitleid heucheln. Am Anfang ist es wichtig, den Schein der Freundlichkeit und der Aufrichtigkeit zu bewahren, daher sollten Sie folgendermaßen beginnen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Sehr geehrte/r XX,</p>
<p style="text-align: justify;">vielen Dank für Ihre Bewerbung und Ihr Interesse an XY.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wenn Sie den Anschein von flachen Hierarchien erwecken wollen, können Sie alternativ auch »Hallo XX« schreiben. Als nächstes ist es wichtig, dem Überflüssigen zu erklären, warum sie ihn nicht wollen. Seien Sie hierbei auf keinen Fall ehrlich und erzählen der Ware, dass Sie lieber billige Arbeitskräfte, fügsame Praktikanten und junge, leicht zu manipulierende Dienerchens wollen, die sich allesamt durch vorauseilenden Gehorsam auszeichnen. Sie können die Absage z.B. so begründen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">1.) Obwohl Ihre Qualifikationen in vielen Aspekten unseren Anforderungen entsprechen, können wir Ihre Bewerbung im weiteren Verfahren leider nicht berücksichtigen.</p>
<p style="text-align: justify;">2.) Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass wir Sie aufgrund der zahlreichen Bewerbungen nicht in die engere Wahl nehmen konnten.</p>
<p style="text-align: justify;">3.) Wir haben Ihre Bewerbung in unserem Hause eingehend geprüft und müssen Ihnen nun leider mitteilen, dass wir Ihnen zurzeit keine entsprechende Tätigkeit anbieten können.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das Wörtchen »leider« ist hierbei sehr wichtig. Denn es zeigt an, dass Sie mit den Lohnsklaven mitfühlen, dass Sie ein empathischer, sensibler Kapitalist sind.  Zum Ende hin sollten Sie dem Menschenmaterial klar machen, dass er sich bei Ihnen nicht mehr bewerben sollte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">1.) Wir sind sicher, dass auch Sie bald eine geeignete Anstellung finden werden und wünschen Ihnen für Ihren beruflichen Werdegang alles Gute.</p>
<p style="text-align: justify;">2.) Verbunden mit den besten Wünschen für Ihre berufliche Zukunft verbleibe ich.</p>
<p style="text-align: justify;">3.) Wir wünschen Ihnen dennoch viel Erfolg bei der Suche nach einer neuen Herausforderung.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Desweiteren können Sie die Daten der Überflüssigen bequem an Adressbroker oder andere große Firmen verscherbeln. Alternativ können Sie auch die Daten speichern und bei Bedarf für andere Zwecke benutzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Vorbei sind die Zeiten, an denen sich Personaler intensiv mit den Biographien zukünftiger Lohnarbeiter rumschlagen mussten. Wir haben Tools und Systeme, die ihnen in Sekunden das passende Humankapital heraussuchen und Ihnen eine schnelle Massenabfertigung ermöglichen. Noch heute bei der <em>HastaLaVista GmbH </em>anrufen und einen Termin vereinbaren! Es lohnt sich!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>P:S:</strong> Wer sich alternativ an einer perfekten Bewerbung versuchen möchte, der sollte mal <a href="http://www.zeitgeistlos.de/moralfinger/bewerbung.html">hier</a> vorbei schauen. Und vielen Dank an jtheripper für die Bildbearbeitung!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein ganz normaler Amtsalltag</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 05:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[- Ein Gespräch zwischen Kunde (K) und Arbeitsvermittlerin (A) -   K: Guten Tag, Frau X! A: Herr Z, bitte warten Sie noch einen Moment draußen. K: Ok. A: (ca. 20 Minuten später)  Herr Z, Sie können jetzt reinkommen! Schön, dass Sie der Einladung gefolgt sind! K: Einer Einladung, die ich nicht ablehnen darf. A: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-9803" title="Logo" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Logo.png" alt="" width="479" height="99" /></p>
<p style="text-align: center;">- Ein Gespräch zwischen Kunde (K) und Arbeitsvermittlerin (A) -</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Guten Tag, Frau X!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A: </strong>Herr Z, bitte warten Sie noch einen Moment draußen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K: </strong>Ok.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> (ca. 20 Minuten später)  Herr Z, Sie können jetzt reinkommen! Schön, dass Sie der Einladung gefolgt sind!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Einer Einladung, die ich nicht ablehnen darf.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A: </strong>(lacht) Sie sind mir ja einer. Na, was haben Sie mir heute schönes mitgebracht, hm?<span id="more-9801"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ich dachte immer, Sie hätten etwas für mich? Schließlich sind Sie doch meine Arbeitsvermittlerin, die mir Arbeit vermitteln soll, oder?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Nun werden Sie mal nicht frech, Herr Z! Haben Sie die Bewerbungen und die Absagen dabei, um die ich Sie gebeten habe?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ja. Hier. Über 50 Absagen und noch viel mehr Bewerbungen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A: </strong>(belehrend) Zeigen Sie mal her! Hmm...ich glaube, Sie könnten ein wenig an Ihrer Formulierung arbeiten, Ihren Lebenslauf und Ihr Motivationsschreiben überarbeiten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ich habe mich beim Hochschulteam der Bundesagentur, beim Job-Coaching eines freien Trägers und bei meiner alten Arbeitsvermittlerin wegen meiner Bewerbung beraten lassen. Das was Sie hier sehen, ist das Produkt aller Ratschläge. Davon abgesehen gibt es keine perfekte Bewerbung und das ist auch gar nicht das Problem, weshalb ich keine Lohnarbeit finde. Es gibt einfach zuwenig Stellen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Trotzdem könnten Sie Ihre Bewerbung überarbeiten. Ich hätte da eine ganz tolle Bewerbungstrainingsmaßnahme für Sie.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> (selbstbewusst) Die brauche ich aber nicht. Ich weiß, wie man Bewerbungen schreibt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Muss ich Sie an Ihre Mitwirkungspflicht erinnern?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Nein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Laut SGB 2  sind Sie verpflichtet, alle Maßnahmen zu unterstützen, die Ihre Erwerbsfähigkeit fördern könnten. Haben Sie das verstanden?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ja.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Haben Sie sich bei den Vermittlungsvorschlägen beworben, die ich Ihnen gegeben habe?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ja. Keine Antwort. Bis heute.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A: </strong>Die melden sich bestimmt noch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K: </strong>Bestimmt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Die Bewerbungstrainingsmaßnahme beginnt am 15. Juli um 8 Uhr und dauert 2 Monate. Ich möchte, dass Sie daran teilnehmen, um Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Wenn Sie sich weigern, wird Ihnen der Regelsatz gekürzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K: </strong>Okay.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Kann ich noch etwas für Sie tun, Herr X?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Sie können mir einen sozialversicherungspflichtigen Job vermitteln, von dem man leben und seine Familie ernähren kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A: </strong>Oh, Sie haben aber Ansprüche! So wird das nix mit Ihnen! Absolvieren Sie erst mal die Maßnahme und dann schauen wir weiter. Wir werden schon was für Sie finden. Vielleicht einen Mini-Job oder was bei einer Zeitarbeitsfirma. Hauptsache Arbeit.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ja. Hauptsache Arbeit. Wobei Sie ja von der Arbeitslosigkeit leben. Ohne Arbeitslosigkeit würden Arbeitsvermittler schwerlich Arbeit finden, oder?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Ich stehe doch hier gar nicht zur Debatte! So. Nun habe ich aber noch einen Termin. Bis zum nächsten Mal, Herr X. Einen schönen Tag noch!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ja. Einen schönen Tag.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der kleingeistige Glaspalast</title>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 04:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Aphorismen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie groß ist Deine Wohnung? Wieviel Zimmer hast Du? Und wie teuer ist die Miete? Welches Auto fährst Du? Wieviel verbraucht er so? Und wie teuer war er? Welches Handy hast Du? Nokia? Vertrag oder Prepaid? Ach, ein iphone hast Du auch? Hast Du schon den neuen Actionfilm mit Vin Diesel im Kino gesehen? Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie groß ist Deine Wohnung? Wieviel Zimmer hast Du? Und wie teuer ist die Miete? Welches Auto fährst Du? Wieviel verbraucht er so? Und wie teuer war er? Welches Handy hast Du? Nokia? Vertrag oder Prepaid? Ach, ein iphone hast Du auch? Hast Du schon den neuen Actionfilm mit Vin Diesel im Kino gesehen? Was machst Du so beruflich? Welchen Schulabschluss hast Du? Und wieviel verdienst Du? Hast Du einen Garten oder eine Laube? Ach, Du hast ja neue Klamotten? Von Esprit oder C&amp;A? Hast Du einen PC und auch eine Playstation 3? Und warste am Wochenende mal wieder bissl feiern? Wodka oder Becks? Hast Du eine/n Freund/in? Wohin fährst Du in den Urlaub? Vollpension? Hast Du DSDS im Fernsehen gesehen? Habendenken als Normalzustand.</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Systemische Schizophrenie</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 23:37:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstellungsgespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Lohnarbeitverschenker: Guten Tag, Herr X! Schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Lohnarbeiter: Vielen Dank, Herr Z . Lohnarbeitverschenker: Nun, Herr X, erzählen Sie uns doch mal bitte, wie Sie auf unsere Firma gekommen sind? Lohnarbeiter: Durch eine Stellenanzeige. Lohnarbeitverschenker: Interessant. Und welche Motivation haben Sie in unserer Firma zu arbeiten? Lohnarbeiter: Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker:</strong> Guten Tag, Herr X! Schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter:</strong> Vielen Dank, Herr Z .</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker:</strong> Nun, Herr X, erzählen Sie uns doch mal bitte, wie Sie auf unsere Firma gekommen sind?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Durch eine Stellenanzeige.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Interessant. Und welche Motivation haben Sie in unserer Firma zu arbeiten?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Es wird bezahlt und ich brauche Geld, um Miete, Strom, Nahrung usw. bezahlen zu können. Ihre Firma interessiert mich, entschuldigen Sie, ehrlich gesagt nicht.<span id="more-8845"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Eine ehrliche und direkte Antwort, so etwas schätzen wir. Sagen Sie uns doch bitte, was Ihre drei größten Schwächen sind?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Ich kann mich schlecht verkaufen, lügen und heucheln.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Das müssen Sie doch auch gar nicht. Seien Sie ganz Sie selbst!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Okay.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Was können Sie besonders gut?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Kritisch Sachverhalte hinterfragen und analysieren. Hawai-Toasts zubereiten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Das weiß ich nicht. Fragen Sie meine Freunde!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: In Ihrem Lebenslauf steht, dass sie zwischen dem Jahr 1998 bis 2000 eine  Berufsorientierung gemacht haben. Was kann man darunter verstehen?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.flickr.com/photos/cgommel/27953297/" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-8854" title="http://www.flickr.com/photos/cgommel/27953297/" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Verhör.jpg" alt="" width="491" height="328" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Ich habe das hinein geschrieben, um meine Erwerbslosigkeit zu kaschieren, weil Personaler nicht gerne lesen, dass man erwerbslos war. Auch wenn jeder weiß, dass auf offiziell ca. 700.000 offene Stellen, ca. 5–6 Millionen erwerbslose Menschen (ohne Schönrechnerei) kommen, Unternehmen gerne ihre Mitarbeiter entlassen, um kurzfristig die Rendite zu erhöhen oder ihre Fabriken ins Ausland verlagern und es deshalb kaum noch ununterbrochene Erwerbsbiografien geben kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong> <strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Weshalb sollten wir gerade Ihnen die Stelle geben?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Ich bin nicht besser oder schlechter als alle anderen Menschen auf der Welt, die auch nur nach Glück, Liebe und Sinnerfüllung streben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Wonach genau streben Sie? Welche Ziele im Leben haben Sie?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Ich strebe nach Glück, Liebe und Sinnerfüllung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Haben Sie sich auch bei anderen Unternehmen beworben?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Weshalb stellen Sie mir eine Frage, auf die Sie die Antwort bereits kennen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Welche Gehaltsvorstellung haben Sie?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Ich möchte gerne soviel verdienen, dass ich davon meine Familie ernähren und darüber hinaus am gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben teilhaben kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Und wieviel genau soll das sein?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Was denken Sie, wieviel Geld man dafür braucht?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Das kann ich nicht beurteilen. Zum Abschluss des Vorstellungsgesprächs: Haben Sie noch Fragen an uns, Herr X?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeiter</strong>: Weshalb stellen Sie mir Fragen, die für Ihre Entscheidung, ob ich die Stelle bekomme, völlig irrelevant sind? Wieso habe ich das Gefühl, als würde ich mich in einem Verhör befinden? Und warum erzählen Sie mir, ich soll ganz ich selbst sein, obwohl Sie ganz bestimmte Erwartungen haben?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lohnarbeitverschenker</strong>: Einen schönen Tag noch, Herr X! Wir melden uns bei Ihnen. Der Nächste bitte!</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neusprech: Gehaltsvorstellung</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/neusprech-gehaltsvorstellung/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 23:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gehalt]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Lohn]]></category>

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		<description><![CDATA[»Unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung« - eine häufige Formulierung in Stellenanzeigen Die Formulierung im Zitat stellt die Frage nach der eigenen finanziellen Wertigkeit. Die Phrase unterstützt die Vorstellung, nach einer vermeintlich leistungsgerechten Bezahlung. Dazu müsste man aber Leistung seriös messen können. Leistet ein Manager mehr, als eine Putzfrau? Eine Krankenschwester weniger, als ein Banker? Wie misst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #993300;"><em>»Unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung«</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">- eine häufige Formulierung in Stellenanzeigen</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/neusprech/orwell.html" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-525" title="ZG-Artikel: Neusprech Heute" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/orwell_neusprech.jpg" alt="" width="70" height="90" /></a>Die Formulierung im Zitat stellt die Frage nach der eigenen finanziellen Wertigkeit. Die Phrase unterstützt die Vorstellung, nach einer vermeintlich leistungsgerechten Bezahlung. Dazu müsste man aber Leistung seriös messen können. Leistet ein Manager mehr, als eine Putzfrau? Eine Krankenschwester weniger, als ein Banker? Wie misst man Leistung? An der Bezahlung? Dann dreht man sich im Kreis: Leistung ist gleich Bezahlung und Bezahlung ist gleich Leistung.<span id="more-8343"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Gibt man eine zu hohe Summe als Gehaltsvorstellung an, wird man im Bewerbungsverfahren vermutlich gleich ausgesiebt. Will sich die Mensch-Ware vermeintlich günstig »anbieten«, um an den Job zu kommen, sieht das beim Unternehmen und beim Personaler nach einem verzweifelten, sprich eher ungeeigneten Bewerber aus. Dennoch ist es offensichtlich, dass Unternehmen, die Verantwortung für die Lohndrückerei, von Anfang an gleich auf den Lohnarbeiter abwälzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Transparenz und Offenlegung von Gehältern hat in Deutschland keine Tradition. Viele Branchen, Unternehmen und Organisationen wehren sich erbittert dagegen. Als im Jahre 2006 die Offenlegungspflicht Politiker zwang, ihre Gehälter und Nebeneinkünfte der Öffentlichkeit mitzuteilen, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,441894,00.html" target="_blank">klagten</a> erstmal neun Abgeordnete beim Bundesverfassungsgericht dagegen. Heute werden Politiker-Einkünfte in drei Einkommensstufen öffentlich gemacht. Stufe eins erfasst monatliche Einkünfte von 1.000 bis 3.500 Euro, Stufe zwei Einkünfte bis 7.000 Euro und Stufe drei Einkünfte über 7.000 Euro.  Hinzu kommt, dass viele Abgeordnete ihre Nebenjobs verschweigen. Von wirklicher Transparenz kann hier also keine Rede sein.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">In Deutschland wird um das Gehalt ein großes Geheimnis gemacht. Bei sehr wenigen Stellenanzeigen wird der  zukünftige Lohn erwähnt. Ja, man wird auch oft im Arbeitsvertrag dazu verpflichtet, mit den Kollegen und Mitarbeitern nicht über das eigene Gehalt zu sprechen:</p>
<blockquote><p><em>»Über alle Geschäfts– und Betriebsgeheimnisse einschließlich des Inhalts der Gehaltsregelung ist Stillschweigen zu bewahren«</em></p>
<p>- eine häufige Formulierung in Arbeitsverträgen</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Viele Menschen reden auch nicht privat über ihr Gehalt: »über Geld spricht man nicht«, sagt der Volksmund.  So als würde es der breiten Masse gar nicht um die blanken Scheinchen gehen. Die Geheimnistuerei um das liebe Geld offenbart den materialistisch verlogenen Zeitgeist in Deutschland. Aus Angst vor einem sozialen Unfrieden, vor Neid und Missgunst werden Gehälter weitestgehend geheim gehalten. Die »Gehaltsvorstellung« wird somit zum Synonym für den <a title="Neusprech" href="../2010/neusprech-sozialstatus/" target="_blank">Sozialstatus</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Es würde offen gelegt werden, wie ungerecht und unfair die Menschen eigentlich bezahlt werden.  Und dass  es Verteilungs– und Lohngerechtigkeit in Deutschland nicht gibt. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Mindestlohn?  Bezahlung, von der man leben und seine Familie ernähren kann? In vielen Branchen und Berufen Fehlanzeige. Stattdessen wird das Gehalt »ausgehandelt« oder folgt gänzlich anderen Kriterien. Vertragskultur, nennt man das. Nur wie so oft, sind die Vertragspartner selten auf Augenhöhe. Der Lohngeber kann sich bei der derzeitigen Massenarbeitslosigkeit mehr erlauben und rausnehmen, als der Lohnarbeiter, der nur seine Arbeitskraft, also sich selbst verkaufen kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Arbeit ist Arbeit ist Arbeit</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/arbeit-ist-arbeit-ist-arbeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 23:06:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/?p=8272</guid>
		<description><![CDATA[Interessant, was bei monsters.de, einer der großen Online-Stellenbörsen alles als »Lohnarbeit« gilt. Es ist überhaupt auffällig, dass bei vielen Stellenanzeigen keinerlei Unterschiede zwischen  sozialversicherungspflichtiger Lohnarbeit, Minijobs, Zeitarbeit oder Praktikas gemacht werden. Es wird einfach alles zusammengeworfen und euphemistisch als »Job« bezeichnet. Schauen wir uns mal ein paar ausgewählte Stellenanzeigen von monsters.de an. Geschäftsführer sein und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Interessant, was bei <a href="http://www.monster.de/" target="_blank">monsters.de</a>, einer der großen Online-Stellenbörsen alles als »Lohnarbeit« gilt. Es ist überhaupt auffällig, dass bei vielen Stellenanzeigen keinerlei Unterschiede zwischen  sozialversicherungspflichtiger Lohnarbeit, Minijobs, Zeitarbeit oder Praktikas gemacht werden. Es wird einfach alles zusammengeworfen und euphemistisch als »Job« bezeichnet. Schauen wir uns mal ein paar ausgewählte Stellenanzeigen von monsters.de an.<span id="more-8272"></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Franchise.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8301" title="Mit 10.000 Euro bist Du dabei!" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Franchise.jpg" alt="" width="390" height="286" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Geschäftsführer sein und bissl Nachhilfe geben, klingt ja erstmal gar nicht schlecht, oder? Die lächeln auch alle so fröhlich auf dem Bild, kann ja nur Spass machen. Weiter unten steht dann:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Für den Einstieg in dieses Franchise-System benötigen Sie                      ein Eigenkapital in Höhe von 10.000 Euro.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle: <a href="http://stellenanzeige.monster.de/Akademiker-m-w-s%C3%A4mtlicher-Fachrichtungen-als-Gesch%C3%A4ftsf%C3%BChrer-Franchise-Partner-f%C3%BCr-Nachhilfe-Job-deutschlandweit-Deutschland-87701003.aspx" target="_blank">monsters.de</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Das nenne ich mal einen »Job«.</p>
<p style="text-align: justify;">Wem das verständlicherweise zu teuer und vor allem zu langweilig ist, der geht am besten gleich zum Bund. Aber nicht als normales Fussvolk, sondern zur Elitekracher-Einheit Kommando Spezialkräfte (KSK). Action garantiert! Zitat:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">So gehören selbstverständlich Fallschirmspringen, Nahkampf, Tauchen, Sprengen, eine spezielle Sanitätsausbildung, das Fahren von geländegängigen Fahrzeugen sowie das Fahren mit Faltkajaks und Sturmbooten zur Ausbildung dazu.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle: <a href="http://www.stepstone.de/stellenangebote--Kommando-Spezialkraefte-KSK-bundesweit-Bundeswehr---1451726-inline.html?cid=export_oed" target="_blank">monsters.de</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Action.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8312" title="KSK=Kackscheisskräfte" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Action.jpg" alt="" width="438" height="430" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Wem das alles zu gut bezahlt wird und wer mehr nach einer richtigen Lohnarbeit sucht, also einer von der man auch leben und im besten Fall seine Familie ernähren kann, der findet bei monsters.de unter dem Stichwort »Jobs« und »Arbeit« jedemenge sozialversicherungspflichtige Stellen. Zum Beispiel solche:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-8315" title="Ausbeutungsjob" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Ausbeutungsjob.jpg" alt="" width="380" height="55" /></p>
<p>Hier wird auch eine Menge geboten, ein Monatsgehalt von satten 400 Euro (sic!) und Zitat:</p>
<blockquote><p>Hohes  Maß an Flexibilität und Entscheidungsfreiheit<br />
Integration in ein junges, aber erfahrenes, erfolgreiches und sympathisches Team<br />
Spaß bei der Arbeit<br />
Offenheit für neue Impulse und Ideen<br />
Einen attraktiven Arbeitsplatz in Berlin</p>
<p>Quelle: <a href="http://stellenanzeige.monster.de/Praktikant-m-w-im-Produkt-Marketing-Produktbeschreibung-Job-Berlin-Berlin-Deutschland-96339211.aspx" target="_blank">monsters.de</a></p></blockquote>
<p>Bei soviel absolut geilen Jobangeboten weiß ich gar nicht mehr, wo ich mich zuerst bewerben soll. Ihr etwa?   <img src='http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-includes/images/smilies/zwink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bereit? »Immer bereit, Sir!«</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/bereit-immer-bereit-sir/</link>
		<comments>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/bereit-immer-bereit-sir/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 23:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut einer Befragung des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen sind über die Hälfte aller Berufstätigen auch privat für ihren Arbeitgeber erreichbar. Nehmt ihr den Telefonhörer auch immer ab, wenn der Chef anruft? Quelle: Boeckler-Impuls 20/2010]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Laut einer Befragung des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen sind über die Hälfte aller Berufstätigen auch privat für ihren Arbeitgeber erreichbar. Nehmt ihr den Telefonhörer auch immer ab, wenn der Chef anruft?<a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Immer-bereit.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8203" title="TrendTableau Böckler Impuls 20/2010" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Immer-bereit.jpg" alt="" width="238" height="384" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Quelle: <a href="http://www.boeckler.de/32015_111326.html" target="_blank">Boeckler-Impuls 20/2010</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Bewerbungsanalphabeten</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/bewerbungsanalphabeten/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 23:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In der vermeintlich linksbürgerlichen Süddeutschen Zeitung gibt es einen Artikel vom 28. Oktober 2010 mit Tips und Ratschlägen für das Bewerbungsschreiben und das Vorstellungsgespräch. Mithilfe von Bewerbungstrainern, wird den jobhungrigen Bewerbungsanalphabeten nahe gelegt, dass die Chance, eine sozialversicherungspflichtige Lohnarbeit zu erhalten, einzig und allein vom richtigen Verhalten der Bewerber abhängt. Beziehungen, sozialer Status, Glück und Aussehen spielen dabei natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In der vermeintlich linksbürgerlichen Süddeutschen Zeitung gibt es <a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/bewerbungsfehler-absage-garantiert-1.1015667" target="_blank">einen Artikel</a> vom 28. Oktober 2010 mit Tips und Ratschlägen für das Bewerbungsschreiben und das Vorstellungsgespräch. Mithilfe von Bewerbungstrainern, wird den jobhungrigen Bewerbungsanalphabeten nahe gelegt, dass die Chance, eine sozialversicherungspflichtige Lohnarbeit zu erhalten, einzig und allein vom richtigen Verhalten der Bewerber abhängt. Beziehungen, sozialer Status, Glück und Aussehen spielen dabei natürlich eine untergeordnete Rolle. Folgendes sollte, laut dem lustig-lustig geschriebenem SZ-Bewerbungsknigge beachtet werden (mit bissigen Kommentaren von mir):<span id="more-7917"></span></p>
<ol>
<li>
<div style="text-align: justify;"> Nicht kreativ sein. (einfältig und berechnend sein)</div>
</li>
<li>
<div style="text-align: justify;">Das Unternehmen nicht kritisieren. (der Firma in den Arsch kriechen)</div>
</li>
<li>Keinen Humor zeigen. (der einzig Lustige ist der Chef, wenn er Mitarbeiter entlässt oder sexistische Sprüche reißt)</li>
<li>Keine Phrasen dreschen. (das darf auch nur der Chef: <em>»Wir melden uns bei Ihnen!« </em>oder<em> »Nehmen Sie es nicht persönlich. Wir mussten rationalisieren!«)</em></li>
<li>Sich im Vorstellungsgepräch anständig darbieten. (Der zukünftige Lohnarbeitssklave ist schließlich eine Ware von vielen und muss sich anständig verkaufen — Ergo: er darf nicht er selbst sein!)</li>
</ol>
<p>Wer sich eine Muster-Bewerbung (samt Absage) mal anschauen möchte, sollte auf folgendes Bild klicken:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/moralfinger/bewerbung.html" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-7924" title="Bewerbung um einen Ausbeutungsplatz" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Bewerbung.jpg" alt="" width="272" height="311" /></a></p>
<p> </p>
<p>So müssen Bewerbungen aussehen.</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>»Bürger, bettelt um Lohnarbeit!«</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/burger-bettelt-um-lohnarbeit/</link>
		<comments>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/burger-bettelt-um-lohnarbeit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 23:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Im April 2010 schrieb ich einen Artikel mit dem Titel »Arbeitslose dürfen nicht glücklich sein!«. Darin schrieb ich, dass es für viele Menschen eine Kausalität zwischen Lohnarbeit und Glück gebe. Ferner, dass wer erwerbslos ist, auch gar nicht glücklich sein könne bzw. nicht glücklich sein dürfe! Wer erwerbslos ist und auch noch behaupte, er sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: center;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/KZ.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7414" title="Bildquelle: morak faxe von flickr" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/KZ.jpg" alt="" width="394" height="295" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Im April 2010 schrieb ich einen Artikel mit dem Titel <a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/arbeitslose-durfen-nicht-glucklich-sein/" target="_blank">»Arbeitslose dürfen nicht glücklich sein!«</a>. Darin schrieb ich, dass es für viele Menschen eine Kausalität zwischen Lohnarbeit und Glück gebe. Ferner, dass wer erwerbslos ist, auch gar nicht glücklich sein könne bzw. nicht glücklich sein dürfe! Wer erwerbslos ist und auch noch behaupte, er sei gar nicht so unglücklich darüber, wird als Parasit, Schmarotzer, ja als Unmensch gesehen. Wer erwerbslos ist, hat sich zu schämen, zu ducken und sich ständig bei der Familie und bei Freunden zu rechtfertigen, warum er denn keine Lohnarbeit habe?<span id="more-7395"></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Nach der Frage, was Glück sei, werden wenige antworten: eine Lohnarbeit haben. Stattdessen werden die Familie, Beziehungen, Freunde, Hobbys, Leidenschaften usw. genannt. Immaterielle Dinge. Wenn nun jemand erwerbslos ist und für sich in Anspruch nimmt, dass ihn diese immateriellen Dinge glücklich machen, wird mit den Augen gerollt: <em>»Aber wie kannst Du ohne Arbeit glücklich sein? Das geht doch nicht!«</em>. Der individuelle Verwertungshabitus ist derart tief in den Köpfen der Menschen verankert, dass für viele Selbstverwirklichung ohne Lohnarbeit ein Ding der Unmöglichkeit ist. Ohne den Sachzwang Lohnarbeit würden viele wohl das Leben fürchten: die Furcht vor der Freiheit. Insofern betteln wir darum, <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/nennen-wir-es-sklave/" target="_blank">Sklaven sein zu dürfen</a>. Schaut man sich Menschen an, wie sie täglich zu ihrer Lohnarbeit schleifen, wie sie ächzen, stöhnen, klagen, jammern – sehen so glückliche Menschen aus?</p>
<p style="text-align: justify;">Jeder Erwerbslose steht unter Generalverdacht ein fauler Sack zu sein. Bei der Familie, bei Freunden, Bekannten und natürlich der Arbeitsagentur. Jeder Nicht-Lohnarbeiter muss sich erstmal ausführlich rechtfertigen, warum er denn erwerbslos sei. Das Argument, dass es mehr Arbeitslose als Stellen gibt — offiziell 3 Millionen Erwerbslose (In Wahrheit um die 6 Millionen) treffen auf ca. 500.000 freie Stellen — wird einfach ignoriert oder übergangen. Da können der Lebenslauf, die Qualifikationen und die Bewerbung noch so gut sein — es gibt nicht genug Lohnarbeit für jeden! Und das ist sogar gewollt! <em>»Ja, ich weiß, es ist schwer heutzutage!«</em>, heißt es dann beschwichtigend. Verständnis wird vorgeheuchelt, ohne die eigene Perspektive in Frage zu stellen. Eine Woche später heißt es dann wieder: <em>»Und haste endlich Arbeit?«</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich denke manchmal, viele Lohnarbeiter sind unglücklich mit sich und ihrem Leben. Eingebunden in Zwänge, Handlungen und einer Selbstentfremdung durch Lohnarbeit, dass keine Sinnstiftung gibt. Der einzige Trost ist dann das Geld und die Möglichkeit zum Konsum sowie die Gewissheit, dass es anderen genauso ergeht wie einem selbst.  Frei nach dem Motto: wenns mir dreckig geht, soll es den anderen nicht besser gehen! Deswegen unter anderem auch die große Verachtung gegenüber Erwerbslosen und der große soziale und gesellschaftliche Druck alle in –die nicht vorhandene– Lohnarbeit zu pressen.</p>
<blockquote><p>Der  Hang zur Freude nennt sich bereits Bedürfnis der Erholung und fängt an,  sich vor sich selber zu schämen. »Man ist es seiner Gesundheit schuldig«  — so redet man, wenn man auf einer Landpartie ertappt wird. Ja, es  könnte bald so weit kommen, dass man einem Hange zur vita contemplativa  (das heisst zum Spazierengehen mit Gedanken und Freunden) nicht ohne  Selbstverachtung und schlechtes Gewissen nachgäbe.</p>
<p>-  Friedrich Nietzsche</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Faulheit hieß früher mal Müßiggang und war ein wichtiger Bestandteil des Lebens, um das innere Gleichgewicht zu halten. Heute ist Jeder, der nicht beschäftigt ist, konsumiert oder lohnarbeitet, überflüssiger gesellschaftlicher Ballast. Schmarotzer, die alle anderen durchfüttern müssen. Der <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/moralfinger/fetischarbeit.html" target="_blank">Arbeitsfetischismus</a> ist in Deutschland derart weit verbreitet, dass die Wiedereinführung der Zwangsarbeit ohne große Probleme möglich wäre. Sie würde dann natürlich anders heißen. Zum Beispiel Ein-Euro-Job. Wäre der Slogan »Arbeit macht frei« nicht von den Nationalsozialisten besetzt, würde er heute eine neue Inflation erfahren.</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Jugend von heute</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/die-jugend-von-heute/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 23:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/?p=7159</guid>
		<description><![CDATA[Die Jugend von heute sei größtenteils nicht ausbildungsfähig und nicht ausbildungswillig, wird oft behauptet. Sie seien undiszipliniert, vorlaut, wollen nur rumhängen, vor dem PC oder dem Fernseher sitzen, saufen, sms schreiben, mp3´s hören und chatten. Viele Ausbildungsbetriebe beklagen sich, dass Jugendliche große Bildungslücken aufweisen würden. Kurz: die Jugend ist dumm und schuld! Für viele Jugendliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/DGB_Statistik.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7166" title="Statistik der DGB_Jugend" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/DGB_Statistik.jpg" alt="" width="434" height="246" /></a>Die Jugend von heute sei größtenteils nicht ausbildungsfähig und nicht ausbildungswillig, wird oft behauptet. Sie seien undiszipliniert, vorlaut, wollen nur rumhängen, vor dem PC oder dem Fernseher sitzen, saufen, sms schreiben, mp3´s hören und chatten. Viele Ausbildungsbetriebe beklagen sich, dass Jugendliche große Bildungslücken aufweisen würden. Kurz: die Jugend ist dumm und schuld! Für viele Jugendliche gibt es heute nur zwei Perspektiven: Superstar werden oder Hartz 4 beziehen. Nach den Ursachen fragt wie immer keiner.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-7159"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Der 16 jährige Uwe wollte sein Leben lang Feuerwehrmann werden. Schon als kleines Kind wollte er immer mit dem Gartenschlauch spielen und wurde auch mal beim kokeln mit anschließendem löschen erwischt. Die rote Feuerwehrkleidung fand er immer toll. Feuerwehrleute waren für ihn immer die Guten, die Helden. Mit 16 machte er seinen Realschulabschluss und fing an sich bei der Feuerwehr zu bewerben. Nachdem er in seiner Heimatstadt Düsseldorf nur Absagen erhielt, bewarb er sich bundesweit. Leider erhielt er auch hier keine positive Antwort. Seine Familie riet ihm zu einer Alternative. Er wollte nicht, denn er wollte Feuerwehrmann werden. <em>»Aber Du brauchst doch eine Ausbildung!«</em>, warf ihm seine Mutter vor. Nach einigen Monaten fing Uwe schweren Herzens an, nach freien Ausbildungsplätzen zu schauen und bewarb sich als Bürokaufmann. Nach einigen Bewerbungen wurde er endlich genommen. Seine Mutter und seine Familie freuten sich für ihn: <em>»Endlich eine Ausbildung. Ich bin stolz auf Dich, mein Sohn!«</em>. Uwe aber war nicht wirklich glücklich. <em>»Besser als gar nichts«,</em> sagte er sich aufmunternd und versuchte sich die Sache schön zu reden.</p>
<p style="text-align: justify;">So oder so ähnlich geschieht es in Deutschland tausendfach. Wer genau hinschaut, Pädagogen, Therapeuten oder Jugendhelfer befragt, wird häufig die Antwort bekommen, dass die Jugend von heute resigniert hat. Ihre Kindheitsträume wurden ihnen regelrecht abtrainiert. Sie sollen sich mit einer Ausbildung, die ihnen keinen Spass macht, wo sie wenig Leistung, kaum Motivation und Interesse zeigen, zufrieden geben.  Sofern sie  überhaupt einen Ausbildungsplatz bekommen und nicht in eine Warteschleife  oder ein sinnloses Praktikum gesteckt werden. Denn bei Jugendlichen wird das gleiche Motiv der <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/eigenverantwortung/eigenverantwortung.html" target="_blank">Eigenverantwortung</a> wie bei den Erwachsenen beschworen. Der Einzelne ist schuld, hat zu geringe Qualifikationen, die Bewerbung war zu schlecht, das Aufteten zu frech usw.  Die Strukturen der Ausbildungs– und Arbeitswelt werden selten thematisiert: es gibt einfach nicht genug Ausbildungs– und Arbeitsplätze, da können Bewerbungen und Qualifikationen noch so gut sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer sagt, dass er eigentlich etwas anderes machen möchte, bekommt von der Familie und der Verwandtschaft zu hören: <em>»Sei froh, dass Du überhaupt eine Ausbildung hast! Das Leben ist eben kein Ponyhof!« </em>Viele erwerbslose Jugendliche fühlen sich nicht gebraucht und in einer Gesellschaft des gelebten Arbeitsfetischismus als minderwertig. Kiffen, Koma-Saufen und rumhängen sind die Folge. Individuelle Träume, Wünsche und Ziele sei was für Kinder, Erwachsen-sein heisst eben Sachzwänge zu akzeptieren und sich den Bedürfnissen des Marktes anzupassen. Letztlich soll sich alles dem Geld-anschaffen unterordnen. Wer andere Ziele, Wünsche oder Träume hat, wird als Spinner oder Träumer diffamiert. Letzteres gilt fortan ein Leben lang.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.dgb-jugend.de/themen/lehrstellensituation/aktuelle_statistik" target="_blank">Bildquelle</a></p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
]]></content:encoded>
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