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	<title>ZG Blog &#187; Arbeitsfetischismus</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Jugendliche abrichten</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 03:50:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich vor kurzem zufällig im Berufsinformationszentrum (BIZ) einer Arbeitsagentur in Berlin landete, nahm ich mir aus Interesse ein paar kostenlose Berufsinformationsmagazine mit. Mit einer diffusen Ahnung, dass ich in diesen Heftchen sicher etwas finden werde, was mir sauer aufstoßen würde, steckte ich sie ein. Und ich wurde nicht enttäuscht. Diese als Berufsinformationsmagazine getarnten Heftchen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Als ich vor kurzem zufällig im Berufsinformationszentrum (BIZ) einer Arbeitsagentur in Berlin landete, nahm ich mir aus Interesse ein paar kostenlose Berufsinformationsmagazine mit. Mit einer diffusen Ahnung, dass ich in diesen Heftchen sicher etwas finden werde, was mir sauer aufstoßen würde, steckte ich sie ein. Und ich wurde nicht enttäuscht. Diese als Berufsinformationsmagazine getarnten Heftchen, sind vor allem auf Jugendliche zugeschnitten. In ihnen soll den Jugendlichen beigebracht werden, sich marktkonform zu verhalten, sich den Arbeitgebern bedingungslos zu unterwerfen und jegliches Berufsversagen als <a title="ZG-Eigenverantwortung" href="http://www.zeitgeistlos.de/eigenverantwortung/eigenverantwortung.html" target="_blank">&#0187;eigenverantwortlich&#0171;</a> und selbstverschuldet anzuerkennen. <span id="more-5555"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Zur Verdeutlichung hier einige Passagen aus dem Heft &#0187;12job.de&#0171;, Ausgabe Februar 2010:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Glaubt man den vielzitierten Klagen der Personalchefs, dann ist es eigentlich verwunderlich, dass es an den Schulen nicht wenigstens als Wahlfach Fächer zu belegen gibt, die da lauten: Kleine Benimmschule, Höflichkeitskunde, Respekterweisung, Ehrerbietung und Aufmerksamkeitstraining.</p>
<p style="text-align: justify;">- Seite 24</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Mich hätten jetzt wenigstens mal drei zitierte Personalchefs interessiert, die das so sehen. Was genau ist mit Respekterweisung und Ehrerbietung eigentlich gemeint? Bloß kein Engagement im Betriebsrat? Den Mund zu halten, wenn der Chef spricht und alles abnicken was er befiehlt? Interessant ist auch, dass die Textpassage keinen Autor hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiter heisst es:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Was Betriebe nicht wollen: Störer</p>
<p style="text-align: justify;">Menschen stören den Betriebsablauf auf drei Arten:</p>
<p style="text-align: justify;">1.) Sie behindern die Produktion, weil sie nicht effizient genug ans Werk gehen oder die nötige Leistungsfähigkeit nicht haben.<br />
2.) Sie stören den Betriebsfrieden, weil sie nicht führbar und anpassungswillig sind.<br />
3.) Sie schaden den Geschäften aufgrund ihrer äußeren Erscheinung und ihrer Umgangsformen und werden so zum Risikofaktor beim Kundenkontakt.</p>
<p style="text-align: justify;">- Seite 24</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Mich würde es nicht wundern, wenn die ganze Zeitung von Arbeitgeber-Lobbyisten zusammengschustert wurde. Ganz im Gegenteil zielt das ganze Schmierblatt darauf ab, Jugendliche auf eine anständige ökonomische Verwurstung abzurichten und zu erziehen. Sie sollen zukünftigen Chefs nützen und schön auspressbar sein. Wen interessieren da die Interessen und Bedürfnisse der Jugendlichen?</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		<title>Die freie Mitarbeit</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 17:22:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[&#0187;Einen gesetzlich geregelten Vertragstyp &#0187;freie Mitarbeit&#0171; gibt es nicht. Die Bezeichnung eines Beschäftigungsverhältnisses &#0187;freies Mitarbeiterverhältnis&#0171; ist in der Praxis lediglich der Ausdruck dafür, die beiderseitige Rechtsbeziehung den Regeln des freien Dienstvertrages zu unterwerfen&#0171; (vgl. Hille, 1993) Dann schauen wir uns die große Freiheit beider Vertragsparteien mal genauer an:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#0187;Einen gesetzlich geregelten Vertragstyp &#0187;freie Mitarbeit&#0171; gibt es nicht. Die Bezeichnung eines Beschäftigungsverhältnisses &#0187;freies Mitarbeiterverhältnis&#0171; ist in der Praxis lediglich der Ausdruck dafür, die beiderseitige Rechtsbeziehung den Regeln des freien Dienstvertrages zu unterwerfen&#0171; (vgl. Hille, 1993)</p>
<p style="text-align: justify;">Dann schauen wir uns die große Freiheit beider Vertragsparteien mal genauer an:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Freie-Mitarbeit1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5370" title="Freie Mitarbeit" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Freie-Mitarbeit1.jpg" alt="" width="568" height="208" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		<title>Nennen wir es &#187;Sklave&#171;!</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 04:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Praktikant]]></category>
		<category><![CDATA[Sklaverei]]></category>

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		<description><![CDATA[&#0187;Ein wirklich leistungsfähiger totalitärer Staat wäre ein Staat, in dem die allmächtige Exekutive politischer Machthaber und ihre Armee von Managern eine Bevölkerung von Zwangsarbeitern beherrscht, die zu gar nichts gezwungen zu werden brauchen, weil sie ihre Sklaverei lieben&#0171;. - Aldous Huxley in seinem Vorwort zur &#0187;Schönen Neuen Welt&#0171; Oder anders ausgedrückt: früher peitschen uns die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #993300;"><em>&#0187;Ein wirklich leistungsfähiger totalitärer Staat wäre ein Staat, in dem die allmächtige Exekutive politischer Machthaber und ihre Armee von Managern eine Bevölkerung von Zwangsarbeitern beherrscht, die zu gar nichts gezwungen zu werden brauchen, weil sie ihre Sklaverei lieben&#0171;.</em></span></p>
<p>- Aldous Huxley in seinem Vorwort zur &#0187;Schönen Neuen Welt&#0171;</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Sklave.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-4830" title="Sklave" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Sklave.jpg" alt="" width="185" height="174" /></a>Oder anders ausgedrückt: früher peitschen uns die Herren, heute peitschen wir uns selbst. Ob es um Lohnkürzungen, Überstunden, Mobbing, Schichtdienste, Akkord-Arbeiten und vieles mehr geht &#8211; wir nehmen alles hin. Der Begriff des <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitskraftunternehmer" target="_blank">&#0187;Arbeitskraftunternehmers&#0171;</a>, der sich selbst antreibt, bringt dies auf die Spitze. Wo Sklaven früher von der Freiheit träumten, haben wir sie zu unserem ganz persönlichen Lieblings-Gefängnis gemacht. Wir haben uns mit der Situation abgefunden. Ein Leben ohne Lohnarbeit? Ohne Materialismus, Konsum und Unterhaltung? Ohne Eigennutz und Egoismus? Unvorstellbar!<span id="more-4820"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Sklavenmoral ist in Deutschland weit verbreitet. Wer Lohnarbeit hat, ist cool, angesehen, tut was, hängt nicht rum, ist beschäftigt,&#0171; liegt niemanden auf der Tasche&#0171; &#8211; wird an den Stammtischen gern gesagt. Auch wenn die Zustände auf dem Arbeitsplatz unerträglich sind, die Lohnarbeit einen nicht zufrieden und glücklich macht &#8211; egal, Hauptsache Arbeit! Denn da die Lohnarbeit für viele per se schon einen Wert besitzt, völlig unabhängig von Art und Inhalt der Tätigkeit, muss ja auch der Lohnarbeiter, der sie brav ausführt, an sich schon einen Wert haben. Denn <a title="ZG-Blog" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/arbeitslose-durfen-nicht-glucklich-sein/" target="_blank">Erwerbslose dürfen nicht glücklich sein</a>, dass darf nur der Lohnarbeiter. Wer Lohnarbeit hat, ist also  schon ein wertvoller Mensch. Auch wenn er Bomben baut, Medikamente an Menschen testet oder alten Menschen durch Versicherungen das Geld aus der Tasche zieht. Geld adelt den Menschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dabei kann man getrost davon ausgehen, dass wir eine Nation von Selbstlügnern, Heuchlern und Unzufriedenen sind. Den Wenigstens macht ihre Arbeit wirklich Spass, erfüllt sie, macht sie glücklich. Stattdessen wird gejammert und gemotzt, was das Zeug hält. Es ist nachvollziehbar, wenn man tagtäglich immer und immer wieder die gleiche Tätigkeit ausüben muss, einem Roboter oder einer Maschine gleich. Eine wirkliche Veränderung des Status Quo will aber tatsächlich kaum einer, wie man an dem FDP-Ergebnis der letzten Bundestagswahl gesehen hat. Wer behauptet, Lohnarbeit sei der Sinn des Lebens, mache glücklich und zufrieden, der braucht sich nur mal die Gesichter der Menschen anschauen, wenn sie zur Lohnarbeit gehen oder von ihr kommen. Die Meisten seufzen, stöhnen, haben graue Gesichter. Glückliche und zufriedene Menschen sehen anders aus.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Praktikant.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-4834" title="Praktikant" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Praktikant.jpg" alt="" width="368" height="277" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Für einige wird der Begriff &#0187;Sklave&#0171; hier sicher zu krass gewählt sein: &#0187;Wir haben doch Demokratie! Meinungsfreiheit! Rechtsstaat!&#0171;. Was von einer Herrschaft des Volkes in Deutschland übrig bleibt, kann jeder in den letzten Jahren beobachten: eine konsequente Politik gegen das Volk. Frei ist die Presse nur für den, dem sie gehört. Und der Rechtsstaat wird seit Jahren Schritt für Schritt demontiert. Wenn Sklaverei Freiheitsberaubung und Nötigung heißt, das Gefühl als Eigentum von Anderen behandelt zu werden sowie  die Ausbeutung der Arbeitskraft umfasst &#8211; dann ist der Begriff nicht zu hart, sondern angebracht, um die heutigen Ketten auch beim Namen zu nennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine andere Welt und Gesellschaftsform als das Diktat der Ökonomie ist möglich!</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		<title>Freiheit als Zwang, Zwang als Freiheit</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 06:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zwang]]></category>

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		<description><![CDATA[&#0187;Das, was man bei uns hier Freiheit nennt, das hat man nur nach Feierabend. Das hat man, wenn man pennt. [&#8230;] Das, was man bei uns hier Freiheit nennt, das ist doch ziemlich schizophren. Diese Freiheit die macht Dich verrückt, die gibts in Scheiben, aber niemals am Stück. Das halbe Leben machst Du Lohnarbeit, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#0187;Das, was man bei uns hier Freiheit nennt, das hat man nur nach Feierabend. Das hat man, wenn man pennt. [&#8230;] Das, was man bei uns hier Freiheit nennt, das ist doch ziemlich schizophren. Diese Freiheit die macht Dich verrückt, die gibts in Scheiben, aber niemals am Stück. Das halbe Leben machst Du Lohnarbeit, die andere Hälfte bist Du Mensch auf Zeit. Die eine Hälfte wirst Du als Abtreter benützt, die andere Hälfte wird Deine Würde geschützt. Die eine Hälfte sollst Du Deine Knochen hinhalten, die andere Hälfte Deine Persönlichkeiten falten. Die eine Hälfte bist Du Untertan und in der Freizeit darfst Du König spielen&#0171;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">- Floh de Cologne aus ihrem Lied &#0187;Deine Freiheit&#0171; aus dem Album Lucky Streik vom Jahre 1973</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Mensch ist von Natur aus faul</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 06:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Faulheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine neue Studie der Deutsche Bank Stiftung kommt zu dem Schluss, dass der Mensch von Natur aus ein faules und schmarotzendes Wesen ist. In einer mehrjährigen Forschungsstudie, wurden mehrere Millionen Menschen in Deutschland bei ihrer Arbeitslosigkeit beobachtet. Die Wissenschaft ist sich sicher: Ohne Zwänge Anreize von außen ist der Mensch ein wertloses Stück Scheiße. Die schwarz-gelbe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine neue Studie der Deutsche Bank Stiftung kommt zu dem Schluss, dass der Mensch von Natur aus ein faules und schmarotzendes Wesen ist. In einer mehrjährigen Forschungsstudie, wurden mehrere Millionen Menschen in Deutschland bei ihrer Arbeitslosigkeit beobachtet. Die Wissenschaft ist sich sicher: Ohne <span style="text-decoration: line-through;">Zwänge</span> Anreize von außen ist der Mensch ein wertloses Stück Scheiße. Die schwarz-gelbe Regierung fühlt sich in ihrer Politik bestätigt und hat angekündigt, weitere Maßnahmen gegen ALG2-Empfänger gesetzlich zu verankern.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Peitsche ist dem Recht gewichen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neulich in der U-Bahn&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 23:07:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;saß mir eine etwas ältere Frau gegenüber, als sie plötzlich einen jüngeren Herren wieder erkannte. Daraufhin folgte ein Dialog zwischen den Beiden, der in Sachen Sklavenmoral und Arbeitsfetischismus fast schon repräsentativ war: Sie: &#0187;Wie gehts Dir? Haste endlich Arbeit?&#0171; Er: &#0187;Gut. Ne, keine Arbeit.&#0171; Sie: &#0187;Ach komm, so richtig Bock haste eh nicht, wah? Gibs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230;saß mir eine etwas ältere Frau gegenüber, als sie plötzlich einen jüngeren Herren wieder erkannte. Daraufhin folgte ein Dialog zwischen den Beiden, der in Sachen <a title="ZG-Blog" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/die-sklavenmoral/" target="_blank">Sklavenmoral</a> und <a title="ZG-Artikel: Fetisch Arbeit" href="http://www.zeitgeistlos.de/moralfinger/fetischarbeit.html" target="_blank">Arbeitsfetischismus</a> fast schon repräsentativ war:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sie: </strong>&#0187;Wie gehts Dir? Haste endlich Arbeit?&#0171;<br />
<strong>Er:</strong> &#0187;Gut. Ne, keine Arbeit.&#0171;<br />
<strong>Sie:</strong> &#0187;Ach komm, so richtig Bock haste eh nicht, wah? Gibs zu, bist bissl faul?&#0171;<br />
<strong>Er:</strong> &#0187;Ich will ja arbeiten, finde aber nix. Ich such auch schon&#8230;.&#0171; (es folgt eine große Rechtfertigungsrede)</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht hätte er sagen sollen: &#0187;Ja, ich bin stinkend faul, ernähre mich von Chips, Pizza und Cola,  sitze nur vorm Fernseher, werde immer fetter und will sowieso nicht arbeiten&#0171;. Ob die Ironie eine Wirkung gezeigt hätte? Oder wäre die Antwort dann: &#0187;Wenigstens bist Du ehrlich&#0171; gewesen?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>&#187;Nicht die Selbstvermarktung einschlafen lassen&#171;&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 12:59:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;rät uns die Personalberaterin Maren Lehky in Zeiten der Wirtschaftskrise. Anständiges sich-verwursten, sich wertvoll machen, sich einbringen, sich anstrengen, Leistung zeigen, schuften bis der Arzt kommt. Ach nein, das solle man natürlich schon vermeiden, sagt Lehky. Aber &#0187;sich einen Tick mehr engagieren als sonst&#0171;, das wäre schon ganz gut. Natürlich solle der Mitarbeiter auch bescheiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/arbeit.jpg" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-3957" title="Selbstverwurstung" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/arbeit-301x400.jpg" alt="" width="181" height="240" /></a>&#8230;rät uns die <a title="Zeit.de" href="http://www.zeit.de/2010/03/C-Lehky" target="_blank">Personalberaterin Maren Lehky</a> in Zeiten der Wirtschaftskrise. Anständiges sich-verwursten, sich wertvoll machen, sich einbringen, sich anstrengen, Leistung zeigen, schuften bis der Arzt kommt. Ach nein, das solle man natürlich schon vermeiden, sagt Lehky. Aber <em>&#0187;sich einen Tick mehr engagieren als sonst&#0171;</em>, das wäre schon ganz gut.<span id="more-3939"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich solle der Mitarbeiter auch bescheiden sein, schließlich &#0187;leiden&#0171; Chefs und Unternehmer gerade enorm unter der Wirtschaftskrise. Ein Mitarbeiter sollte also zuerst an seinen Chef und an das Unternehmen denken und eben nicht an sich.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wenn gerade gespart wird und Stellen gestrichen werden, fände ich es stillos, zum Chef zu gehen und zu sagen: Ich weiß, dass du mich jetzt mehr brauchst denn je &#8211; wenn du mich halten willst, gib mir mehr Geld!</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ein Lohnarbeiter soll sich gegenüber dem Unternehmen also solidarisch verhalten, aber gleichzeitig Verständnis haben, wenn das Unternehmen es ihm gegenüber gerade nicht sein kann: betriebsbedingte Kündigung, schlechte Auftragslage, Wirtschaftskrise &#8211; Sie verstehen? Nehmen Sie es nicht persönlich!</p>
<p style="text-align: justify;">Und wo wir gerade dabei sind, die Wirtschaftskrise fordert natürlich besondere <a title="Neusprech: Flexibilität" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-flexibilitat/" target="_blank">Flexibilität</a> von den Lohnarbeitern. Diese wird natürlich nicht generell schon seit Jahrzehnten gefordert, um aus den Mitarbeitern mehr rauszupressen und sie sich so zurecht zu biegen, damit mehr Profit gemacht werden kann. Nein, nein &#8211; die Wirtschaftskrise &#0187;fordert&#0171; es! Deshalb:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Was gar nicht gerne gesehen wird: wenn jemand überhaupt nicht flexibel ist, nur von neun bis zwölf Uhr arbeiten möchte. Und auch hier sind es nicht nur die Chefs, die irritiert sind: Oft beklagen sich die kinderlosen Kolleginnen, dass sich die Mütter nur die Rosinen rauspicken.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wie können es Frauen überhaupt wagen, Kinder in die Welt zu setzen und sich damit für die Unternehmen &#0187;unflexibel&#0171; zu machen?</p>
<p style="text-align: justify;">Am Ende hat sie dann eine Erleuchtung und entlarvt ihre so wertvollen Tips und Ratschläge als Lach- und Luftnummer:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Obwohl es paradox klingt: Es ist auch beruhigend zu wissen, dass ich eine Kündigung letztlich nicht wirklich vermeiden kann.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Beruhigend zu wissen, dass alles tun, handeln und schuften letztlich völlig egal ist, wenn der Mitarbeiter unabhängig von allen Faktoren die er positiv beeinflussen könnte, um seine Entlassung zu vermeiden, trotzdem entlassen werden kann? Beruhigend zu wissen, dass alle Mitarbeiter eh nur Spielbälle und Werkzeuge der  Profitmacher sind? Beruhigend zu wissen, dass Lohnarbeiter eh nichts zu sagen oder zu entscheiden haben? Was will uns Frau Lehky mit diesem Satz und ihrem ganzen Gerede eigentlich wirklich sagen?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Geld adelt</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/geld-adelt/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 23:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Aphorismen]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>

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		<description><![CDATA[Geld adelt Konformität, Anpassung und Unterwerfung. Geld adelt den Zwang zur Lohnarbeit. Geld adelt den Verlust von Träumen. Geld adelt die Schere im Kopf. Geld adelt Unglücklichsein. Geld adelt den Konsum. Geld adelt sich selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Geld adelt Konformität, Anpassung und Unterwerfung.<br />
Geld adelt den Zwang zur Lohnarbeit.<br />
Geld adelt den Verlust von Träumen.<br />
Geld adelt die Schere im Kopf.<br />
Geld adelt Unglücklichsein.<br />
Geld adelt den Konsum.<br />
Geld adelt sich selbst.</p>
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		<title>Neusprech: Beschäftigung</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 23:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[&#0187;Beschäftigung ist die nichtselbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis. Anhaltspunkte für eine Beschäftigung sind eine Tätigkeit nach Weisungen und eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers&#0171; - Sozialgesetzbuch 4, Paragraph 7, Absatz 1 Der Begriff &#0187;Beschäftigung&#0171; ist im deutschen in zweifacher Hinsicht inhaltlich besetzt. Die erste Definition gibt an, dass ein Mensch eine körperliche oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><span style="color: #993300;"><em>&#0187;Beschäftigung ist die nichtselbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis. Anhaltspunkte für eine Beschäftigung sind eine Tätigkeit nach Weisungen und eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers&#0171;</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">- <!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/__7.html" target="_blank">Sozialgesetzbuch 4</a>, Paragraph 7, Absatz 1</p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><a href="http://www.zeitgeistlos.de/neusprech/orwell.html" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-525" title="ZG-Artikel: Neusprech Heute" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/orwell_neusprech.jpg" alt="" width="70" height="90" /></a>Der Begriff &#0187;Beschäftigung&#0171; ist im deutschen in zweifacher Hinsicht inhaltlich besetzt. Die erste Definition gibt an, dass ein Mensch eine körperliche oder geistige Tätigkeit vollführt: sich-mit-etwas-beschäftigen. Als Gegensatz zur sog. Langeweile, des vermeintlich nicht aktiv-seins. Die zweite Definition ist eine Gleichsetzung mit dem Begriff der &#0187;Lohnarbeit&#0171;: als &#0187;beschäftigt&#0171; und &#0187;Beschäftigter&#0171; in Deutschland gilt, wer einer Lohnarbeit nachgeht.<span id="more-3333"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: justify;">Unterschieden wird in der Regel zwischen Vollbeschäftigung und geringfügiger Beschäftigung. Die Differenzierung beider Begriffe macht nur die Höhe der Entlohnung aus. Geringfügig ist eben das, wofür wenig bezahlt wird. Ehrenamtliche Arbeit fällt nicht unter den Begriff Beschäftigung, da hierfür kein Lohn bezahlt wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Die semantische Verschmelzung von körperlich-geistiger Aktivität und der Lohnarbeit im Begriff &#0187;Beschäftigung&#0171; endet im <a title="ZG-Artikel:Fetisch Arbeit" href="http://www.zeitgeistlos.de/moralfinger/fetischarbeit.html" target="_blank">Arbeitsfetischismus</a>. Demnach sind Menschen, die keiner Lohnarbeit nachgehen, auch nicht körperlich-geistig aktiv &#8211; sie sind nicht beschäftigt, nicht-aktiv, sondern &#0187;hängen rum&#0171;. So propagiert das die inhaltliche Besetzung des Terminus. Durch diese Sprachmanipulation wird ein Denken forciert, dass alleine die Lohnarbeit ein menschliches aktiv-sein zulässt.</p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><span style="color: #993300;"><em>&#0187;Die Beschäftigung in einer Volkswirtschaft ist im Falle eines ausreichenden Arbeitskräfteangebots das Ergebnis der Nachfrage von Unternehmen&#0171;</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">- <a href="http://insm-lexikon.de/beschaeftigung.html" target="_blank">Lexikon</a> der &#0187;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&#0171; (INSM)</p>
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		<title>Die Sklavenmoral</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 20:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Arbeit, Arbeit, Arbeit. (Lohn-)Arbeit ist der Sinn des Lebens. Nur wer arbeitet, für seinen Herren schuftet und ein paar Brotkrumen von ihm bekommt, soll Anerkennung erhalten. Arbeitslose sind faule Säcke, Asoziale, Überflüssige. Wir wollen und wir brauchen sie nicht. Jeder der arbeiten will, findet doch auch Arbeit! Dem folgt also, dass Arbeitslose nicht arbeiten wollen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Arbeit, Arbeit, Arbeit. (Lohn-)Arbeit ist der Sinn des Lebens. Nur wer arbeitet, für seinen Herren schuftet und ein paar Brotkrumen von ihm bekommt, soll Anerkennung erhalten. Arbeitslose sind faule Säcke, Asoziale, Überflüssige. Wir wollen und wir brauchen sie nicht. Jeder der arbeiten will, findet doch auch Arbeit! Dem folgt also, dass Arbeitslose nicht arbeiten wollen. Sie sind Schmarotzer, Parasiten, leben auf Kosten der Allgemeinheit. Sie zu treten, ihnen Verachtung ins Gesicht zu schleudern ist legitim &#8211; ja, die Pflicht eines jeden aufrechten Arbeiters! Denn nur wer auch arbeitet, ist ein wertvoller Mensch. Arbeit, Arbeit, Arbeit.</p>
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