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	<title>ZG Blog &#187; ALG2</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Die Anspruchslosen</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 07:44:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz4]]></category>

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		<description><![CDATA[Rund 2,8 Millionen Beschäftigte verloren in den zurückliegenden zwölf Monaten ihren Arbeitsplatz. 737000 davon hatten keinen oder nur geringfügigen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Jeder vierte ist einer Studie der Bundesagentur für Arbeit zufolge unmittelbar auf Leistungen nach Hartz IV angewiesen. - Jörn Boewe, Junge Welt vom 30. Dezember 2011 Anmerkung: Lohndumping, prekäre Lohnarbeit und Leiharbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Rund 2,8 Millionen Beschäftigte verloren in den zurückliegenden zwölf  Monaten ihren Arbeitsplatz. 737000 davon hatten keinen oder nur  geringfügigen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Jeder vierte ist einer  Studie der Bundesagentur für Arbeit zufolge unmittelbar auf Leistungen  nach Hartz IV angewiesen.</p>
<p style="text-align: justify;">- Jörn Boewe, <a href="http://www.jungewelt.de/2011/12-30/050.php">Junge Welt</a> vom 30. Dezember 2011</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anmerkung:</strong> Lohndumping, prekäre Lohnarbeit und Leiharbeit in Deutschland nehmen kein Ende. Viele verdienen in ihrer Lohnarbeit so wenig, sodass sie in Erwerbslosenzeiten von ALG 1 alleine nicht leben können und zusätzlich ALG 2 beantragen müssen. Laut dem Junge Welt Artikel ist der Anteil derer in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. Ganz offen lassen sich viele Unternehmen einen Teil ihrer Personalkosten vom Amt bezahlen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jobbörse für Anfänger</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 07:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz 4]]></category>
		<category><![CDATA[Jobcenter]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst kommen Sie einer Einladung des Jobcenters nach, die Sie nicht ablehnen dürfen. Und wenn doch, mit Sanktionen rechnen können. Nun werden Sie mit weiteren Zwangseingeladenen in einen großen Versammlungssaal geführt. Nachdem sich der Sachbearbeiter-Dozent vorgestellt und ein tolles Lächeln aufgelegt hat, beginnt er mit einem 1x1 des Internets. Schließlich sind alle Hartzis nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zunächst kommen Sie einer Einladung des Jobcenters nach, die Sie nicht ablehnen dürfen. Und wenn doch, mit Sanktionen rechnen können. Nun werden Sie mit weiteren Zwangseingeladenen in einen großen Versammlungssaal geführt. Nachdem sich der Sachbearbeiter-Dozent vorgestellt und ein tolles Lächeln aufgelegt hat, beginnt er mit einem 1x1 des Internets. Schließlich sind alle Hartzis nicht nur chronisch verfettet, faul, alkohol– und tabaksüchtig, sondern auch gestandene Web-Deppen. Dabei dürfen kreative Formulierungen wie »dann klicken Sie hier« natürlich nicht fehlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Sobald Sie einen eigenen Account in der <a href="http://jobboerse.arbeitsagentur.de/">Jobbörse</a><strong></strong> angelegt haben, dürfen Sie sich über weitere Post ihres Arbeitsvermittlers freuen. Denn der Möchtegern-Dozent erzählt stolz, dass Sie sich ihren Jobbörse-Account mit ihrem Arbeitsvermittler teilen. Er hat vollen Zugriff und kann sehen, wie, wo und wann Sie sich über die Jobbörse beworben haben. Somit sparen Sie Ihrem Arbeitsvermittler wertvolle Recherche– und Arbeitszeit. Sie sind nun ein besserer Bürger und ein wertvollerer Hartzi als vorher. Herzlichen Glückwunsch!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Neusprech-Abteilung der Bundesregierung</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 04:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz4]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundesregierung unterhält seit Mai 2009 einen sog. »Redaktionsstab Rechtssprache«. Das Bundesministerium der Justiz gönnt sich somit eine Sprachberatung der Gesellschaft für deutsche Sprache. Nach eigenen Angaben hilft der Redationsstab bei der sprachlichen Feinarbeit von Gesetzestexten. Er arbeite adressatengerecht, frühzeitig, kontinuierlich, fachübergreifend und unabhängig. Gleichzeitig sind verständliche Gesetze ein wichtiger Beitrag zu Bürgernähe und Bürokratieabbau. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Bundesregierung unterhält seit Mai 2009 einen sog. »Redaktionsstab Rechtssprache«. Das Bundesministerium der Justiz gönnt sich somit eine Sprachberatung der Gesellschaft für deutsche Sprache. Nach eigenen Angaben hilft der Redationsstab bei der sprachlichen Feinarbeit von Gesetzestexten. Er arbeite adressatengerecht, frühzeitig, kontinuierlich, fachübergreifend und unabhängig.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Gleichzeitig sind verständliche Gesetze ein wichtiger Beitrag zu Bürgernähe und Bürokratieabbau.</p>
<p style="text-align: justify;">- <a href="http://www.gfds.de/redaktionsstab-rechtssprache/" target="_blank">Redaktionsstab Rechtssprache</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">In der Praxis geht es um Verschleierung und die Schaffung von wohlklingenden Euphemismen. Im neuen ALG2-Gesetz fehlt demnach der Begriff »Hartz4« völlig. Stattdessen <a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Magazine/01MagazinSozialesFamilie/05/s-b-hartz-iv-gibt-es-im-gesetz-nicht-warum-chafoef-besser-gewesen-waere.html" target="_blank">überlege man Begriffe</a> wie »Chancenförderungsgesetz«, »ChaföG« –   in Anlehnung an BAföG – oder »Chancenförderungsgeld« zu verwenden.</p>
<p style="text-align: justify;">Niemand soll mehr daran erinnert werden, wie menschenfeindlich das Gesetz ist und dass es nach einem korrupten VW-Mann benannt wurde. Ich werde auch in Zukunft bei »Hartz4« bleiben. Wir machen uns durch Sprachnormierung die Welt so, wie sie uns gefällt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gesetzlich festgelegte Individualität</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 04:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz 4]]></category>
		<category><![CDATA[Jobcenter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts aller in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen bemisst sich nach der individuellen Bedürftigkeit. Die individuelle Bedürftigkeit ergibt sich aus dem gesetzlich festgelegten Bedarf, gekürzt um Einkommen und Vermögen. - Jobcenter Berlin Spandau Anmerkung: Das Bürokratensprech pervertiert den Begriff der Individualität in ein Oxymoron. Eine Individualität, die anhand von vorher festgelegten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts aller in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen bemisst sich nach der individuellen Bedürftigkeit.  Die individuelle Bedürftigkeit ergibt sich aus dem gesetzlich  festgelegten Bedarf, gekürzt um Einkommen und Vermögen.</p>
<p>- <a href="http://www.berlin.de/jobcenter/spandau/leistungsbereiche/index.html" target="_blank">Jobcenter Berlin Spandau</a></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anmerkung:</strong> Das Bürokratensprech pervertiert den Begriff der Individualität in ein Oxymoron. Eine Individualität, die anhand von vorher festgelegten Kriterien bestimmt wurde, ist keine mehr. Das Individuum bestimmt  nicht mehr, was für es gut ist, sondern der Staat definiert die Bedürfnisse des Einzelnen. Die »individuelle Bedürftigkeit« wird nicht berechnet, sondern verrechnet. Wer zu individuell (und zu bedürftig) ist, dem schlagen die vollen Härten des SGB2 und SGB3 entgegen. Unterordnen, anpassen, gehorchen, mitmachen — kurz: der ALG2-Empfänger hat seiner »Mitwirkungspflicht« nachzukommen und nicht seiner Bedürfnisse.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ab jetzt wird durchsanktioniert!</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 04:02:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz4]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin ist Spitzenreiter, wenn es darum geht, seine ALG2-Empfänger zu sanktionieren. Woran das wohl liegen mag? Quelle: Boeckler-Impuls 03/2011]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Berlin ist Spitzenreiter, wenn es darum geht, seine ALG2-Empfänger zu sanktionieren. Woran das wohl liegen mag?</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Sanktionen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8565" title="Hartz-IV-Sanktionen" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Sanktionen.jpg" alt="" width="490" height="514" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">Quelle: <a href="http://www.boeckler.de/32015_113237.html" target="_blank">Boeckler-Impuls 03/2011</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die gebratenen Tauben</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 03:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Bloch]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz4]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Leib, der satt ist, hätte über nichts zu klagen. Falls es ihm nicht an Kleidung und Obdach fehlte, also fast an allem. Falls es nicht an Freunden fehlte und falls das Leben leicht und friedlich liefe statt des Unwetters, als das es den meisten geworden ist. Aber nur das Märchen, das immer lehrreiche, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ein Leib, der satt ist, hätte über nichts zu klagen. Falls es ihm nicht an Kleidung und Obdach fehlte, also fast an allem. Falls es nicht an Freunden fehlte und falls das Leben leicht und friedlich liefe statt des Unwetters, als das es den meisten geworden ist. Aber nur das Märchen, das immer lehrreiche, und das Staatsmärchen wissen vom Tischleindeckdich, vom Schlaraffenland zu erzählen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">- Ernst Bloch, Freiheit und Unordnung, Suhrkamp 1969, Seite 7</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Anmerkung:</strong> Wann fliegen uns endlich –die so oft versprochenen– gebratenen Tauben in den Mund?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Neusprech: Die geforderte Förderung</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/neusprech-die-geforderte-forderung/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 06:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Jobcenter]]></category>
		<category><![CDATA[Schröder]]></category>

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		<description><![CDATA[»Wir werden Leistungen des Staates kürzen, Eigenverantwortung fördern und mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern müssen« - Altbundeskanzler Gerhard Schröder Die Sprache des Jobcenters und der Bundesagentur für Arbeit soll den Druck und die Repression auf Arbeitslose verdecken und verschleiern. Laut dem Gaslobbyisten und Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder sowie dem korrupten Erfinder der ALG2-Gesetzgebung, Peter Hartz, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #993300;"><em>»Wir werden Leistungen des Staates kürzen, Eigenverantwortung fördern und mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern müssen«</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">- Altbundeskanzler Gerhard Schröder</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/neusprech/orwell.html" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-525" title="ZG-Artikel: Neusprech Heute" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/orwell_neusprech.jpg" alt="" width="70" height="90" /></a>Die Sprache des <a title="Neusprech: Jobcenter" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-jobcenter/" target="_blank">Jobcenters</a> und der Bundesagentur für Arbeit soll den Druck und die Repression auf Arbeitslose verdecken und verschleiern. Laut dem Gaslobbyisten und Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder sowie dem <a title="Stern" href="http://www.stern.de/presse/vorab/546729.html" target="_blank">korrupten Erfinder</a> der ALG2-Gesetzgebung, Peter Hartz, liegt das Problem der Arbeitslosigkeit in Deutschland vor allem an zuwenig Druck auf Arbeitslose. Insofern müsse man nur anständig »fordern und fördern« wie es im ALG2-Gesetzestext heisst. Die euphemistische Sprache von ALG-Bescheiden gleicht hierbei einer mafiösen Kommunikation. Aus Familien werden <a title="Neusprech: Bedarfsgemeinschaft" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-bedarfsgemeinschaft/" target="_blank">»Bedarfsgemeinschaften«</a> und aus Menschen »Kunden«.<span id="more-4073"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Es werden »Einladungen« und »Angebote« verschickt, die man nicht ablehnen kann — hier gibt es kaum einen Unterschied zum »Paten«, entweder man kommt der »Bitte« nach oder man hat mit Konsequenzen zu rechnen. Um jedem Arbeitslosen auch sprachlich klar zu machen, dass er vorerst nicht gesellschaftsfähig ist, muss er natürlich durch »Aktivierungsmaßnahmen« und einer »beruflichen Wiedereingliederung« zu einem produktiven und anerkannten Menschen gemacht werden, d.h. erst »aktiviert« werden. Ohne diese »Aktivierung« ist er weder ein Mensch der Respekt und Anerkennung verdient, noch gesellschaftsfähig.</p>
<p style="text-align: justify;">Repression und Zwang begleiten fast das gesamte Umgehen mit Arbeitslosen — genau das versucht die Sprache allerorten zu verschleiern. Es werden »Zielvereinbarungen« getroffen, die suggerieren sollen, als hätte man sich geeinigt, quasi auf Augenhöhe einen gemeinsamen Kompromiss geschlossen. Dabei werden Arbeitslose weder gesetzlich, noch persönlich von Sachbearbeitern gleichberechtigt behandelt. Sie haben sich der vorgegebenen Gesetzeslage zu fügen. Mit der Pistole auf der Brust werden Betroffene gezwungen zu unterschreiben: wer nicht sputet, muss mit harten Sanktionen rechnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die technokratische und bürokratische ALG-Sprache ist durch und durch menschenverachtend. Sie macht ihn zu einem Ding, zu einer Kennziffer.  Die ALG2-Gesetzgebung und der tägliche Umgang mit Arbeitslosen  ist ein einziger riesiger Verstoß gegen Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Von Achtung der Menschenwürde kann keine Rede mehr sein.</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Hartz4 schafft Arbeit</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/hartz4-schafft-arbeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 22:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz 4]]></category>

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		<description><![CDATA[»Die größte Sozialreform der deutschen Geschichte, sollte Arbeit schaffen. Zumindest an den Sozialgerichten hat es geklappt« - Kommentar aus der Doku »Streitfall Hartz4 — die Kontrolle der Arbeitslosenrechte« Anmerkung: Nach der Bundestagswahl werden weitere Hunderttausende in ALG 2 rutschen, da die Kurzarbeit wegfallen wird. Ob die Sozialgerichte sich freuen werden?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #993300;"><em>»Die größte Sozialreform der deutschen Geschichte, sollte Arbeit schaffen. Zumindest an den Sozialgerichten hat es geklappt«</em></span></p>
<p>- Kommentar aus der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XaSLatGo3tM&amp;feature=related" target="_blank">Doku</a> »Streitfall Hartz4 — die Kontrolle der Arbeitslosenrechte«</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anmerkung:</strong> Nach der Bundestagswahl werden weitere Hunderttausende in ALG 2 rutschen, da die Kurzarbeit wegfallen wird. Ob die Sozialgerichte sich freuen werden?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Neusprech: Jobcenter</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-jobcenter/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 22:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Jobcenter]]></category>

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		<description><![CDATA[»Die Zusammenarbeit von Stadt und Arbeitsagentur in der Arbeitsgemeinschaft Jobcenter, kurz ARGE genannt, funktioniert. Sie funktioniert so gut, dass es gelungen ist, die Arbeitslosenquote bei den unter 25 — Jährigen auf 3,6 Prozent zu drücken« - Mitteilung von Stadtrat Joachim Horner aus der Gemeinderatsfraktion der SPD Mannheim vom 9. Februar 2009 Die Bezeichnungen des sog. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><span style="color: #993300;"><em>»Die Zusammenarbeit von Stadt und Arbeitsagentur in der Arbeitsgemeinschaft Jobcenter, kurz ARGE genannt, funktioniert. Sie funktioniert so gut, dass es gelungen ist, die Arbeitslosenquote bei den unter 25 — Jährigen auf 3,6 Prozent zu drücken«</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">- <!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  -->Mitteilung von Stadtrat Joachim Horner aus der <a href="http://www.spd-gemeinderatsfraktion-mannheim.de/index.php?nr=19051&amp;menu=1" target="_blank">Gemeinderatsfraktion der SPD Mannheim</a> vom 9. Februar 2009</p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><a href="http://www.zeitgeistlos.de/neusprech/orwell.html" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-525" title="ZG-Artikel: Neusprech Heute" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/orwell_neusprech.jpg" alt="" width="70" height="90" /></a>Die Bezeichnungen des sog. »Jobcenters«, der »Arbeitsgemeinschaft« (ARGE) oder auch der »Agentur für Arbeit« sind klassische Euphemismen. Das zu deutsch »Zentrum für Arbeit« suggeriert eine Institution, in der es Lohnarbeit zu verteilen gäbe. Ein Hort der Arbeit für Arbeitssuchende quasi. In Wahrheit wird Arbeitslosigkeit, werden die Arbeitslosen verwaltet, schikaniert und herumgestoßen. Das gleiche gilt für die »Agentur für Arbeit«. Dieses Marketing-BWL-Neusprech soll dem Arbeitslosen klar machen, dass dort vermittelt und nicht verwaltet wird.<span id="more-2736"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  -->Mit dieser Bezeichnung soll den Arbeitslosen suggeriert werden, dass es ja genügend Lohnarbeit zu verteilen gäbe. Es liegt also nicht an mangelnden Arbeitsplätzen, sondern an der Qualifizierung des Arbeitssuchenden. Und hier beginnt das Jobcenter seine Legitimierung für sämtliche (Repressions-)Maßnahmen zu begründen. Der »Kunde« müsse mehr <a title="ZG-Artikel: Eigenverantwortung" href="http://www.zeitgeistlos.de/eigenverantwortung/eigenverantwortung.html" target="_blank">Eigenverantwortung</a> zeigen, Schulabschlüsse nachmachen, Bewerbungstrainingskurse absolvieren, 1-Euro-Jobs machen und sich sowieso weiterbilden, was das Zeug hält. Natürlich wird er dazu nicht gezwungen, sondern  »eingeladen«. Dann hat er vielleicht eines Tages die Chance einen der so vielen Jobs — welche die ARGE, das Jobcenter  und die Agentur für Arbeit für alle bereit halten — zu bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  -->Grundsätzlich muss natürlich betont werden, dass »Jobs« heutzutage schon lange keine sozialversicherungspflichtige Vollbeschäftigung mehr bedeuten. Alles wird als Job definiert, solange der Arbeitslose nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik auftaucht. Ob 1-Euro-Jobs, Leiharbeit, Aufstocker, Mini-Jobs, Praktika oder Maßnahmen. Beschäftigung im Sinne von »beschäftigt sein« ist alles.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neusprech: Bedarfsgemeinschaft</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-bedarfsgemeinschaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 22:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Bedarfsgemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz 4]]></category>

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		<description><![CDATA[»Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen« - SGB2 vom 24. Dezember 2003, §2 »Grundsatz des Forderns«, Seite 3 Mit der Neuregelung des ALG 2 zum 1. Januar 2005 (auch Hartz 4 genannt) wurde der Begriff »Bedarfsgemeinschaft« neu geprägt. Im technisch-funktionalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><span style="color: #993300;"><em>»Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen«</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;">- </span><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/sgb_2/gesamt.pdf" target="_blank">SGB2</a> vom 24. Dezember 2003, §2 »Grundsatz des Forderns«, Seite 3</p>
<p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/neusprech/orwell.html" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-525" title="ZG-Artikel: Neusprech Heute" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/orwell_neusprech.jpg" alt="" width="70" height="90" /></a>Mit der Neuregelung des ALG 2 zum 1. Januar 2005 (auch Hartz 4 genannt) wurde der Begriff »Bedarfsgemeinschaft« neu geprägt. Im technisch-funktionalen Bürokratendeutsch verschwindet der Mensch aus der Formulierung. Freunde, Ehepaare, Liebende, Geschwister — sie alle werden als eine »Gemeinschaft« klassifiziert, die sich nicht durch Individualität, Charakter oder Werte auszeichnet, sondern die schlichtweg einen finanziellen »Bedarf« hat. Der Mensch und sein soziales Umfeld als Kosten — Nutzen Rechnung.<span id="more-2314"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: justify;">Der Begriff ist im SGB 2 ganze 55 mal enthalten. In Kapitel 2 (Anspruchsvorraussetzungen) definiert das SGB 2 unter §7 (Berechtigte) folgende Personen zugehörig zu einer »Bedarfsgemeinschaft«:</p>
<p>1.) Erwerbsfähige Hilfebedürftige</p>
<p>2.) Im Haushalt lebende Eltern</p>
<p>3.) Ehegatte oder Lebenspartner</p>
<p>4.) Kinder</p>
<p>5.) Freunde oder Bekannte im gemeinsamen Haushalt</p>
<p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: justify;">Ob Eltern mit Kindern, Alleinerziehende, Ledige oder Jugendliche — das Arbeitsamt (»Jobcenter« ist ein Euphemismus!) interessiert sich nicht für die jeweiligen individuellen Bedürfnisse und sozialen Bindungen. Was interessiert, ist das materielle Vermögen der Verwandtschaft, von Freunden, Eheleuten usw., das eingezogen und angerechnet wird. Der technisch-funktionale Verwurstungs — und Repressionsapparat, den alle Empfänger zu spüren bekommen sowie die Aufrechterhaltung des sog. »Ernährer-Modells« werden damit vorangetrieben.</p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  -->Insofern verfolgt der Begriff eine mehrgleisige Strategie. Zum einen verschwindet der Mensch aus der Sprache, so werden die gezielt gewollten Sanktions — und Repressionsmechanismen versteckt. Zum anderen, findet eine immense Verschleierungstaktik statt. Denn was eine Gemeinschaft wirklich braucht oder bedarf, interessiert das Arbeitsamt nicht. Der ALG 2 — Empfänger hat sich vielmehr den Anordnungen (»Bedürfnissen«) des Arbeitsamtes, also des Gesetzgebers zu unterwerfen. Diese sind Beihilfe zur Fälschung der Arbeitslosenstatistiken, indem man an sog. »Maßnahmen« teilnimmt, die Offenlegung sämtlicher finanzieller Verhältnisse sowie die Aneignung des Habitus, man sei selbstverschuldet und <a title="ZG-Artikel: Eigenverantwortung" href="http://www.zeitgeistlos.de/eigenverantwortung/eigenverantwortung.html" target="_blank">eigenverantwortlich</a> arbeitslos.</p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><span style="color: #993300;"><em>»Hausbesuch bei der Bedarfsgemeinschaft — Mit Hartz-IV-Kontrolleuren unterwegs«</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">- <!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/hausbesuch-bei-der-bedarfsgemeinschaft;909058" target="_blank">Schlagzeile im Handelsblatt</a> vom 7. Juni 2005</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
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