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	<title>ZG Blog &#187; Afrika</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Anti-Diskriminierungsland</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 16:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutschland ist ein Anti-Diskriminierungsland! Hier wird nicht diskriminiert. Schon gar nicht wegen der Hautfarbe, der Herkunft, der sexuellen Ausrichtung, dem Haarschnitt oder der Religion. Weder Medien noch Politiker würden jemals hetzen oder verunglimpfen. Und die Bürger schon gar nicht. Alle wahren und leben doch Artikel 1 des Grundgesetzes! Angeblich soll die Post nun einen Afrikaner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Deutschland ist ein Anti-Diskriminierungsland! Hier wird nicht diskriminiert. Schon gar nicht wegen der Hautfarbe, der Herkunft, der sexuellen Ausrichtung, dem Haarschnitt oder der Religion. Weder Medien noch Politiker würden jemals hetzen oder verunglimpfen. Und die Bürger schon gar nicht. Alle wahren und leben doch Artikel 1 des Grundgesetzes! Angeblich soll die Post nun einen <a title="Süddeutsche" href="http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/211/501466/text/" target="_blank">Afrikaner nicht eingestellt haben</a>, eben weil er eine schwarze Hautfarbe hatte. Die Post beruft sich aber darauf, sie habe ihn nicht eingestellt, weil er <em>»nicht gut genug deutsch«</em> könne. Nun darf die Post dem Afrikaner 5400 Euro Entschädigung zahlen. Ob »der Afrikaner« — der im SZ-Artikel immer nur als namenloser »Afrikaner« tituliert wird — sich von dem Geld nun wenigstens einen Deutsch-Kurs gönnt?</p>
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		<title>Zur Erinnerung: der Völkermord in Ruanda</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 18:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[Völkermord]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt, soweit ich weiß, kein besonderes Ereignis, warum ich dieses Thema jetzt aufgreife. Aber warum muss es das geben? Wenn wir Blogger uns an das Agenda Setting der bürgerlichen Mainstream-Medien halten, bestimmen sie zumindest die Themen mit, die auch wir Blogger angehen. Und das kann nicht in unserem Interesse sein. Auch wir sollten eigene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es gibt, soweit ich weiß, kein besonderes Ereignis, warum ich dieses Thema jetzt aufgreife. Aber warum muss es das geben? Wenn wir Blogger uns an das Agenda Setting der bürgerlichen Mainstream-Medien halten, bestimmen sie zumindest die Themen mit, die auch wir Blogger angehen. Und das kann nicht in unserem Interesse sein. Auch wir sollten eigene Themen einbringen. In diesem Sinne ist der folgende Beitrag eine kurze, knappe Zusammenfassung zum Völkermord in Ruanda im Jahre 1994 anhand der W-Fragen.<span id="more-3682"></span></p>
<p style="text-align: left;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wann war der Völkermord?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Von April bis Juni 1994. Knappe 3 Monate.</p>
<p style="text-align: left;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wo hat er stattgefunden?<br />
</strong></p>
<p style="text-align: left;">In Ruanda, Ostafrika.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/karte.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-3694" title="Ruanda" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/karte.gif" alt="" width="196" height="250" /></a></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong>Wer war daran beteiligt?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Angehörige      der Hutu-Mehrheit (85–90% der Bevölkerung, 10–15% waren Tutsi),      organisiert in Milizen (Interahamwe, Impuzamugambi), ruandische Armee,      Präsidentengarde, Hutu-Zivilbevölkerung, Anhänger der radikalen »Hutu-Power«, die mit Organisationen der Tutsis nicht verhandeln wollten (wie. Z.B. der Tutsi-Rebellenbewegung »RPF«).</p>
<p style="text-align: left;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Warum fand er statt?</strong></p>
<ul style="text-align: left;" type="disc">
<li>Ein      langjähriger Konflikt zwischen den Bevölkerungsgruppen der Hutus und der      Tutsis entlud sich in der Vergangenheit schon mehrmals.</li>
<li>In      der Kolonialzeit der Deutschen (1899–1919) und der Belgier     wurden die Tutsis, die ursprünglich Viehzüchter waren, wegen ihrer      vermeintlich helleren Haut, zu Aufsehern über die Hutus gemacht.      Dadurch entstand ein gegenseitiger Rassenhass, ein ethnischer Konflikt      wurde geschürt.</li>
<li>Die      Bevölkerungsgruppe der Hutus waren ursprünglich Bauern, die jedoch mit den      Tutsis früher in Frieden lebten.<strong></strong></li>
<li>Außerdem      hatten viele Hutus Angst vor Repressalien extremistischer Hutus oder vor      der Gewalt der Tutsis. Diese wurden als Komplizen der      Tutsi-Rebellenbewegung RPF angesehen.<strong></strong></li>
<li>Als      Auslöser wird heute gesehen: Am 6.April 1994 wurde das Flugzeug des      Hutu-Staatspräsidenten Habyarimana, in dem auch der burundische      Staatspräsident saß, von zwei Raketen abgeschossen.</li>
<li>Bis      heute ist nicht geklärt, ob es die Tutsi-Rebellenbewegung RPF war, da sie      mit den Friedensverhandlungen nicht einverstanden waren oder ob es      Hutu-Extremisten waren, um so den Konflikt zu verschärfen.</li>
<li>Daraufhin begannen extremistische Hutu-Milizen und die Präsidentengarde mit den Ermordungen an gemäßigte Hutus und Tutsi-Prominenten.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wie wurde er durchgeführt?</strong></p>
<ul style="text-align: left;" type="disc">
<li><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/macheten-narben.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3689" title="Macheten-Narben" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/macheten-narben.jpg" alt="" width="240" height="161" /></a>Hutu-Milizien  errichteten Strassensperren, die Hutu-Zivilbevölkerung metzelte Tutsis mit      Macheten, Gewehren, Nagelkeulen und primitiven Waffen nieder. Auch      gemäßigte Hutus wurden umgebracht, da sie als Verräter angesehen wurden.</li>
<li>Als      politischer und militärischer Drahtzieher der Hutu-Extremisten wird Oberst      Bagasora gesehen, der vom Internationalen Straftribunal in Arusha      (Tansania) im Dezember 2008 zu einer lebenslangen Haft verurteilt wurde</li>
<li>Anhand      von vorbereiteten Listen und Ausweisen wurden Tutsis aufgespürt und      ermordet. Auch gemäßigte Hutus wurden umgebracht.</li>
<li>Verbreitung      der radikalen Hutu-Ideologie, dass Tutsis keine Menschen, sondern      Ungeziefer (Kakerlaken »inyenzi«) sind und ausgerottet werden müssten.</li>
<li>Hier      spielte das Radio (Sender »Radio-Télévision Libre des Mille Collines«)      eine zentrale Rolle, in dem diese Botschaften verkündet wurden. Viele      Hutus waren nämlich Analphabeten.</li>
<li>Verwaltungsangehörige      gaben Weisungen an die Zivilbevölkerungen auf, Tutsis zu ermorden.</li>
<li>Die      Täter warfen die Leichen in Flüsse oder Seen, beseitigten sie in      Massengräbern, stapelten sie am Straßenrand oder ließen sie am Tatort      liegen.</li>
<li>Tutsis suchten Flucht in Schulen, Kirchen, Krankenhäusern etc.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was waren die Folgen?</strong></p>
<ul style="text-align: left;" type="disc">
<li>500.000–1      Millionen Tutsis verloren bei dem Genozid ihr Leben. Damit fielen 75–90%      aller Tutsis in Ruanda dem Völkermord zum Opfer. Auch ca. 50.000 gemäßigte      Hutus starben.</li>
<li>Aus      Angst vor der Rache der Tutsis flohen daraufhin ca. 2 Millionen Hutus in      die Nachbarländer. Erst diese Bilder erregten weltweit Aufsehen und      Mitgefühl.</li>
<li>Es      ist heute verboten, von Tutsis und Hutus zu sprechen. Im Juni 2008 wurde      in Ruanda ein Gesetz verabschiedet das »Genozid-Ideologie« verbietet und      unter Strafe stellt.</li>
<li style="text-align: left;">Die      juristische Aufarbeitung gestaltet sich bis heute als schwierig. Zumindest      wurden viele führende Köpfe der Hutu-Extremisten gerichtlich verurteilt. Eine  juristische Aufarbeitung gibt es heute auf drei Ebenen: dem internationalen Strafgerichtshof      für Ruanda, der nationalen Gerichtsbarkeit in Ruanda und seit 2005 gibt es in      Ruanda landesweit sog. »Gacaca-Gerichte«, die nicht nur urteilen, sondern      den Völkermord rekonstruieren und zur Versöhnung beitragen sollen.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">
]]></content:encoded>
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		<title>Vergessene Geschichte</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 02:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Le monde diplomatique]]></category>
		<category><![CDATA[Zweiter Weltkrieg]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Le Monde diplomatique vom Oktober 2009 erschien ein bemerkenswerter Artikel mit dem Titel »Wessen Krieg und wessen Ehre?«. Er thematisierte auf vielen Ebenen, die (bewusst) vergessene Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Auf Seiten der Allierten und der Achsenmächte kämpften Millionen Soldaten aus den Kolonialgebieten. Sie wurden zwangsrekrutiert oder mit Freiheits-Versprechen für den Krieg geködert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.3www2.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=65&amp;Itemid=70" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-3520" title="Vergessene-Geschichte" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/vergessene-geschichte.jpg" alt="" width="500" height="147" /></a>In der Le Monde diplomatique vom Oktober 2009 erschien ein bemerkenswerter Artikel mit dem Titel <a title="Le Monde diplomatique" href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2009/10/09.mondeText.artikel,a0042.idx,16" target="_blank">»Wessen Krieg und wessen Ehre?«</a>. Er thematisierte auf vielen Ebenen, die (bewusst) vergessene Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Auf Seiten der Allierten und der Achsenmächte kämpften Millionen Soldaten aus den Kolonialgebieten. Sie wurden zwangsrekrutiert oder mit Freiheits-Versprechen für den Krieg geködert. Schlecht ausgebildet und ausgerüstet wurden sie zumeist an vorderster Front »verheizt«.<span id="more-3518"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die westliche Geschichtsschreibung ist von einem bewussten oder unbewussten Rassismus geprägt. Opferzahlen oder Gedenken für die Menschen aus den Kolonialgebieten,  werden selten thematisiert. In Indonesien starben über eine Million Zwangsarbeiter unter japanischer Besatzung, China hatte geschätzte 21 Millionen Opfer zu beklagen im gesamten Zweiten Weltkrieg. Insgesamt 6 Millionen Soldaten, d.h. fast jeder Zweite in der britischen Armee stammte aus den Kolonialgebieten. Allein 2,5 Millionen davon waren Inder. In der französischen Armee dienten über 1 Million Afrikaner.</p>
<p style="text-align: justify;">Weder in der Schule, noch in TV-Dokumentationen hierzulande wird dies thematisiert. Es wird schlicht und einfach verschwiegen. Die Wanderausstellung <a href="http://www.3www2.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=65&amp;Itemid=70" target="_blank">»die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg«</a> legt hierbei den Finger in die Wunde und will die vergessene Geschichte wieder in Erinnerung rufen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		<title>Auflösung des Rätsels</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 10:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>

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		<description><![CDATA[Interessant zu beobachten, dass tatsächlich viele Deutschland oder zumindest die westlichen Industriestaaten genannt haben. Ihr haltet Deutschland bzw. die kapitalistischen Staaten echt nicht mehr für eine funktionierende Demokratie? Leider muss ich euch da weitestgehend zustimmen. Und genau das habe ich mir dabei auch gedacht und euch in eine süße Falle gelockt Denn der Autor des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Interessant zu beobachten, dass tatsächlich viele Deutschland oder zumindest die westlichen Industriestaaten genannt haben. Ihr haltet Deutschland bzw. die kapitalistischen Staaten echt nicht mehr für eine funktionierende Demokratie? Leider muss ich euch da weitestgehend zustimmen. Und genau das habe ich mir dabei auch gedacht und euch in eine süße Falle gelockt  <img src='http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-includes/images/smilies/zwink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Denn der Autor des Zitates, Sozialwissenschaftler Hein Mück, schrieb in der <a href="http://www.blaetter.de/" target="_blank">Blätter-Ausgabe 11/09</a>, über Simbabwe. Dieses Land gilt mittlerweile  fast schon als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gescheiterter_Staat" target="_blank">»Failed State«</a>. 90 Prozent aller Schulen und Krankenhäuser sind geschlossen und Machtinhaber Robert Mugabe hat das Land heruntergewirtschaftet. Sind wir in Wahrheit also Simbabwe näher als wir glauben möchten?</p>
]]></content:encoded>
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