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	<title>ZG Blog &#187; Vermischtes</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Cool und Uncool</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 07:51:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Cool]]></category>
		<category><![CDATA[Uncool]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>

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		<description><![CDATA[Zigaretten, Alkohol, Kaffee und Joints sind cool. Drogen-Abstinenz ist uncool. Konsum, Materialismus und Haben-Denken sind cool. Bescheidenheit und Genügsamkeit sind uncool. Gewalt, Action und Kriege sind cool. Pazifismus ist uncool. Singen, tanzen und Musik machen sind cool. Sich der Stille hingeben ist uncool. RTL 2, BILD, smartphones und Spiele-Konsolen sind cool. 3 Sat, Bücher und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Zigaretten, Alkohol, Kaffee und Joints sind cool.<br />
Drogen-Abstinenz ist uncool.</p>
<p>Konsum, Materialismus und Haben-Denken sind cool.<br />
Bescheidenheit und Genügsamkeit sind uncool.</p>
<p>Gewalt, Action und Kriege sind cool.<br />
Pazifismus ist uncool.</p>
<p>Singen, tanzen und Musik machen sind cool.<br />
Sich der Stille hingeben ist uncool.</p>
<p>RTL 2, BILD, smartphones und Spiele-Konsolen sind cool.<br />
3 Sat, Bücher und Theater sind uncool.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Frohe Weihnachten 2011</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 08:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jtheripper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ZG-Redaktion wünscht allen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest. Lasst es ordentlich mit eurem neuen 3D-Flachbildschirm krachen oder lehnt euch zurück und genießt die kleine Pause. Wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, gibt es heute keine Kritik an Politik, Gesellschaft oder den Menschen. Bis 2012 lassen wir es im ZG-Blog noch etwas entspannter laufen, um dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/photo_munki/5291376738/sizes/l/in/photostream/"><img class="aligncenter size-full wp-image-11185" title="Christmas Cat - Photo Munki - flickr" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/christmas_cat_flickr_photo_munki.jpg" alt="" width="450" height="279" /></a></p>
<p>Die ZG-Redaktion wünscht allen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest. Lasst es ordentlich mit eurem neuen 3D-Flachbildschirm krachen oder lehnt euch zurück und genießt die kleine Pause.</p>
<p>Wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, gibt es heute keine Kritik an Politik, Gesellschaft oder den Menschen. Bis 2012 lassen wir es im ZG-Blog noch etwas entspannter laufen, um dann wieder gestärkt durchzustarten.  Und da ich mit einer Katze begonnen habe, sollte man auch mit einer aufhören: <span class="noTypo">Simon's Cat!!</span></p>
<p><object width="450" height="259"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/BWIPZvwcnX8?version=3&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed class=" lyxhbjtjoanbbqftwzpw" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="259" src="http://www.youtube.com/v/BWIPZvwcnX8?version=3&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Jobbörse für Anfänger</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 07:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[ALG2]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz 4]]></category>
		<category><![CDATA[Jobcenter]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst kommen Sie einer Einladung des Jobcenters nach, die Sie nicht ablehnen dürfen. Und wenn doch, mit Sanktionen rechnen können. Nun werden Sie mit weiteren Zwangseingeladenen in einen großen Versammlungssaal geführt. Nachdem sich der Sachbearbeiter-Dozent vorgestellt und ein tolles Lächeln aufgelegt hat, beginnt er mit einem 1x1 des Internets. Schließlich sind alle Hartzis nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zunächst kommen Sie einer Einladung des Jobcenters nach, die Sie nicht ablehnen dürfen. Und wenn doch, mit Sanktionen rechnen können. Nun werden Sie mit weiteren Zwangseingeladenen in einen großen Versammlungssaal geführt. Nachdem sich der Sachbearbeiter-Dozent vorgestellt und ein tolles Lächeln aufgelegt hat, beginnt er mit einem 1x1 des Internets. Schließlich sind alle Hartzis nicht nur chronisch verfettet, faul, alkohol– und tabaksüchtig, sondern auch gestandene Web-Deppen. Dabei dürfen kreative Formulierungen wie »dann klicken Sie hier« natürlich nicht fehlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Sobald Sie einen eigenen Account in der <a href="http://jobboerse.arbeitsagentur.de/">Jobbörse</a><strong></strong> angelegt haben, dürfen Sie sich über weitere Post ihres Arbeitsvermittlers freuen. Denn der Möchtegern-Dozent erzählt stolz, dass Sie sich ihren Jobbörse-Account mit ihrem Arbeitsvermittler teilen. Er hat vollen Zugriff und kann sehen, wie, wo und wann Sie sich über die Jobbörse beworben haben. Somit sparen Sie Ihrem Arbeitsvermittler wertvolle Recherche– und Arbeitszeit. Sie sind nun ein besserer Bürger und ein wertvollerer Hartzi als vorher. Herzlichen Glückwunsch!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Das Sex-Sells-Prinzip</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/das-sex-sells-prinzip/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 07:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Marktwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Sex verkauft sich. Sex ist allgegenwärtig. Die sexualisierte Gesellschaft stellt Dogmen auf, die zwar unausgesprochen sind, aber verinnerlicht werden: 1.) Nur wer sich dem Schönheitsideal unterwirft und seinen Körper bzw. sein Auftreten dem Schönheitsfaschismus angleicht, wird Sex haben können. 2.) Die Empfänger von direkter oder indirekter sexualisierter Werbung sind einfältig, dümmlich und triebgesteuert! Davon gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-10968" title="Fleisch_Wurst" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Fleisch-450x204.gif" alt="" width="450" height="204" />Sex verkauft sich. Sex ist allgegenwärtig. Die <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/moralfinger/sexgesellschaft.html">sexualisierte Gesellschaft</a> stellt Dogmen auf, die zwar unausgesprochen sind, aber verinnerlicht werden:</p>
<p style="text-align: justify;">1.) Nur wer sich dem Schönheitsideal unterwirft und seinen Körper bzw. sein Auftreten dem Schönheitsfaschismus angleicht, wird Sex haben können.<span id="more-10966"></span></p>
<p style="text-align: justify;">2.) Die Empfänger von direkter oder indirekter sexualisierter Werbung sind einfältig, dümmlich und triebgesteuert! Davon gehen wir Werbe-Fachleute seit Jahrzehnten aus, deshalb bedienen wir uns auch so häufig des Sex-Sells-Prinzips.</p>
<p style="text-align: justify;">3.) Image ist alles. Die Qualität und die Aufmerksamkeit für ein Produkt bzw. für eine Dienstleistung wird durch nacktes Fleisch erhöht.</p>
<p style="text-align: justify;">4.) Die Drei-S-Regel (schön, schlank und still sein) bringt Dich im Leben weiter. Nur so wirst Du glücklich und zufrieden mit Dir sein.</p>
<p style="text-align: justify;">5.) Das <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/das-sexuelle-kapital/">sexuelle Kapital</a> ist ebenso gnadenlos wie das ökonomische und soziale Kapital, das Menschen spaltet und abwertet.</p>
<p style="text-align: justify;">6.) Neben fressen, schlafen und scheissen, ist vögeln der Sinn des Lebens. Hobbys, Leidenschaften, Freunde, Familie und Bildung sind nur insofern wichtig, als dass sie Dich sexuell attraktiver machen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>(P:S: Die Berliner U-Bahnhöfe sind vollgeschmiert mit obiger Rohfleischbildkost.)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rabatt ist geil</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/rabatt-ist-geil/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 08:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Rabatt]]></category>

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		<description><![CDATA[Geiz ist geil hat ausgedient. Rabatt ist geil. Kaufen, kaufen, kaufen. Billig, billig — das will ich! Ohne Rabatt macht das Leben keinen Spass mehr! Vorbei sind die Zeiten des Personal-, Treue-, Jahres-, Positions-, Erstbesteller-, Jubiläums-, Aktions-, Web-, Frühbucher-, Lagerräumungs– oder Punkterabatts! Ab sofort gibt es auch den Scheiss-, Spritz-, Kotz-, Kack– und Leck-mich-am-ich-mach-Dir-den-Eimer-voll-Rabatt! Nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-10939" title="Baustellen-Rabatt" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Baustellen-Rabatt-450x304.jpg" alt="" width="450" height="304" />Geiz ist geil hat ausgedient. <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=rabatt&amp;gs_sm=e&amp;gs_upl=11633573l11634332l3l11634678l6l6l0l0l0l0l261l1214l0.2.4l6l0&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&amp;biw=1280&amp;bih=871&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;tbm=isch&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=wi">Rabatt ist geil</a>. Kaufen, kaufen, kaufen. Billig, billig — das will ich! Ohne Rabatt macht das Leben keinen Spass mehr! Vorbei sind die Zeiten des Personal-, Treue-, Jahres-, Positions-, Erstbesteller-, Jubiläums-, Aktions-, Web-, Frühbucher-, Lagerräumungs– oder Punkterabatts! Ab sofort gibt es auch den Scheiss-, Spritz-, Kotz-, Kack– und Leck-mich-am-ich-mach-Dir-den-Eimer-voll-Rabatt! Nur beim Händler Ihres Vertrauens! Greifen Sie zu!</p>
<p style="text-align: justify;"><em>(Für die Qualität des Bildes muss ich mich entschuldigen. Wurde in einem Einkaufszentrum in Berlin mit meinem Handy aufgenommen, weil ich noch keine neuen Batterien für meine Digi-Cam rabattet habe)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Markt-Dämon</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/der-markt-damon/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 08:01:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Dämon]]></category>
		<category><![CDATA[Marktwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Von unvergleichlicher Pracht ist das Reich des Marktes. Es ist ein Reich des Friedens und der Schönheit und doch ohne Liebe. Ein Paradies der Ordnung und der Glückseligkeit. Ein Ort der erfüllten Wünsche und Träume. Und da sind Freuden in solcher Vielzahl, mit denen man ins Innerste der eigenen Seele schauen kann. Vom Himmel regnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-10914" title="Dämon der Völlerei" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Dämon-der-Völlerei-450x369.jpg" alt="" width="450" height="369" /></p>
<p style="text-align: justify;">Von unvergleichlicher Pracht ist das Reich des Marktes. Es ist ein Reich des Friedens und der Schönheit und doch ohne Liebe. Ein Paradies der Ordnung und der Glückseligkeit. Ein Ort der erfüllten Wünsche und Träume. Und da sind Freuden in solcher Vielzahl, mit denen man ins Innerste der eigenen Seele schauen kann.<span id="more-10901"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Vom Himmel regnen Anreiz und Geld und leckere Salzlake tropft von den Bäumen, die überall mit giftigem Eigennutz überzogen sind. Die Wettbewerbsfähigkeit ist grün wie ein lang vergessener Haferschleim. In den brennenden pechschwarzen Meeren schwimmen Obdachlose und Modernisierungsverlierer. Weißbäuchige Investoren-Maden zerreiben zwischen ihren Klauen den Lebenshauch der Sozialschmarotzer. Das Wirtschaftswachstum ist aus lebendem schreiendem Fleisch und die nie endende Neidkultur verströmt einen giftigen Pesthauch. Fünfköpfige Spekulanten aus öligem Rauch bestehend, umnachten die  Geister der Geringverdiener, bis sie in Stücke gerissen werden, um den  Vermögenden, als nie sterbende Nahrung zu dienen. Flammen gnadenloser Eigenverantwortung brodeln auf dem Schlachtfeld der Globalisierung. Ein zufriedenes Jammern und Jaulen der Leistungsträger liegt in der Luft.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist ein Ort völliger Freiheit: hier wird gelohnarbeitet, gezwungen und getreten. Da werden die Zungen im Hals zu kalten Minijobs und lieblicher sozialverträglicher Stellenabbau zum ewigen Alptraum. Da werden die Augen zu eitriger Gier und blauer Speichel rinnt aus den Mäulern der Vollbeschäftigten. Da werden Idealisten zu Knochen geflochten und das Blut der Freidenker auf dem Alter des Handels geopfert.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Herzen des Reiches in einer Zitadelle aus purem Blutgold, deren Fackeln die Seelen der Schuldner zehren, sitzt auf einem blutroten Thron des Nichts, huldvoll lächelnd, der Herzog der sozialen Marktwirtschaft. Seinen Namen auszusprechen wagt kein Steuerzahler. Demagogie und Populismus sind sein linker und sein rechter Fuß. Seine Hände die Finanzindustrie und die Konzerne. Seine vielfach gespaltenen Augen sind blind und sehen doch alles. Und eine Zunge spricht Konsum und eine Zunge spricht Materialismus. Und er lacht glockenhell, und wer es hört dem schwinden die Sinne, um niemals wiederzukehren.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Arme zahlen</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/zahlen-fur-ein-reiches-land/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 07:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Reichtum]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Süddeutsche Zeitung erklärt ihren Lesern Zahlen, die wir kennen sollten, um die Krise zu verstehen. Hunderte Milliarden Euro für Rettungsschirme, Kredite und Hilfspakete. Es gibt aber auch noch andere Zahlen, um die Krise zu verstehen: Knapp 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind auf Lebensmittelspenden, auf die Tafeln angewiesen. - lebensmittelpraxis.de In Deutschland leiden etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/europa-in-der-schuldenkrise-die-zahlen-die-sie-kennen-muessen-1.1172247">Süddeutsche Zeitung</a> erklärt ihren Lesern Zahlen, die wir kennen sollten, um die Krise zu verstehen. Hunderte Milliarden Euro für Rettungsschirme, Kredite und Hilfspakete. Es gibt aber auch noch andere Zahlen, um die Krise zu verstehen:</p>
<p>Knapp 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind auf Lebensmittelspenden, auf die Tafeln angewiesen.</p>
<p><a href="http://www.lebensmittelpraxis.de/industrie/2454-zahl-der-hilfesuchenden-gestiegen.html">- lebensmittelpraxis.de</a></p>
<p>In Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression.</p>
<p><a href="http://www.servier.de/daten_und_fakten_zur_depression_in_deutschland.php">- servier.de</a></p>
<p>Über 2,5 Millionen Kinder in Deutschland leben auf Sozialhilfeniveau und in Einkommensarmut.</p>
<p><a href="http://www.dksb.de/content/showpage.aspx?content=459&amp;tpl=0">- Deutscher Kinderschutzbund</a></p>
<p>Ungefähr 10.000 Menschen begehen in Deutschland jährlich Selbstmord.</p>
<p><a href="http://www.suizidprophylaxe.de/">- Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention</a></p>
<p>Knapp 1,4 Millionen Menschen in Deutschland lohnarbeiten, können davon aber nicht leben (sog. »Aufstocker«). Sie beziehen zusätzlich Hartz 4.</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/aufstocker106.html">- tagesschau.de</a></p>
<p>Ungefähr 330.000 Menschen in Deutschland sind obdachlos.</p>
<p><a href="http://www.bagw.de/index2.html">- Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Es hat sich ausgemarktet!</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/es-hat-sich-ausgemarktet/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 09:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Neoliberalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>

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		<description><![CDATA[Feynsinn, Antiferengi, Klaus Baum und viele andere Blogs haben schon auf den weltweiten Aktions– und Protesttag am Samstag, den 15. Oktober hingewiesen. Nun möchte ich an dieser Stelle auch einige Worte dazu verlieren, zumal jthripper schon den Verdacht hegte, ob ich nun konservativ geworden wäre, weil ich noch nichts dazu geschrieben habe. Zu den allseits [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://15october.net/" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-10715" title="weltweiter Aktionstag" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/weltweiter-Aktionstag.jpg" alt="" width="620" height="110" /></a><a href="http://feynsinn.org/?p=10511">Feynsinn</a>, <a href="http://www.antiferengi.de/cgi-bin/environ?line=blogs&amp;act=show&amp;bnr=678&amp;cnr=&amp;bcnr=">Antiferengi</a>, <a href="http://www.klaus-baum.info/">Klaus Baum</a> und viele andere Blogs haben schon auf den weltweiten Aktions– und Protesttag am Samstag, den 15. Oktober hingewiesen. Nun möchte ich an dieser Stelle auch einige Worte dazu verlieren, zumal jthripper schon den Verdacht hegte, ob ich nun konservativ geworden wäre, weil ich noch nichts dazu geschrieben habe.<span id="more-10696"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Zu den allseits beliebten Totschlag-Phrasen <em>»es bringt ja doch nichts«</em> und <em>»es wird sich eh nichts ändern«</em>, wenn man demonstrieren geht, hat flatter von Feynsinn schon alles Wesentliche gesagt. Ich möchte gern etwas zum »überheblichen Westen« sagen, der sich gern als überlegenes Land präsentiert, in dem Demokratie und Menschenrechte auf ihrem Höhepunkt zu sein scheinen. In diesen Tagen ist Bundeskanzlerin Merkel in Vietnam unterwegs:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Merkel signalisierte Unterstützung Deutschlands, pochte aber auf mehr  Pressefreiheit und Meinungsfreiheit sowie die Einhaltung von  Menschenrechten.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.stern.de/politik/ausland/merkel-fuer-mehr-geschaefte-mit-vietnam-und-menschenrechte-1737288.html">- Stern.de</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das Motiv des überlegenen Westens, der Menschenrechte und Demokratie in Zweite– und Dritte-Welt Ländern fordert, wird oft beschworen und soll den eigenen Bürgern zu verstehen geben, das im industriellen und neoliberalen Westen Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit installiert seien, die Bürger glücklich und zufrieden sind. Ferner versprechen Demokratie und Menschenrechte Gerechtigkeit, Frieden und Sicherheit. So wird es jedem Schüler, jedem Studenten und jedem Zeitungsleser tagtäglich eingeimpft. Und die meisten glauben auch daran. Dabei gibt es eine Menge Gründe für Unmut, Unzufriedenheit, Protest und Aufbegehren:</p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">In Deutschland herrscht seit der Schröder-Ära eine Lobbykratie, in der Lobbyisten Gesetze formulieren und Politik machen. Die Interessen des Volkes interessieren nicht. Geld und Macht regieren die Politik. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sagte im Mai 2010: <em>»Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden«.</em></li>
<li style="text-align: justify;">Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise wurden den Banken ganze 500 Milliarden Euro zugesprochen, um ihre kriminellen Geschäfte weiter betreiben zu können. In den nächsten Jahrzehnten darf das Volk die Summe, mit Einsparungen und Kürzungen im sozialen, kulturellen und ökologischen Sektor, bezahlen. Die Banken wurden für ihre Verbrechen an der Gesellschaft nie herangezogen.</li>
<li style="text-align: justify;">Die Hartz-Gesetze sind menschenfeindlich, diskriminierend und entwürdigend. Individuelle Erwerbsbiographien, Bedürfnisse und Ängste werden nicht berücksichtigt. Der Leitfaden des SGB2 besteht aus Zwang, Sanktion und Forderung. Millionen Deutsche werden als Bürger zweiter Klasse gesehen und behandelt. Gut finden Hartz4 vor allem immer die Menschen, die nie in den »Genuss« kommen werden, es einmal beantragt zu haben.</li>
<li style="text-align: justify;">Wer glaubt, wir hätten eine freie Presse, der ist reichlich naiv. Chefredakteure geben ihren Journalisten genau vor, was sie nicht schreiben dürfen, wen sie nicht zitieren oder interviewen dürfen, welche Quellen sie nicht heranziehen sollen usw. Wer als Journalist systemkritisch ist, wird aussortiert. Kritik ist nur in einem vorgegebenen Rahmen erlaubt, der jedem Zeitungsleser simulieren soll, dass wir eine kritische Presse hätten. In Wahrheit herrschen die Schere im Kopf und vorauseilender Gehorsam bei den Journalisten vor.</li>
<li style="text-align: justify;">Die Schere zwischen arm und reich steigt stetig in Deutschland. Kinder– und Alterssarmut nehmen drastisch zu. prekäre Arbeitsverhältnisse, Praktikas, Minijobs, Zeitarbeit usw. machen mittlerweile gut ein Drittel aller Jobs aus. Auch die Tafeln haben einen enormen Zulauf in den letzten 10 Jahren bekommen. Mittlerweile sind knapp <a href="http://www.lebensmittelpraxis.de/industrie/2454-zahl-der-hilfesuchenden-gestiegen.html">1,3 Millionen Menschen</a> auf Lebensmittelspenden angewiesen — in einem der reichsten Länder der Erde.</li>
<li style="text-align: justify;">Die Überwachung hat stark zugenommen und Bürgerrechte werden überall eingeschränkt: Online Durchsuchungen, Vorratsdatenspeicherung, Datenbank von »auffälligen« Demonstranten, Überwachungskameras, Verkehrsüberwachung durch satellitengestütztes Mautsystem, RFID Chips, Lebenslange Steuernummer, Fingerabdrücke im Ausweis usw.</li>
</ol>
<p>Weitere Infos zum weltweiten Protesttag:</p>
<p><a href="http://de.indymedia.org/2011/10/317895.shtml">-» indymedia</a></p>
<p><a href="http://www.attac.de/aktuell/eurokrise/europaweiter-aktionstag/">-» attac</a></p>
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		<title>Das deutsche Geldglück</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 04:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Deutschen würde es materiell gut gehen, sie jammern, nörgeln und meckern aber dennoch auf sehr hohem Niveau, sagt SpiegelOnline: Obwohl wir in Kategorien wie Beschäftigungsquote, Sicherheit, Ausstattung von Wohnräumen mit zeitgemäßer Infrastruktur, Einkommen, Qualität von Umwelt und Versorgungsgütern recht weit oben rangieren [...] nörgeln wir, wenn man uns nach »Lebenszufriedenheit« und nach unserem körperlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Deutschen würde es materiell gut gehen, sie jammern, nörgeln und meckern aber dennoch auf sehr hohem Niveau, sagt <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,764779,00.html">SpiegelOnline</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Obwohl wir in Kategorien wie Beschäftigungsquote, Sicherheit,  Ausstattung von Wohnräumen mit zeitgemäßer Infrastruktur, Einkommen,  Qualität von Umwelt und Versorgungsgütern recht weit oben rangieren [...] nörgeln wir, wenn man uns nach »Lebenszufriedenheit« und nach unserem körperlichen Wohlbefinden fragt.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Über 10 Millionen  Deutsche beziehen Hartz IV, ergänzendes Hartz IV, Sozialgeld oder Grundsicherung im Alter. Die Anzahl der Menschen, die trotz Vollzeitarbeit um die Armutsgrenze  herum verdienen, steigt. Arbeitnehmer klagen immer mehr über Überstunden  und Mobbing am Arbeitsplatz. Schlaf– und Schmerztabletten sind der Renner bei Apotheken. Die Zahl der psychischen Erkrankungen in Deutschland steigt. Altersarmut wird bald ein Massenphänomen sein. Zudem gibt es große Vereinsamungstendenzen in den Großstädten, Sorgerechts– und Unterhaltskriege, kaputte Beziehungen und Ehen usw. So gut wie behauptet, geht es der Masse der Bevölkerung in Deutschland dann auch wieder nicht.<span id="more-10197"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Geld und Eigentum mögen vielleicht Unglück und Armut abwenden, sorgen aber eben nicht zwangsläufig für das Zustandekommen der eigenen Zufriedenheit. Die in Deutschland immer noch religiös angebetete Formel: Lohnarbeit=Geld=Glück ist eben nichts weiter als großer Selbstbetrug, eine Massen-Illusion. Wer einmal über 80jährige Menschen fragt, was sie in ihrem Leben glücklich gemacht hat bzw. woran sie sich gern zurückerinnern, dann ist es selten die Lohnarbeit. Familie, Hobbys, Leidenschaften, Reisen, besondere Erlebnisse und Erfahrungen, Liebesmomente, Freunde usw. tragen zur persönlichen Zufriedenheit und zum eigenen Glück bei.</p>
<p style="text-align: justify;">Die einseitig fixierte Perspektive auf materiellen Wohlstand, auf Lohnarbeit,Vermögen und Geld lässt viele Menschen in Deutschland alles andere eben vernachlässigen. Es ist kein Zufall, dass laut einer <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,777906,00.html">IW-Studie</a> Teilzeitangestellte zufriedener sind, als Vollzeitangestellte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Bemerkenswert ist zudem, dass Angestellte mit einem Teilzeitjob zufriedener sind als Angestellte mit einer Vollzeit-Stelle.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Teilzeitangestellte haben eben mehr Zeit für wichtige Dinge im Leben. Für Dinge, die einen glücklich und zufrieden machen. Sie können mit ihren Liebsten öfters ausgehen, können mehrmals wöchentlich einem Hobby nachgehen, sehen ihre Familie womöglich öfters usw. Erst wenn sich die Ansicht verbreitet, dass Lohnarbeit zwar notwendig ist, aber nicht der Garant für das eigene Glück und die eigene Zufriedenheit ist, werden die Deutschen auch glücklicher und zufriedener sein. Davon sind wir aber leider noch weit entfernt, denn die Götze Ökonomie lässt keine alternativen Sichtweisen zu.</p>
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		<title>Ein ganz normaler Amtsalltag</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 05:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[- Ein Gespräch zwischen Kunde (K) und Arbeitsvermittlerin (A) -   K: Guten Tag, Frau X! A: Herr Z, bitte warten Sie noch einen Moment draußen. K: Ok. A: (ca. 20 Minuten später)  Herr Z, Sie können jetzt reinkommen! Schön, dass Sie der Einladung gefolgt sind! K: Einer Einladung, die ich nicht ablehnen darf. A: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-9803" title="Logo" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Logo.png" alt="" width="479" height="99" /></p>
<p style="text-align: center;">- Ein Gespräch zwischen Kunde (K) und Arbeitsvermittlerin (A) -</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Guten Tag, Frau X!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A: </strong>Herr Z, bitte warten Sie noch einen Moment draußen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K: </strong>Ok.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> (ca. 20 Minuten später)  Herr Z, Sie können jetzt reinkommen! Schön, dass Sie der Einladung gefolgt sind!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Einer Einladung, die ich nicht ablehnen darf.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A: </strong>(lacht) Sie sind mir ja einer. Na, was haben Sie mir heute schönes mitgebracht, hm?<span id="more-9801"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ich dachte immer, Sie hätten etwas für mich? Schließlich sind Sie doch meine Arbeitsvermittlerin, die mir Arbeit vermitteln soll, oder?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Nun werden Sie mal nicht frech, Herr Z! Haben Sie die Bewerbungen und die Absagen dabei, um die ich Sie gebeten habe?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ja. Hier. Über 50 Absagen und noch viel mehr Bewerbungen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A: </strong>(belehrend) Zeigen Sie mal her! Hmm...ich glaube, Sie könnten ein wenig an Ihrer Formulierung arbeiten, Ihren Lebenslauf und Ihr Motivationsschreiben überarbeiten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ich habe mich beim Hochschulteam der Bundesagentur, beim Job-Coaching eines freien Trägers und bei meiner alten Arbeitsvermittlerin wegen meiner Bewerbung beraten lassen. Das was Sie hier sehen, ist das Produkt aller Ratschläge. Davon abgesehen gibt es keine perfekte Bewerbung und das ist auch gar nicht das Problem, weshalb ich keine Lohnarbeit finde. Es gibt einfach zuwenig Stellen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Trotzdem könnten Sie Ihre Bewerbung überarbeiten. Ich hätte da eine ganz tolle Bewerbungstrainingsmaßnahme für Sie.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> (selbstbewusst) Die brauche ich aber nicht. Ich weiß, wie man Bewerbungen schreibt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Muss ich Sie an Ihre Mitwirkungspflicht erinnern?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Nein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Laut SGB 2  sind Sie verpflichtet, alle Maßnahmen zu unterstützen, die Ihre Erwerbsfähigkeit fördern könnten. Haben Sie das verstanden?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ja.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Haben Sie sich bei den Vermittlungsvorschlägen beworben, die ich Ihnen gegeben habe?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ja. Keine Antwort. Bis heute.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A: </strong>Die melden sich bestimmt noch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K: </strong>Bestimmt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Die Bewerbungstrainingsmaßnahme beginnt am 15. Juli um 8 Uhr und dauert 2 Monate. Ich möchte, dass Sie daran teilnehmen, um Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Wenn Sie sich weigern, wird Ihnen der Regelsatz gekürzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K: </strong>Okay.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Kann ich noch etwas für Sie tun, Herr X?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Sie können mir einen sozialversicherungspflichtigen Job vermitteln, von dem man leben und seine Familie ernähren kann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A: </strong>Oh, Sie haben aber Ansprüche! So wird das nix mit Ihnen! Absolvieren Sie erst mal die Maßnahme und dann schauen wir weiter. Wir werden schon was für Sie finden. Vielleicht einen Mini-Job oder was bei einer Zeitarbeitsfirma. Hauptsache Arbeit.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ja. Hauptsache Arbeit. Wobei Sie ja von der Arbeitslosigkeit leben. Ohne Arbeitslosigkeit würden Arbeitsvermittler schwerlich Arbeit finden, oder?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>A:</strong> Ich stehe doch hier gar nicht zur Debatte! So. Nun habe ich aber noch einen Termin. Bis zum nächsten Mal, Herr X. Einen schönen Tag noch!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>K:</strong> Ja. Einen schönen Tag.</p>
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