Der pädagogische Happen (34)

Nach Zwei Monaten »Lockdown« sehen viele Kinder ihre Lehrerinnen und Bezugserzieherinnen in den Kindergärten und Grundschulen wieder. Folgendes habe ich Live und in Farbe erlebt.

Kind: (6 Jahre, rennt auf Erzieherin zu, freut sich, sie wieder zu sehen.)

Pädagogin: (bestimmt) »Nein, Clara, Du muss Abstand halten! Wegen Corona!«

Kind: (hört nicht. Umarmt die Beine der Pädagogin weiter.)

Pädagogin: (wird lauter und strenger) »Ich habe Dir doch gesagt, Du sollst mich los lassen! Ich will kein Corona bekommen!«

Kind: (lässt los. Geht traurig weg.)


Eine weitere wahre Geschichte:

Zwei 6‑jährige Mädchen, die beste Freundinnen sind, wohnen im gleichen Haus. Eine im zweiten Stock. Die Andere im dritten Stock. Sie gehen in die gleiche Grundschule und in die gleiche erste Klasse. Sie haben sich seit über zwei Monaten nicht mehr gesehen, weil die Eltern es ihnen verboten haben. Wegen Corona. Auch im Wechselunterricht sehen sie sich nicht, weil sie in unterschiedliche Gruppen eingeteilt wurden. Als sie sich dann zufällig auf dem Schulparkplatz, nach über zwei Monaten wieder gesehen haben, rennen sie freudestrahlend aufeinander zu und umarmen sich ganz fest. Dann kommt eine Lehrerin und ruft laut: »Abstaaaaand!«


Der pädagogische Happen (1−33)

11 Gedanken zu “Der pädagogische Happen (34)

  1. Auch wenn sich das hingeschrieben jetzt etwas sülzig anhört, mein erster Gedanke war: »Oh nein, wie schrecklich!«
    Diese Eltern und Erzieherinnen sind, sorry, Verbrecher.
    Machen die sich auch nur für fünf Pfennig klar, was sie da anrichten?!
    Dreckselend. Großes, böses Dreckselend.

    Und: wie gefühlsarm müssen diese Erwachsenen sein, daß ihnen das ja wohl anscheinend am Allerwertesten vorbeigeht?!

    Ehrlich, ich bin einfach nur entsetzt. Lehrer, Erzieherinnen, Eltern – die sollten es alle besser wissen. Und wenn nicht, sollten sie trotzdem liebevoll sein und Körperkontakt zulassen, auch wenn sie Angst vor Ansteckung hätten.

  2. Diese beiden Beispiele zeigen wie hoch der Schaden in der Gesellschaft schon ist. Das ist nicht in ein paar Tagen vorbei. Es hat auch eine andere Qualität als die Situation davor, erinnert eher an die Pädagogik der fünfziger Jahre oder des 19. Jahrhunderts.
    Aktiv dagegen steuern, ich werde meinen Großneffen weiter umarmen, wenn er sich freut mich zu sehen.

  3. @Tiffany

    »Sülzig« — Naja, es ist eher erschreckend, wie empathiearm viele schon geworden sind. Und das ist leider der Alltag. Gerade in der Schule sieht man das am Umgang mit den Kindern ganz besonders deutlich.

    Ich durfte mir auch schon einiges anhören. Wenn Kinder den Körperkontakt suchen, weil sie beispielsweise traurig sind oder sich verletzt haben, werde ich sie niemals abweisen.

  4. @epikur:
    Auch wenn’s in diesen Tagen unwahrscheinlich klingt: manchmal möchte man – und das gilt natürlich auch für Kinder – auch jemanden aus Freude umarmen.
    Ich hoffe, die steht auch auf Deiner Liste...
    ;-)

  5. Die Leute, vor allem die jungen, hüpfen dann oft weg, so wie eine Art neumodischem Schwung aus der Hüfte heraus, wenn ich beispielsweise an meinem Lieblingskiosk ganz ohne Masken und sonstigen Abstandsmarkierungen komme.
    Ist echt lustig..
    Ich Murmel dann immer so was wie...spread, spread, spread spread.....
    und die Jugend (so die, ungefähr bis 40) schaut irgendwas zwischen blöd und ängstlich, kann man ja nicht erkennen mit Maske, schütteln den Kopf und machen, das sie so schnell wie irgend möglich wegkommen.

  6. Das Problem geht leider viel tiefer. Das Bild vom Menschen und vom Kind als wandelnde Virenschleuder und Biowaffe, wird leider noch lange anhalten und ist im Kern eine zutiefst menschenverachtende Sicht auf seine Mitmenschen. Die Panikmedien haben die Birnen unendlich weichgeklopft.

  7. an einem tag im sommer 2020 — ich war auf dem weg zur arbeit — sah ich zum ersten mal eine junge frau mit ihrem kind, offenbar einem schulanfänger, beide mit solchen stoffmasken auf...mein herz krampfte sich sofort zusammen.

    es war ein schreckliches bild:

    diese kleine rest-gesichtchen, diese traurig und ängstlich wirkenden augen über diesem grotesk, übergroß und gespenstisch wirkenden symbol einer von durchgeknallten verbrechern und ihren helfershelfern und mitläufern planvoll verbreiteten hysterie.

    ich stellte mir vor, wie das kleine sich wohl fühlen würde an seinem ersten schultag, dem es ohnehin vielleicht schon mit einem mulmigen gefühl im magen entgegen sah?

    oder wie ich mich an seiner stelle wohl gefühlt hätte, unter diesen umständen, an diesem so einschneidenden tag eines jungen lebens, von dem »die erwachsenen« oft sagen, von nun an begönne »der ernst des daseins«.

    mit steriler abstandshaltung, ständigen, ängstigenden ermahnungen an strengste einhaltung von »maßnahmen« und diesem grässlichen lappen vor mund und nase.

    ich musste weinen...dann wurde ich wütend!

    denn ich hasse jene, die zu verantworten haben, dass — und da bin ich sicher — nicht wenige kinder psychisch schwer traumatisiert wurden und werden.

    und ich bete darum, dass diese widerlichen täter gegen die menschlichkeit eines nicht allzu zu fernen tages ihrer gerechten strafe zugeführt werden.

  8. Die Vereinten Nationen kürzen die Essensrationen für mehr als 3 Millionen Flüchtlinge im Osten Afrikas aus Geldmangel und bei uns wird jeder Blödsinn veranstaltet, um die »Deutsche Nation« zu »retten«. Wer interessiert sich für diese Menschenleben?

  9. @Tiffany

    Wenn ich das richtig gelesen habe, geht es nur um das Personal von Kitas und Schulen. Nicht um die Kinder.

    In Israel gibt es auch große landesweite Proteste gegen die Impfungen. Davon lesen wir bei uns nur selten etwas.

  10. @epikur
    Oh, sorry. Ich konnte den nicht aufrufen und bin von der Titelzeile ausgegangen. Aber ein Verbrechen ist auch das. Umso mehr, als es wieder einmal unterstellt, in Kindergärten und Schulen gäbe es ein nennenswertes »Infektionsgeschehen«.
    (Man kann in diesen Zeiten gar nicht so viel in Gänsefüßchen setzen, wie man müßte.)

    Andererseits – woanders impfen sie ja bereits Kinder. Merkel hat bestimmt auch das noch auf ihrer Liste. Einfach mal warten, wann KL der Irre davon redet, dann ist es kurz danach Regierungslinie...

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