Keine Armut. Nirgends. (2)

»Berlin testet ein Modell für solidarisches Grundeinkommen für Arbeitslose. «

zeit.de vom 20. Juli 2019

Und nun beginnt es: die Sprach‐Propaganda zum Thema »Grundeinkommen«. Denn dieses Modell hat mit dem Sinn und Zweck des bedingungslosen Grundeinkommens absolut nichts zu tun. Denn:

»Dabei wird Arbeitslosen eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit im gemeinnützigen Bereich finanziert. Sie werden nach Tarif‐ oder Mindestlohn bezahlt und zum Beispiel als Mobilitätsbegleiter, Hausmeisterinnen oder in Pflegeeinrichtungen arbeiten. Die Jobcenter suchen die Teilnehmer aus.«

Die Tafeln haben weiter enormen Zulauf. Bundesweit gebe es mittlerweile »über 2.000 Essensausgabestellen in 947 Einrichtungen.« Bei den politisch Verantwortlichen und den bürgerlichen Massenmedien ist das absolut kein Thema, da wird sich weiter über Trump, Putin, Erdogan, Klimaschutz, die AfD und über vermeintlichen Sexismus echauffiert. Massenarmut? Interessiert nicht.

»Nach deren Angaben versorgen sich aktuell etwa 1,65 Millionen Menschen regelmäßig bei einer Tafel mit Lebensmitteln, die Märkte zuvor aussortiert und auf diese Weise günstig entsorgt haben.«

jungewelt.de vom 19. September 2019


Keine Armut. Nirgends.

3 Gedanken zu “Keine Armut. Nirgends. (2)

  1. Gab’s schon vor Jahren und nannte sich »Bürgerarbeit«. Wurde wieder eingestampft (Warum wohl? Weil es seinen gewünschten Zweck nicht erfüllt hat.)
    Hat überhaupt nichts mit Grundeinkommen zu tun.
    Edward Bernays Geist geht wieder einmal durch die Schreibstube, so scheint es...

  2. »Brav«? Wer ist denn hier »brav«? :KICHER:
    Mach‹ das ruhig. In diesen Tagen ist es auf eine Art beschwerlich, dabei zu bleiben, weil jede Woche mindestens eine abgefuckte Scheiße passiert, bei der man nicht weiß, ob man dazu überhaupt einen Kommentar formulieren will oder ob es man es lieber unterlässt, weil die Entitäten, mit denen man sich anlegt, immer größer — und damit auch immer gefährlicher für das Fortbestehen der eigenen täglichen Sorglosigkeit — werden...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.