Lacher des Tages: die SPD

Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister via Twitter am 10. Februar 2019

Ich weiß nicht, ob ich lachen, heulen oder etwas zerstören soll!? Haben wir schon Fasching? Will Olaf Scholz beim Satire‐Magazin »Titanic« einsteigen? Hat die SPD ihren schlechten Humor wieder entdeckt? Haben Verschwörungstheoretiker, Putinversteher und Populisten die Genossen unterwandert? Glauben die auch selbst an das, was sie so von sich geben? :SHOCK:

»Höhe der Zeit« und »Modernisierung« sind Neusprech‐Hülsen für neoliberale Anpassungen, die Schaffung des größten Niedriglohn‐Sektors in Europa, die Installierung eines menschenverachtenden Schikane‐und‐Willkür‐Systems -auch Hartz4 genannt‐ sowie die großflächige Entrechtung und Enteignung von mittellosen Menschen. Und nun schlagen sie »abermals eine Modernisierung« vor? Das ist keine »SPD‐Erneuerung«, sondern eine Drohung! :SICK:

11 Gedanken zu “Lacher des Tages: die SPD

  1. Sie wollen vergessen machen, das sie die Wählerinnen und Wähler über Jahrzehnte gründlich gefickt haben. (Ausdrucksweise wird von meinem Zorn gesteuert. (Entschuldigung)

  2. In Zeiten, in denen eindeutig nachgewiesen ist, daß Armut die Lebenserwartung deutlich senkt, kann natürlich auch Olaf Scholz seine humanitäre Ader wieder entdecken.
    Nur 67, nur bis 67 müsst ihr es schaffen, und euch erwartet ein Leben in Saus und Braus.
    Eigentlich sind unerreichbare Heilsversprechen ein Alleinstellungsmerkmal des Christentums. Vielleicht sollte sich die SPD in CPD umbenennen, dann könnte man mit CDU/CSU eine Fraktionsgemeinschaft bilden, das lästige GroKo‐Gezerre und die nur noch lächerliche Aufstellung eines Kanzlerkandidaten hätten ein Ende.
    Man könnte sich dann ohne verbale Verrenkungen endgültig dort gemütlich einrichten, wo man sich eh am liebsten aufhält, der Platz, um den seit 1914 gekämpft hat, im Enddarm der deutschen Industrie.

  3. Es gibt permanent Anlässe, bei denen sich die wirtschaftliche und politische Elite trifft. Z. B. Käser von Siemens, Liz Mohn von der Bertelsmann‐Stiftung, BDI‐Präsident Kempf, Daimler Zetsche, Hiesinger ThyssenKrupp und die üblichen Verdächtigen der Atlantik‐Brücke. Denen entgeht doch nicht, was sich seit Monaten in Frankreich abspielt. Und sie fühlen sich nicht wohl dabei. Wer ist da mal wieder die nützliche Idiotin, um das Volk mit ein paar sozialen Almosen zu befrieden, damit eine kritische Masse nicht erreicht wird? Rrrrrrichtig! Die SPD, die sich schon immer gerne als willige Vollstreckerin von Kapitalinteressen profiliert hat und das auch noch als Linksruck und Einsicht verkleistern kann. Auffällig ist doch, dass die Vermögenssteuer und die Erbschaftssteuer in diesem Zusammenhang kein Thema sind.

    Nebenbei ist ein flächendeckender Rotwestenaufstand der Hochgeschwindigkeitsjunkies nicht zu befürchten. Den Part der Befriedung übernehmen die Medien deren Mietmäuler soweit ich informiert bin, (Beispiel Plasberg BMW, Hayali nach ihrem Standing in ihrer letzten Talkshow) auch gerne rasen.

  4. @altautonomer

    Ich vermute, die SPD will sich nach außen hin politisch neu »positionieren«, nachdem Angela Merkel öffentlich verkündet hat, nicht mehr als Kanzlerin 2021 zur Verfügung zu stehen. Die glauben wohl ernsthaft daran, ein SPD‐Bundeskanzler wäre möglich. :KICHER:

  5. @ epikur
    Wohl eher soll der Spruch vom Karnevalswagen »Das Ende ist Nahles« nicht wahr werden... Im Gegensatz zu Zeiten des Guidomobils geht’s für die nämlich nicht aufwärts, sondern nur für jeden neuen Bullshit ein Prozent weiter abwärts.
    Irgendwann erreicht man da doch die kritische Masse, sodass es nichts mehr werden könnte mit dem Platz an der Sonne...

    Ihre Grundrente jetzt ist genauso ein Witz, wenn man’s mal näher betrachtet. Es nützt nicht denjenigen, die jetzt in prekären Verhältnissen beschäftigt sind oder sich mit 3 Mini‐Jobs auf die Schulter klopfen, dass sie ohne Hartz‐Amt im Leben durchkommen, sondern erstmal lediglich denjenigen, die früher schon nicht viel verdient haben. Und warum haben die keine gescheite Rente? Ja, nimm mal 30, 40, 50 Jahre Inflation unter die Lupe, vielleicht fällt einem da was auf... Die Nullen, die man vom »Wirtschaftswachstum« überall hinten dran schreibt, die sind deren Problem.
    Sonst nützt es nur denjenigen, die von jeher in West Germany von Beruf Ehefrau sind und sich einen Typen angeln, der im Monat einen Batzen Geld anschafft (ja, nehmen wir mal ruhig diese Terminologie aus dem Bereich »Rotlicht«...). Solche, die entweder zum Vergnügen (!) halbtags arbeiten gehen, weil ihnen zuhause die Decke auf den Kopf fällt, oder solche, die sich ganztäglich auf dem Sofa den Hintern breit liegen, wohl voraussetzend, dass es da einen anderen gibt, der sie zu versorgen hat (als vorgeschriebene Pflicht seiner Ehe)...
    Die Statistiken zu dem Thema aus dem Geschlechterbereich sind für West Germany an der Stelle nämlich nicht rosig. Alte Klischees von »Typ — werktätig« und »Ehefrau — Haushüterin« halten sich immer noch.
    Insofern man nicht schon zu der Schicht gehört, die auf beide Gehälter angewiesen ist.
    Drei Mal darf man also raten, was das mit einer Grundrente für alle wird, unabhängig davon wie viel man im Leben gearbeitet hat oder nicht. Wer davon profitieren wird.
    Die, die sich mutwillig andere suchen, um an ihnen wie eine Made im Speck zu leben, und weiterziehen zum Nächsten, wenn der Typ kein Geld mehr hat, die haben dann nämlich auch ein Anrecht darauf.

  6. »Denen entgeht doch nicht, was sich seit Monaten in Frankreich abspielt. Und sie fühlen sich nicht wohl dabei.« altautonomer

    Die Reichen und Superreichen gewinnen immer. Das einzige was uns bleibt ist, ihnen das Gewinnen so schwer wie möglich zu machen.

    Das ist für mich mittlerweile die einzige Motivation, das System, im Rahmen meiner Möglichkeiten, zu bekämpfen. Mein Traum: Der Einzug der KPÖ ins österreichische Parlament. Und dann das Gezeter in den Medien, die Wut und der Hass der dem »dummen« Wahlvolk entgegenschlagen wird. Die Änderungen des Wahlrechts, wodurch das neoliberale (egal ob links, rechts, mittig) bürgerliche Lager sein wahres (faschistoides) Gesicht zeigt. Die moralinsauren Kommentare der gesamten Presselandschaft, die den Lesern noch nachdrücklicher die richtige Meinung reinhämmern.

    Denn es darf nicht sein, dass die Menschen auch nur einen Gedanken daran verschwenden, dass andere Systeme als die aktuelle »marktkonforme Demokratie« existieren könnten.

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