Das Verschwinden der Hobbys

Ein Hobby, dass kaum noch ohne Leistungs-, Konkurrenz- und Wettbewerbsdenken ausgeübt wird: Fussball

Ein Hobby, dass kaum noch ohne Leistungs‐, Konkurrenz‐ und Wettbewerbsdenken ausgeübt wird: Fussball

Laut wikipedia leitet sich das Wort Hobby von »hobby horse« (Steckenpferd) ab. Es ist eine zweckfreie Tätigkeit, die kein direktes Ziel hat, außer der eigenen Entspannung, Zufriedenheit und Freude zu dienen. Im Zeitalter der neoliberalen Selbstoptimierung, in der wirklich jede Tätigkeit einen persönlichen Vorteil und Nutzeneffekt generieren muss, ist es wenig verwunderlich, dass immer weniger Menschen einer Freizeitbeschäftigung nachgehen, die auch Mut zu Schwäche und Fehlern erfordert. Aber selbst ein Teilzeit‐Leben -neben dem Erwerbsleben‐ ohne Leistungsdruck, Wettbewerbsdenken und Haben‐Habitus können sich viele überhaupt nicht mehr vorstellen. Zwischen optimieren und konsumieren gibt es aber mehr, als nur die schnöde Lohnarbeit.

Ergebnisorientierte Erwerbsoptimierung
Hobbys definieren sich primär dadurch, dass man mit ihnen kein Geld verdient. Wer einem Hobby nachgeht, macht dies in aller Regel unentgeltlich. Meist dauert es jedoch nicht lange, bis Freunde, Arbeitskollegen oder die Familie das Hobby des Anderen mit einer ökonomischen Verwertungsperspektive betrachten. Wer privat viel strickt, sollte doch seine Sachen auf dem Flohmarkt oder bei ebay verkaufen. Wer viel schreibt, sollte doch mal unbedingt ein Buch schreiben und verkaufen. Und wer viel Sport treibt, sollte doch Home‐ oder Fitnesstrainer werden. Oder auch: »professionalisieren«.

Nur außerhalb der Arbeit hat der Arbeiter die Möglichkeit, persönliche Erfüllung und Selbstachtung zu finden –und damit auch die Wertschätzung durch andere.“

David Harvey. „Für einen revolutionären Humanismus«. Blätter. Ausgabe September 2015. S. 83

Dabei ist das Motiv »Hobby zum Beruf machen« in aller Regel das Ende der erfüllenden Freizeitbeschäftigung. Denn überall wo das Thema Geld auf einmal eine wichtige Rolle spielt, dauert es nicht lange, bis Verwertungskriterien die Rahmenbedingungen der Tätigkeit bestimmen. Zudem werden unbewusst Mechanismen der Selbstentfremdung und Selbstverwertung mit eingeführt.

Produktive Konsumfreizeit
Hobbys werden gesellschaftlich unterschiedlich bewertet. Kochen, Sport‐Aktivitäten oder ein Musikinstrument spielen, werden beispielsweise eher positiv gesehen. Trading Card Games und PC‐Spiele werden als Zeitverschwendung betrachtet. Überhaupt ist die Zeitverschwendung einer der zentralen Motive für das Verschwinden der Hobbys. Schließlich sei Zeit eine Ressource, die es bestmöglich zu nutzen gilt. Die Zeit ist heute kein Teil der individuellen Erlebnissphäre mehr, sondern eine externe Ware, die effizient verwaltet werden muss: Zeitmanagement.

Wer seine Zeit, sein Leben, nicht effektiv nutzt, um in irgendeiner Form persönliche Vorteile (Selbstoptimierung, Netzwerke knüpfen, berufsrelevantes Wissen aneigenen etc.) zu generieren, der verschwende sein Leben, wird landläufig behauptet. Auch diese Einstellung resultiert daraus, dass wir uns selbst als Objekte und Waren -statt als Subjekte‐ definieren, die stets frisch und wertvoll gehalten werden sollen. Hobbys sind hier häufig überflüssiger Ballast. Oft wird auch behauptet: »Ich habe keine Zeit für Hobbys!« Dabei ist das keine Frage von Zeit haben, sondern von Zeit nehmen.

Im Büro acht Stunden täglich auf dem Monitor zu starren, ist normal; aber sechs Stunden Video spielen bedarf einer medizinischen Behandlung.“

Virginie Bueno. „Virtuell krank“. Le Monde Diplomatique. Ausgabe Juni 2015. S. 23

Hobbys sind wichtig
Ja, warum eigentlich, wird sich manch einer vielleicht fragen? Bewusst leben, mit offenen Augen durch die Welt gehen, Neugier, Offenheit, Aufgeschlossenheit, Frustrationstoleranz und einen Haufen vieler weiterer wichtiger Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen erwerben wir beim Ausüben von Hobbys. Echte Freude daran kann aber nur entstehen, wenn es eben primär keine Selbstoptimierung (Ernährung, Sport etc.) darstellt, die man mit Verbissenheit und Verwertungshabitus ausübt (und nur als Hobby tarnt), sondern wenn es eine Tätigkeit ist, die keinen konkreten ökonomischen und/oder Selbstverwertungs‐Nutzen besitzt.

Freude an einer Sache haben, die nicht das eigene Ich oder das eigene Umfeld direkt oder indirekt betreffen, ist eine Charaktereigenschaft, die immer mehr verloren geht. Das Verschwinden der Hobbys ist ein weiterer Indiz dafür, wie freudlos, passiv und wenig begeisterungsfähig unsere Gesellschaft mittlerweile geworden ist.


» »Verschwende Dein Leben!«
» »Ein geldwertes Leben?«
» »Das überfrachtete Leben«

16 Gedanken zu “Das Verschwinden der Hobbys

  1. Einen Punkt hast du als Ursache für das Verschwinden der Hobbys vergessen: Das liebe Geld!

    Ich musste alle meine Hobbys aufgeben, weil ich sie nicht mehr bezahlen konnte!

    Meine alten Hobbys waren:
    Aquarianer
    Kampfkünstler/sportler
    Leseratte
    Computerspieler
    Jetzt bin ich beim Musik hören angekommen, nicht Musik kaufen :d
    So nach und nach verschwand erst das einen wurde durch etwas anderes ersetzt bis auch dieses ersatzlos weg viel.
    So ist das in dem Land in dem andere gerne und gut Leben können! Ich kann das mittlerweile nicht mehr.
    Bei Null Euro Einkommen funktioniert das nicht mehr, auch keine anderweitige Hilfe ich bekomme nicht einmal H4.
    Aber wen interessiert das schon, ist ja schließlich mein bedauerliches Einzelschicksal für das nur ich kann, denn nur ich habe mich entlassen und nur ich stelle mich auch nicht wieder ein weil ich zu alt bin ein doofer Rotersockenossie bin .....
    Sucht euch weitere Diskriminierungen und Diskreditierungen aus dem Merkel Universum aus.

  2. Danke für den Gedankenanstoß. Da stellt sich doch glatt die Frage: »Was ist eigentlich Zeit?«. Womit man auch wieder bei den Werten wäre.
    Zeit als objektiver Wertmaßstab zur Messung, der Dauer von Vorgängen und Prozessen, wird in der Ökonomie zum Wirtschaftsgut. Aus dem subjektiven »Gebrauchswert« Zeit (Der Wert einer Stunde ist nicht definiert.) wird ein objektiver Tauschwert (willkürlich, denn eine wissenschaftliche Grundlage gibt es nicht, mit einem Preis versehen). In der Ökonomie muss alles aus »kleinen abzählbaren Einheiten/Teilchen« bestehen, sonst ist sie nicht denkbar.

    Es ist schon erstaunlich, dass von den Naturwissenschaften längst überholtes »Wissen« (Wissen ist ebenfalls nicht definiert.), immer noch das (gesellschaftliche) Leben bestimmt. Der so »aufgeklärte« ungläubige Mensch ist zum Opfer eines weiteren Glaubenssystem geworden — der Herrschaftsideologie Ökonomie mit ihrem Geldgott.

  3. Bin auch verarmt durch unsere >Gesetzgebung< – aber meine kreativen Hobbies lasse ich mir nicht auch noch nehmen!
    ;)

  4. Yup, seh ich auch so, bzw. auch betreffs der Vorkommentatoren. Ein Teil kann sich so was wie ein Hobby gar nicht erst leisten, was aber bezüglich so was wie einer noch erreichbaren möglichen Selbsterfüllung eigentlich dringend nötig wäre, — und der andere Teil, der so was neben seiner Selbstoptimierung‐ bis Ökonomisierung noch irgendwie im Blick hat, — macht selbst noch als Aquarianer gleich ne halbe Fischhandlung auf. Traurig ist das. Bezeichnend auch bei den Sternguckern. Was sich da im letzten anderthalb Jahrzehnt aus sprühender ehrlicher Begeisterung in Astromarktklitschen verwandelt hat, ist einfach nicht zu übersehen.

  5. Ich komme, ehrlich gesagt, mit der Definition, »Es ist eine zweckfreie Tätigkeit, die kein direktes Ziel hat, außer der eigenen Entspannung, Zufriedenheit und Freude zu dienen.«, nicht klar. Entweder ist der Satz widersprüchlich, dann gäbe es außerhalb ökonomischer Bestimmungen überhaupt keine zweckmäßigen, d.h. einen Plan verfolgenden Tätigkeiten oder Entspannung, Zufriedenheit etc. sind stets nur zufällige Begebenheiten, und subjektiv überhaupt nicht beeinflussbar.

    Btw, meine Schwiegermutter beglückt seit Jahrzehnten Kinder, Enkel, Urenkel mit den Resultaten ihrer Strickkunst. Der Vorschlag, das Zeug zu verkaufen, ganz egal wo, ist ihr noch niemals unterbreitet worden. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder der das ernsthaft versuchen täte, von ihr und der übrigen Verwandtschaft einen Vogel gezeigt bekäme, verbunden mit der Frage, ob er noch alle Tassen im Schrank habe :MRGREEN:

    @ert_ertrus
    Du bist nicht verarmt durch Gesetzgebung, sondern aufgrund einer Produktionsweise, in der es zwangsläufig gerade nicht um brauchbare Sachen geht sondern um Vermehrung eines abstrakten Werts, der sich in Geld nur ausdrückt. Konsum ist entgegen allen anderslautenden Behauptungen gerade nicht der Zweck dieser Veranstaltung, sondern nur eine Funktion innerhalb der ›Verwertungskette‹

  6. @Samson – das diese Produktionsweise den Anstoß für diese Gesetzgebung darstellt, wirst du mir wohl zugestehen: die
    Agenda 2010 wurde von eben den eigentlichen Nutznießern ebendieser P. maßgeblich initiiert …

  7. Die Arbeitswelt verschlingt mittlerweile soviel Energie, daß Viele gar keine Kraft mehr haben dürften, einem Hobby nachzugehen, weil sie immer mehr Freizeit brauchen, um am nächsten Tag überhaupt wieder arbeitsfähig zu sein.
    Außerdem haben Hobbies etwas mit eigenem Interesse und daher mit eigener Persönlichkeit zu tun. Letztere jedoch ist schwer durchzuhalten bei dauerhafter Teilnahme am Arbeitsleben.
    Die meisten Menschen müssen sich irgendwann entscheiden zwischen der geforderten totalen Idendtifikation mit der Arbeitswelt und dem eigenen Ich. Selbst gutwillige Menschen scheitern da irgendwann, das Weiterführen eines Hobbys dürfte da oft zu schmerzhaft sein, es erinnert zu sehr an den eigenen Idenditätsverlust.

  8. @Art Vanderley

    »Die Arbeitswelt verschlingt mittlerweile soviel Energie, daß Viele gar keine Kraft mehr haben dürften, einem Hobby nachzugehen, weil sie immer mehr Freizeit brauchen, um am nächsten Tag überhaupt wieder arbeitsfähig zu sein.«

    Ja und Nein. Jeder, der einem und/oder mehreren Hobbys nachgeht, wird feststellen, dass sie eben nicht nur »anstrengend« sind, sondern einem auch viel Kraft geben. Beispielsweise einen Blog betreiben. ;)

  9. @ert_ertrus

    Freilich wurde die Agenda von Kapitalisten resp. »den eigentlichen Nutznießern ebendieser P. maßgeblich initiiert«. Reichlich absurd erscheint allerdings, dass die Masse der davon direkt Betroffenen ernsthaft glaubt, der Grund ihrer zunehmenden Verarmung sei die Regierung oder deren ›Gesetzgebung‹.

    Ich halte das für einen Fehler, der von der Annahme ausgeht, die Politik habe Einfluss auf die Ökonomie. Weshalb es sich umgekehrt verhält und es sich bei den Nutznießern keineswegs ausschließlich um Leute handelt, die einfach den Hals nicht voll genug bekommen können, lässt sich u.a. in uralten Wälzern nachlesen, wie bspw. Rosa Luxemburgs »Die Akkumulation des Kapitals«; der Untertitel lautet nicht umsonst »Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus« und deutet damit an, weshalb die Politik notwendige Konsequenz einer Ökonomie ist, in der ›der Markt‹ angeblich alles richtet.

    Klar, individuell kann man sich aus dem Spiel ggf. partiell raushalten und sich auf keative Hobbies konzentrieren, nur sollte man sich dann auch nicht über die ›Gesetzgebung‹ aufregen ;)

  10. @Samson

    Heute schaffen die Gesetzgeber (»Volksvertreter« im Parlament) die Gesetze zum Eigentum, Besitz, Erbschaft, Arbeit, Steuern, Bilanzierung, Sozialabgaben, Währung ... Subventionen und Bankenrettung. Alles ist feinsäuberlich geregelt. Das sind die juristischen Grundlagen für die Produktionsweise. Alles in der Tradition der Ideen des römischen Sachen‐ und Schuld»rechts«, in dem es kein Menschenrecht gab. Kein Unternehmen, inklusive Banken und Börsen, öffnet seine Tore auf ungesetzlicher Basis. Gesetze, die Problemlösungen für die Gemeinschaft darstellen sollten, verschärfen ununterbrochen die Lebensbedingungen, Angst und Zwist der Menschen und schaffen gleichzeitig die Gründe für die Daseinsberechtigung von Parteien, Wahlen und Parlament. Probleme und »Lösungen« kommen aus einer Hand.

    Wenn diese Menschen Gesetze verabschieden würden, die Menschenrecht in den Vordergrund stellten, stände die Gesellschaft längst auf anderen Füßen. [Man könnte den »Staat« dann Rechtsstaat nennen. So ist er höchstens ein Gesetzesstaat.] Sie können dies nicht, weil der Souverän (»Volk«) kein Zugriffsrecht auf das staatliche Geldregal hat und seine Geschicke nicht selbst lenken kann. Das heißt, genau diese »Volksvertreter« haben das Hoheitsrecht an »unabhängige« [Von wem unabhängig? Vom Souverän?] Zentralbanken per hausgemachten Gesetzen abgetreten und verzichten sogar auf gesetzliche Regelungen zur Buchgeldschöpfung der Geschäftsbanken.
    Weil sie nun nichts zum Verteilen haben, außer Einnahmen aus Steuern und Abgaben bzw. verzinsten Schulden, geht es im Parlament nur um das Machtspiel, wer seine Klientel am besten bedient und die anderen übers Ohr haut. Jeder möchte die Bettdecke einmal an sich reißen. Begleitet von einem andauernden Gebrüll nach Wachstum. Sie können es eventuell intellektuell nicht erfassen oder wollen es nicht, dass bei ihnen die Ursachen für Not, Obdachlosigkeit, HartzIV, Einkommenslosigkeit, mangelnde Solidarität und schwindende Empathie ..., mit gleichzeitiger Vermögenskonzentration bei wenigen Menschen, liegen. Der sinnlose, unlösbare Streit um die Verteilung der Krümel, ein Scheingefecht, durchzieht die gesamte Gesellschaft. Man versteckt sich hinter »Sachzwängen«.
    Die Verantwortung [nicht Schuld] liegt eindeutig in der Gesetzgebung, bei den Menschen in den Parteien, im Parlament, der Regierung und bei denen, die sie wählen und gewähren lassen. Ich schließe mich da nicht aus, obwohl ich wenigstens das Wahlspektakel meide.

    Hat man »Demokratie« mit Mehrheitsprinzip oder eine Diktatur der Minderheit der Besitzenden und Eigentümer?

    Und um die Probleme zu lösen, müsste man nicht einmal jemanden enteignen, brauchte keinen Klassenkampf und keine Revolution. Es würde schon ein guter Anfang sein, wenn man die anerzogenen, gelernten und medial vermittelten Lebenslügen der ökonomischen Ideologie in Frage stellt. Das fängt damit an, dass sich keine Gemeinschaft finanziell verschulden muss. Dass man hinterfragt was Werte und Arbeit sind.

    In Griechenland bekommt man seit ein paar Jahren umfangreich demonstriert, in wessen Auftrag die Gesetzgebung funktioniert.

  11. @Carlo

    Und um die Probleme zu lösen, müsste man nicht einmal jemanden enteignen, brauchte keinen Klassenkampf und keine Revolution.

    Das würde ich ganz entschieden bestreiten. Erstens ist die Gesetzgebung im Interesse der Kapitaleigentümer eine Form von Klassenkampf (weswegen du darüber auch nicht befragt wirst, egal ob du wählen gehst oder nicht) und zweitens hat schon vor gut 50 Jahren jemand, der selber eine Revolution mitgemacht hat, deren Notwendigkeit unter dem Titel Wirtschaft und Außenhandel in der heutigen Welt stichhaltig zu begründen gewusst. An diesen Gründen hat sich bis heute nix geändert, allerdings haben sich die in dem Text geäußerten Befürchtungen leider als zutreffend erwiesen, was freilich nicht gegen die Notwendigkeit spricht.

  12. @Samson

    »Gesetzgebung im Interesse der Kapitaleigentümer ...«

    Aha. Es sind also Gesetze, die Vertragsrecht und Gewinne und Ausbeutung garantieren, Geld zu Kapital werden lassen und umgekehrt. Die fallen einfach so vom Himmel?

    Welche »Klasse« soll gegen welche »Klasse« kämpfen, wenn 80% der Menschen jeden Tag beim Bezahlen jeder Rechnung enteignet (ausgebeutet) werden? Wer gehört denn zu welcher Klasse?

    Und ob »vor gut 50 Jahren« jemand eine Revolution mitgemacht hat, sagt doch nichts aus. Die aufgezählten Gründe sind eine logische Folge der kapitalistischen Gesellschaft. Es gab auch davor schon Revolutionen und Aufstände. Letzlich kamen die Menschen immer wieder in Gesellschaften an, die durch Herrschaft geprägt waren. Revolvere -> sich im Kreis drehen.

    Ich bin sehr für Veränderungen. Keine Frage. Aber friedlich sollten sie sein und nicht gegen etwas gerichtet, sondern für. Jeder sollte die Chance haben mitzumachen. Auch die vermeintlich »Wohlhabenden«.

  13. @Carlo

    Welche »Klasse« soll gegen welche »Klasse« kämpfen, wenn 80% der Menschen jeden Tag beim Bezahlen jeder Rechnung enteignet (ausgebeutet) werden? Wer gehört denn zu welcher Klasse?

    Wer hat dir denn den Stuss eingeredet? Rechnungen zu begleichen ist halt eine Form von Tausch, wie du dabei enteignet werden sollst, wüsste ich nicht zu sagen. Wenn du eine Rechnung bezahlst, bekommst du im Gegenzug das Recht, irgendeine Sache für deine Zwecke zu benutzen. Du gibst halt Geld für irgendwas und wenn du das nicht willst, dann lass es eben bleiben (nichts anderes beinhaltet die auf Vertragsrecht basierende sog. bürgerliche ›Freiheit‹.

    Wenn du was über Klassen erfahren willst, musst du dich mit so Sachen wie gesellschaftlicher Produktion(sweise) auseinandersetzen. Dann wird dir vielleicht auffallen, dass es Leute gibt, die über die gesellschaftlichen Produktionsmittel als ihr Privateigentum verfügen, und andere Leute, die nichts dergleichen besitzen, für sich arbeiten lassen. Auch diese Angelegenheit ist Gegenstand vertraglicher Regelung. Und jetzt überleg dir halt, in wessen Interesse diese Regelungen abgefasst sind, und was diejenigen, die dabei zwangsläufig ›den Kürzeren ziehen‹ (egal ob in Griechenland oder sonstwo) dagegen sonst noch unternehmen könnten, außer über Regierungen zu motzen :MRGREEN:

  14. @Samson @Carlo

    Leute! Der Beitrag geht um das Phänomen vom Verschwinden der Hobbys und ihr führt eine rechthaberische Marx‐Klassenkampf‐Debatte — bitte bleibt beim Thema! Danke.

  15. @Samson
    »... wie du dabei enteignet werden sollst, wüsste ich nicht zu sagen.«

    Wenn Du etwas nicht zu sagen weißt, ist das, was andere schreiben, noch lange kein Stuss. Bitte, einfach sachlich bleiben. Ich verwende auch keine abfälligen Worte für Deine Beiträge, deren Inhalten ich nicht gänzlich zustimme.
    Falls Du wirklich wissen willst, worüber ich überhaupt schrieb, kannst Du es an dieser Stelle gern nachlesen:
    Renten — die leistungslosen (Höchst)Einkommen für Vermögen

    @epikur
    Ok, genug außerhalb des Themas. Ich werde mich bessern. ;)

  16. Hallo blub,

    hoffentlich liest Du meine Antwort. Du hast geschrieben, dass Du gerne Bücher liest, Dir diese aber leider nicht mehr leisten kannst. Da fiel mir ein, dass es bei dem »EWK Buchverlag« einen Bücherspenden‐Fonds gibt. Nette Menschen spenden gelegentlich für diesen Fonds, damit sich andere, die sich kein Buch leisten können, ein Buch (umsonst) bestellen können.

    Schaue bitte hier: http://www.egon-w-kreutzer.de/
    Bitte ganz nach unten scrollen, dort findest Du dann etwas über diesen Spenden‐Fonds.

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