Bildung nur für Reiche

»Laut einer aktuellen Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fehlen Eltern mit geringerem Einkommen die Ressourcen, um ihre Kinder bei der Bewältigung des größeren Lernpensums zu unterstützen.«

- Böckler Impuls Ausgabe 09/2018. »G8 verringert die Chancengleichheit«. (Hans‐Böckler‐Stiftung. Deutscher Gewerkschaftsbund. DGB)

Anmerkung: Das war und ist wohl das Ziel des Bologna‐Prozesses gewesen. Die finanziell Armen raus und unten halten. Mission erfolgreich!

8 Gedanken zu “Bildung nur für Reiche

  1. Selbsatveratändlich ist die Verdummung, besser die »Bildung auf niedrigstem Level« für Arme, ärmere, für Lohnabhängige das Ziel.

    Nix wirklich neues. In SO‐Asien ist diese Mehr‐Klassen‐Bildung seit es Schulen gibt, gang und gäbe. Denn die hiesigen Eliten haben erkannt, das Ungebildete keine Fragen stellen, sich ausbeuten lassen und gehorchen.

    Dazu kommt noch der Theravada‐Buddhismus in z.B. Birma, Thailand, Laos, Kambodscha, teilw. Vietnam usw., den die reichen, immer chinesisch‐stämmigen Eliten, im Zusammengehen mit einflussreichen Mönchen ebenfalls dazu benutzen, das Volk ruhig zu halten.

    Vgl. die Historie in Europa von »Kirche und Adel«. resp. generell die Historie von »Religionsvertretern und (Geld-)Adel«.

    Reiche schicken hier ihre Kinder immer auf englische oder amerikanische Privatschulen. Wer es nicht ganz so »Dicke hat«, bei dem muss es auch Australien oder Neuseeland tun.

    Es gilt den »Vorsprung« auch »durch Bildung« zu verteidigen.

    Da haben unsere Marktradikalen sich einfach nur mal »in der Welt umgeschaut«. :)

  2. Das Entscheidende ist doch eher, was nach der Bildung passiert. Das betuchte Kind steigt dann bei Papas oder Onkel Herberts Bank bzw. Kanzlei ein, der Rest der Kinder macht halt was im Call Center oder einen auf Taxifahrer.

  3. @Epikur,

    dass es sich dabei um Kinder handelt, die nicht zum Bodensatz der Gesellschaft gehören, bei denen sowohl die finanziellen Mittel als auch der intellektuelle Einsatz zur Förderung der Kinder nicht eingebracht werden kann, die sich deshalb an den Restschulen aufhalten , weil ihnen eben beides fehlt, dazu hätte ich mir einen Hinweis gewünscht.
    Die universitäre Soziologie hat dies ja mal in ihrem bürgerlichen Abwehrmechanismus als Bildungsferne bezeichnet. Schublade auf , Schublade zu.
    Es geht also wieder einmal nur um die Bürgerkinder an den Gymnasien und um ihre Eltern?

    Ich habe inzwischen aber einen ganz anderen Verdacht, der sich auf den Hochschulbereich in Deutschland bezieht, weil meine Tochter dort an einer Fachhochschule studiert und immer wieder damit überrascht, welche finanziellen Leistungen ihr dort zusätzlich abverlangt werden (Versicherungsbeiträge für die Nutzung von Hochschuleinrichtungen, vollkommen überzogene Beiträge für Pflichtexkursionen etc.).
    Das mag jetzt übertrieben klingen: Ich habe inzwischen den Eindruck, dass die Korruption inzwischen selbst im Hochschulbereich angekommen ist und öffentliche Gelder durch Kollekten bei den Studenten ersetzt werden.Wer mich da widerlegen mag, wirklich gerne .

  4. @Eike

    »Das Entscheidende ist doch eher, was nach der Bildung passiert. Das betuchte Kind steigt dann bei Papas oder Onkel Herberts Bank bzw. Kanzlei ein, der Rest der Kinder macht halt was im Call Center oder einen auf Taxifahrer.«

    !!!! :JAJA:

    @Troptard

    « Ich habe inzwischen den Eindruck, dass die Korruption inzwischen selbst im Hochschulbereich angekommen ist und öffentliche Gelder durch Kollekten bei den Studenten ersetzt werden. Wer mich da widerlegen mag, wirklich gerne .«

    Interessante These. Es läuft im Prinzip an staatlichen Schulen und Kindertageseinrichtungen auch nicht anders. Was da an Geld‐ und Sach‐Spenden durch Eltern und Fördervereinen gesammelt wird, spart die Kommune komplett ein. Und da kommt teilweise ganz schön was zusammen.

    Bei den Kleinen wird gespart, damit bei den Großen die Kohle verfeuert werden kann (Bankenrettung, Industrie‐Subventionen etc.).

  5. Das mit der Korruption nur deshalb von mir eingebracht, weil mich ein alter Freund aus « Made in Germany « darauf aufmerksam gemacht hat. Der hat mal nachgeforscht und ist dann darauf gestossen, dass es an dieser Einrichtung schon einmal bedenkliche finanzielle Besonderheiten gegeben hat, z.B. bei den Einkommen von Lehrkräften ... .

  6. @Troptard:
    Ist doch klar. Wettbewerb der Hochschulen oder Einwerbung von Drittmitteln sind da die Schlagwörter.

    Aus eigener Erfahrung von vor 10 Jahren kann ich sagen, dass es als Student angenehm ist, wenn das Unternehmen, wo man seine Diplomarbeit schreibt, was an den Lehrstuhl spendet.

  7. weiterer Aspekt. Einsparungen und Privatisierung. Man kann — rein rechnerisch — 19 der Gymnasiallehrkräfte einsparen. Da der Stoff nahezu gleich blieb, boomte gleichzeitig die Nachhilfe‐Industrie.

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