Schwarzfahrer

Der Rassismus in Deutschland ist nie wirklich verschwunden. Im Zuge der Flüchtlingskrise (aber auch schon vorher mit Thilo Sarrazin´s „Thesen“) flammt er in Form von Pegida, AfD und der typisch deutschen Schrebergarten-Ausländerfeindlichkeit wieder auf. Der Kurzfilm „Schwarzfahrer“ wurde wohl bewusst in schwarz/weiß gehalten, da er zeitlos gültig ist. Ob im Jahr 1920 oder 2017, Deutschlands Mittelschichts-Nazis: „Ich habe ja nichts gegen Ausländer aber…solange sie sich benehmen und integrieren…der Türke im Hausflur grüßt auch ganz freundlich“ usw., sind wieder allgegenwärtig. An dieser Stelle noch einmal Danke an MT, der die mich auf diesen Film aufmerksam gemacht hatte. Übrigens: während „Schwarzfahrer“ rund 130.000 Aufrufe auf youtube hat, bekommt die Rede von Frauke Petry (AfD) in Landau ganze 220.000 Aufrufe.

5 Gedanken zu “Schwarzfahrer

  1. Rassismus ist nicht nur zeitlos, sondern kompensiert auch. Umso mehr unsere „braven Bürger“ „gezwungen“ werden andersartiges zu tolerieren (z.B. Schwule etc.), umso mehr kompensieren sie wieder in Rassismus.

  2. @Nelly aus Sachsen

    Richtig. Das ständige „nach oben kriechen“ erfordert nicht nur Kraft und innere Überwindung, sondern man benötigt auch etwas zum abreagieren. Daher: „nach unten treten“. Funktionierte schon immer. Und die Vermögenden instrumentalisieren das gerne, um von ihren eigenen Schweinereien abzulenken.

  3. Na ja, als schwäbische Arbeitgebertochter sehe ich das natürlich etwas anders. ;)
    Das Problem ist meiner Meinung nach fehlende Selbsterkenntnis der Menschheit. Kaum einer ist noch in der Lage oder Willens sich mit sich, mit seinem Frust etc. auseinander zusetzen. Wir kompensieren fröhlich alles irgendwo hin und regen uns über Nebenkriegsschauplätze auf. Im harmlosen Fall, dass der Nachbar den Müll nicht trennt, im „unharmlosesten“, die bösen Ausländer.

  4. Hihi
    @Nelly
    Könnt ihr Schwaben euch endlich mal entscheiden, was ihr sein wollt? Diese ständigen Identitätskrisen, gehen ja schließlich nicht an arbeitnehmerseitigen Beuteschwaben wie mir vorbei. (Bitte nicht allzu ernst nehmen, – aber das mit der Selbsterkenntnis hat was :)

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