2 Gedanken zu “Bautzen ist überall

  1. Stimmt. Aber in beiderlei Hinsicht, nicht nur, wenn es um die »Wir sind das Volk«-Schreier geht.
    Der Rest kann auch in jeder Stadt vorkommen — ob das am Ende Flüchtlinge sind, sonstige Nicht‐Mitteleuropäer, die hier geboren sind, oder die einheimischen jungen Leute, denen man keine ausländische Herkunft dem Äußeren zufolge nachsagen kann, die außer für Kleidercontainer in der Nacht umschubsen und Bierflaschen zerschmeißen, wenn sie besoffen sind, sich für keine andere Arbeit zu gewinnen lassen.

  2. Naja. Wir sind uns doch einig, dass mit nem Bild vom Adolf / dem Etikett »Nazi« immer viel zu sehr das reaktionäre und faschistische »Potenzial« der so genannten »Mitte« vernebelt wird bzw. eine scharfe Trennung vorgenommen wird, wo es in den meisten Fällen keine gibt... Die Nazis kamen damals ja nicht aus dem Weltall — und verschwanden hinterher wieder dahin. ;)

    Ich empfehle immer folgendes Gedankenexperiment: Wie würde man denn dieses »Pack« heute bezeichnen, wenn es Adolf und Co. in der Historie einfach nicht gegeben hätte...!? Ich meine, es wäre gar nicht so unwahrscheinlich, dass man ohne so eine starre Schablone wesentlich sensibler für all jene schleichenden Entwicklungen gewesen wäre, die am Ende(!) erst im Stereotyp des »Nazi« kulminier(t)en...

    »Er ist wieder da« hab ich im Sommer gelesen. Durchaus amüsant. Aber meine Erwartungen wurden dann doch etwas enttäuscht; ich hätte eher gemeint, der Autor würde auch mittels der auf ihn treffenden Figuren grade die in »der Mitte« vorhandenen Übereinstimmungen mit dessen Ideologie aufs Korn nehmen. Stattdessen waren das alle weitgehend aufrechte, makellose »Bilderbuch‐Demokraten« — und hielten den Fööööhrer einfach nur für ne nicht ernstzunehmende Satirefigur...

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