Wahlplakate 2013 — Teil 2: SPD

Am 22. September sind Bundestagswahlen und die Straßen sind bereits zugemüllt mit Phrasen, Versprechungen, Lügen und Verdrehungen. Ich habe einige Wahlplakate fotografiert und möchte sie hier kurz kommentieren. Heute geht es mit der bigotten SPD weiter.

Den Sozialdemokraten scheint nichts mehr peinlich zu sein. Wie ein sinkendes Schiff, dass nichts mehr zu verlieren hat. Nachdem sie mit der Agenda 2010 den Grundstein für den radikalen Sozialabbau in Deutschland gelegt hat, inszeniert sie sich nun im Wahlkampf 2013 als die große soziale Partei.

Für, unter anderem, diese sozialen Grausamkeiten ist die SPD massgeblich mit verantwortlich:

  1. Eine Steuerpolitik, zugunsten der Reichen und Vermögenden und zu Lasten der Armen und prekär arbeitenden Menschen in Deutschland.
  2. Massive Ausweitung des Niedrig‐Lohnsektors, der Mini‐Jobs und der Leiharbeit, prekärer Beschäftigungsverhältnisse, Auflockerung des Kündigungsschutzes.
  3. Zulassung von Hedgefonds unter der Schröder‐Regierung und damit Mitverursacher der jetzigen Wirtschaftskrise.
  4. Agenda 2010: millionenfache Erniedrigung, Ausgrenzung und Diskriminierung von finanziell armen Menschen in Deutschland durch das Hartz 4 — System.
  5. Abkoppelung der Rentenformel vom Bruttoinlandsprodukt sowie Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre und damit mit verantwortlich für millionenfache Altersarmut in Deutschland.

Wer sich von solch dreisten Sozial‐Image‐Lügen immer noch hereinlegen lassen sollte, hier einige (womöglich längst vergessene) Zitate von menschenfreundlichen SPD Genossen:

  • »Wenn Sie sich waschen und rasieren, finden Sie auch einen Job« (Kurt Beck, SPD)
  • »Eine große Zahl an Arabern und Türken hat keine produktive Funktion, außer für den Obst und Gemüsehandel« (Thilo Sarrazin, SPD)
  • »Nur wer arbeitet, soll auch essen« (Franz Müntefering, SPD)

»Wir sind verantwortlich« wäre eine echte Alternative zum derzeitigen Wahl‐Slogan »Das Wir entscheidet« gewesen. Das altbackene Denken, man müsse Stärke und Einigkeit beweisen und dürfe keine offene Selbstreflektion betreiben, wird der Partei nur weitere Verluste bescheren. Wie »volksnah« die derzeitige SPD ist, kann man gerade gut bei dem Verfahren der Rekommunalisierung des Hamburger Energienetzes beobachten. Dort sitzt die SPD mit den dortigen Energiekonzernen in einem Boot und agitiert auf breiter Ebene gegen den Volksentscheid. Sich außerdem ein soziales Image verpassen zu wollen, nach all den von der SPD mitverursachten sozialen Widerlichkeiten, ist nicht nur realitätsfremd, sondern kackfrech und eine Beleidigung der Wählerintelligenz.

» Wahlplakate — Teil 1: CDU

3 Gedanken zu “Wahlplakate 2013 — Teil 2: SPD

  1. Ich wohne in Bayern und »darf« auch den Landtag wählen. Bei uns sind die SPD‐Wahlplakate ebenso »sinnig«. Ude, der Kandidat für die Ministerpräsidentschaft, z.B. hält Wort, indem er sich einen Zettel mit dem Wort »Wort« vor den Bauch hält. Ich finde nicht nur die Plakate der SPD doof, so dass ich auch gar keine Lust habe, sie zu fotografieren. :ANBETEN:

  2. Nicht zu vergessen die tolle Gesundheitsreform unter Ulla Schmitt mitgetragen von Schröder; Steinmeier; Müntefering; Steinbrück und Herrn Gabriel. Super Reform nach der alle Kranken und Arme Menschen in unserem Land zuzahlen dürfen.
    Verlogen ist da noch ganz stark untertrieben wenn geschrieben wird gleiche Medizin und gleiche Kosten für alle.
    SPD nein danke
    Wir sind das Volk doch wir leben in einer Raubritter Republik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.