Inge Hannemann

Sie ist eine Arbeitsvermittlerin in Hamburg Altona. Sie bloggt auf altonabloggt. Sie berichtet über die internen Zustände und Strukturen des Jobcenters. Sie distanziert sich von dem Begriff »Kunden«, da man nicht freiwillig ins Jobcenter gehen würde. Sie kritisiert die ALG2‐Gesetzgebung als ein »System der Angst«. Nun will man sie loswerden.

2 Gedanken zu “Inge Hannemann

  1. Simulation einer »Arbeitsgesellschaft«, der die Arbeit schon längst abhanden gekommen ist, deren ausgespuckte Mitglieder sich aber stets beweisen müssen, dass sie sich diesem Götzen unterwerfen, obwohl ihre Unterwerfung gerade noch dafür reicht, ihre physische Existenz zu sichern oder in prekären Arbeitsverhältnissen das wiederzufinden, welche nicht mehr ausmachen als ihre physische Existenz zu sichern.

    Frau Hannemann ist eine mutige Frau ! Ihre Hoffnung auf Bewusstseinsänderung in den Parteien kann ich leider nicht teilen.
    Eine sanktionsfreie Praxis wird es mit denen nicht geben, höchstens rhetorisch. Wozu es vielleicht gerade noch reicht, sind Forderungen nach einer Anhebung der Hartz IV‐Sätze.

    Hartz IV wurde eingeführt, um den Standort Deutschland wettbewerbsfähiger zu machen, um den Druck auf Erwerbstätige weiter zu erhöhen und die Sozialleistungen für das nicht mehr notwendige Arbeitspersonal drastisch zu senken.

    Ein erster Schritt kann nur darauf hinauszielen , dass ein Existenzminimum per se nicht gekürzt werden darf. Ein zweiter die Abschaffung von Hartz IV.

    Das alles wird nur funktionieren, wenn es ausserhalb der Organisationen eine starke ausserparlamentarische Opposition geben wird.
    Wird es die in Deutschland geben?

  2. Frau Hannemann,
    sie sind eine mutige, streitbare Frau, die höchst sachlich und hoch kompetent den erschütternden Tatsachen, die sich am unteren Ende unserer Gesellschaft abspielen , eine glaubwürdige und eindringliche eine Stimme gibt.
    Was für ein Potential wäre eigentlich vorhanden, würde eine der etablierten Parteinen sich ernsthaft zum Fürsprecher für diese Menschen machen.
    Wieviele resignierte Nichtwähler aus diesen Reihen könnte sie gewinnen und zu einem wirklichen politischen Machtfaktor werden,
    um wieder Gerechtigkeit und echten sozialen Ausgleich herzustellen.
    Die Realität spricht allerdings eine andere Sprache.
    Die wirtschaftlichen Eliten habe alle Hebel der Manipulation in der Hand national,international, global und die Politik scheint auch ihre Kinder, die sich einstmal so kämpferischen, den sozialen Zielen verpflichtet fühlten zu korrumpieren.
    Wenn man erstmal hinter den Vorhang des Mainstream schaut, dann tun sich allseits wahre Abgründe auf.
    Deshalb mein hoher Respekt für Ihren Kampf, den Sie als einzelner Mensch so couragiert angehen.
    Ich hoffe Sie werden von vielen, vielen Menschen gehört und können sich wirkungsvoll Einfluss verschaffen.
    Aber alleine das Sie so, wie Sie sind da sind und anfangen, das ist ein echter Hoffungsschimmer!

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