Gedanken eines Leistungsträgers

Ihr seid doch alle nur neidisch! Ihr Sozialschmarotzer, Gammler und TV‐Junkies wollt auch nur soviel Geld haben wie wir. Wir, die es geschafft haben, vom Tellerwäscher zum Millionär. Ja, wir haben uns kaputt geschuftet, haben viel geleistet und uns unsere Millionen auch redlich verdient. Das ist Leistungsgerechtigkeit. Und Ihr? Was macht Ihr? Meckern, motzen, jammern, klagen, schimpfen. Über vermeintlich sozial ungerechte Zustände, über Ausbeutung, Gier und Egoismus. Pah! Zwischendurch noch RTL‐Assi‐TV, Fast‐Food‐Fraß und Eier schaukeln. Was leistet Ihr denn großartiges, hm? Abgammeln und dafür Geld wollen?

Ihr habt eure Neidkultur und euer chronisches Nörgeln kultiviert, es zu eurer Lebenseinstellung gemacht. Statt arbeiten zu gehen und was für Deutschland zu tun, legt Ihr die Beine hoch und motzt rum, dass Ihr kein Geld für neue Klamotten habt. Warum auch? Sollen wir, also die Elite, euch alles in den Arsch schieben? Wollt Ihr bis zum Rentenalter gepampert werden? Steht endlich auf und tut was! Wer wirklich arbeiten will, der findet auch Arbeit! Dann müsst Ihr eben mal eure völlig übertriebenen Ansprüche runterschrauben. Das Leben ist nun mal kein Ponyhof! Und wenn es euch hier nicht gefällt, dann geht doch nach Afrika!

Aber Ihr wollt gar nicht arbeiten, Ihr faules Gesocks! Ihr wollt nur haben und nichts dafür machen! Dabei hat doch die Schröder‐Regierung genug Erwerbsanreize gesetzt, damit Ihr auch endlich in Arbeit kommen könnt, oder etwa nicht? Ihr mögt die Ein‐Euro‐Jobs, die Mini‐Jobs, die Zeitarbeit und die Praktikas verurteilen, aber Hauptsache Arbeit! Besser etwas tun und dafür wenig bekommen, als gar nichts tun. Ihr seid eh alle so geringqualifiziert, Ihr würdet sowieso nichts anderes finden. Oder anders gesagt: welches große Unternehmen braucht und nimmt euch denn?

Die meisten von euch sind nicht ausbildungsfähig, nicht flexibel genug für uns, Ihr übernehmt keine Eigenverantwortung und Ihr tragt nicht zum Wachstum bei, denn euer Humankapital ist wenig wert. Ihr wollt euch nicht unterordnen, seid sozial schwach, bildungsfern und die Modernisierungsverlierer. Ihr seid ein überflüssiges und neidisches Pack! Bitte sterbt recht schnell!

8 Gedanken zu “Gedanken eines Leistungsträgers

  1. ...sprach der Schwarz‐Grün‐Wähler, bunkerte seine zusammengeraffte Kohle auf sein Konto bei der Deutschen Bank, welche dieses in Lebensmittel »investierte« und warf am 24.12. großherzig 2,00 € in den Spendennapf...

    Jaaah liebe Leistungsträgen, geht doch mal ihr nach Afrika und guckt, was für blühende Landschaften eure Investitionen da zaubern!

    Solche Typen gibt es leider wirklich -,- hoher »IQ«, aber sonst nicht viel auf dem Kasten

  2. »Minderleister« fehlt noch, denn das klingt so schön nach ›minderwertig‹, wie Schmicklers Wilfried schon anmerkte.
    Ansonsten eine schöne Zusammenfassung dessen, was sich im Hirn eines durchschnittlichen Leistungsträgerdämlacks von heute so im wesentlichen Abspielen dürfte...

  3. Au, ein schwerer Fall von Überarbeitung, so eine Leistung ist schon recht schwer zu tragen, oder? Wenn man mir sagen würde WOHIN ich tragen soll, dann würde ich auch überlegen mit anzufassen...da bekomme ich sonst Kreislauf und Drehwurm, das ist nichts für mich...ich halte die Umeinander‐Rennerei im Sitzen schon kaum aus. Reise nach Jerusalem mochte ich noch nie. (Würde ich darauf antworten)

  4. Halt die Fresse Du Weichei !
    Deine Schulkollegen wollen heute noch lange nix mit Dir zu tun haben.
    Deine Mutti hat Dich mit Zuckerbrot und Peitsche zum schlechten Abitur »überredet«. Ab Klasse 7 hast Du immer wieder Nachhilfe bekommen sonst wäre es bei Dir nur ein unterdurchschnittlicher Gesamtschulabschluß geworden. Dein Vater hat Dir Dein Studium finanziert und das Auto und Deine Wohnungseinrichtung stammen aus Omas Erbe.

    Über irgendeine Ehemaligenvereinigung hast Du Dich beim nächsten besten Konzern eingeschleimt. Wahrscheinlich bist Du Diplomkaufmann, Jurist oder Personalheini und beliebig austauschbar gegen den nächsten Vollpfosten. In Deinem Studium hast Du gelernt wie man auf Kosten anderer klar kommt, wie man Leute manipuliert und wie man Innovation und Ideenreichtum als unbequem einstuft und platt macht. Wenn Du nicht mindestens 25 Leute, die unter Tarif verdienen, in deiner Abteilung hättest wärst Du selber Paketfahrer.
    Deine »Karriere« wird bereits mit Ende 40 enden. Wenn Du nicht mit einem Herzinfarkt oder einem Burnout dauerhaft der Allgemeinheit zur Last fällst werden Deine, von Dir durch Vorbildwirkung erzogenen, Nachfolger rechtzeitig für Deine Entlassung sorgen.
    Die Chancen das Du bis zum Eintritt ins Rentenalter genauso arm und einsam bist wie Du es selber für andere schilderst sind recht gut.
    Dein Vorbild, der hannoversche Anwalt Schröder, stammt aus problematischen Familienverhältnissen. Sein jeweiliges Verhalten ist deshalb vermittels Genußmitteln und Bequemlichkeiten zumindestens in gewissen Grenzen beeinflussbar. Die volkswirtschaftlichen Schäden seines Handelns kann er nicht einschätzen. Dazu fehlen ihm Ausbildung und Grundwerte.

  5. @Schmarotzus Nörgler

    höhö, dem ist nichts hinzuzufügen außer irokesenvokuhila, rosa hemd und gesichtsmöse zur abrundung

  6. leider ist der Mensch sehr empfänglich für Abwertung gegenüber anderen. Dies wird gefördert durch objektive Ungleichheiten, die sich in subjektiven Minderwertigkeitsvorstellungen ausdrücken.
    Die Verschleierun gobjektiver Ungleichheiten und deren Veröffentlichung als subjektive Mekrmale ist ein großer Haken, an dem die gesellschaftlichen Verhältnisse hängen. Die Ungleichen plagen sich mit Selbstzweifel und Minderwertigkeit, obwohl diese beiden Existenzverstopfer ihre Herkunft in den sozialen Hierarchien haben und nichts mit den Menschen zu tun haben. Sie sind sozial induziert, eine von außen verordnete mentale Beschäftigungstherapie zum Zwecke der Herrschaft, Selbstzweifel, Angst und Minderwertigkeit sind Aufstandshemmer, Umwerfungshemmer. Die Tragik liebt aber darin, dass sie eine Existenz voll und ganz einnehmen können und eine Veränderung zäh und langwierig sein kann.

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