Zum Tod Gaddafis: Medienspiegel

Dass der einstige Offizier und Revolutionsführer durch Waffengewalt starb, bedeutet historische Gerechtigkeit.

– Süddeutsche

Am Tod Gaddafis war die Nato angeblich nicht beteiligt.

– SpiegelOnline

Nach Ansicht von Experten ist der Tod von Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi besser für die weitere Entwicklung in Libyen. Der große Vorteil sei, dass nun kein Gerichtsverfahren stattfinden müsse. Man kann sich sofort den Herausforderungen der Zukunft stellen, sagte Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz.

– focus.de

Anmerkung: Es ist gut und gerecht, durch Waffengewalt zu sterben. Es ist besser, wenn kein Gerichtsverfahren, sondern eine Hinrichtung stattfindet. Und an allem war die NATO nicht beteiligt. Und alle zeigen das Bild einer blutüberströmten Leiche. So reden und handeln bürgerliche Medien und Experten, die ansonsten so stolz auf die westlichen Demokratien mit ihren vermeintlichen Menschenrechten sind.

14 Gedanken zu “Zum Tod Gaddafis: Medienspiegel

  1. Verwundert das noch großartig? Der Westen mit seinen ach so überlegenen Werten ist an Bigotterie kaum zu übertreffen.

    Das wäre mit Sicherheit ziemlich peinlich für viele Politiker geworden, wenn man Gaddafi Gelegenheit zur Aussage vor einem Gericht gegeben hätte. Freut sich Frau Merkel eigentlich auch über Gaddafis Tod wie bei dem von bin Laden?

  2. Gaddafi ist ermordet worden.
    Ich hatte in den Nachrichten gehört, er wäre verletzt gefangen genommen worden. Und am Abend war er dann tot. Ich halte das nicht für einen guten Anfang einer neuen Gesellschaft in Libyen.
    Aber der ganze Krieg dort ist im Grunde ein Verbrechen. Ohne die NATO-Kampfflugzeuge – d.h. der Einmischung von Außen – hätten die Aufständischen keinen Erfolg gehabt. Natürlich war auch Gaddafi ein Verbrecher, aber es kann nicht unsere Aufgabe sein, mit Luftterror Gesellschaften zu kippen. Dabei ist auch interessant, daß sich die NATO auch nicht an ihre eigenen Verpflichtungen hält – z.B. sollen die Kampfflugzeuge die geächteten Streubomben geworfen haben.

    Aber demnächst werden wir einfach Staaten angreifen, deren politische Richtung uns nicht passt. Oder wir exekutieren unliebsame Politiker mit Drohnen. Am westlichen Wesen soll die Welt genesen.

  3. „[…]Aber demnächst werden wir einfach Staaten angreifen, deren politische Richtung uns nicht passt. Oder wir exekutieren unliebsame Politiker mit Drohnen. Am westlichen Wesen soll die Welt genesen[…]“

    Yep, aber dank Atombombe ist, auch wenn es zynisch klingen mag, so ein Verhalten des Westens, derzeit noch undenkbar.

    Man stelle sich nur vor, dass man einen chinesischen Politiker exekutiert, oder gar China angreift – von Nordkorea mit seinem Atombombenarsenal ganz zu schweigen. Oder der Iran, der wäre wohl ohne die iranische Atombombe schon längst ein Fall wie Gaddafis Libyen geworden.

    Der III. Weltkrieg wäre keine Horrorutopie, sondern blutige Realität – Ich denke so krank ist der Westen denn doch noch nicht, denn man stürzt sich lieber auf Gegner, die sich selbst schwächen – wie eben Gaddafi z.B.

    Trauriger Gruß
    Bernie

  4. Und was passiert wenn die Moslem Brüder an die
    Spitze kommen?
    Werden dann die NATO Bomber zurück kommen?

    Die Enthaltung bei der Lybien Resolution der Bundesregierung
    war richtig.
    Jetzt wäre die Zeit mal die Umstände der Hinrichtung Ghadaffis zu
    klären und um Gerechtigkeit in Lybien zu erreichen sollten auch
    die Kriegsverbrechen der Nato und der sogenannten Rebellen
    aufgerklärt und vor das internatiola Gericht zu bringen.

  5. „[…]So reden und handeln bürgerliche Medien und Experten, die ansonsten so stolz auf die westlichen Demokratien mit ihren vermeintlichen Menschenrechten sind[…]“

    Hier einmal die Reaktion aus Lateinamerika, die zeigt wie einseitig die bürgerlichen Medien und Experten in der EU, und den USA sind:

    „[…]Lateinamerika freut sich nicht über Tod von Gaddafi[…]“

    Quelle und kompletter, sehr interessanter, Text:

    http://amerika21.de/nachrichten/2011/10/41227/lateinamerika-ghaddafi-tod

    Die Reaktion von Chavez und Castro kann man sich ganz einfach damit erklären, dass beide genau wissen wer bei einem kubanischen, oder venezuelanischen, Volksaufstand, mit NATO-Luftunterstützung (rein fiktiv) ermordet werden würde – Interessant ist übrigens auch, dass Raul Castro schon vorausgesehen haben will, dass Gaddafi ermordet wird….und dies Chavez so prophezeit haben soll, wie es nun letztendlich auch gekommen ist…..

    Gruß
    Bernie

    PS: Am interessantesten fand ich hier aber einmal Bilder, des in Gefangenschaft lebenden Gaddafi – vor seiner Ermordung – zu sehen. Unsere Medien? Die sendeten doch nur Bilder seiner blutüberströmten Leiche über den Äther….

  6. ich finde es gut das er tot ist , weil er ein böser Mann war und weil er hässlich ist ! Er wird mit Darth Vader in die Hölle gehen .

  7. ich bin einer ganz anderen meinung. ich bin so traurig das gaddafi tot ist,weil er so ein toller mann war -ich werde ihn für immer lieeeben! eR IST SÜß :ANBETEN:

    er soll nicht tot sein -.-!! :DAGEGEN:
    GRUß WIENKCHEN

  8. @Jana

    Ich will jetzt Gaddafi nicht verteidigen, aber Darth Vader schon, denn der war einmal ein Guter und hat nur die Dunkle Seite gewählt – Jeder Star-Wars-Fan weiß dass, es gibt kein „gut“ oder „böse“ und kein „schwarz“ oder „weiß“ – Zumindest bei Star Wars nicht!

    Amüsierte Grüße
    Bernie

  9. Ergänzung: Ich seh’s mit Nietzsches „Jenseits von Gut und Böse“, d.h. für mich existieren keine „guten“ oder „bösen“ Menschen – auch Diktatoren wie Gaddafi zählen mit dazu (bei dem muss man sich eher fragen: Was hat den geprägt, dass er so wurde wie er war – Oft ist es die Erziehung, und das Umfeld, und wir können daher alle froh sein in Demokratien aufgewachsen zu sein. Gaddafi wuchs ja in keiner Demokratie auf, denn auch sein Amtsvorgänger, der König, ließ foltern und ermorden, d.h. kein wunder, dass Gaddafi so wurde wie er war….um es noch einmal zu schreiben).

    Gruß
    Bernie

  10. Es gibt halt wie in jedem Hollywoodfilm die Guten und die Bösen. Wenn dann etwas passiert, das nicht ins Bild passt (die guten Rebellen lynchen und morden), dann muss der Journalist das alles eben wieder geradebiegen, damit der Zuschauer nicht verwirrt ist.

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