Was macht eigentlich...Horst Köhler?

Am 31. Mai 2010 ist der damalige Bundespräsident Horst Köhler überraschend von seinem Posten zurückgetreten. Seine Begründung war die heftige Kritik an seiner Äußerung zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr:

Die Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze der Bundeswehr, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen. Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten – mit sofortiger Wirkung.

Inwiefern das wirklich zutrifft oder Köhler auch andere Beweggründe hatte, wird bis heute scharf diskutiert. Einige Wochen später verflog der Medienwirbel um den, von der Presse so zitierten, »Mann des Volkes«. Heute gibt es so gut wie keinen Beitrag mehr über ihn in der bürgerlichen Presse. Was aber macht Horst Köhler heute?

Laut einem Bericht der FAZ vom 27. Juli 2010 machte Horst Köhler zunächst Urlaub auf der Nordseeinsel Norderney. Außerdem war er mit seinem Freund Theo Waigel in Ottobeuren auf einer Bergwanderung und tauchte unter. Erst zur Vereidigung seines Nachfolgers Christian Wulff zeigte er sich wieder der Öffentlichkeit. Im übrigen hat ein Bundespräsident, der sein Amt abgibt oder verliert, danach noch lebenslang Anspruch auf volle Bezüge, einen Dienstwagen und ein eigenes Büro.

Mittlerweile arbeitet Köhler in einer informellen »Expertengruppe« des IWF´s mit. Von 2000 bis 2004 stand er an der Spitze des IWF. Vermutlich hat er bis heute noch gute Kontakte zum IWF. Die »Expertengruppe« befasst sich mit Themen und Konzepten zum Weltwährungssystems, Devisen und Reformen. Außer Horst Köhler sind auch der ehemalige IWF‐Chef Michel Camdessus und der frühere US‐Notenbankchef Paul Volcker Mitglied des erlauchten Kreises.

Horst Köhler beweist wieder einmal, dass er ganz und gar nicht ein Mann des Volkes ist, so wie Presse und Politik‐PR ihn immer hochgeschrieben haben.  Er ist und bleibt ein Mitglied des internationalen Finanzkapitals und kein Vertreter des Volkes oder gar ein Kämpfer für die Schwachen.

7 Gedanken zu “Was macht eigentlich...Horst Köhler?

  1. Horst Köhler war ein Mann des Volkes. Er ist einer der wenigen Politiker, die sehr offene Worte zur Finanzkrise gesagt haben (Entschuldigung der Banker, Finanzmärkte als Monster usw.). Die Betroffenen haben dafür gesorgt, dass Horst Köhler geschnitten wurde und gemieden, das ist nach meiner Meinung der Hauptgrund für seinen Rücktritt. Ich glaube, er hat auch mit sich gerungen, mal ganz offen und öffentlich zu reden. Man hat ihn davon abbringen können, und der Posten, den er jetzt hat, ist eines der Mittel zur Ruhigstellung. Wir als Wähler müssen vorsichtig sein, in das allgemeine Geheul und Geschimpfe auf die Politiker einzustimmen. Die Politiker brauchen unsere ganz klaren Forderungen in Bezug auf das Gemeinwohl einerseits und unsere Unterstützung gegen die Übermacht der Lobbyisten.

  2. Köhler war beim IWF massgeblich an der Versklavung und gnadenlosen Ausbeutung afrikanischer Länder durch Kreiditvergaben beteligt. Genau das gleiche bereitet er wohl nun wieder beim IWF vor, aber diesmal für die Industrienationen.

  3. Köhler ist genauso ein Politiker in unserer Zeit, wie so viele vor ihm (KOHL, SCHRÖDER, FISCHER und und und). Sie sind egoistisch, machtbesessen, verlogen, rechthaberisch und absolut weltfremd! Ohne Gewissen ausgestattet, führen und kreieren sie sich ihre eigene Welt. Der Bürger ist eine Marionette in diesem Spiel geworden, wir deutschen lassen uns wie eine Hammelherde durch die Gegend führen und spüren selbst oft dabei nichts! Unterstützt werden diese Kreaturen von ihren Gefolgsleuten den Journalisten!!! Diese haben keinen Mut mehr die Wahrheit auszusprechen und zu handeln! Berlusconi ist dafür das beste Beispiel in unserer heutigen Zeit.
    Merkel, Westerwelle und ihr Gefolge ist die nächste Generation von Politikern die das Lügenhaus BRD GmbH (s.h. Internet Handelsregisterauszug Mainz) aufrecht erhalten! Es ist Zeit aufzuwachen, aufzuwachen bevor es zu spät ist, für uns Bürger hier. Es gibt ein Sprichwort, da heißt es:
    „Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.“

  4. @milano

    Woran machst Du fest, dass Köhler »ein Mann des Volkes« war? An seiner vermeintlich unsicheren‐nervösen Art? An dem was er von sich gegeben hat? An seinen Reden? Dann ist jeder zweite Politiker »ein Mann des Volkes«! Sein beruflicher Werdegang, seine Biographie sprechen eine andere, aber sehr eindeutige Sprache.

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