»Du nimmst nichts mit!«...

...singt die deutsche Mittelalter‐Rockband Subway to Sally in ihrem Lied »Grabrede«. Die Konzentration im Leben auf Reichtum, Materialismus, Konsum, Haben‐ und Statusdenken macht unglücklich. Eines Tages wird jeder sterben und nichts mitnehmen können. Im Tode sind wir alle gleich.

4 Gedanken zu “»Du nimmst nichts mit!«...

  1. Ja, das ist natürlich ein schöner Gedanke, sehr inspirierend.

    Übersehen wir dabei das es Lippenbekenntnisse sind. Mir wäre jedenfalls nicht zu Ohren gekommen, daß dieses Lied kostenlos zu haben wäre, geschweigen denn von ganzen Alben der Band ;)

    Nach einem Jahrhundert kommerzialisierter Musik sollte jedem langsam einleuchten, daß musizieren und moderne Rechteverwertung Hand in Hand gehen. Entweder jemand ist Musiker und hält sich an diese Art Aussagen in seinen Texten und gibt dann auch seine Musik gemeinfrei oder alternativ unter unabhängigem Vertrieb über z.B. das Internet her, oder er ist Nutznießer der kapitalisierten Musikvermarktung wie diese Band, die mit ihrem zeitgeistgerechten Sound sicherlich nicht alleine eine musische Entwicklung durchgemacht hat, sondern auch unter der Fuchtel ihrer vertraglichen Vermarktungspflichten steht.

    Es ist kein Zufall, das viele Bands immer wieder gleichartig klingen und gleichartig auftreten zu einem Zeitpunkt. Das ist Musikindustrie und Marketing. Was nicht heißt, das die Musiker nicht trotzdem auf eine Weise gerne ihren Aufgaben nachgehen. Vor allem genügt die Aussicht künftig zu den Kapitalisten gehören zu können, um ggf. auch mit Kompromissen ihren Weg zu machen.

    Ich persönlich werde auch niemandem übelnehmen, daß er mit viel TamTam auch Millionen scheffelt. Ich gönne es jedem, hätte auch gerne einen Batzen Kohle.

    Aber bitte offen und ehrlich und nicht so offensichtlich an der eigenen Realität vorbeigesungen.

    Besser passen für eine so vermarktungswillige Band wäre ein Song mit Titeln wie: »Gib mir dein Taschengeld!« »Ich seh aus wie ein Spinner, aber es macht mich reich...« »Subkultur, oh du mein Goldesel«

    Liebe Grüße und
    schönen Sonntag

  2. @ Hannzi
    Deinem Kommentar schließe ich mich inhaltlich vollumfänglich an.
    »Subkultur, oh du mein Goldesel« — Wie heißt z.B. nochmal der Katalog, wo man sein stilgerechtes Punker‐Outfit bestellen kann?
    Oder war schon mal jemand in so einem Gothen‐Laden und hat die Preise bestaunt?
    Da lob ich mir die blöden Gangsta‐Rapper, die sind wenigstens ehrlich in ihren Äußerungen: Geld, Gold, teure Autos und ebensolche, äh, Begleiterinnen.
    Dazu passt eigentlich Joint Venture »Die Wunderschlampe«
    http://www.youtube.com/watch?v=W8mbpAKZuCE
    (Achtung, Kunstpausen!)
    Reib nicht an der Wampe, Reib lieber an der Lampe!
    Der Abgesang auf unsere Kultur

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