Der Nicht‐Journalismus

Uns linken Bloggern wird oft vorgeworfen, wir würden nur nörgeln, meckern und schimpfen. Wir seien die Zweit‐ und Resteverwerter der bürgerlichen Presse und anderer Internet‐Plattformen. Wir würden kaum eigene Alternativen aufzeigen. Vergessen wird häufig, dass ein Blog ein Meinungsmedium ist und dass viele mehr daran interessiert sind, ein kritisches Bewusstsein zu fördern, als sich um Details von vermeintlichen Alternativen zu streiten. Des weiteren vermischen viele die Medien Blog und Journalismus. Der Journalismus hat nicht nur sehr viel mehr Ressourcen, als ein Ein‐Mann/Frau‐Blog, sondern auch eine Verantwortung und Aufgabe gegenüber der Gesellschaft. Die sog. »vierte Gewalt« soll zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vermitteln und den demokratischen Geist fördern. Leider sind viele Medien gleichgeschaltet und ergötzen sich an ihrer Hofberichterstattung. Im folgenden einige Verbesserungsvorschläge für unsere liebe Presse:

  1. Reportagen über Asyl‐, Obdachlosen‐ und Altenheime
  2. Kritische Fragen bei Interviews mit Politikern und führenden Wirtschaftsvertretern statt Stiefelleckerei
  3. Regelmäßige Selbstreflektion und Selbstkritik über eigene journalistische Vorgehensweisen und Methoden
  4. Aufzeigen alternativer Gesellschafts‐ und Wirtschaftsmodelle
  5. System‐ und Strukturkritik statt dauernde Personalisierungsmethoden
  6. Transparenz und Übersicht aller Journalisten, Praktikanten und freien Mitarbeiter einer Redaktion

Ein Gedanke zu “Der Nicht‐Journalismus

  1. Hehe, genau...
    Als ob NeoCons, Antideutsche, Pseudoliberale und Nazis nicht auch ständig Rumjammern.
    Die NeoCons über die muselmanisch‐sozialistische Weltschwörung und die Einführung einer Krankenversicherung als 5. Kolonne Mekkas.
    Die Antideutschen jammern über die »typisch deutsche« »Jammerei« »auf hohem Niveau«.
    Die Pseudoliberalen jammern bei jedem Cent an Steuern für die »Minderleister« und sitzen sich den Arsch breit oder nageln die strunzdoofe Sekretärin (issen Klischee, aber mir doch egal, Arno Dübel is och ›n Klischee, HÖHÖ)
    Und die Nazis... bekannt. OPFAH!!

    Grundsätzlich geht mir diese Links‐Rechts‐Einteilung extremst auf die Nüsse, ich will nix mit Birkenstocks oder DDR‐Fans gemein haben und was es da für komische »linke« gibt. Und Steine werfen tu ich auch nicht, weil das Aua tu.

    Konstruktive Vorschläge:
    Einen ganzen Arsch voll!1

    Aber die scheitern am Menschen.

    Wir brauchen eine Gesellschaftsform, welche den Menschen NIMMT WIE ER ODER SIE ODER ES IST!
    Und NICHT WIE MAN DIE MENSCHHEIT GERNE HÄTTE

    Also eine Grenze zwischen Ideal und Illusion ziehen.
    Die Trennung der Disziplinen und Fächer aufheben; Philosophen und Psychologen in die politische Debatte!

    ...einen Uomo universale, der richtig MENSCH sein kann, aber auch weiß, WO er ist.

    Nur so eine Idee für zwischendurch :)

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