Fragen ohne Antworten

Was macht eigentlich Gerhard Schröder, Bundeskanzler a.D.? Sich bei der Nord Stream AG, einer Tochterfirma des russischen Energieriesen Gazprom, eine goldene Nase verdienen? Seit dem Jahre 2005 haben wir die Hartz‐Gesetze, insbesondere das unsägliche Hartz4. Das ist jetzt fünf Jahre her. Zu diesem unrühmlichen Jubiläum würde ich Gerhard Schröder, als Architekt der staatlich verordneten Armut, gerne interviewen.

Folgende Fragen würde ich ihm gerne stellen:

1.) Herr Schröder, vor fünf Jahren wurde Hartz4 eingeführt. Seitdem hat sich das Leben von millionen Menschen in Deutschland verschlechtert. Wie fühlen Sie sich damit?

2.) Ist es mit Ihrem Gewissen als SPD‐Mitglied vereinbar, dass Sie eine systematische Politik gegen einen Großteil der Bevölkerung und für eine Minderheit von Großverdienern gemacht haben?

3.) Erläutern Sie uns bitte den Unterschied zwischen »Chancengerechtigkeit« und »sozialer Gerechtigkeit«!

4.) Wie schafft man es als Politiker, sich nicht von Lobbyisten kaufen zu lassen? Geht das überhaupt?

5.) Wie hoch ist Ihre Vergütung bei der Nord Stream AG?

6.) Wie hoch sollte Ihrer Meinung nach der Hartz4 Regelsatz sein? Nennen Sie uns bitte eine konkrete Zahl!

7.) Erläutern Sie uns bitte Ihr Menschenbild!

8.) Arbeitslosen‐ und Migrantenbashing sind in der SPD schwer in Mode (Schröder, Clement, Müntefering, Buschkowsky und Sarrazin). Was erhoffen Sie sich von der Zukunft des Arbeitslosen‐ und Migrantenbashings?

9.) Die Hartz‐Gesetze und insbesondere Hartz4 werden von vielen  Menschen als modernen Faschismus angesehen: Stigmatisierung, Ausgrenzung, Ein‐Euro Jobs als Zwangsarbeit sowie Diskriminierung von Erwerbslosen als »Parasiten« (Wolfgang Clement). Was sagen Sie dazu?

10.) Herr Schröder, wir wünschen Ihnen einen üppigen Lebensabend und vielen Dank für das aufschlußreiche Gespräch! Grüßen Sie Herrn Putin von uns!

 

 

11 Gedanken zu “Fragen ohne Antworten

  1. wer hat ihn denn gewählt? Und wir wissen doch auch alle, dass Politiker, wenn sie einmal weg sind nicht mehr verantwortlich gemacht werden.

  2. @ Anna: Ja, ich gestehe schamrot, auch ich habe Schröder damals gewählt. Aber wie, schätzungsweise, 95% aller seiner Wähler habe auch ich dabei nicht geahnt, dass er seine Stellung dazu ausnutzen würde, um die Sozialdemokratie von innen auszuhöhlen, den Sozialstaat bis auf rudimentäre Reste abzuschaffen und den Reichen und Mächtigen solche Riesenvorteile zuzuschanzen, wie es sich Helmut Kohl in 16 Regierungsjahren nicht getraut hätte. Er hat seine Wähler auf das Erbärmlichste belogen und betrogen, und wir waren so naiv, ihm zu glauben. Jetzt, im nachhinein, fasse ich mich auch an den Kopf, aber... naja. Zu spät. Nie wieder SPD!

  3. Eine Frage hast du aber noch vergessen:

    Wer wird ihr Nachfolger, wenn Sie bei Gazprom aufhören, und in Rente gehen:

    A n g e l a M e r k e l ?

    Oder hat die schon einen anderen Posten bei einem Energieriesen in der Atomindustrie parat?

    Ansonsten völlige Übereinstimmung mit deinem trefflichen Text ;)

    Gruß
    Bernie

    PS: Was macht eigentlich die »grüne Raupe Nimmersatt« — auch Joschka Fischer genannt, der Hartz IV mit kreiiren durfte, und der vorbestrafte Dr. Hartz nach welchem die Hartz‐Gesetze benannt sind, die ebenso kriminell sind wie ihr Erfinder? Staatsanwaltschaft übernehmen Sie.

  4. @Saby

    Mich anschließ, aber wer konnte damals schon ahnen, dass Gerhard Schröder (SPD) nicht die treibende Kraft im Wahlkampf war, sondern sein Freund und Sponsor Oskar Lafontaine (SPD), der von Schröder eiskalt abserviert wurde, damit Schröder seine asozialen »Reformen« beginnen konnte?
    Trauriger Gruß
    Bernie

  5. Übrigens, da irgendwie nicht geklappt, noch einmal die vergessene Frage:

    Wer beerbt Schröder als Angestellt(e)r der Energieriesen?

    Antwort:

    Warum ist Angela Merkel — als Kanzlerin — wohl so eine eifrige Förderin der Dinosauiertechnik Atomkraft? Hat die evtl. auch schon die Zeit nach ihrer Abwahl im Auge?

    Gruß
    Bernie

  6. Wer Joschka Fischer beerbt ist wohl auch klar:

    Guido Westerwelle reist wohl nicht umsonst bei allen Weltkonzernen herum, der bekommt dann — nach Abwahl auch ein fettes Pöstchen wie die »grüne Raupe Nimmersatt«(=Joschka Fischer) bei irgend einem Konzern.

    Außenminister ist ja extra zum Pöstchensammeln erfunden worden, auch für nichtenglischsprechende wie unser aller Guido, die selbst ernannte »Freiheitsstatue Deutschlands«.

    In anderen Ländern landet so einer in der Psychiatrie, in Deutschland wird er Außenminister — Das nennt man kulturellen Verfall auf dt. Art.

    Gruß
    Bernie

  7. 1.) Es geht jetzt wenigen Tausenden millionen mal besser, auch mir.

    2.) Diese Frage wurde schon treffend beantwortet: ich habe kein Gewissen.

    3.) Mein lieber epikur: Sie meinen wohl den Unterschied zwischen Chancengerechtigkeit und Chancengleichheit: das ist einfach: Chancengerechtigkeit für die Reichen, Chancengleichheit für den Rest.

    4.) Natürlich geht das nicht. Aber es ist doch wohl die eigene Schuld des Volkes, wenn es keine Lobby hat, die mich bezahlen könnte.

    5.) Diese Vergütung gleicht die Verluste, welche ich als Bundeskanzler zum Wohle des Deutschen Volkes gemacht habe, gerade mal so aus.

    6.) Hunger macht gefügig.

    7.) Hierzu müssen wir doch erst einmal klären, was denn unter ›Mensch‹ zu verstehen ist, verstehen Sie? Am einfachsten macht man das am Wert fest: so ab 10000 € netto/Monat würde ich sagen fängt das irgendwo an.

    8.) Das ist ganz einfach erklärt: Dieses Bashing dient ja nicht der Verunglimpfung der Opfer selbst, sondern der Irreführung der sog. Mittelschicht. Die macht sich das Bashing zu eigen und glaubt deshalb zu uns — der Elite zu gehören. Und da merkt sie gar nicht, wie wir sie ausbluten lassen.

    9.) Was gut ist für den Markt, ist halt nicht immer gut für alle Teilnehmer. Ich verweise auf die Fragen 3 und 7.

    10.) Hä, hä...werd ich haben.

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