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	<title>Kommentare zu: Filmtip: the Road</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Von: antiferengi</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/filmtip-the-road/comment-page-1/#comment-2943</link>
		<dc:creator>antiferengi</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 11:57:30 +0000</pubDate>
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		<description>@Frank F.
Deine Beschreibung erinnert mich ein wenig an die kleinen Industriegebiete in meinem Umkreis. Das sieht von außen auch wie Aufbruch aus. Sieht man es sich etwas genauer an, entdeckt man die Leichen der Vorzeit. Und bei den wenigen, die wirklich neu sind, passiert genau das was du beschreibst, bezüglich der Mitte aufwärts, und abwärts. Wirklich schöne Beschreibung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Frank F.<br />
Deine Beschreibung erinnert mich ein wenig an die kleinen Industriegebiete in meinem Umkreis. Das sieht von außen auch wie Aufbruch aus. Sieht man es sich etwas genauer an, entdeckt man die Leichen der Vorzeit. Und bei den wenigen, die wirklich neu sind, passiert genau das was du beschreibst, bezüglich der Mitte aufwärts, und abwärts. Wirklich schöne Beschreibung.</p>
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		<title>Von: Frank F.</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/filmtip-the-road/comment-page-1/#comment-2942</link>
		<dc:creator>Frank F.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Oct 2010 12:59:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/?p=6833#comment-2942</guid>
		<description>Nun muss ich doch glatt rausfinden, ob dieser Film auch in meiner nichtigen Heimatstadt gezeigt wird, über die sich schon seit mindestens 17...18 Jahren eine Art von Endzeitstimmung gelegt hat. Na, sagen wir fairerweise, sie dümpelt zwischen l e i s e r und stetig stiller werdender Aufbruchstimmung sowie einer immer sichtbareren schleichenden Apokalypse vor sich her.

Einerseits wurden hier und da (v.a. Dank EU-Höchstfördergebiet und Billigstlöhne) eine handvoll supermoderner Produktionsbetriebe auf die grüne Wiese gestellt. In vielen dieser Fabriken herrscht eine (zu selten thematisierte) Art von Goldrausch für jene ab mittlerer Führungsebene aufwärts, für die produzierende Mehrheit jenseits davon jedoch übelster Kapitalismus. 

Andererseits gibt es in der Region eine wachsende Zahl verrottender ehemaliger Industriegebiete und noch viel mehr zerfallende Ex-Landwirtschaftsbetriebe, welche sich als günstige Filmkulisse für Kriegsdramen o.ä. geradezu anbieten würden. An solchen Orten hat das Armageddon bereits Quartier bezogen.

Neulich war ich (eher zufällig) über einen Film gestolpert der mich gleichzeitig betroffen und hoffen macht. &lt;em&gt;Requiem for Detroit&lt;/em&gt; könnte man vielleicht als das non-fiction Pendant zu dem fiktionalen &lt;em&gt;The Road&lt;/em&gt; bezeichnen. Der Film zeigt den sichtbaren Niedergang des einstigen El Dorado der Autoproduktion. Die Einwohnerzahl von Detroit City hat sich innerhalb einer Generation mehr als halbiert. Auf den ersten Freeways Amerikas ist die rush hour zu einem Fremdwort verkümmert  &lt;img src=&#039;http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-includes/images/smilies/lach.gif&#039; alt=&#039;:)&#039; class=&#039;wp-smiley&#039; /&gt;  Allerorten findet man Büros, Postschalter, Polizeistationen als wären sie vor wenigen Stunden noch besetzt. Wie ein slow-motion Katrina zerfrisst die Deindustrialisierung nach und nach die Infrastruktur. 40 Prozent des innerstädtischen Grund und Boden sind im Begriff sich wieder in Prärie zu verwandeln. Ganze Wohnviertel zerfallen und denaturieren gleichzeitig. Riesige Gebäudekomplexe und ehemalige Einkaufs- &amp; Vergnügungstempel stehen da wie Geisterschiffe. Vandalismus, Kriminalität, Brandstiftung, Hundekämpfe, etc. haben dort Einzug gehalten...

Dieser Prozess bringt aber auch völlig neue Bewegungen und Ideen hervor. Straßen werden künstlerisch umgestaltet. Immer mehr Menschen finden zusammen, um Brachflächen in landwirtschaftlich nutzbare Flächen zu verwandeln. Hier ist eine echte prosperierende städtische Agrarbewegung entstanden, deren Ideen inzwischen in den gesamten Vereinigten Staaten aufgegriffen werden...

Man kann sich die englischsprachige Version der BBC-Produktion hier ansehen (ca. 75 min):

http://www.youtube.com/watch?v=2OpXhd7iau8</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun muss ich doch glatt rausfinden, ob dieser Film auch in meiner nichtigen Heimatstadt gezeigt wird, über die sich schon seit mindestens 17...18 Jahren eine Art von Endzeitstimmung gelegt hat. Na, sagen wir fairerweise, sie dümpelt zwischen l e i s e r und stetig stiller werdender Aufbruchstimmung sowie einer immer sichtbareren schleichenden Apokalypse vor sich her.</p>
<p>Einerseits wurden hier und da (v.a. Dank EU-Höchstfördergebiet und Billigstlöhne) eine handvoll supermoderner Produktionsbetriebe auf die grüne Wiese gestellt. In vielen dieser Fabriken herrscht eine (zu selten thematisierte) Art von Goldrausch für jene ab mittlerer Führungsebene aufwärts, für die produzierende Mehrheit jenseits davon jedoch übelster Kapitalismus. </p>
<p>Andererseits gibt es in der Region eine wachsende Zahl verrottender ehemaliger Industriegebiete und noch viel mehr zerfallende Ex-Landwirtschaftsbetriebe, welche sich als günstige Filmkulisse für Kriegsdramen o.ä. geradezu anbieten würden. An solchen Orten hat das Armageddon bereits Quartier bezogen.</p>
<p>Neulich war ich (eher zufällig) über einen Film gestolpert der mich gleichzeitig betroffen und hoffen macht. <em>Requiem for Detroit</em> könnte man vielleicht als das non-fiction Pendant zu dem fiktionalen <em>The Road</em> bezeichnen. Der Film zeigt den sichtbaren Niedergang des einstigen El Dorado der Autoproduktion. Die Einwohnerzahl von Detroit City hat sich innerhalb einer Generation mehr als halbiert. Auf den ersten Freeways Amerikas ist die rush hour zu einem Fremdwort verkümmert  <img src='http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-includes/images/smilies/lach.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Allerorten findet man Büros, Postschalter, Polizeistationen als wären sie vor wenigen Stunden noch besetzt. Wie ein slow-motion Katrina zerfrisst die Deindustrialisierung nach und nach die Infrastruktur. 40 Prozent des innerstädtischen Grund und Boden sind im Begriff sich wieder in Prärie zu verwandeln. Ganze Wohnviertel zerfallen und denaturieren gleichzeitig. Riesige Gebäudekomplexe und ehemalige Einkaufs– &amp; Vergnügungstempel stehen da wie Geisterschiffe. Vandalismus, Kriminalität, Brandstiftung, Hundekämpfe, etc. haben dort Einzug gehalten...</p>
<p>Dieser Prozess bringt aber auch völlig neue Bewegungen und Ideen hervor. Straßen werden künstlerisch umgestaltet. Immer mehr Menschen finden zusammen, um Brachflächen in landwirtschaftlich nutzbare Flächen zu verwandeln. Hier ist eine echte prosperierende städtische Agrarbewegung entstanden, deren Ideen inzwischen in den gesamten Vereinigten Staaten aufgegriffen werden...</p>
<p>Man kann sich die englischsprachige Version der BBC-Produktion hier ansehen (ca. 75 min):</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=2OpXhd7iau8">http://www.youtube.com/watch?v=2OpXhd7iau8</a></p>
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