Der Anti-Struwwelpeter

Im Jahre 1844 erschien ein Kinderbuch von Dr. Heinrich Hoffman mit dem Titel »der Struwwelpeter«. Bis heute wurde das Werk in knapp 40 Sprachen übersetzt und ist weltweit bekannt. Von Anfang an hatte das Märchenbuch viele Kontroversen ausgelöst. Schließlich werden im Struwwelpeter, Kinder die nicht gehorchen wollen, hart bestraft. Die Androhung von physischer und psychischer Gewalt sowie repressive Erziehungsmaßnahmen sind ein großer Bestandteil der Erzählung. Der Satiriker Friedrich Karl Waechter hat im Jahre 1970 den »Anti-Struwwelpeter« herausgebracht. Darin werden strenge Erzieher und Autoritäten aufs Korn genommen. Die bitterböse Satire entlarvt den konservativen und autoritären Geist.

In der »Geschichte vom braven Ordnungsmann« geht es zum Beispiel so zu (zum vergrößern draufklicken):  

Die »Geschichte von Paulinchen und den Mohrenbuben« thematisiert Rassismus auf groteske Weise: »Und als der Vater kommt nach Haus, da sieht er wild und böse aus und packt Paulinchen bei dem Kopf, steckt sie in einen Tintentopf, tunkt sie hinein bis an die Ohren, dass sie so schwarz wird wie die Mohren. Paulinchen aber freut sich sehr und springt durchs Zimmer kreuz und quer. Weil ich jetzt wie die Mohren bin, lauf ich zu meinen Freunden hin. Sie tats und hat es nie bereut. Die Mohren haben sich gefreut«.


 

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2 Antworten zu »Der Anti-Struwwelpeter«

  1. antiferengi sagt:

    Oh je. F.K.Waechter und »Pardon«. Einer der Erfinder des »VerWimSen’s« zur Offenlegung des alltäglichen Wahnsinns. Traurig, Traurig. Das sind die Leute, die heute bitter fehlen.

  2. bene sagt:

    Ich erinnere mich noch mit grausen an den Struwwelpeter :)

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