Anti‐Diskriminierungsland

Deutschland ist ein Anti‐Diskriminierungsland! Hier wird nicht diskriminiert. Schon gar nicht wegen der Hautfarbe, der Herkunft, der sexuellen Ausrichtung, dem Haarschnitt oder der Religion. Weder Medien noch Politiker würden jemals hetzen oder verunglimpfen. Und die Bürger schon gar nicht. Alle wahren und leben doch Artikel 1 des Grundgesetzes! Angeblich soll die Post nun einen Afrikaner nicht eingestellt haben, eben weil er eine schwarze Hautfarbe hatte. Die Post beruft sich aber darauf, sie habe ihn nicht eingestellt, weil er »nicht gut genug deutsch« könne. Nun darf die Post dem Afrikaner 5400 Euro Entschädigung zahlen. Ob »der Afrikaner« — der im SZ‐Artikel immer nur als namenloser »Afrikaner« tituliert wird — sich von dem Geld nun wenigstens einen Deutsch‐Kurs gönnt?

3 Gedanken zu “Anti‐Diskriminierungsland

  1. Reine Beschreibungspolitik. Show. Was sonst.
    Die Ablenkung davon, das man das Gefühl für die Menschen, durch Akzeptanz für tabellarisch beschreibbare Mechanismen ersetzt hat. In Zeiten in denen Systeme herrschen, lenkt man die Menschen von der Menschlichkeit ab, und schreibt ihnen vor was Menschlichkeit zu sein hat. Ökonomisierte Mechanik einer Gesellschaft die jeden Faden dafür verloren hat, das es betreffs der Menschlichkeit um sie selber geht. Perfekte Kalkulation von Ressourcen durch rituelle Vorbeugemechanismen. Fühle ich das Diskriminierung Menschen zerstören kann, oder befolge ich die Regeln dir mir vorgegeben werden ? Im letzteren Fall, bleibt der Afrikaner so weit von den Menschen entfernt, wie der tierschutzgerecht geschützte Hund des Nachbarn. Kein Gefühl. Nur Kalkulationsmasse mit finanzieller Ausgleichsgerechtigkeit, die variabel auslegbar ist.
    Variabel genug die Show zu wahren.

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