Archiv für 2010

ZG-Rückblick: 2010

31. Dezember 2010 von der redaktion

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das neue Jahr 2011 Gesundheit und Zufriedenheit... *schnarch. So oder so ähnlich wird am 31.12. mal wieder eine ganz bestimmte Neujahrsansprache anfangen. Da stellt sich die Frage was schlimmer ist: Jahresrückblicke Anfang Dezember im Privatfernsehen oder geheuchelte Zukunftsaussichten? Wir machen auf jeden Fall einen kurzen Schulterblick oder sollte man nur nach vorne schauen?

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Expertengewäsch

29. Dezember 2010 von epikur

Sie sind seit jeher die Speerspitze zur Argumentationsverstärkung: vermeintliche Politik– und Wirtschaftsexperten. Wir begegnen den Doktoren, Professoren, Hochschulabgängern, selbsternannten Sachkundigen, Wissenschaftlern oder sonstwie mit einem Titel versehenen Menschen, in jedem Medium. Ob Radio, Fernsehen, Printmedien oder Internet — sie sind überall. Die oft selbstverliebten Lackaffen fungieren häufig als erste und letzte Instanz, um bestimmte Interessen durchzusetzen. In Deutschland gibt es eine große Expertenhörigkeit und Expertengläubigkeit. Was ein Fachmann sagt und denkt, muss ja stimmen. Er oder Sie hat schließlich studiert, es gelernt, sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Oft wird vergessen, dass auch Experten Menschen und keine Halbgötter in Weiß sind. Sie haben Bedürfnisse, Interessen, Wünsche und Ängste. Und auch sie gehen aufs Klo.

Hinter einem vermeintlich objektiven Expertengewäsch steckt nur zu oft, eine Ideologie, ein Welt– und Menschenbild von der alle Gedanken getragen werden. Das Wissen von Fachidioten richtet sich, meiner Meinung nach, eben nicht nach dem NichtGott der Objektivität und der Neutralität, sondern nach Interessen und Weltbild. Oft genug reicht es,  bei Experten-Texten und Reden, das Welt– und Menschenbild sowie die Ideologie dahinter zu suchen und zu erkennen.  Denn bestimmte Weltbilder folgen immer bestimmten Argumentationsrichtlinien. Den Rest des Geschwurbels kann man sich dann gleich sparen.

Überwachungsstaat

28. Dezember 2010 von epikur

Die Stasi-Keule wird oft geschwungen. Die Linke als SED-Haufen beschimpft. Und reaktionäre, konservative Politiker schreiben die DDR als einen Unrechtsstaat hoch. Jeder, der es auch nur wagt die DDR mit der heutigen BRD zu vergleichen,  wird in den Mief des Geschichtsrevisionismus gestellt. SED– und Stasi-Vergleiche mit der BRD haben sich zu verbitten. Warum eigentlich? Vielleicht würde dem einen oder anderen auffallen, dass die heutigen Überwachungsmethoden der BRD weitaus umfassender sind,  als sie es bei der Stasi jemals waren? Das liegt sicher am technologischen Fortschritt, aber eben auch am politischen und wirtschaftlichen Interesse seine Bürger zu überwachen. Weiterlesen »

Fällt euch was auf?

27. Dezember 2010 von epikur

Die große Wirtschafts– und Finanzkrise ist vorbei. Natürlich wird es auch keine mehr geben. Natürlich nicht. Die nächste Wirtschaftskrise ist zwar schon längst da, aber sie heisst eben nicht so. Aus Wirtschaftskrise macht man nun die Eurokrise. Ob Finanz-, Wirtschafts– oder Eurokrise, die Bezeichnung ändert sich, das korrupte und völlig marode System bleibt. Leider wird ein Großteil der Bevölkerung diese Zusammenhänge nicht erkennen. Man stülpt der Krise einen anderen Zusatz auf und will uns damit weismachen, dass jede Krise einzigartig sei und mit der letzten nichts zu tun habe. So werden wir noch viele Krisen durchleben und den Blick für das große Ganze verlieren.

Die Krise heisst Kapitalismus.

Verkorkste Lieblichkeit

26. Dezember 2010 von epikur

Schwülstige Drehbuch-Tränen necken die sexuelle Gleichschaltung. Immunschwache Liebesklammern verlieben sich in stachelige Produkte. Romantik als berechnender Wohlfühlmarkt. Niedliche Maschinen verleidenschaften sich. Nichtdenken als vorzeigbare Sinnlichkeit. Sein als Störfall. Haben als Machbarkeit. Rosarote Mondüberlegenheit kokettiert mit schönen Allzeitmenschen. Eigennutz als Eleganz getarnt. Anmutige herzlose Püppchen. Knuspriges Erlebnisprickeln als Vertragsfundament. Inszenierte Gefühlsmarken als süße Selbsterfahrung.

Ist das Liebe?

Verschenken Sie zu Weihnachten ein NeuHartzTier!

24. Dezember 2010 von epikur

Statt Schwerter zu Pflugscharen, heisst es jetzt: Arbeitslose zu Haustiere! Langzeitarbeitslose können sich fortan auf Hunde, Katzen, Hamster und Aquariumsfische umschulen lassen. Absurde Idee, meinen Sie? Mitnichten! Das Konzept hat viele Vorteile für Erwerbslose und den Staat! Hartzis bekommen Nahrung, Obdach, Liebe und Aufmerksamkeit und der Staat spart Millionen. Weiterlesen »

Wissen ist relativ VI

23. Dezember 2010 von jtheripper

Um Frank F. nicht zu enttäuschen, kommen hier die nächsten Begriffe für die »Enzyklopädie des relativen Wissens«. Heute: Idee und Vernunft. Wie immer nur auf zeitgeistlos.de.

Nun haben wir noch ein Anliegen: Moussa, die die Rolle der Hedonistin schreibt, hat kein Bock mehr. Natürlich hat sie das so nicht gesagt und verklagt mich deswegen vielleicht auf üble Nachrede, aber man konnte es zwischen den Zeilen lesen ;) Nun stellt sich die Frage, ob es da draußen eine gibt, die ähnlich begabt in die hedonistische Rolle schlüpfen kann und das Durchhaltevermögen einer Ameise hat. Weiterlesen »

Gehirnschreck und Gefühlsdreck

22. Dezember 2010 von epikur

Das Fernsehen ist unterirdisch schlecht. Darüber wird allerorten viel geschrieben (Zum Beispiel hier). Mir ist auch gar nicht daran gelegen, das Fernsehprogramm zu verbessern, da die Fernsehanstalten auf Einschaltquoten und Marktanteile schielen, bekommt die Masse ihren Müll. Ich hingegen schalte einfach ab. Da bin ich gnadenlos. Weiterlesen »

Krankhafte Gesundheit

21. Dezember 2010 von epikur

Ich fühle mich gesund. Ich bin zufrieden mit mir und meinem Leben. Sicher gibt es immer Rückschläge, nachdenkliche Zeiten, aber auch Erfolgsgefühle und glückliche Momente in meinem Leben. Alles in allem bin ich jedoch ein recht zufriedener und ausgeglichener Mensch, auch wenn einige vermuten mögen, mein kritischer Geist rühre von einer unzufriedenen Seele her. Dem ist aber nicht so. Es ist eben einfach meine Art. Soweit so gut.

Wenn ich mich jetzt entscheiden würde, eine Therapie zu machen, stelle ich folgende These auf:

Der Therapeut würde nach spätestens zwei oder drei Sitzungen, bei mir etwas vermeintlich ungesundes finden. Er würde vermutlich solange in meiner Psyche bohren und popeln, bis er eine Diagnose erstellen kann. Was würde das über Psychologen und Therapeuten aussagen? Machen sie gesunde Menschen krank bzw. sorgen sie für ihre eigenen Patienten? Werden Therapeuten maßlos überschätzt? Oder sind wir einfach alle krank und wissen es nur nicht?

P:S: Passt zwar jetzt nicht hier hin, aber wir haben unsere »Kommentieren-Infoseite« aktualisiert.

Bild-Leser beschimpfen Titanic-Redakteure

20. Dezember 2010 von epikur

Im Jahre 2000 manipulierten Titanic-Redakteure durch eine Fax– und Bestechungsaktion die Entscheidung des Weltfussballverbandes zum Austragungsort der Fussballweltmeisterschaft im Jahre 2006. Die BILD rief daraufhin ihre Leser auf, bei der Titanic-Redakton anzurufen und sich zu beschweren. Die Titanic wiederum hat damals alle Anrufe aufgenommen und auf eine CD gebrannt. Auf youtube habe ich zwei Teile nun auch gefunden. Sehr amüsant.


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