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	<title>Kommentare zu: Neusprech: »sozial«</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Von: Elmar Benninghaus</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-sozial/comment-page-1/#comment-677</link>
		<dc:creator>Elmar Benninghaus</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 07:38:29 +0000</pubDate>
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		<description>Mittelmäßige Politiker bringen nun mal mittelmäßige Phrasen.
Und Phrasen sind immer ein Zeichen von Ideenmangel, oder
Hilflosigkeit.
Mein Liebling ist zur Zeit: &lt;em&gt;Man muss die Chancen der Krise nutzen.&lt;/em&gt;
An alle Opelmitarbeiter, welche demnächst vielleicht ihren Job verlieren,
an alle Leiharbeiter, welche ihn bereits verloren haben,
an alle amerikanischen ehemaligen Hausbesitzer, die jetzt in Zelten wohnen,
an alle Opfer irgendeiner Katastrophe.

Ihr müsst die Chancen der Krise nutzen, oder
Sozial ist was Arbeit schafft, - liegt doch gar nicht so weit weg, - oder ?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mittelmäßige Politiker bringen nun mal mittelmäßige Phrasen.<br />
Und Phrasen sind immer ein Zeichen von Ideenmangel, oder<br />
Hilflosigkeit.<br />
Mein Liebling ist zur Zeit: <em>Man muss die Chancen der Krise nutzen.</em><br />
An alle Opelmitarbeiter, welche demnächst vielleicht ihren Job verlieren,<br />
an alle Leiharbeiter, welche ihn bereits verloren haben,<br />
an alle amerikanischen ehemaligen Hausbesitzer, die jetzt in Zelten wohnen,<br />
an alle Opfer irgendeiner Katastrophe.</p>
<p>Ihr müsst die Chancen der Krise nutzen, oder<br />
Sozial ist was Arbeit schafft, — liegt doch gar nicht so weit weg, — oder ?</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Quasipresseschau 211 &#124; NIGHTLINE</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-sozial/comment-page-1/#comment-664</link>
		<dc:creator>Quasipresseschau 211 &#124; NIGHTLINE</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 11:50:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/?p=1683#comment-664</guid>
		<description>[...] Neusprech: »sozial« Sozial bedeutet im eigentlichen Sinne des Wortes das Wohl anderer im Auge zu behalten und steht im Gegensatz zum Egoismus. Fürsorglichkeit, Altruismus und Hilfsbereitschaft kennzeichnen eine soziale Einstellung. Das kleine Adjektiv »sozial« wird im heutigen politischen Sprachgebrauch in vielerlei Hinsicht sprachlich normiert, um eigene Ziele und Interessen durchzusetzen. Die vielseitige Sprachmanipulation des Begriffes offenbart eine mehrdimensionale Zielsetzung. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Neusprech: »sozial« Sozial bedeutet im eigentlichen Sinne des Wortes das Wohl anderer im Auge zu behalten und steht im Gegensatz zum Egoismus. Fürsorglichkeit, Altruismus und Hilfsbereitschaft kennzeichnen eine soziale Einstellung. Das kleine Adjektiv »sozial« wird im heutigen politischen Sprachgebrauch in vielerlei Hinsicht sprachlich normiert, um eigene Ziele und Interessen durchzusetzen. Die vielseitige Sprachmanipulation des Begriffes offenbart eine mehrdimensionale Zielsetzung. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: gerhardq</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-sozial/comment-page-1/#comment-659</link>
		<dc:creator>gerhardq</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 16:23:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/?p=1683#comment-659</guid>
		<description>Ich hatte mir gestern ein Video über den Ausverkauf öffentlicher Infrastruktur angesehen. Dabei ist mir klar geworden, daß gerade die Begriffe sozial, gerecht, Eigentum, u.a. sehr massiv mißbraucht werden.
Sozial bedeutet für mich, daß eine Gesellschaft und ihre Teilnehmer sich dem Schwachen und Schwächsten gegenüber solidarisch verhalten. Zivilisation ist sozial, denn nur sie ermöglicht es den Schwachen zu überleben. Und soziales Verhalten ist von Vorteil, denn auch der Stärkere kann einmal in die Position eines Schwächeren geraten.

Gerechtigkeit ist dann vorhanden, wenn die Schwachen soviel Zugeständnisse bekommen, daß sie in der Lage sind, auf Augenhöhe mit den Starken zu verhandeln. Gerade dieses wird in der heutigen Gesellschaft im Namen der Gerechtigkeit und Gleichheit aber gern vergessen. Unsere Gerechtigkeit sollte diese Ungleichgewicht ausgleichen. Ein Beispiel, ein zerlumpter, vorbestrafter Junkie klaut für 10,-EUR zwei Schachteln Zigaretten und wird erwischt. Ein ebenfalls vorbestrafter, gut gekleideter Jungmanager, dessen Papi die besten Beziehungen hat, wird mit zwei Schachteln Zigaretten erwischt, die er nicht bezahlt hat. Beide landen vor Gericht. Frage, wie werden die Verfahren wahrscheinlich ausgehen?  Oder anders ausgedrückt, wieviele Verfahren wird es geben?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte mir gestern ein Video über den Ausverkauf öffentlicher Infrastruktur angesehen. Dabei ist mir klar geworden, daß gerade die Begriffe sozial, gerecht, Eigentum, u.a. sehr massiv mißbraucht werden.<br />
Sozial bedeutet für mich, daß eine Gesellschaft und ihre Teilnehmer sich dem Schwachen und Schwächsten gegenüber solidarisch verhalten. Zivilisation ist sozial, denn nur sie ermöglicht es den Schwachen zu überleben. Und soziales Verhalten ist von Vorteil, denn auch der Stärkere kann einmal in die Position eines Schwächeren geraten.</p>
<p>Gerechtigkeit ist dann vorhanden, wenn die Schwachen soviel Zugeständnisse bekommen, daß sie in der Lage sind, auf Augenhöhe mit den Starken zu verhandeln. Gerade dieses wird in der heutigen Gesellschaft im Namen der Gerechtigkeit und Gleichheit aber gern vergessen. Unsere Gerechtigkeit sollte diese Ungleichgewicht ausgleichen. Ein Beispiel, ein zerlumpter, vorbestrafter Junkie klaut für 10,-EUR zwei Schachteln Zigaretten und wird erwischt. Ein ebenfalls vorbestrafter, gut gekleideter Jungmanager, dessen Papi die besten Beziehungen hat, wird mit zwei Schachteln Zigaretten erwischt, die er nicht bezahlt hat. Beide landen vor Gericht. Frage, wie werden die Verfahren wahrscheinlich ausgehen?  Oder anders ausgedrückt, wieviele Verfahren wird es geben?</p>
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	<item>
		<title>Von: Nachdenkseiten-Leser</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-sozial/comment-page-1/#comment-658</link>
		<dc:creator>Nachdenkseiten-Leser</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 15:27:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/?p=1683#comment-658</guid>
		<description>Ich kenn da noch ein Wort, dass dringendst analysiert gehört: &quot;Gerechtigkeit&quot;.

Je nach Gusto, d.h. neoliberal (= Heinz Bude) oder nicht (=Ottmar Schreiner) versteht Mensch neuerdings auch anderes darunter.

Übrigens, die Taktik gab es schon vor der Großen Franz. Revolution 1789, und danach, als Robespierre seine eigene Version von &quot;Gerechtigkeit&quot; auf den Markt brachte - mit dem sprichwörtlich durchschlagenden Erfolg der Guillotiene.

Soll heißen:

Heute &quot;erklären&quot; uns Neoliberale wie Heinz Bude was wir für &quot;gerecht&quot; halten sollen, und hoffentlich kommt, dank Finanzkrise (?), auch hier bald ein Umschwung, aber nicht in Richtung Robespierre...dagegen bin ich auch....Ludwig Erhardt (CDU) reicht mir da völlig....

Gruß
Nachdenkseiten-Leser</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kenn da noch ein Wort, dass dringendst analysiert gehört: »Gerechtigkeit«.</p>
<p>Je nach Gusto, d.h. neoliberal (= Heinz Bude) oder nicht (=Ottmar Schreiner) versteht Mensch neuerdings auch anderes darunter.</p>
<p>Übrigens, die Taktik gab es schon vor der Großen Franz. Revolution 1789, und danach, als Robespierre seine eigene Version von »Gerechtigkeit« auf den Markt brachte — mit dem sprichwörtlich durchschlagenden Erfolg der Guillotiene.</p>
<p>Soll heißen:</p>
<p>Heute »erklären« uns Neoliberale wie Heinz Bude was wir für »gerecht« halten sollen, und hoffentlich kommt, dank Finanzkrise (?), auch hier bald ein Umschwung, aber nicht in Richtung Robespierre...dagegen bin ich auch....Ludwig Erhardt (CDU) reicht mir da völlig....</p>
<p>Gruß<br />
Nachdenkseiten-Leser</p>
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	<item>
		<title>Von: michel</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-sozial/comment-page-1/#comment-657</link>
		<dc:creator>michel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 01:50:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/?p=1683#comment-657</guid>
		<description>in einem gewissen bereich in der gesellschaftlichen hirarchie kann man aus egoistischen gründen sozial sein. (muß ich das erklären? dann im post scriptum.) wir (superreichen) jedoch sind abgeschirmt, bewacht, beschützt. wir können uns asozalität leisten. bewaffnete diener schützen uns, das sind leute, die ihren platz kennen. (film: manderlay). 

p.s.
ich bin nicht in der lage, mir beschützer kaufen zu können. so bin ich aus egoistischen gründen altruistisch (will mein fahrrad nicht abschließen und will deshalb, daß jeder eins hat)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>in einem gewissen bereich in der gesellschaftlichen hirarchie kann man aus egoistischen gründen sozial sein. (muß ich das erklären? dann im post scriptum.) wir (superreichen) jedoch sind abgeschirmt, bewacht, beschützt. wir können uns asozalität leisten. bewaffnete diener schützen uns, das sind leute, die ihren platz kennen. (film: manderlay). </p>
<p>p.s.<br />
ich bin nicht in der lage, mir beschützer kaufen zu können. so bin ich aus egoistischen gründen altruistisch (will mein fahrrad nicht abschließen und will deshalb, daß jeder eins hat)</p>
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