Moderne Entmenschlichung?

»Wir sind in Afghanistan, um zu verhindern, dass der Krebs sich noch einmal über das Land ausbreitet. Aber derselbe Krebs hat sich schon in der Grenzregion zu Pakistan festgesetzt.«

- US‐Präsident Barack Obama in seiner Rede am 2. Dezember zur massiven Truppenaufstockung in Afghanistan

Anmerkung: Die Tutsis wurden im Völkermord von Ruanda, im Jahre 1994, von den Hutus als Kakerlaken bezeichnet. Die Juden wurden im Nationalsozialismus als Ratten und Ungeziefer diffamiert. Die Taliban sind nun der Krebs? Barack Obama, der Friedensnobelpreisträger spricht den Taliban ab, Menschen zu sein?

6 Gedanken zu “Moderne Entmenschlichung?

  1. Unschön ist das schon.
    Aber da spricht ein wahrer Menschenfreund.
    -»Hä?«
    Wenn man das in seinem Rahmen belässt, handelt es sich beim Krebsbild um die hundsgewöhnliche organologische Politmetaphorik der Rechten, die präzise ankündigt, daß der Arzt sich gezwungen sieht, demnächst eine »Operation« (so heißen Kriege nun mal neuerdings) durchzuführen.
    Zum Wohle des Patienten.
    Ein Menschenfreund also, der Schlimmeres verhütet.

  2. Unsere Freunde haben an unserer Seite gekämpft, geblutet und sind an unserer Seite gestorben. Jetzt müssen wir zusammenstehen, um diesen Krieg erfolgreich zu beenden. Auf dem Spiel steht nicht einfach nur die Glaubwürdigkeit der Nato — was auf dem Spiel steht ist die Sicherheit unserer alliierten und die kollektive Sicherheit der Welt.

    Meint ihr der Mann mag Shakespeare, aber hat ihn nicht verstanden ? Oder vielleicht hat er sich den »Herrn der Ringe« ein paar mal zu viel angeschaut ? Oder Independence Day? Irgendwie Hollywood‐reif das Ganze. Wieso hab ich ständig das Gefühl im Kino zu sitzen?

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