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	<title>Kommentare zu: Kohl reloaded?</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Von: Andreas</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2008/kohl-reloaded/comment-page-1/#comment-164</link>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 17:04:39 +0000</pubDate>
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		<description>» Verdrängung durch Zuversicht « ist des Altkanzlers deutlichste Aktivität die ich ihm nachsagen könnte. Er hat sich bei Reformen zwar zurückgehalten, doch hat er ebenso den Weg für den €uro geebnet.  



&quot;Der Zehn-Punkte-Plan Helmut Kohls vom November 1989 sah die Bildung konföderativer Strukturen zwischen der Bundesrepublik und der DDR vor. Nur hier findet sich Helmut Kohls öffentlich bekundetes Bestreben und Wollen ein einziges Mal im Einklang mit einer geschichtlichen Bewegung, die Wahrheit und Freiheit zum Vorschein kommen ließ. Alle sonstigen (kleineren) Verdienste, dessen dieser zähe und gelassene Sitzriese nach seinem noblen Abgang nunmehr gerühmt wird, sollten gegen das Prinzip gehalten werden, nach dem dieser Mann 25 Jahre die deutsche christliche Demokratie und 16 Jahre lang die deutschen öffentlichen Körperschaften geprägt hat.&quot;

Sehr interessant zur Person Kohl, hefte ich diesen Link an.

10 Punkte zum unbewußten Plan des öffentlichen Menschen Kohl

http://www.druckversion.studien-von-zeitfragen.net/Kohl%2010%20Punkte.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>» Verdrängung durch Zuversicht « ist des Altkanzlers deutlichste Aktivität die ich ihm nachsagen könnte. Er hat sich bei Reformen zwar zurückgehalten, doch hat er ebenso den Weg für den €uro geebnet.  </p>
<p>&#0187;Der Zehn-Punkte-Plan Helmut Kohls vom November 1989 sah die Bildung konföderativer Strukturen zwischen der Bundesrepublik und der DDR vor. Nur hier findet sich Helmut Kohls öffentlich bekundetes Bestreben und Wollen ein einziges Mal im Einklang mit einer geschichtlichen Bewegung, die Wahrheit und Freiheit zum Vorschein kommen ließ. Alle sonstigen (kleineren) Verdienste, dessen dieser zähe und gelassene Sitzriese nach seinem noblen Abgang nunmehr gerühmt wird, sollten gegen das Prinzip gehalten werden, nach dem dieser Mann 25 Jahre die deutsche christliche Demokratie und 16 Jahre lang die deutschen öffentlichen Körperschaften geprägt hat.&#0171;</p>
<p>Sehr interessant zur Person Kohl, hefte ich diesen Link an.</p>
<p>10 Punkte zum unbewußten Plan des öffentlichen Menschen Kohl</p>
<p><a href="http://www.druckversion.studien-von-zeitfragen.net/Kohl%2010%20Punkte.html">http://www.druckversion.studien-von-zeitfragen.net/Kohl%2010%20Punkte.html</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Roger Beathacker</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2008/kohl-reloaded/comment-page-1/#comment-125</link>
		<dc:creator>Roger Beathacker</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 23:24:02 +0000</pubDate>
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		<description>Kohl konnte die Reformen nicht etwa deswegen nicht in Angriff nehmen, weil sie &quot;unsozial&quot; waren - das waren sie zu Schroeders Zeiten immer noch. Der Grund war vielmehr, dass er der falschen Partei angehoerte. Nur die SPD konnte so etwas durchsetzen, nach der Devise: &quot;Nixon goes to China&quot;. Nur der SPD (weil des &lt;b&gt;gewollten&lt;/b&gt; Sozialabbaues relativ unverdaechtig) haben wenigstens Teile der Bevoelkerung abgekauft, dass diese &quot;Reformen&quot; wohl unumgaenglich sein muessten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kohl konnte die Reformen nicht etwa deswegen nicht in Angriff nehmen, weil sie &#0187;unsozial&#0171; waren &#8211; das waren sie zu Schroeders Zeiten immer noch. Der Grund war vielmehr, dass er der falschen Partei angehoerte. Nur die SPD konnte so etwas durchsetzen, nach der Devise: &#0187;Nixon goes to China&#0171;. Nur der SPD (weil des <b>gewollten</b> Sozialabbaues relativ unverdaechtig) haben wenigstens Teile der Bevoelkerung abgekauft, dass diese &#0187;Reformen&#0171; wohl unumgaenglich sein muessten.</p>
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		<title>Von: Mowitz</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2008/kohl-reloaded/comment-page-1/#comment-124</link>
		<dc:creator>Mowitz</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 17:29:33 +0000</pubDate>
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		<description>Sicher war Kohl der große &quot;Aussitzer&quot; seiner Zeit, so zumindest das damalige Bild von ihm. Gerne wird dabei vergessen, dass die &quot;geistig-moralische&quot; Wende die Kohl, Lambsdorff und Genscher 1982 mit der gemeinsamen Regierung einleiteten, der Abschied vom &quot;rheinischen Kapitalismus&quot;  war beinhaltete und die Hinwendung zum brutalst möglichen Neoliberalismus, Thatcherismus oder wie immer man es nennen will, einleitete. Das &quot;Lambsdorff-Papier&quot; klingelte das Ende der damaligen Schmidt-Regierung ein - und neben Lambsdorff war ja auch ein Hans Tietmeyer maßgeblich an diesem Papier beteiligt. Ziel: Der alt-neue Manchester-Kapitalismus sollte den &quot;rheinischen&quot; ersetzen.  Ist ihnen ja auch gut gelungen - nur merkte niemand was. 

Ich glaube also nicht, dass Kohl den Status Quo aufrechterhielt. Ganz im Gegenteil. Er war fest am Gängelband der neoliberalen Interessen gekettet - und durfte den europäischen &quot;Einiger&quot; spielen. Zum Vorteil deutscher Wirtschaftsinteressen. Ich wäre fast versucht zu sagen: &quot;Ein Europa, ein Markt, eine Ideologie&quot;. Und zwar die Finanzideologie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sicher war Kohl der große &#0187;Aussitzer&#0171; seiner Zeit, so zumindest das damalige Bild von ihm. Gerne wird dabei vergessen, dass die &#0187;geistig-moralische&#0171; Wende die Kohl, Lambsdorff und Genscher 1982 mit der gemeinsamen Regierung einleiteten, der Abschied vom &#0187;rheinischen Kapitalismus&#0171;  war beinhaltete und die Hinwendung zum brutalst möglichen Neoliberalismus, Thatcherismus oder wie immer man es nennen will, einleitete. Das &#0187;Lambsdorff-Papier&#0171; klingelte das Ende der damaligen Schmidt-Regierung ein &#8211; und neben Lambsdorff war ja auch ein Hans Tietmeyer maßgeblich an diesem Papier beteiligt. Ziel: Der alt-neue Manchester-Kapitalismus sollte den &#0187;rheinischen&#0171; ersetzen.  Ist ihnen ja auch gut gelungen &#8211; nur merkte niemand was. </p>
<p>Ich glaube also nicht, dass Kohl den Status Quo aufrechterhielt. Ganz im Gegenteil. Er war fest am Gängelband der neoliberalen Interessen gekettet &#8211; und durfte den europäischen &#0187;Einiger&#0171; spielen. Zum Vorteil deutscher Wirtschaftsinteressen. Ich wäre fast versucht zu sagen: &#0187;Ein Europa, ein Markt, eine Ideologie&#0171;. Und zwar die Finanzideologie.</p>
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		<title>Von: Roberto J. De Lapuente</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2008/kohl-reloaded/comment-page-1/#comment-123</link>
		<dc:creator>Roberto J. De Lapuente</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 07:32:00 +0000</pubDate>
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		<description>Kein Grund, Kohl in den Heiligenstand zu erheben, aber angemerkt sollte schon sein, dass er Reformen nicht wagte, die Schröder ohne Rücksicht durchrang. Für die Kohl-Administration waren gewisse Steuerreformen schlicht unsozial und daher dem Volk nicht zu vermitteln. Dabei sei nochmal erläutert, dass sie nicht vermittelbar gewesen wären, von Unmoral oder ethischen Bedenken sprach freilich auch da niemand - es ging nur darum, möglichst keien Haue von den Bürgern zu erhalten. Es ist schon eine Ironie der Geschichte, wenn Menschen nach 1998 einem konservativen Kanzler nachtrauern, weil unter ihm noch ein bißchen Sozialstaatlichkeit bewahrt blieb - und das, weil ein Sozialdemokrat das Soziale zerdepperte.

Umfragewerte zu Merkel: Vornehmlich fragt man ja, wen man lieber als Kanzler hätte - Merkel oder Steinmeier? Vor kurzem war in dieser Umfrage noch &quot;Merkel oder Müntefering?&quot; oder &quot;Merkel oder Beck?&quot; zu lesen. Wenn man diese drei SPDler so ansieht, ihr unglaubliches Charisma, ihre gigantische Rhetorik, ihr weltmännisches Auftreten, ihr soziales Gewissen, ihre Kompetenz, dann ist nicht verwunderlich, warum man sich für Merkel entscheidet. Sie ist genauso blaß, genauso schlecht angezogen, genauso uninteressant - aber sie ist eben schon Kanzlerin. Wenn ich tapeziere, klebe ich eine neue, hellere, besser aussehende Tapete an die Wand - ich tausche nicht graue Tapete gegen graue Tapete. Warum also einen blaßen Kanzler tauschen, wenn kein strahlender Kanzler zur Auswahl steht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Grund, Kohl in den Heiligenstand zu erheben, aber angemerkt sollte schon sein, dass er Reformen nicht wagte, die Schröder ohne Rücksicht durchrang. Für die Kohl-Administration waren gewisse Steuerreformen schlicht unsozial und daher dem Volk nicht zu vermitteln. Dabei sei nochmal erläutert, dass sie nicht vermittelbar gewesen wären, von Unmoral oder ethischen Bedenken sprach freilich auch da niemand &#8211; es ging nur darum, möglichst keien Haue von den Bürgern zu erhalten. Es ist schon eine Ironie der Geschichte, wenn Menschen nach 1998 einem konservativen Kanzler nachtrauern, weil unter ihm noch ein bißchen Sozialstaatlichkeit bewahrt blieb &#8211; und das, weil ein Sozialdemokrat das Soziale zerdepperte.</p>
<p>Umfragewerte zu Merkel: Vornehmlich fragt man ja, wen man lieber als Kanzler hätte &#8211; Merkel oder Steinmeier? Vor kurzem war in dieser Umfrage noch &#0187;Merkel oder Müntefering?&#0171; oder &#0187;Merkel oder Beck?&#0171; zu lesen. Wenn man diese drei SPDler so ansieht, ihr unglaubliches Charisma, ihre gigantische Rhetorik, ihr weltmännisches Auftreten, ihr soziales Gewissen, ihre Kompetenz, dann ist nicht verwunderlich, warum man sich für Merkel entscheidet. Sie ist genauso blaß, genauso schlecht angezogen, genauso uninteressant &#8211; aber sie ist eben schon Kanzlerin. Wenn ich tapeziere, klebe ich eine neue, hellere, besser aussehende Tapete an die Wand &#8211; ich tausche nicht graue Tapete gegen graue Tapete. Warum also einen blaßen Kanzler tauschen, wenn kein strahlender Kanzler zur Auswahl steht?</p>
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