Burn After Reading

Nach »No Country for Old Man« sind die Coen Brüder mit »Burn After Reading« zurück. Bevor ich den Film sah, hatte ich eine Kritik überflogen, die zwar insgesamt positiv war, aber meinte, dass der Film zu viele Elemente aus den vorherigen Coen-Filmen versucht zu vereinen und deswegen schwächelt.

Dem kann ich aber nicht zustimmen. Man kann »Burn After Reading« zwar mehr mit »Fargo« oder »The Big Lebowski« vergleichen, aber er ist ein Werk für sich. Natürlich sind, wie bei jedem Coen-Film, die Charaktere das wichtigste am Film und werden von Pitt, Cloney und Frances McDormand perfekt gespielt. Dazu kommt, dass alle anderen Rollen auch extrem gut besetzt sind. Malkovich holt alles aus der Rolle heraus, aber auch J.K. Simmons und David Rasche als CIA-Duo sind hervorragend. Zur Story dagegen gibt es nicht viel zu sagen. Die Coens nehmen hier wunderbar eine typische Agentverwicklung auf die Schippe.

CIA Superior: So what did we learn from this?
CIA Officer: Um... I don’t know.
CIA Superior: I don’t fuckin‹ know either.

Vielleicht kommt »Burn After Reading« nicht an »The Big Lebowski« heran, aber das braucht er auch nicht. Auf eine erfrischende Art, haben die Coens wieder einen lustigen Film hinbekommen, der skurrile Charaktere hat und gut mit Klischees spielt. Es ist definitiv kein typischer Hollywood-Movie und davon will ich bitte schön mehr. Ach ja, ich habe ihn auf deutsch geschaut und fand ihn schon gut, wer der englischen Sprache nicht abgeneigt ist, hat bestimmt noch mehr zu lachen.

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